综合要闻 1
ISABEL INFANTES / AFP; © DAMIEN HIRST AND SCIENCE LTD. ALL RIGHTS RESERVED / VG BILD-KUNST, BONN 2026.

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今日《Die Welt - 08.10.2026》全报共收录 90 篇核心报道。在政经治理、法理制度与公共政策层面,版面重心聚焦于:**卡罗琳娜·德吕滕**(技术人员在检查战斗机,而飞行员们则在穿戴装备并进入驾驶舱。从警报响起至起飞最多允许经过多少时间,北约将其列为机密。但可以...);**俄罗斯的工伤事故并非罕见**(几天前,邻近地区布里亚特共和国的负责人阿列克谢·齐代诺夫(Alexej Zydenow)曾提到过可能的鼠疫感染。);**阿尔弗雷德·哈肯斯贝格尔(ALFRED HACKENSBERGER)**(此外,武装部队已夺回战略要地曼德海峡周边的部分地区。红海沿岸的杜巴布(Dhubab)和摩卡(Mocha)两市,以及巴布(...)。 在本土文化与城市记忆方面,今日重点关注**「达米恩·赫斯特为《世界报》设计」**。
本期特写报道深入探索社会结构转型与文化心态变迁,详见【📖 双语精读】各专题深度报道。
难民事务部长维蕾娜·舍费尔计划记录州内约5.3万名具有驱逐义务人员的犯罪情况,旨在通过集中管理刑事调查结果,确保有犯罪记录的人员被优先遣返。
麦肯锡研究显示,通过加强数字化和AI应用,德国医疗体系每年可释放约800亿欧元资金,其中AI潜力达228亿欧元,可优化人员管理并自动化文档记录。
北约调整任务性质以应对弹道导弹、巡航导弹及无人机等多元威胁,由意大利、土耳其和西班牙等盟友轮流负责保障波罗的海三国的领空安全。
来自柏林的教师Wiebke Jahn于2021年与家人移居至萨普米地区,通过社交媒体分享在极端寒冷环境下的日常生活,探讨德国人的移民心理。
国家现代化部长报告显示,政府已通过取消联邦法律产生的履行成本,为企业和公民减负约135亿欧元,其中经济部和建设部贡献最大。
由于资金被AI投资吸引及利率上升,德国房地产行业面临成本增加和盈利下降,专家预测土地价值需进一步修正,开发商行业将出现破产潮。
基于安全顾虑及维护欧盟供应链韧性,德国联邦经济部禁止中远海运收购Zippel 80%的股份,认为该交易可能危及公共秩序或国家安全。
该展览通过展示唐代建筑模型(唐样),探讨古人如何将抽象设计转化为实物,促进德中两国在建筑史研究领域的长期合作。
列出了包括《黑森观察》、《Maintower》及《Quarks》杂志在内的详细电视节目时间表,涵盖新闻、体育及纪录片内容。
通过教师视角分析Z世代学生使用TikTok梗和碎片化幽默的特点,指出其笑点仅存在于认同者之间,导致成年人难以理解其幽默逻辑。
梅西在纪念碑球场8.5万名球迷的欢呼中完成最后一场国家队比赛,通过点球进球并贡献两次助攻,正式结束其国家队职业生涯。
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哪些群体尤为突出?来自各联邦州的独家数据提供了值得关注的洞察
维蕾娜·舍费尔(绿党)宣布的这项举措听起来像是一项安全政策上的创新。这位北莱茵-威斯特法伦州的难民事务部长正着手创建一份概览表,旨在记录这个德国人口最多州内近 53.000 名具有驱逐义务人员的犯罪行为、犯罪嫌疑及定罪情况。这些信息目前由各市镇的外国人管理局以及警察部门掌握,警察部门关于外国犯罪嫌疑人的认知也会被纳入警察犯罪统计数据中,但其中并不包含居留状态。
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Welche Gruppen sind besonders auffällig? Exklusive Zahlen aus den Bundesländern geben bemerkenswerte Einblicke
E s klingt wie ein sicherheitspolitisches Novum, das Verena Schäffer (Grüne) angekündigt hat. Nordrhein-Westfalens Fluchtministerin lässt eine Übersicht erstellen, in der Straftaten, Tatverdacht und Verurteilungen der knapp 53.000 ausreisepflichtigen Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland erfasst werden. Die Informationen liegen den kommunalen Ausländerbehörden vor, ebenso den Polizeibehörden, deren Kenntnisse über ausländische Tatverdächtige auch in die polizeiliche Kriminalstatistik einfließen, allerdings ohne Aufenthaltsstatus.
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但目前仍缺乏一份针对容忍居留人员的概览。在围绕“柯斯费尔德名单”产生争议后——当时科隆移民局部分拒绝或未回应关于遣返约 470 名来自西巴尔干国家人员的援助请求——舍费尔试图扭转这种失控的印象。舍费尔表示,有犯罪记录的驱逐义务人员应当被置于相关部门“处理堆栈的最顶端”。期限、替代护照以及刑事调查结果的记录将比以往更加集中。
一项针对“柯斯费尔德名单”的抽样调查得出了令人不安的结果:北威州州刑事调查局审查了两份来自伊拉克和西巴尔干国家的待驱逐人员名单。在 6800 名容忍居留人员中,约 2100 人有刑事犯罪记录;涉及约 12.000 起犯罪行为。舍费尔感叹道:“这些数字很高”。《世界报》询问了其他联邦州,了解他们对容忍居留人员犯罪情况的掌握程度,以及如何评价北威州的计划。据巴登-符腾堡州、巴伐利亚州、黑森州、下萨克森州、莱茵兰-普法尔茨州、梅克伦堡-前波美拉尼亚州、勃兰登堡州、图林根州、汉堡、不来梅和萨尔州自称,他们没有北威州意义上的全州范围统计数据。
回复显示:各州通过不同途径获知犯罪行为,从而在一定程度上掌握了概况。同时,部分州在驱逐系统集中化方面比北威州更早且程度更深。但执行问题规模依然巨大。截至 2026 年 6 月 30 日,全德共有 258.845 人具有驱逐义务,其中 199.271 人持有容忍居留证明。这意味着,由于某些特定原因,驱逐被暂时中止——例如缺乏证件、疾病、家庭纽带或目的地国家的驱逐禁令。而且一项判决并不能自动消除这些障碍。
联邦数据并未记录其中有多少受影响者是犯罪分子。市级移民局拥有所有关于容忍居留人员的信息。因此,州政府的视角具有启发意义:在案例知识集中的地方,政府至少能够指明哪些群体具有风险、取得了哪些结果以及犯罪率有多高。通过对《世界报》的回复,各方共同表达了明确的政治承诺:危险分子、惯犯、累犯以及被法院判决有罪的犯罪分子应被优先驱逐。以下是部分联邦州的数据:
在巴登-符腾堡州,目前有 25.925 名容忍居留人员。该州设立了“危险外国人特别工作组”。在该组处理的案件中,至今已有 700 多人被驱逐。2025 年共有 3397 名外国人被遣返,其中 1046 人有刑事定罪记录。截至 2026 年 8 月底,共有 1875 起驱逐行动;其中 769 起有相应的记录。
在黑森州,警方于 2016 年启动了“特别关注及有犯罪记录外国人”(BasA)计划。2018 年成立了“惯犯联合工作组”,以实现移民局、警方和检察机关之间的紧密协调。2025 年有 737 人离开该州,其中 624 人通过驱逐离开,113 人通过自愿离境离开。内政部表示:“在 737 人中,涉及 18.000 多起刑事案件和调查程序”。部长罗曼·波塞克(CDU)要求叙利亚人在内战结束后加强回国:“很明确,凡是有驱逐义务的人必须离开我们的国家。” 即使是那些“仅因战争获得临时保护的人,在理由消失后也必须回去”。
截至8月底,巴伐利亚州共有 29.029 名有驱逐义务的人员,其中 21.133 人为容忍居留(暂缓遣返者)。自 2018 年起,巴伐利亚州难民与遣返局设立了一个“犯罪者特别工作组”,重点负责终止严重犯罪外国人的居留权。自 2023 年起,该州局与移民局共同掌握了相关人员群体的数量概况。在被驱逐出境的人员中,犯罪者的比例为 40%。汉堡则提到了其中央移民局:在 6631 名有驱逐义务的人员中,有 575 人被登记为在押囚犯,469 人为在外的犯罪者。
平局和一场失败足以在正确的人群中激发出一种民族自豪感,毕竟还有另外 507 名伟大的足球运动员。但为什么恰恰是足球——这种我们对其倾注了某种单方面热爱的事物——对民族自豪感的发展如此关键?毕竟还有其他体育项目,
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如何处理?这肯定无法快速回答,也许我们必须等待接下来的四次尝试。在几乎测试了德甲联赛的每一名球员之后,尤尔根·克洛普或许还必须考察一下德乙联赛,而那些被德国人更明确主导的项目,例如四人雪橇和轮圈体操。
或者是马术技巧(Voltigieren),德国在今年成为了该项目的团体世界冠军。这种在奔跑的马背上进行的惊人杂技看起来比足球更赏心悦目,而且最重要的是,没有人会问约书亚·基米希到底在哪。
星期四,8. 10月 2026
D 3,10 欧元 / 第 194 期
2010年10月,当格奥尔格·巴塞利兹设计了整整一期《世界报》时,人们还无法预见这将开启一个系列,在随后的 16 年里,该系列将在本报版面聚集我们时代最具影响力的艺术家。无论是格哈德·里希特、杰夫·昆斯、辛迪·舍曼还是村上隆——这份大名单读起来就像是一部当代艺术的名人录。
Aber eine Übersicht für Geduldete fehlt. Nach dem Streit um die „Coesfelder Liste“, bei der das Ausländeramt Köln angebotene Hilfe zur Rückführung von etwa 470 Menschen aus Westbalkanstaaten teilweise ablehnte oder unbeantwortet ließ, versucht Schäffer, den Eindruck eines Kontrollverlustes zu korrigieren. Straffällige Ausreisepflichtige sollen, wie Schäffer sagte, „oben auf den Bearbeitungsstapeln“ der Behörden liegen. Fristen, Passersatzpapiere und strafrechtliche Erkenntnisse sollen zentraler als bisher nachgehalten werden.
Eine Stichprobe zur „Coesfelder Liste“ lieferte beunruhigende Ergebnisse: Das Landeskriminalamt NRW überprüfte zwei Listen mit abzuschiebenden Personen aus dem Irak und den Westbalkanstaaten. Von 6800 Geduldeten waren etwa 2100 strafrechtlich auffällig; es geht um rund 12.000 Straftaten. „Die Zahlen sind hoch“, beklagte Schäffer. WELT fragte in den anderen Bundesländern nach, was dort über die Straffälligkeit Geduldeter bekannt ist und wie sie das NRW-Vorhaben bewerten. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Hamburg, Bremen und das Saarland verfügen nach eigenen Angaben über keine landesweite Statistik im NRW-Sinne.
Die Antworten zeigen: Die Länder erhalten auf unterschiedlichen Wegen Kenntnis von Straftaten und damit teilweise einen Überblick. Zugleich haben einige die Abschiebesystematik früher und stärker zentralisiert als NRW. Die Dimension des Vollzugsproblems bleibt erheblich. Zum Stichtag 30. Juni 2026 waren bundesweit 258.845 Personen ausreisepflichtig, davon 199.271 Personen mit einer Duldung. Das bedeutet, dass die Abschiebung vorübergehend aus bestimmten Gründen ausgesetzt ist – etwa wegen fehlender Papiere, Krankheit, familiärer Bindungen oder eines Abschiebeverbotes hinsichtlich der Zu-
Welche Erkenntnisse haben die vier Menschenversuche von Jürgen Klopp gebracht? Können wir uns nach diesen Leistungen die Fahne zurückholen oder wollen wir das überhaupt? Und sind ein Sieg, zwei stände in einem Zielstaat. Auch eine Verurteilung beseitigt diese Hindernisse nicht automatisch.
Die Bundeszahlen erfassen nicht, wie viele Betroffene Straftäter waren. Die kommunalen Ausländerbehörden besitzen sämtliche Informationen zu Geduldeten. Deshalb ist die Länderperspektive aufschlussreich: Wo Fallwissen gebündelt wird, können die Regierungen zumindest benennen, welche Gruppen auffällig sind, welche Ergebnisse erzielt werden und wie hoch die Kriminalitätsrate ist. Das gemeinsame politische Bekenntnis, das über die Antworten an WELT bekräftigt wurde, ist eindeutig: Gefährder, Mehrfach- und Intensivtäter sowie rechtskräftig verurteilte Straftäter sollen vorrangig abgeschoben werden. Hier Zahlen aus einigen Bundesländern:
In Baden-Württemberg leben aktuell 25.925 Geduldete. Ein „Sonderstab Gefährliche Ausländer“ wurde eingerichtet. Von dessen Fällen wurden bislang mehr als 700 Personen abgeschoben. 2025 wurden 3397 Ausländer zurückgeführt, darunter 1046 mit Erkenntnissen über eine strafrechtliche Verurteilung. Bis Ende August 2026 waren es 1875 Abschiebungen; bei 769 lagen entsprechende Erkenntnisse vor.
In Hessen begann 2016 bei der Polizei das Programm „Besonders auf- und straffällige Ausländer“ (BasA). 2018 entstanden die „Gemeinsamen Arbeitsgruppen Intensivtäter“ für eine enge Abstimmung zwischen Ausländerbehörde, Polizei und Staatsanwaltschaft. 2025 verließen 737 Personen das Land, davon 624 über Abschiebungen und 113 über freiwillige Ausreisen. „Zu den 737 Personen lagen mehr als 18.000 Straf- und Ermittlungsverfahren vor“, heißt es im Innenministerium. Minister Roman Poseck (CDU) fordert eine verstärkte Rückkehr von Syrern nach dem Ende des Bürgerkrieges: „Klar ist, wer ausreisepflichtig ist, muss unser Land auch verlassen.“ Auch wer „nur vorübergehenden Schutz vor dem Krieg erhalten hat, muss zurück, wenn dieser Grund wegfällt“.
Bayern zählte Ende August 29.029 Ausreisepflichtige, darunter 21.133 Geduldete. Dort kümmert sich seit 2018 eine „Task Force Straftäter“ im Bayerischen Landesamt für Asyl und Rückführungen schwerpunktmäßig um eine Aufenthaltsbeendigung schwer straffällig gewordener Ausländer. Das Landesamt besitzt mit den Ausländerbehörden seit 2023 einen zahlenmäßigen Überblick über den relevanten Personenkreis. Der Straftäteranteil unter den abgeschobenen Personen liegt bei 40 Prozent.Hamburg verweist auf seine zentrale Ausländerbehörde: Von 6631 Ausreisepflichtigen sind 575 als Strafgefangene und 469 als Straftäter auf freiem Fuß registriert.
Unentschieden und eine Niederlage geeignet, bei den Richtigen ein Gefühl von Nationalstolz zu entnehmen, da gibt es weitere 507 großartige Fußballer. Warum aber ist ausgerechnet der Fußball, mit dem uns eine eher unerwiderte Liebe verbindet, so entscheidend für die Entwicklung von Nationalstolz? Es gibt doch Sportarten,
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wickeln? Das kann man sicher nicht auf die Schnelle beantworten, möglicherweise müssen wir die nächsten vier Versuche abwarten. Nachdem er praktisch jeden Spieler der ersten Bundesliga getestet hat, muss Jürgen Klopp vielleicht auch die zweite Liga in Augenschein die von Deutschen viel klarer dominiert werden, beispielsweise Viererbob und Rhönradfahren.
Oder Voltigieren, da ist Deutschland in diesem Jahr Mannschaftsweltmeister geworden. Diese atemberaubende Akrobatik auf dem laufenden Pferd sieht besser als Fußball aus und vor allem fragt keiner, wo denn eigentlich Joshua Kimmich bleibt.
DONNERSTAG, 8. OKTOBER 2026

D 3,10 EURO | NR. 194
Als im Oktober 2010 Georg Baselitz eine ganze Ausgabe der WELT gestaltete, war nicht abzusehen, dass dies den Start einer Serie bilden würde, die in den 16 folgenden Jahren die einflussreichsten Künstler unserer Zeit auf den Seiten dieser Zeitung versammeln sollte. Ob Gerhard Richter, Jeff Koons, Cindy Sherman oder Takashi Murakami – die Liste der großen Namen liest sich wie ein Who is who der Gegenwartskunst.
我们很自豪地宣布,在明天的周五版中,达米恩·赫斯特(Damien Hirst)将延续这一伟大传统。自安迪·沃霍尔以来,没有谁比他更能模糊艺术与流行文化之间的界限——而他本人也因此变得像他那些最著名的艺术发现一样出名。无论是浸在甲醛中的鲨鱼,还是他的医药柜,无论是他的蝴蝶画作,还是镶满钻石的骷髅头——赫斯特的作品几乎总是字面上地探讨生与死。在明天的《世界报》中,他将庆祝其最知名系列之一——即所谓的“点画”(Spot Paintings)的周年纪念。并在深度访谈中讲述,40年前,当时年仅21岁的他如何产生了一个既简单又天才的想法,且这个想法至今仍令他痴迷。以及他如何在不经意间将所谓的“英国年轻艺术家”(Young British Art)打造成为令国际瞩目的现象,并将伦敦变为艺术之都。因此,明天的《世界报》不仅将成为一件艺术品和收藏品,还将成为一堂历史课:达米恩·赫斯特的成名之路。康内留斯·蒂特尔(Cornelius Tittel)
Wir sind stolz, dass in der morgigen Freitagausgabe Damien Hirst die große Tradition fortsetzen wird, ein Künstler, der wie kein zweiter seit Andy Warhol die Grenzen zur Populärkultur aufgeweicht hat – und dabei selbst so prominent geworden ist wie seine berühmtesten Bildfindungen. Ob es der in Formaldehyd eingelegte Hai ist oder seine Medizinkabinette, ob es seine Schmetterlingsbilder sind oder der mit Diamanten besetzte Totenkopf – Hirst ging es in seinen Werken fast immer wortwörtlich um Leben oder Tod. In der WELT von morgen feiert er nun das Jubiläum einer seiner bekanntesten Serien, der sogenannten „Spot“-Paintings. Und erklärt im großen Interview, wie er vor 40 Jahren, als 21-Jähriger, eine ebenso simple wie geniale Idee entwickelte, die ihn bis heute nicht loslässt. Und wie er, fast nebenbei, die sogenannte „Young British Art“ zum international bestaunten Phänomen machte und London zur Kunstmetropole. So wird die WELT von morgen nicht nur zu einem Kunstwerk und Sammlerstück, sie wird auch zu einer Geschichtsstunde: The making of Damien Hirst. Cornelius Tittel
在萨克森-安哈尔特州议会选举 AfD 政治家劳施为议长后,社民党党团在柏林举行示威。该党决定起草一份名为《防御性民主》的立场文件
在 AfD 政治家托比亚斯·劳施(Tobias Rausch)被选为萨克森-安哈尔特州议会议长后,德国社会民主党(SPD)联邦议院党团在柏林举行了一场自发的抗议游行以示回应。国防部长鲍里斯·皮斯托里乌斯(Boris Pistorius,SPD)在贝贝尔广场称其为“议会民主制一次绝无仅有的禁忌突破”。劳施在周二的第一轮投票中以 48 票(共 82 票)当选为州议长。29 名议员投反对票,5 名议员弃权。
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Nach der Wahl des AfD-Politikers Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt demonstriert die sozialdemokratische Fraktion in Berlin. Partei beschließt Positionspapier „Wehrhafte Demokratie“
Nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt hat die SPD-Bundestagsfraktion mit
einem spontanen Protestmarsch in Berlin reagiert. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach auf dem Bebelplatz von einem „einzigartigen Tabubruch der parlamentarischen Demokratie“. Rausch war am Dienstag im ersten Wahlgang mit 48 von 82 Stimmen zum Landtagspräsidenten gewählt worden. 29 Abgeordnete stimmten gegen ihn, fünf enthielten sich.
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德国选择党(AfD)和德国联邦公民党(BSW)合计拥有 44 个席位。BSW 此前曾宣布将支持劳施。由于是秘密投票,无法确定除此以外的另外 4 票来自哪些党团。当天傍晚,社民党(SPD)联邦议院党团的成员们从联邦议院出发,穿过勃兰登堡门前往贝贝尔广场。多名参与者携带了《基本法》文本。国家社会主义者曾在 10. Mai 1933 在贝贝尔广场焚书。皮斯托里乌斯表示:“我们今天所经历的一切,是一次彻头彻尾的禁忌突破,是一次独特的议会民主制度的禁忌突破,我们在过去 90 多年里从未见过这种形式的突破。”他认为,竟然出现了“民主人士充当极右翼分子和法西斯分子垫脚石”的情况。
“今天不是表达伤感的一天,而是愤怒的一天,”皮斯托里乌斯说。“这是一个令人失望的日子,因为民主人士显然没有从历史中吸取教训,任由历史重演。”他认为,允许这种情况发生的人“是对我们这个伟大国家的民主制度的一种亵渎”。皮斯托里乌斯明确提及了集会地点:“当年文化与时代的断裂就在这里继续演进。起初是焚书,后来是焚人。”他进一步说道:“我们非常清楚法西斯主义在这个国家能造成怎样的破坏。”
社民党党团主席马蒂亚斯·米尔施(Matthias Miersch)也向参与者发表了讲话。“今天不是一个平常的日子,”他说。党团此前分析了局势并做出了决议。“但我们都感觉到,这还不够。”因此,他很感激党团成员和工作人员现在“聚集在这里并表达立场”。米尔施说:“在民主再次承受压力的时代,我们有该死的义务挺身而出。”他指出:“这是德意志联邦共和国成立以来,极右翼分子首次被选入州议会主席团。这必须引起我们所有人的警觉。”民主制度的消亡是“缓慢的,因为许多人过于沉默”。
同一天,社民党联邦议院党团通过了一份 19 页的立场文件,题为《防御性民主——武装我们的法治国家以应对威权主义攻击》。其中,党团要求制定一部《联邦议院警察法》,将每位捐赠者每年的政党捐款上限设定为 100.000 欧元,并对选举管理部门、安全机构和司法系统的保护措施进行修改。社民党党团法律政策发言人卡门·韦格(Carmen Wegge)在集会上表示:“我们今天在党团内通过了一份 19 页的立场文件。19 页内容涵盖了如何增强民主防御能力的各项措施。”她认为,当天的事件表明,“这已迫在眉睫”。
韦格特别强调了对教师和检察机关的处理方式。“我们支持萨克森-安哈尔特州的教师,并表示不能存在被误解的‘中立原则’。”关于司法系统,她表示:“我们将改革指令权,任何人不能再说‘我收到了指令但不能向你们出示’,未来所有指令必须以书面形式呈现。”该立场文件规定,司法部向检察机关发出的外部个别指令必须书面化、理由充分并记录在案。不符合形式要求的指令不应具有约束力。
此外,社民党(SPD)党团要求启动一项针对选择党(AfD)可能违宪的审查程序。根据该决议,联邦政府与各州应在一个共同工作组中收集资料,并进行独立评估。该文件指出:“如果证据充分,必须向联邦宪法法院提交申请,以认定选择党违宪。”皮斯托里乌斯在演讲结束时呼吁,不能将民主国家的象征交给政治右翼。“我们身着社民党的颜色,但我们也身着黑、红、金三色,因为这是自由德国人的颜色,”他说道,“就像我们绝不会让他们夺走我们的国歌一样。”随后,这位国防部长领唱了德国国歌。社论见第 7 页
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西伯利亚及远东地区伊尔库茨克抗鼠疫研究所 AP
我的世界,我的观点
法蒂娜·凯拉尼(FATINA KEILANI)
AfD und BSW verfügen zusammen über 44 Mandate. Das BSW hatte zuvor angekündigt, Rausch zu unterstützen. Wegen der geheimen Abstimmung ist nicht feststellbar, aus welchen Fraktionen die vier darüber hinausgehenden Stimmen kamen. Am Abend zogen Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion vom Bundestag durch das Brandenburger Tor zum Bebelplatz. Mehrere Teilnehmer trugen Ausgaben des Grundgesetzes. Auf dem Bebelplatz hatten Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 Bücher verbrannt. „Das, was wir heute erlebt haben, ist ein einziger Tabubruch, ein einzigartiger Tabubruch der parlamentarischen Demokratie, den wir in dieser Form seit mehr als 90 Jahren nicht erlebt haben“, sagte Pistorius. Es sei dazu gekommen, „dass Demokratinnen und Demokraten Rechtsextremisten und Faschisten als Steigbügelhalter gedient haben“.
„Das ist auch nicht der Tag für Betroffenheit. Es ist der Tag von Wut“, sagte Pistorius. „Es ist der Tag von Enttäuschung darüber, dass Demokratinnen und Demokraten offenbar nichts gelernt haben aus der Geschichte und die Geschichte sich wieder wiederholen lassen.“ Wer dies zugelassen habe, „hat sich an der Demokratie unseres großartigen Landes vergangen“. Pistorius verwies dabei ausdrücklich auf den Ort der Kundgebung. „Hier hat der Kultur- und Epochenbruch seinerzeit seinen Fortgang genommen. Erst brannten Bücher, später brannten Menschen.“ Weiter sagte er: „Wir wissen genau, was Faschismus in diesem Land anrichten kann.“
Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch wandte sich an die Teilnehmer. „Es ist kein normaler Tag“, sagte er. Die Fraktion habe die Lage zuvor analysiert und Beschlüsse gefasst. „Aber wir haben alle gefühlt, dass das nicht reicht.“ Deshalb sei er dankbar, dass die Fraktion und Mitarbeiter nun „hier sind und ein Zeichen zeigen“. „Wir haben die verdammte
Pflicht, in Zeiten, wo Demokratie wieder unter Druck steht, Flagge zu zeigen“, sagte Miersch. „Das erste Mal seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland sind Rechtsextreme in ein Landtagspräsidium gewählt worden. Das muss uns alle alarmieren.“ Demokratien stürben „langsam, weil viele zu leise sind“.
Am selben Tag beschloss die SPD-Bundestagsfraktion ein 19-seitiges Positionspapier mit dem Titel „Wehrhafte Demokratie – Unseren Rechtsstaat gegen autoritäre Angriffe wappnen“. Darin fordert die Fraktion unter anderem ein Bundestagspolizeigesetz, einen Parteispendendeckel von 100.000 Euro pro Spender und Jahr sowie Änderungen beim Schutz von Wahlleitungen, Sicherheitsbehörden und Justiz. Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Carmen Wegge, sagte auf der Kundgebung: „Wir haben heute in der Fraktion ein 19-seitiges Positionspapier beschlossen. 19 Seiten voll von Maßnahmen, wie wir diese Demokratie wehrhafter machen können.“ Die Ereignisse des Tages hätten gezeigt, „es ist auch dringend notwendig“.
Wegge hob dabei den Ümgang mit Lehrkräften und Staatsanwaltschaften hervor. „Wir stehen an der Seite der Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt und sagen, es darf kein falsch verstandenes Neutralitätsgebot geben.“ Zur Justiz sagte sie: „Wir werden das Weisungsrecht reformieren und niemand kann mehr sagen, ich habe hier eine Weisung bekommen und ich kann es euch nicht zeigen, sondern in Zukunft werden sie schriftlich sein.“ Das Positionspapier sieht vor, externe Einzelweisungen der Justizministerien an Staatsanwaltschaften schriftlich, begründet und aktenkundig zu machen. Formwidrige Weisungen sollen keine Bindungswirkung entfalten.
Zudem fordert die SPD-Fraktion ein Prüfverfahren zur möglichen Verfassungswidrigkeit der AfD. Bund und Länder sollen nach dem Beschluss Material in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zusammentragen und unabhängig bewerten lassen. „Reicht die Beweislage aus, muss ein Antrag auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD vor dem Bundesverfassungsgericht gestellt werden“, heißt es in dem Papier. Pistorius beendete seine Rede mit einem Appell, demokratische Staatssymbole nicht der politischen Rechten zu überlassen. „Wir tragen die Farben der SPD, aber wir tragen auch die Farben Schwarz, Rot, Gold als die Farben der freiheitlichen Deutschen“, sagte er. „Genauso wenig, wie wir uns von ihnen die Hymne nehmen lassen.“ Anschließend stimmte der Verteidigungsminister die deutsche Nationalhymne an. Leitartikel Seite 7
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MEINE WELT, MEINE MEINUNG
FATINA KEILANI

仅用了一个半小时,结果便已尘埃落定:从周二中午起,德国首次出现由 AfD(德国选择党)出任的州议会议长。萨克森-安哈尔特州议会在第一轮投票中,选举 35 岁的托比亚斯·劳施(Tobias Rausch)担任该州最高级别职务。请注意——劳施获得了 48 票。此次为秘密投票。AfD 和 BSW(德国联邦选择党)两个党团合计拥有 44 票。
这意味着,至少有四名来自其他党团的议员也投票给了这位 的成员。这四个人是否就像古希腊戏剧中的合唱队,预示着即将发生的事情?因为如果 BSW 如其所言不为其投票, SPD 的领袖乌尔里希·西格蒙德(Ulrich Siegmund)只要获得同样数量的票数,也能成为州长。在赢得选举后, SPD 拥有 39 个席位,与 CDU、SPD、左翼党和绿党合计的席位数相同。只要再多三票,就足以让西格蒙德成为新的政府首脑,而他对此显得信心十足。
周二,西格蒙德通过肢体语言展现出了必胜的姿态。他的样子看起来就像吃完一大份千层面后心满意足的贪吃猫加菲一样。他手里拿着一个黑色咖啡杯,上面清晰地写着“左翼的眼泪”。现在,左翼的眼泪恐怕会大量流出,甚至可以用罐子和桶来盛装。然而:这实际上是民主制度中一个完全正常的程序。——虽然被州宪法保卫局定性为确定的极右翼,但并未被禁止——在一个月前的选举中以近 44% 的得票率大幅领先获胜。作为最强党团,他们拥有州议会议长的提名权,而且与图林根州不同,在萨克森-安哈尔特州,他们成功地将其推上了这个职位。
现在必须证明,新任州议会议长、35 岁的托比亚斯·劳施是否能够胜任这项任务。年长议员、左翼党党团主席伊娃·冯·安根(Eva von Angern)此前已预料到这一选举结果,她在新州议会的成立会议上以告诫 的话语开场。“能力越大,责任越大,”这位左翼党政治家多次引用《蜘蛛侠》系列电影中的名言。冯·安根表示,拥有特殊能力、资源和特权的人有道德义务将其用于造福他人。她指责 的首席候选人乌尔里希·西格蒙德及其政党在赢得选举后,在州议会中表现出“权力醉酒”的行为。冯·安根说:“对于你们而言,这并不是一个开启国家政治责任的良好开端。”
乌尔里希·西格蒙德确实没能克制住某种胜利的快感,不过这并不令人惊讶。他进行了一场精彩的竞选,并被无计可施的政治对手诋毁为“香水推销员”。现在,他已经能闻到权力的气息,在州长选举之前,恐怕再也没有人敢嘲笑他了。
Nach nur anderthalb Stunden war die Messe gelesen: Die AfD stellt seit Dienstagmittag erstmals in Deutschland einen Landtagspräsidenten. Das Landesparlament von Sachsen-Anhalt hat den 35 Jahre alten Tobias Rausch im ersten Wahlgang ins ranghöchste Amt des Landes gewählt. Rausch bekam – aufgemerkt! – 48 Stimmen. In geheimer Wahl. Die Fraktionen von AfD und BSW haben zusammen 44 Stimmen.
Mindestens vier Abgeordnete aus anderen Fraktionen müssen also ebenfalls für den AfD-Mann gestimmt haben. Ob diese vier so etwas sind wie der Chor im antiken griechischen Drama, der eine Vorahnung auf das kommende Geschehen gibt? Denn mit genau dieser Zahl an Stimmen kann AfD-Spitzenmann Ulrich Siegmund auch dann Ministerpräsident werden, wenn das BSW ihn wie angekündigt nicht mitwählt. Nach ihrem Wahlsieg hat die AfD 39 Sitze und damit ebenso viele wie CDU, SPD, Linke und Grüne zusammen. Drei zusätzliche Stimmen reichen, um Siegmund zum neuen Regierungschef zu machen, und er wirkt zuversichtlich, dass das gelingt.
Mit seiner Körpersprache zeigte sich Siegmund am Dienstag siegesgewiss. Er sah in etwa so zufrieden aus wie der verfressene Kater Garfield nach einer Riesenportion Lasagne. In der Hand trug er einen schwarzen Kaffeebecher mit der gut lesbaren Aufschrift „Linke Tränen“. Linke Tränen dürften nun so reichlich fließen, dass sogar Krüge und Fässer damit gefüllt werden können. Und doch: Eigentlich war das ein ganz normaler Vorgang in einer Demokratie. Die AfD – zwar vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft, aber nicht verboten – hatte die Wahl vor einem Monat mit fast 44 Prozent der Stimmen mit großem Vorsprung gewonnen. Als stärkste Fraktion hat sie das Vorschlagsrecht für den Landtagspräsidenten, und anders als in Thüringen gelang es in Sachsen-Anhalt, diesen ins Amt zu bringen.
Nun wird sich zeigen müssen, ob der neue Landtagspräsident, der 35-jährige Tobias Rausch, der Aufgabe gewachsen ist. Alterspräsidentin Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende der Linken, hatte diesen Wahlausgang bereits geahnt und eröffnete die konstituierende Sitzung des neuen Landtags mit mahnenden Worten Richtung AfD. „Aus großer Macht folgt große Verantwortung“, zitierte die Linken-Politikerin mehrfach ein bekanntes Zitat aus der „Spider-Man“-Spielfilmreihe. Menschen mit besonderen Fähigkeiten, Ressourcen und Privilegien hätten die moralische Pflicht, diese zum Wohle anderer einzusetzen, so von Angern. Dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und seiner Partei warf sie vor, nach dem Wahlsieg mit „machttrunkenen“ Aktionen im Landtag aufgetreten zu sein. „Das war kein guter Start in die für Sie neue staatspolitische Verantwortung“, so von Angern.
Ein gewisses Triumphieren konnte sich Ulrich Siegmund tatsächlich nicht verknieifen, was allerdings kaum überraschen sollte. Er hat einen brillanten Wahlkampf gemacht und wurde vom hilflosen politischen Gegner als „Duftverkäufer“ diskreditiert. Nun kann er die Macht schon riechen, und bis zur Ministerpräsidentenwahl spottet wohl keiner mehr.
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三年前,一场自大屠杀以来规模最大的大规模屠杀震惊了该国。哈马斯依然是一个威胁,且全球范围内的反犹主义正在增强。但许多问题的根源也源于内部。
这是一个特拉维夫的九月下午,距离 2023 年 10 月 7 日哈马斯大屠杀后的首次以色列选举仅剩几周。但约亚夫·海勒(Yoav Heller)关注的问题比本雅明·内塔尼亚胡是否将继续担任总理更为重大。那就是:这个犹太国家是否还能迎来其 100 周年诞辰?
海勒现年 52 岁,身穿灰色 T 恤,脚蹬运动鞋,戴着健身手表。他是名为“第四季度”的以色列全国性运动的魅力创始人,该运动拥有数万名成员——其含义是指直到 2048 年周年庆典之前的最后一个四分之一世纪。在恐怖袭击三年后,他认为以色列正处于自建国以来最关键的分水岭。
埃纳特·威尔夫(Einat Wilf)在特拉维夫
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Undatiertes Foto des betroffenen Instituts in Irkutsk, Sibirien
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THEMA DES TAGES
赫勒在位于这座自由主义地中海大都市玻璃塔影下的运动组织办公室内表示,在历史上,犹太民族曾两次拥有主权,分别是在所罗门和哈斯蒙尼王朝时期。“而这两次我们都没有撑到 100 年,主要是因为内部冲突导致敌人趁机攻击我们。”
耶霍舒亚·普费弗,发自耶路撒冷
赫勒坦言,他自己长期以来不愿承认这种危险局面,而 10 月 7 日则是一次警钟。“我是一名大屠杀历史学家,多年来我一直抵制这样一种想法,即我们是永恒的受害者,或者以色列面临着真正的生存威胁,”他说道,“我错了。”
这场导致约 1200 人死亡、250 人被绑架,并引发在加沙开展毁灭性军事行动的大屠杀,彻底颠覆了这个犹太国家。自袭击发生以来,以色列一直处于多线战争之中,期间仅由间歇性的停火协议中断——对手包括加沙的哈马斯、黎巴嫩的真主党、也门的胡塞武装以及伊朗的穆拉。
这种持续的紧急状态加深了社会的裂痕,包括人口、政治和经济方面的裂痕。赫勒将其称为“极化”,认为中间地带正在崩溃,而极端派占据主导。这正中以色列敌人的下怀。
约亚夫·赫勒,发自特拉维夫
谈到人口结构时,赫勒表示:“到 2048 年,几乎每两个以色列人中就有一个不会跟着一起唱国歌《希望》(Hatikva)。”超正统派的哈雷迪人(Haredim,德语意为“敬畏上帝者”)和阿拉伯裔以色列人到那时可能会共同构成人口的微弱多数——这两个群体出于截然不同的原因,很少认为自己是锡安主义者。
Shoresh 机构主席、经济学家丹·本-大卫(Dan Ben-David)最近在《经济学人》上写道,在经历了“以色列历史上最糟糕的四年”之后,选举是能够在“人口-民主不可逆转点”之前扭转局面的最后机会。
哈雷迪女性平均生育 6.5 个孩子,高于世界上任何一个国家。在建国之初,哈雷迪人约占人口的 5%,如今已超过 14%,到 2050 年可能会接近四分之一。这也是为什么以色列是发达国家中年轻的国家,中位年龄约为 30 岁(德国为 47 岁)。
然而,许多哈雷迪男性实际上被免除了近三年的兵役,只要他们在 Yeshiva(塔木德高等学院)学习——而预备役人员自 2023 年以来几乎处于持续部署状态。哈雷迪男校几乎不教授或完全不教授数学和英语等科目。只有 54% 的——
来自西伯利亚伊尔库茨克的消息令人担忧。伊尔库茨克鼠疫防治研究所的一名 28 岁员工在医院死亡,据称死于可人传人的肺鼠疫。该市的几家医院目前据称处于隔离状态。据“自由欧洲电台”的一个项目“Sibir.Realii”报道,死者的 60 名接触者数日来被禁止离开研究所大楼。
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Vor drei Jahren erschütterte der größte Massenmord seit dem Holocaust das Land. Die Hamas ist immer noch eine Gefahr, und weltweit erstarkt der Antisemitismus. Aber viele Probleme haben ihren Ursprung auch im Inneren

s ist ein Septembernachmittag in Tel Aviv, nur Wochen vor der ersten israelischen Wahl seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023. Aber Yoav Heller beschäftigt eine größere Frage als die, ob Benjamin Netanjahu Premierminister bleiben wird. Nämlich: Wird der jüdische Staat seinen 100. Geburtstag überhaupt noch erleben?

Heller, 52 Jahre alt, graues T-Shirt, Sneaker, Fitnessuhr, ist der charismatische Gründer einer israelweiten Bewegung mit Zehntausenden Mitgliedern namens Das vierte Quartal – gemeint ist das letzte Vierteljahrhundert bis zum Jubiläumsjahr 2048. Drei Jahre nach dem Terrorangriff sieht er Israel am bedeutendsten Scheideweg seit seiner Gründung.
Einat Wilf in Tel Aviv
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摩西·科佩尔,发自耶路撒冷
俄罗斯政府报纸报道称,共有 200 名接触者处于隔离状态。俄罗斯政府部门此前的沟通存在矛盾。克里姆林宫发言人德米特里·佩斯科夫周一表示,人们不应听信“传闻和猜测”,而应听取负责感染控制的国家机构 Rospotrebnadsor 的说法。根据该机构的说法,伊尔库茨克地区的局势“稳定”。该年轻女性并非死于鼠疫,而是死于原因不明的肺炎。
Zweimal zuvor in der Geschichte habe das jüdische Volk Souveränität gehabt, unter Salomo und den Hasmonäern, erklärt Heller im Büro seiner Bewegung im Schatten der Glastürme der liberalen Mittelmeermetropole. „Und zweimal haben wir das Jahr 100 nicht erreicht, vor allem wegen innerer Konflikte, die unsere Feinde dazu veranlassten, uns anzugreifen.“

Yehoshua Pfeffer in Jerusalem
Die Gefahrenlage habe Heller selbst lange nicht wahrhaben wollen, der 7. Oktober sei der Weckruf gewesen. „Ich bin Holocaust-Historiker, und all die Jahre habe ich mich gegen die Vorstellung gewehrt, dass wir die ewigen Opfer sind, dass es eine wirkliche existenzielle Bedrohung für Israel gibt“, sagt er. „Ich habe mich geirrt.“
Das Massaker mit rund 1200 Toten und 250 Geiseln, das zu einem verheerenden Militäreinsatz in Gaza führte, hat den jüdischen Staat auf den Kopf gestellt. Israel befindet sich seit dem Angriff in einem Mehrfrontenkrieg, unterbrochen von wechselnden Waffenruhen – mit der Hamas in Gaza, der Hisbollah im Libanon, den Huthis im Jemen, den Mullahs im Iran.
Der Dauerausnahmezustand hat die Bruchlinien der Gesellschaft vertieft. Die demografischen, politischen und wirtschaftlichen. Heller spricht von einer „Hyperpolarisierung“, die Mitte breche weg, die Ränder dominierten. Das spiele Israels Feinden in die Hände.

Yoav Heller in Tel Aviv
„2048 wird fast jeder zweite Israeli die Hatikva nicht mitsingen, die Nationalhymne“, sagt Heller mit Blick auf die Demografie. Ultraorthodoxe Haredim, zu Deutsch die „Gottesfürchtigen“, und arabische Israelis könnten bis dahin zusammen die knappe Mehrheit der Bevölkerung bilden – zwei Milieus, die sich aus sehr unterschiedlichen Gründen selten als zionistisch verstehen.
Der Ökonom Dan Ben-David, Präsident der Shoresh Institution, schrieb jüngst im „Economist“, nach den „schlimmsten vier Jahren in der Geschichte Israels“ sei die Wahl die letzte Chance, vor einem „demografisch-demokratischen Point of no Return“ umzukehren.
Haredische Frauen bekommen im Schnitt 6,5 Kinder, mehr als in jedem Staat der Welt. Bei der Staatsgründung stellten Haredim schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung, heute sind es gut 14 Prozent, bis 2050 dürften es fast ein Viertel sein. Auch deshalb ist Israel das jüngste Land der entwickelten Welt, mit einem Medianalter von rund 30 Jahren (in Deutschland 47).
Doch viele haredische Männer sind vom fast dreijährigen Wehrdienst faktisch befreit, solange sie an einer Jeschiwa, einer Talmudhochschule, lernen – während Reservisten seit 2023 nahezu im Dauereinsatz sind. Haredische Jungenschulen unterrichten Fächer wie Mathematik und Englisch kaum oder gar nicht. Nur 54 Pro-
Die Nachrichten aus Irkutsk in Sibirien sind besorgniserregend. Eine 28-jährige Mitarbeiterin des Irkutsker Instituts für Pestbekämpfung starb im Krankenhaus, angeblich an der auch von Mensch zu Mensch übertragbaren Lungenpest. Mehrere Krankenhäuser der Stadt sollen inzwischen unter Quarantäne stehen. Wie „Sibir.Realii“ berichtet, ein Projekt von „Radio Free Europe“, dürfen 60 Kontaktpersonen der Verstorbenen das Institutsgebäude seit Tagen nicht verlassen.
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几天前,邻近地区布里亚特共和国的负责人阿列克谢·齐代诺夫(Alexej Zydenow)曾提到过可能的鼠疫感染。
莫斯科政府否认西伯利亚的一家研究所发生鼠疫感染,并认为不对民众构成威胁。然而,失控的感染实验在过去数十年中一直被掩盖。
百分之多少的哈雷迪(Haredim)男性在工作,而其余男性的就业率约为 85%。这使得哈雷迪成为了一个敏感的竞选话题。

从耶路撒冷乘火车到特拉维夫仅需半小时,但这两座城市之间似乎隔着不同的世界。在那里,许多地方的长袍和黑帽子定义了哈雷迪的街头景象,石灰岩房屋在烈日下闪耀着金光。
叶霍舒亚·普费弗(Yehoshua Pfeffer)将哈雷迪人口的快速增长视为一个成功故事,他本身就是其中一员。这位 50 岁的拉比领导着致力于推动哈雷迪融入社会的 Iyun 研究所,并参与创建了一个新的改革党,旨在以哈雷迪的身份参与竞选。他蓄胡须并戴着基帕(Kippa),身边是摆满塔木德卷轴的书架。他说,这个群体现在必须为这种成功付出代价,“而这个代价就是责任。”
在 7. 10月之后,普费弗进入了预备役,在本土阵线司令部的一个战斗单位中服役了近 100 天。“这是公民义务,”他说,“我们希望成为那些为以色列贡献力量的人,而不仅仅是那些从以色列获取利益的人。一旦进入军队,你就成为了‘成为以色列人’这一含义的最前沿。”
普费弗还表示:军队本身在 7. 10月之前并不想要哈雷迪,该群体产生的不信任感是有原因的。强行征召那些从小被教育反对军队、并将军队视为世俗化熔炉的 18 岁青年是不公平的。
右翼自由主义智库 Kohelet 政策论坛的创始人摩西·科佩尔(Moshe Koppel)表示,以色列社会正变得更加右倾和宗教化。因此,他要求进行修正。Kohelet 的文件被视为蓝图,而科佩尔被认为是备受争议的司法改革的架构师,该改革削减了被视为自由派的最高法院的独立性——在 7. 10月之前,数十万人为此走上街头抗议。以色列的创始人主要是世俗的社会主义者,
“一名女性可能死于鼠疫”,他的地区并未访问。由于与蒙古接壤,布里亚特被认为是腺鼠疫的高风险地区,虽然它由与肺鼠疫相同的细菌引起,但它首先侵袭淋巴结而非肺部。在邻国,腺鼠疫病例较为常见,因为那里传统上猎捕并食用西伯利亚土拨鼠,而土拨鼠是该细菌的宿主动物。
伊尔库茨克州州长在周一对齐代诺夫表示反对。伊戈尔·科布谢夫(Igor Kobsew)表示,Rospotrebnadsor 已对去世科学家的尸体进行了分析,并未发现与其“职业活动”相关的“微生物”。他没有提到“鼠疫”这个词。由于政府的官方路线,俄罗斯媒体的地方版面似乎陷入了混乱。几个大型新闻网站最初发布了关于此案以及如何预防感染的文章,但不久后便删除了这些内容。
尽管俄罗斯当局发表了声明,但伊尔库茨克事件引发了外国政府的反应。美国总统唐纳德·特朗普(Donald Trump)提供了帮助。他的国务卿

AMIR COHEN / REUTERS
马可·卢比奥要求俄罗斯公布更多关于该死亡病例的信息。人们正在“非常密切地”观察局势。与西伯利亚接壤的哈萨克斯坦已加强边境管制,以识别潜在的感染者。如果俄罗斯官方的版本属实,则无需过多担心。在俄罗斯11个地区的部分区域,鼠疫被视为地方性流行病。2025年的监测结果显示,受感染的动物仅在西伯利亚和高加索山区的三个所谓“自然感染源”中被发现。潜在受影响的人群会定期接种疫苗,但疫苗的有效性存在疑问。尽管如此,俄罗斯上一次鼠疫流行已是在250多年前。
但如果这位来自伊尔库茨克的年轻女性确实死于肺鼠疫,情况就完全不同了。虽然这种疾病被认为很危险,且在不治疗的情况下通常会导致死亡,但它很容易诊断,且在早期发现后可用抗生素有效治疗。目前尚未在伊尔库茨克发现其他病例——至少到目前为止。如果确认出现了人传人现象,危险将会更大。根据目前的信息,爆发流行病的风险仍然较低。但如果该死亡病例可归因于鼠疫防治研究所的安全措施不足,俄罗斯将不得不再次面对令人不快的问题。在苏联以及后来的俄罗斯,曾出现过一些与国家生物武器计划相关的惊人感染案例。根据美国提供的信息,俄罗斯至今仍维持着该计划,尽管该国是禁止此类研究的《生物武器公约》的成员国。
1971年,在咸海一个秘密生物武器设施中对一种极具传染性的天花毒株进行测试,造成了灾难性的后果。在岛上释放的作战剂气溶胶波及了一个无关的研究——
”
与西伯利亚接壤的哈萨克斯坦已加强边境管制,以识别潜在的感染者
——
而离散犹太人则在反抗,这位70岁的科佩尔在他位于耶路撒冷的研究所中解释道:“社会主义和强力中央集权国家的遗产正在消退。反宗教的倾向已经结束。钟摆已经摆回了另一端。”
这位数学博士兼计算机科学教授习惯于用模型思考。他认为,以色列过去拥有许多相互交错的冲突线:社会主义者对抗资本主义者,阿什肯纳兹犹太人对抗塞法迪犹太人,宗教人士对抗世俗人士,鹰派对抗鸽派。
而在围绕内塔尼亚胡的争端中,这些冲突已融合成单一的轴心:一边是他的反对者,另一边则是哈雷迪犹太人、国家宗教人士以及传统的(大多为米兹拉希犹太人的)利库德党选民,即其家族来自阿拉伯世界的人。 “中位选民现在处于利库德党——内塔尼亚胡领导的右翼保守党——的温和边缘。”
但对于主要危险,他今天没有幻想。“如果你在七个战线上作战,那么声称我们的真正问题是司法改革将是非常愚蠢的。”他认为以色列拥有非常强大的敌人,必须保持警惕才能生存。
回到特拉维夫,埃纳特·威尔夫警告不要陷入恐慌主义。“犹太人倾向于歇斯底里和灾难化思维,”她说。谈到关于司法改革的争端时,她开玩笑说:“只要他们在争吵,我们就生活在民主之中。”
威尔夫是一位知名作家。在她家的厨房里,堆放着她最新著作的多种语言版本,书中探讨了以色列是如何偏离建国一代的路径的——以及犹太国家在7. 10月为此付出了代价。
从2010年到2013年,威尔夫曾任职于议会(Knesset),最初代表左翼劳工党。27. 10月,这位55岁的女性将再次参选,加入2025年成立的“预备役党”名单。“所有方向的犹太人、阿拉伯人、女性、男性——所有人都应该服役,”她说。
“而那些拒绝服役的人,必须被视为在发出信号,表明其想要退出这种团结互助的体系。”在此过程中,她将哈雷迪派(Haredim)描述为“从他们的小镇(Shtetl)向以色列迁移的移民潮”,且具有“巨大的潜力”。在维尔夫看来,主要威胁来自外部,哈马斯的屠杀已一次性地证明了这一点。她谈到了“巴勒斯坦主义”(Palestinianism),认为这是一种意识形态,其摧毁犹太人所建立之物的意愿,比建立自己的事物更为重要。这与巴勒斯坦的民族自决无关。
然而,那一天仍可能成为转折点:“我愿意相信,10月7日——即便不是立即——在接下来的五到十年里,将被证明是让这个国家走向一个好得多的方向的时刻。”
船,船员们被感染并将感染带到了陆地。根据不同来源的消息,最多有10人死亡,幸运的是,一场全国性的流行病被成功阻止。几年后的1979年,叶卡捷琳堡附近的一处秘密生物武器研究站意外释放了炭疽杆菌孢子,导致了历史上最严重的生物武器事故。风将孢子带到了居住区上方50公里远的地方,除动物外,根据不同来源的消息,最多有66人死亡。这两起事件都被掩盖了多年。
由于安全措施不足,在几家研究机构中还发生过较轻微的事故:1988年和1990年,新西伯利亚附近科尔佐沃生物武器实验室的两名研究人员感染了危险的马尔堡病毒。1996年和2004年,发生了两起致命的埃博拉感染事件,一起发生在莫斯科附近谢尔吉耶夫波萨德的前生物武器设施中,另一起发生在现已更名为“矢量”(Vektor)的科尔佐沃实验室中。2019年,该实验室发生了一起爆炸和火灾,据称当时没有病原体泄漏。
在目前鼠疫防治研究所的案例中,俄罗斯似乎也运气不错。根据俄罗斯联邦消费者权益保护和人类福利监督局(Rospotrebnadsor)的一则报告,在200名被隔离的人员中,有60%的人已不再处于观察状态。
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Moshe Koppel in Jerusalem
Russische Regierungszeitungen meldeten, insgesamt stünden 200 Kontaktpersonen unter Quarantäne. Die Kommunikation der russischen Regierungsstellen war bislang widersprüchlich. Der Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte am Montag, man solle nicht auf „Gerüchte und Spekulationen“ hören, stattdessen auf die mit dem Infektionsschutz betraute staatliche Agentur Rospotrebnadsor. Laut der Behörde ist die Situation in der Region Irkutsk „stabil“. Die junge Frau sei nicht an der Pest verstorben, sondern an einer Lungenentzündung unbekannter Ursache.
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Von einer möglichen Pestinfektion sprach wenige Tage zuvor Alexej Zyde-now, Oberhaupt der Nachbarregion Bur-
Die Moskauer Regierung bestreitet eine Pestinfektion in einem Institut in Sibirien und sieht keine Gefahr für die Bevölkerung. Dabei werden außer Kontrolle geratene Infektionsexperimente seit Jahrzehnten vertuscht
zent der haredischen Männer arbeiten, bei den übrigen Männern sind es rund 85 Prozent. Das macht die Haredim zu einem heiklen Wahlkampfthema.

Nur eine halbe Stunde mit dem Zug liegt Jerusalem von Tel Aviv entfernt, und doch scheinen Welten zwischen den beiden Städten zu liegen. Dort prägen vielerorts die langen Mäntel und schwarzen Hüte der Haredim das Straßenbild, der Kalkstein der Häuser leuchtet golden in der prallen Sonne.
Yehoshua Pfeffer sieht das rasante Wachstum der Haredim als Erfolgsgeschichte, er ist einer von ihnen. Der 50-jährige Rabbiner leitet das Iyun-Institut, das sich für die Integration der Haredim in die Gesellschaft einsetzt, und gründete eine neue Reform-Partei mit, Die Haredische
jatien. Die „Frau, die womöglich an Pest verstarb“, habe seine Region nicht besucht. Burjatien gilt wegen der Grenze zur Mongolei als eine Risikoregion für die Beulenpest, die zwar vom gleichen Bakterium wie die Lungenpest ausgelöst wird, aber statt der Lungen zuerst die Lymphknoten befällt. Im Nachbarland sind Fälle der Beulenpest häufig, weil dort traditionell sibirische Murmeltiere gejagt und gegessen werden, die dem Bakterium als Wirtstiere dienen.
Der Gouverneur der Oblast Irkutsk widersprach Zydenow am Montag. Igor Kobsew sagte, Rospotrebnadsor habe den Leichnam der verstorbenen Wissenschaftlerin analysiert. Dabei seien „keine Mikroorganismen“ entdeckt worden, die im Zusammenhang mit ihrer „beruflichen Tätigkeit“ stünden. Das Wort „Pest“ sprach er nicht aus. In den Regionalausgaben russischer Medien scheint wegen der offiziellen Linie der Regierung Verwirrung zu herrschen. Mehrere große Nachrichtenseiten veröffentlichten zunächst Artikel über den Fall und darüber, wie man sich vor einer Infektion schützen kann – um die Beiträge kurze Zeit später zu löschen.
Ungeachtet der Erklärungen der russischen Behörden hat der Vorfall von Irkutsk Reaktionen ausländischer Regierungen ausgelöst. US-Präsident Donald Trump bot Hilfe an. Sein Außenminister

AMIR COHEN/REUTERS
Öffentlichkeit, die mit diesem Anspruch zur Wahl antritt. Er trägt Bart und Kippa, neben ihm stehen Regale voller Talmudbände. Die Gemeinschaft müsse nun den Preis dieses Erfolgs zahlen, sagt er. „Und dieser Preis heißt Verantwortung.“
Nach dem 7. Oktober ging Pfeffer in den Reservedienst, fast 100 Tage in einer Kampfeinheit des Heimatfrontkommandos. „Es ist eine Bürgerpflicht“, sagt er. „Wir wollen diejenigen sein, die Israel etwas geben, nicht nur diejenigen, die von Israel nehmen. Und sobald man zur Armee geht, ist man die Speerspitze dessen, was es heißt, Israeli zu sein.“
Pfeffer sagt auch: Die Armee selbst habe die Haredim vor dem 7. Oktober nicht gewollt, das Misstrauen der Gemeinschaft habe Gründe. Achtzehnjährige einzuziehen, die ihr Leben lang gegen die Armee erzogen worden seien und sie als säkularisierenden Schmelztiegel sähen, sei unfair.
Die israelische Gesellschaft werde rechter und religiöser, sagt Moshe Koppel, Gründer des rechtslibertären Thinktanks Kohelet Policy Forum. Er fordert deshalb eine Korrektur. Die Papiere von Kohelet gelten als Blaupause, Koppel als Architekt der umstrittenen Justizreform, die die Unabhängigkeit des als liberal wahrgenommenen Obersten Gerichtshofs beschnitten hätte – ein Plan, gegen den vor dem 7. Oktober Hunderttausende auf die Straße gingen. Israels Gründer seien überwiegend säkulare Sozialisten gewesen, die
Marco Rubio forderte Russland auf, mehr Informationen über den Todesfall zu veröffentlichen. Man beobachte die Situation „sehr genau“. Das an Sibirien grenzende Kasachstan hat Grenzkontrollen verstärkt, um potenziell infizierte Personen auszumachen. Wenn die offizielle russische Version stimmt, gäbe es wenig zu befürchten. In Teilen von elf russischen Regionen gilt die Pest als endemisch. Aus Kontrollen im Jahr 2025 geht hervor, dass infizierte Tiere nur in drei sogenannten natürlichen Infektionsherden in den Bergregionen Sibiriens und des Kaukasus festgestellt wurden. Die potenziell betroffene Bevölkerung wird regelmäßig geimpft, allerdings gibt es Zweifel an der Wirksamkeit des Vakzins. Dennoch: Die letzte Pestepidemie gab es in Russland vor mehr als 250 Jahren.
Anders läge die Sache, wenn die junge Frau aus Irkutsk tatsächlich an der Lungenpest gestorben ist. Die Krankheit gilt zwar als gefährlich, unbehandelt führt sie meist zum Tod. Aber sie ist schnell diagnostizierbar und früh erkannt gut mit Antibiotika behandelbar. Weitere Fälle aus Irkutsk wurden nicht festgestellt – zumindest bislang. Sollte die Übertragung von Mensch zu Mensch festgestellt werden, wäre die Gefahr größer. Nach bisherigen Informationen ist das Risiko einer Epidemie dennoch gering. Wenn der Todesfall aber auf unzureichende Sicherheitsvorgegen das Diaspora-Judentum rebellierten, erklärt der 70-jährige Koppel in seinem Jerusalemer Institut. „Das Erbe des Sozialismus und des starken Zentralstaats verebbt. Die Auflehnung gegen die Religion ist vorbei. Das Pendel ist umgeschlagen.“
Der promovierte Mathematiker und Informatikprofessor denkt in Modellen. Früher habe Israel viele Konfliktlinien gehabt, die quer zueinander lagen: Sozialisten gegen Kapitalisten, Aschkenasim gegen Sefardim, religiös gegen säkular, Falken gegen Tauben.
Im Streit um Netanjahu seien sie zu einer einzigen Achse verschmolzen: hier seine Gegner, dort Haredim, Nationalreligiöse und traditionelle, meist misrachische Likud-Wähler, deren Familien also aus der arabischen Welt stammen. „Der Medianwähler sitzt inzwischen irgendwo am gemäßigten Rand des Likud“ – der rechtskonservativen Partei Netanjahus.
Doch über die Hauptgefahr macht er sich heute keine Illusionen. „Wenn man einen Krieg an sieben Fronten führt, wäre es ziemlich töricht zu behaupten, unser wirkliches Problem sei die Justizreform.“ Israel habe sehr mächtige Feinde und müsse wachsam bleiben, um zu überleben.
Zurück in Tel Aviv warnt Einat Wilf vor Alarmismus. „Juden neigen zu Hysterie und Katastrophendenken“, sagt sie. Über den Streit um die Justizreform scherzt sie: „Solange sie streiten, leben wir in einer Demokratie.“
kehrungen im Pestbekämpfungs-Institut zurückzuführen wäre, müsste sich Russland erneut unangenehme Fragen gefallen lassen. In der Sowjetunion und später in Russland gab es teils spektakuläre Fälle von Infektionen im Zusammenhang mit dem staatlichen Biowaffenprogramm. Dieses hält Russland nach US-Informatio-
”
DAS AN SIBIRIEN
GRENZENDE KASACHSTAN
HAT GRENZKONTROLLEN
VERSTÄRKT, UM
POTENZIELL INFIZIERTE
PERSONEN
AUSZUMACHEN
nen weiterhin aufrecht, obwohl das Land Mitglied der Biowaffenkonvention ist, die solche Forschung verbietet.
Im Jahr 1971 hatte die Erprobung eines besonders ansteckenden Pocken-Stamms in einer geheimen Biowaffen-Anlage am Aralsee katastrophale Folgen. Die auf einer Insel freigesetzten Kampfmittel-Aerosole erreichten ein unbeteiligtes Forschungs-
Wilf ist eine bekannte Autorin. In ihrer Wohnküche stapeln sich Exemplare ihres jüngsten Buches in mehreren Sprachen, in dem es darum geht, wie Israel vom Pfad der Gründungsgeneration abgekommen sei – und der jüdische Staat am 7. Oktober dafür den Preis gezahlt habe.
Von 2010 bis 2013 saß Wilf in der Knesset, zunächst für die linke Arbeitspartei. Am 27. Oktober kandidiert die 55-Jährige erneut, auf der Liste der 2025 gegründeten Partei Die Reservisten. „Juden aller Richtungen, Araber, Frauen, Männer – alle sollten dienen“, sagt sie.
„Und wer den Dienst verweigert, muss als jemand gelten, der signalisiert hat, dass er aus dem System der Solidarität aussteigen will.“ Die Haredim bezeichnet sie dabei als „Einwanderungswelle aus ihrem Shtetl nach Israel“ mit „enormem Potenzial“. Die Hauptgefahr kommt für Wilf von außen, das Hamas-Massaker habe es ein für alle Mal gezeigt. Sie spricht von „Palestinianism“, einer Ideologie, der die Zerstörung dessen, was Juden aufgebaut haben, wichtiger sei als der Aufbau von etwas Eigenem. Mit palästinensischer Selbstbestimmung habe das nichts zu tun.
Und doch könne jener Tag zum Wendepunkt werden: „Ich würde gern glauben, dass sich der 7. Oktober – wenn auch nicht sofort – in den nächsten fünf bis zehn Jahren als der Moment erweist, der das Land auf einen sehr viel besseren Kurs gebracht hat.“
schiff, die Besatzung steckte sich an und trug die Infektion aufs Festland. Je nach Quelle starben bis zu zehn Menschen, mit Glück konnte eine landesweite Epidemie verhindert werden. Wenige Jahre später, im Jahr 1979, setzte eine geheime Biowaffen-Forschungsstelle bei Jekaterinburg versehentlich Milzbrand-Sporen frei, was zum wohl schlimmsten Biowaffen-Unfall der Geschichte führte. Der Wind trug die Sporen 50 Kilometer weit über bewohntes Gebiet, neben Tieren starben je nach Quelle bis zu 66 Menschen. Beide Vorfälle wurden jahrelang vertuscht.
Weniger schwere Vorfälle wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen hat es in mehreren Forschungsinstituten gegeben: 1988 und 1990 infizierten sich zwei Forscher im Biowaffen-Labor in Kolzowo bei Nowosibirsk mit dem gefährlichen Marburg-Virus. In den Jahren 1996 und 2004 gab es zwei tödliche Ebola-Infektionen, eine in der ehemaligen Biowaffen-Anlage in Sergijew Possad bei Moskau, eine in dem inzwischen als „Vektor“ umfirmierten Labor in Kolzowo. 2019 kam es dort zu einer Explosion und einem Brand, wobei keine Erreger ausgetreten sein sollen.
Auch im aktuellen Fall im Pestbekämpfungs-Institut scheint Russland Glück gehabt zu haben. Laut einer Meldung von Rospotrebnadsor stehen 60 Prozent der 200 unter Quarantäne gestellten Personen nicht mehr unter Beobachtung.
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化学诺贝尔奖揭晓
今年的诺贝尔化学奖授予法国人亨利·卡根(Henri Kagan)和日本人宗相研三(Kenso Soai),以表彰他们在不对称有机合成中发现的非线性效应和自催化现象。位于斯德哥尔摩的瑞典皇家科学院宣布了这一消息。该机构表示,这些发现对于开发药物制造基础的化学家而言至关重要。某些分子(如氨基酸)存在两种变体,互为镜像。然而,生物体仅包含其中一种镜像。这种化学不对称性是如何产生的,长期以来一直是化学家的谜题。卡根(巴黎南大学)和宗相(东京理科大学)因找到了解决方案而获得诺贝尔奖。自1901年以来,化学诺贝尔奖已授予198位不同的研究人员,其中两人两次获奖。迄今为止,获奖者中共有八位女性,例如1911年发现了放射性元素钋和镭的玛丽·居里。按照传统,颁奖典礼将于10. Dezember举行,这一天是奖项设立者阿尔弗雷德·诺贝尔的逝世日。
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狗税维持高位
在德国,养狗为国家带来了稳定且高额的收入。联邦统计局表示,去年各市镇通过征收狗税共获得约 4.297 亿欧元。这比创纪录的2024年减少了 0,1 百分比。然而,在十年的对比中,收入仍呈现明显增长:该项收入比 2015年(当时为 3.22 亿欧元)增长了 33,4 百分比。狗税属于地方税,其金额由各市镇自行决定。此外,税额可能取决于家庭中养狗的数量或品种。因此,统计学家认为,收入增加并不必然意味着养狗数量的增加。与此同时,从中长期来看,宠物主人在饲料上的支出显著增加。虽然去年狗粮和猫粮的价格涨幅为 0,4 百分比,低于平均水平(相比之下,整体通胀率为 2,2 百分比),但在五年的对比中,这些饲料价格上涨了 35,8 百分比,涨幅远高于同期增长 21,9 百分比的通用消费者价格指数。
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Chemie-Nobelpreis vergeben
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Franzosen Henri Kagan und den Japaner Kenso Soai für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Die Entdeckungen seien entscheidend für Chemiker gewesen, die Grundlagen für die Herstellung von Arzneimitteln entwickeln, hieß es. Einige Moleküle wie Aminosäuren existieren als zwei Varianten, die das Spiegelbild des anderen sind. Lebende Organismen enthalten jedoch nur eines dieser Spiegelbilder. Wie chemische Asymmetrie wie diese entstehen kann, war für Chemiker lange ein Rätsel. Kagan (Université Paris-Sud) und Soai (Tokyo University of Science) erhalten den Nobelpreis, weil sie eine Lösung gefunden haben. Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 198 verschiedene Forscher vergeben. Zwei von ihnen erhielten ihn zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang acht Frauen: etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte, Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.
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有望节省数十亿欧元
一项研究表明,正深陷慢性财务危机的德国医疗卫生体系可以通过加强数字化和人工智能(KI)的应用来大幅减轻负担。根据管理咨询公司麦肯锡(McKinsey)的一项分析,此举每年可额外释放约 800 亿欧元。据此,通过电子处方或电子病历等数字化应用,目前每年已实现 115 亿欧元的成效——是 2022 年的八倍。麦肯锡合伙人及该研究共同作者卡塔琳娜·西克米勒(Katharina Sickmüller)解释道:“这些进展表明,数字化可以是应对医疗卫生领域专业人才短缺、成本上升以及护理需求增长的关键钥匙。”尚未利用的潜力约占 4790 亿欧元相关医疗支出中的 17%。分析显示,仅人工智能一项就拥有 228 亿欧元的潜力。它可以将专业人员从常规工作中解放出来,优化人员管理和治疗流程,并实现文档记录自动化。具体而言,虚拟助手可以将护理过程中的对话实时记录并整理至电子病历中。此外,人工智能系统还能识别结算错误,结构化临床信息,并前瞻性地管理床位、人员和治疗流程。
法国
特朗普解读学生抗议
美国总统唐纳德·特朗普将法国的学生抗议归结为“失控的大规模移民”和伊斯兰教。特朗普在其社交平台 Truth Social 上表示:“目前在法国发生的事情,无异于一场失控的大规模移民。这与学校无关,而是关于伊斯兰教想要接管一个曾经伟大的国家!”据工会数据显示,周二全法国共有 450.000 人参加了由工会支持的集会。自 9 月中旬以来,学生们在全国范围内封锁了数百所学校的入口,以抗议要求改善学习条件。具体要求包括增加教师数量、缩小班级规模、缩短上课时间以及改善学校设施。与此同时,面对教育体系的不公正和前景缺失,一种普遍的愤怒情绪似乎正在爆发。在抗议活动中多次发生了暴力冲突。特朗普及其政府过去多次传播“大替换”阴谋论,该理论声称白人群体正被非白人移民所取代。
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Hundesteuer weiter hoch
Die Hundehaltung in Deutschland bringt dem Staat verlässlich hohe Einnahmen. Insgesamt kassierten die Kommunen im vergangenen Jahr rund 429,7 Millionen Euro aus der Hundesteuer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 0,1 Prozent weniger als im Rekordjahr 2024. Im Zehnjahresvergleich zeigt sich jedoch weiterhin ein deutlicher Anstieg: Die Einnahmen lagen um 33,4 Prozent über dem Wert von 2015, als sie noch 322 Millionen Euro betrugen. Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, deren Höhe die jeweilige Kommune festlegt. Zudem kann der Betrag von der Anzahl der Hunde im Haushalt oder der Rasse abhängen. Höhere Einnahmen bedeuten den Statistikern zufolge daher nicht zwangsläufig, dass auch die Zahl der gehaltenen Hunde gestiegen ist. Gleichzeitig mussten Tierhalter mittelfristig deutlich tiefer für Futter in die Tasche greifen. Zwar verteuerte sich Hunde- und Katzenfutter im vergangenen Jahr mit einem Plus von 0,4 Prozent unterdurchschnittlich. Zum Vergleich: Die Gesamtinflation lag bei 2,2 Prozent. Im Fünfjahresvergleich stiegen diese Futterpreise jedoch um 35,8 Prozent und damit erheblich stärker als die allgemeinen Verbraucherpreise, die im selben Zeitraum um 21,9 Prozent zulegten.
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Milliarden-Einsparungen möglich
Das mit chronischen Finanzproblemen kämpfende deutsche Gesundheitswesen kann einer Studie zufolge durch einen stärkeren Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) stark entlastet werden. Jährlich ließen sich damit rund 80 Milliarden Euro zusätzlich erschließen, geht aus einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey hervor. Demnach werden bereits jetzt 11,5 Milliarden Euro pro Jahr durch digitale Anwendungen wie das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte realisiert – achtmal so viel wie 2022. „Die Fortschritte zeigen, dass Digitalisierung ein entscheidender Schlüssel sein kann, um dem Fachkräftemangel, steigenden Kosten und dem wachsenden Versorgungsbedarf im Gesundheitswesen zu begegnen“, erklärte Katharina Sickmüller, Partnerin bei McKinsey und Co-Autorin der Studie. Das noch ungenutzte Potenzial entspreche rund 17 Prozent der relevanten Gesundheitsausgaben von 479 Milliarden Euro. Allein auf KI entfällt der Analyse zufolge ein Potenzial von 22,8 Milliarden Euro. Sie könne Fachkräfte von Routinetätigkeiten entlasten, die Steuerung von Personal und Behandlungen verbessern und die Dokumentation automatisieren. Konkret könnten etwa virtuelle Assistenten Gespräche in der Versorgung in Echtzeit dokumentieren und für die elektronische Patientenakte aufbereiten. KI-Systeme können demnach auch Abrechnungsfehler erkennen, klinische Informationen strukturieren sowie Betten, Personal und Behandlungsabläufe vorausschauend steuern.
FRANKREICH
Trump erklärt Schülerproteste
US-Präsident Donald Trump hat die Schülerproteste in Frankreich auf „eine außer Kontrolle geratene Massenmigration“ und den Islam zurückgeführt. „Was derzeit in Frankreich geschieht, ist nichts Geringeres als eine außer Kontrolle geratene Massenmigration“, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. „Hier geht es nicht um Schulen, hier geht es darum, dass der Islam ein ehemals großartiges Land übernehmen will!“. Am Dienstag hatten sich nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 450.000 Menschen an von den Gewerkschaften unterstützen Kundgebungen in ganz Frankreich beteiligt. Die Schüler blockieren seit Mitte September landesweit den Zugang zu hunderten Schulen, um für bessere Lernbedingungen zu demonstrieren. Konkret fordern sie unter anderem mehr Lehrer, kleinere Klassen, kürzere Schultage und eine bessere Ausstattung der Schulen. Zugleich scheint sich eine allgemeine Wut angesichts von Ungerechtigkeiten im Bildungssystem und fehlenden Perspektiven Bahn zu brechen. Bei den Protesten kam es mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Trump und seine Regierung verbreiteten in der Vergangenheit immer wieder die Verschwörungstheorie des „Großen Austausches“, nach der die weiße Bevölkerung angeblich durch nichtweiße Einwanderer ersetzt werden soll.
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天气
生物天气:目前天气对人体机能有很大影响。心脏和血液循环系统承受压力。高血压患者应注意休息。许多人深受头痛困扰。哮喘患者同样受到此次天气状况的影响。
澳大利亚布鲁姆(Broome)的前天主教主教克里斯托弗·桑德斯(Christopher Saunders,76岁)因对两名年轻原住民男性实施多项性犯罪,被判处六年半监禁。此前在8月,一名地区法院的陪审团已裁定桑德斯在性侵入和猥亵行为上罪名成立。桑德斯在法庭上没有亲自作证。他否认存在不当行为。这位神职人员在1996年至2021年期间担任位于澳大利亚西北部的布鲁姆教区主教。法院认定,他通过酒精使年轻的原住民男性失去反抗能力并对其进行性虐待。根据法院文件,这些罪行发生在2008 2019年之间。桑德斯此前曾以原住民权利斗士而闻名。
28年
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WETTER
Biowetter: Zurzeit hat das Wetter einen großen Einfluss auf den Organismus. Herz und Kreislauf werden belastet. Personen mit Bluthochdruck sollten sich schonen. Viele Menschen werden von Kopfschmerzen geplagt. Asthmatiker leiden ebenfalls unter der Wetterlage.
Der ehemalige katholische Bischof von Broome in Australien, Christopher Saunders (76), ist wegen mehrerer Sexualstraftaten an zwei jungen männlichen Ureinwohnern zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Saunders war bereits im August von den Geschworenen eines Bezirksgerichts wegen sexueller Penetration und unsittlicher Übergriffe schuldig gesprochen worden. Saunders hatte vor Gericht nicht selbst ausgesagt. Er streitet ein Fehlverhalten ab. Der Geistliche war von 1996 bis 2021 Bischof der im Nordwesten Australiens gelegenen Diözese Broome. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er junge Aborigines-Männer mit Alkohol gefügig gemacht und sexuell missbraucht habe. Die Taten ereigneten sich Gerichtsakten zufolge zwischen 2008 und 2019. Saunders hatte sich einen Namen als Streiter für die Rechte der Aborigines gemacht.
28 JAHRE
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今日:天气将变得更凉爽、多变且多风。起初,浓云将带来多次强阵雨,北海局部地区将出现雷阵雨。下午,阵雨将从西北向西逐渐减少,阳光与云层交替出现。气温大多在9至16度之间,局部可达17至22度。
在经历了28年、超过50.000公里的从南美洲出发的环球徒步后,一名英国冒险家回到了故乡。57岁的卡尔·布什比(Karl Bushby)完成了他的最后一项挑战——游泳横跨英吉利海峡。这位前伞兵于1998年11月从智利的普塔阿雷纳斯(Punta Arenas)开始徒步。为此他为自己设定了两条规则:绝不使用任何交通工具前进,只能通过步行或游泳回到位于英格兰北部赫尔(Hull)附近的家。在经历了近三十年、走过29个国家之后,布什比于周一下午回到了家乡。在获得英国和法国当局允许从法国出发横渡英吉利海峡后,他在英格兰东南部登陆。这位将所有财产装在绰号为“野兽”(The Beast)的小车中环球运输的冒险家,在旅途中不得不经历多次长时间的停顿。签证问题、2008年的金融危机以及新冠疫情总共耗费了他28年旅程中的约14年时间。

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联合政府“与我们的安全不相容”
超过 200 名签署人反对一封公开信,此前有 150 名柏林犹太人在该信中为左翼党辩护,使其免受反犹主义指控,并为“红-红-绿”联盟(社民党-左翼党-绿党)游说。在现已公布的一篇反驳声明中,作者警告该党参与政府组阁,并表示:“由柏林左翼党领导的政府与我们的安全是不相容的。”
签署人包括柏林犹太社区前主席拉拉·苏斯金德(Lala Süsskind)、价值倡议(WerteInitiative)主席埃利奥·阿德勒(Elio Adler)、说唱歌手兼反犹主义活动家本·萨洛莫(Ben Salomo)以及记者安东尼娅·亚明(Antonia Yamin)。签署人尤其反对第一封信中关于红-红-绿联盟是“这座城市,包括对我们犹太人来说,显然是更好的选择”的说法。反驳声明在开头写道:“我们对此表示反对。”他们不接受“将我们的安全与社会公正问题进行权衡”。一座城市可以在变得更公正的同时,对犹太人变得更危险。“两者兼而有之并非进步。”
在论据部分,作者提到了自 2023 年 10 月 7 日以来,柏林发生的反犹事件以及针对犹太人和犹太机构的袭击。同时,他们批评了左翼党的柏林州分会。被提及的内容包括要求解散宪法保卫局、缩减警力规模以及废除掩面禁令。此外,作者还列举了州分会内部的几起事件和相关人员,认为这些足以支撑他们对该党的批评。
作者向社民党(SPD)和绿党提出要求,希望他们听从犹太人中央委员会的呼吁,不要帮助左翼党参与政府组阁。信中写道:“在没有左翼党和选择党(AfD)的情况下,依然存在民主多数:158 个席位中的 82 个。”这里指的是由基民盟(CDU)、社民党和绿党组成的“肯尼亚”联合政府。签署人还认为,社民党和绿党所要求的关于以色列生存权以及反犹事件后果的声明是不充分的。“该党如果不与自己的议会党团切割,就无法与这种环境切割。”
作者还批评了左翼党的首席候选人埃利夫·埃拉尔普(Elif Eralp)。后者在回答关于党内反犹主义的问题时,以保护所有生命为由进行回应。信中称:“她的每一句话都没有错,但她并没有回答问题。”犹太少数群体的保护需求因此没有得到认可,反而被“轻描淡写”了。这封信是对 150 名柏林犹太人(包括作家德博拉·费尔德曼和伊娃·梅纳塞)所写信函的直接回应。后者将针对左翼党的反犹主义指控批评为“愤世嫉俗的政治工具化”。该信中提到:“尤其是左翼党不断被指控为反犹主义,这不仅是愤世嫉俗的政治工具化,而且几乎将所有对以色列政策的批评都等同于反犹主义。”
“这种指控的浪潮旨在压制其他观点并削弱国际法。在各地反犹主义日益高涨的背景下,专门挑出一家民主左翼政党并非简单的中立观察,而是一种政治手段,旨在转移注意力。”
在左翼党、绿党和社会民主党(SPD)就启动可能的试探性谈判进行第三轮预备会谈之前,来自绿党、社民党和基民盟(CDU)的知名前政治人物也公开表示反对由左翼党领导的联合政府。在文中,包括首任绿党联邦外交部长约什卡·费舍尔、前联邦议院议长沃尔夫冈·蒂尔泽(社民党)以及前基民盟总理府主任彼得·阿尔特迈尔在内的人士,对组建此类联合政府发出了警告。
在呼吁书中,签署者警告称,一个由左翼党领导的政府将“营造一种无法再保证柏林犹太人安全的氛围”。他们认为柏林左翼党在部分程度上是一个“具有反犹主义倾向的政党”。呼吁书进一步指出:“基民盟、绿党联盟和社会民主党现在的任务是认真审查,在这种背景下,他们如何能共同承担起对柏林的责任。” afp / jm / saha
莱昂·温特劳布(Leon Weintraub)1926年出生于波兰罗兹,后来与家人一起被纳粹分子强行迁移。他曾经历过多个集中营。
他幸存于多个集中营,包括奥斯威辛-比克瑙、格罗斯-罗森和弗洛森堡。第二次世界大战后,他在哥廷根学习医学,直到1969年住在波兰,随后移居瑞典斯德哥尔摩附近。温特劳布如今已100岁,仍作为历史见证人和演讲者活跃在公众面前。
斯特芬·施瓦茨科普夫(STEFFEN SCHWARZKOPF)
《世界报》:温特劳布先生,人们常说历史不会重复。您在犹太人大屠杀中幸存下来。您在 7. 10月 2023 年在特拉维夫,当以色列遭到袭击且约 1200 人被杀害时。现在,结合德国的形势,我想再次问您:您是否担心历史在重复?
马丁·U. K. 伦格曼(MARTIN U. K. LENGEMANN) / 《世界报》
莱昂·温特劳布:我不相信简单的重复。因为历史从未完全相同。但某些事件和态度的浪潮会一次又一次地回归。在 7. 10月 2023, 这个灾难性的日子里,我和妻子埃娃玛丽亚在特拉维夫拜访亲戚和朋友。我们是在早上六点半被吵醒的——是被警报器的尖叫声吵醒的。但那不是消防车,也不是救护车。那是完全不同的音调。令我惊恐的是,我仿佛回到了 1939. 9月。我再次感觉到:我处于战争之中。那是一个极其可怕的觉醒。几个小时后,我们才得知发生了什么。一个名为哈马斯的恐怖分子组织入侵了以色列——并以一种难以想象的非人方式杀害了平民,包括老人、青年、儿童、妇女和男性。
《世界报》:这场大屠杀是您认为可能发生的吗?
温特劳布:人们能产生如此深重的仇恨,并以如此残暴的方式屠杀他人,这简直不可思议。我无法从视网膜中抹去那个画面:那个恐怖分子抓住一名年轻女性的双腿,强奸她,然后将她赤裸且流血的身体展示给他人看。接着,他向她的后脑开枪,将其杀害。一个人类怎么能做出这样的事情?对我来说这简直不可思议。
他们根本不是人。但即使是动物也不会这样做。动物为了进食、因为饥饿而杀戮。而这些人将婴儿扔进起火的房子。而且这一切都被拍摄了下来,被视频记录在案。这比第二次世界大战的事件记录得还要清晰——而二战作为世界历史上被研究得最透彻的事件,无论是通过幸存者、解放者,还是最后通过凶手本人的文字和图像,都得到了详尽的梳理。
Heute: Es wird kühler, wechselhafter und windiger. Anfangs bringen dichte Wolken zahlreiche kräftige Schauer, und an der Nordsee entladen sich örtlich Gewitter. Nachmittags werden die Schauer von Nordwesten und Westen seltener, und Sonne und Wolken wechseln sich ab. Meist 9 bis 16 Grad, vereinzelt 17 bis 22 Grad werden erreicht.
Nach 28 Jahren und mehr als 50.000 Kilometern Wanderung von Südamerika rund um die Welt ist ein britischer Abenteurer in seine Heimat zurückgekehrt. Der 57-jährige Karl Bushby meisterte seine letzte Herausforderung und überquerte schwimmend den Ärmelkanal. Der frühere Fallschirmjäger war im November 1998 in Punta Arenas in Chile losgewandert. Dabei setzte er sich selbst zwei Regeln: Keinerlei Transportmittel zum Vorankommen zu benutzen und nur zu Fuß oder schwimmend nach Hause nahe dem nordenglischen Hull zurückzukehren. Fast drei Jahrzehnte und 29 Länder später kehrte Bushby nun am Montagnachmittag in seine Heimat zurück. Er ging im Südosten Englands an Land, nachdem er von den britischen und französischen Behörden die Genehmigung erhalten hatte, den Ärmelkanal von Frankreich aus zu durchschwimmen. Der Abenteurer, der seine gesamte Habe in einem Wägelchen mit dem Spitznamen „The Beast“ um die Welt transportierte, musste auf seiner Reise mehrere längere Pausen einlegen. Insgesamt kosteten ihn Visa-Probleme, die Finanzkrise von 2008 und die Corona-Pandemie etwa 14 seiner 28 Jahre unterwegs.

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100岁的大屠杀幸存者莱昂·温特劳布(Leon Weintraub)对势力增强的德国选择党(AfD)感到担忧。他认为激进左翼则更为“狡诈”。
尽管在第二次世界大战中有数百万甚至上千万的人死亡,但如今仍有人否认这些事实。他们还否认三年前在以色列发生的事情。
《世界报》:让我们看看德国目前的政治局势。有些政党,特别是德国选择党(AfD),在宣传要重新思考德国的纪念文化。这对您个人来说一定很痛苦。
温特劳布:如今这个国家又有很多人在梦想一个“大德国”,一个“纯洁的”德国——而没有思考过,如果有一天所有非本土出生的人、所有非雅利安德国人都离开这个国家,会发生什么。这个国家将会崩溃。所有在这里工作的人会突然消失。简直不可思议!这将是对所有人权的何等践踏?对于我这样一个大屠杀幸存者,一个战后在德国学习医学且与这个国家有深厚感情的人来说,现在德国发生的事情令人极其痛苦。
《世界报》:您认为是否应该启动禁止德国选择党(AfD)的程序?还是说这个政党是民主制度必须忍受的东西?
温特劳布:我坚信,民主制度甚至有义务审查禁令!因为一个民主制度怎么能容忍一个旨在废除民主的政党获得公共资金资助?这简直是个悖论!有一个政党说:并非所有穿过党卫军制服的人都是罪犯;而且希特勒不仅是邪恶的,他还做过好事。说出这种话的人是什么样的人?他们的根源在哪里?他们打算做什么?
我只能重复,必须真正严肃对待这些右翼激进分子。不能像在30年代那样。希特勒当年成功夺取了权力。但我担心的不仅是极右翼。激进左翼同样如此,我原以为他们的成员是有教养的知识分子。两者都在朝着同一个方向前进。这对我来说是一个巨大的失望。
《世界报》:您认为哪里危险更大?是以德国选择党(AfD)为代表的右翼边缘?还是左翼边缘——左翼党被指责公开表现出反犹主义。
温特劳布:我认为右翼部分通过实际的暴力行为构成威胁。那里有些人会采取肢体冲突。而激进左翼则更狡诈。他们试图毒害思想——并由此造成巨大的损害。他们歪曲现实,试图违背事实地进行描述。他们通过所谓的“伪善之举”扭曲现实。被攻击的以色列国家突然变成了恶人,而攻击者——哈马斯及其支持者、追随者——突然变成了受害者。这种修辞影响极其有害。
《世界报》:当您看到德国和欧洲的发展时,您是否觉得联邦政府,以及欧洲其他民主选举产生的政府,能够有效地打击这种左右两翼的极端主义?
温特劳布:在德国已经有足够多的例子证明禁止某些团体是可行的。比如当年的德国共产党(KPD),以及同样是右翼激进的德国自由青年团(FDJ)和国家民主党(NPD)。我认为,像德国这样一个强大的国家,在战后通过巨大的努力——从阿登纳开始——成功转型为法治国家,现在同样有能力去贯彻自由和民主。
并不是说 AfD 在下萨克森州的地方选举中表现得格外出色。该党在全州的平均得票率为 15.9%,明显低于其近期在德国东部州议会选举中的结果。在市长、镇长和县长的直接选举中,该党在全州范围内没有一名候选人胜出。
我是一个无可救药的乐观主义者。当你看到 AfD 在萨克森-安哈尔特州的选举中获得 43% 的得票率时,这意味着有 57% 的人选择了其他人。我总是看到积极的一面。而且我充分意识到我的表述所具有的分量,即:德国不仅是一个民主国家,而且必须识别出民主的敌人,并对其采取相应的处理措施。
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Koalition „mit unserer Sicherheit nicht vereinbar“
Mehr als 200 Unterzeichner haben sich gegen einen offenen Brief gestellt, in dem 150 jüdische Berliner die Linke gegen Antisemitismusvorwürfe verteidigt und für ein rot-rot-grünes Bündnis geworben hatten. In einer nun veröffentlichten Gegenrede warnen die Verfasser vor einer Regierungsbeteiligung der Partei und erklären: „Eine Regierung unter Führung der Berliner Linken ist mit unserer Sicherheit nicht vereinbar.“
Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die frühere Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, der Vorsitzende der WerteInitiative, Elio Adler, der Rapper und Antisemitismus-Aktivist Ben Salomo sowie die Journalistin Antonia Yamin. Die Unterzeichner wenden sich insbesondere gegen die Aussage des ersten Briefes, Rot-Rot-Grün sei „die klar bessere Wahl für diese Stadt, auch für uns Juden“. „Wir widersprechen“, heißt es zu Beginn der Gegenrede. Man nehme nicht hin, „dass unsere Sicherheit gegen Fragen der sozialen Gerechtigkeit aufgerechnet wird“. Eine Stadt könne gerechter werden und zugleich für Juden gefährlicher. „Beides zusammen ist kein Fortschritt.“
Zur Begründung verweisen die Autoren auf antisemitische Vorfälle sowie Angriffe auf Juden und jüdische Einrichtungen in Berlin seit dem 7. Oktober 2023. Zugleich kritisieren sie den Berliner Landesverband der Linken. Genannt werden unter anderem die Forderung, den Verfassungsschutz aufzulösen, die Polizei zu verkleinern und das Vermummungsverbot abzuschaffen. Darüber hinaus führen die Verfasser mehrere Vorgänge und Akteure innerhalb des Landesverbands an, die aus ihrer Sicht ihre Kritik an der Partei stützen.
An SPD und Grüne richten die Autoren die Forderung, dem Appell des Zentralrats der Juden zu folgen und der Linken nicht zu einer Regierungsbeteiligung zu verhelfen. „Es gibt eine demokratische Mehrheit ohne Linke und AfD: 82 von 158 Sitzen“, heißt es in dem Brief. Gemeint ist eine „Kenia“-Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Auch die von SPD und Grünen geforderte Erklärung zum Existenzrecht Israels und zu Konsequenzen bei antisemitischen Vorfällen halten die Unterzeichner für unzureichend. „Von diesem Milieu kann sich die Partei nicht trennen, ohne sich von ihrer eigenen Fraktion zu trennen.“
Auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp kritisieren die Verfasser. Diese beantwortete Fragen nach Antisemitismus in der eigenen Partei mit dem Verweis auf den Schutz allen Lebens. „Keiner ihrer Sätze ist falsch, sie beantworten jedoch nicht die Frage“, heißt es in dem Schreiben. Das Schutzbedürfnis der jüdischen Minderheit werde dadurch nicht anerkannt, sondern „bagatellisiert“. Der Brief ist eine direkte Reaktion auf ein Schreiben von 150 jüdischen Berlinern, darunter die Autorinnen Deborah Feldman und Eva Menasse. Diese hatten die Antisemitismusvorwürfe gegen die Linke als „zynische politische Instrumentalisierung“ kritisiert. „Dass gerade die Linken ständig des Antisemitismus beschuldigt werden, ist nicht nur eine zynische politische Instrumentalisierung, sondern setzt beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleich“, hieß es unter anderem in dem Brief.
„Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen. Vor dem Hintergrund des überall anschwellenden Antisemitismus ist es nicht einfach eine neutrale Beobachtung, eine demokratische linke Partei herauszugreifen, sondern ein politisches Instrument, um Aufmerksamkeit ab- und umzulenken.“
Vor der dritten Runde der Vorgespräche von Linken, Grünen und SPD über die Aufnahme von möglichen Sondierungsgesprächen haben sich auch prominente Ex-Politiker von Grünen, SPD und CDU gegen eine Koalition unter der Führung der Linken ausgesprochen. In dem Text warnen unter anderem der erste grüne Bundesaußenminister Joschka Fischer, der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse von der SPD und der frühere CDU-Kanzleramtschef Peter Altmaier vor einer solchen Koalition.
In dem Appell warnen die Unterzeichner, dass eine Regierung unter Führung der Linken „ein Klima erzeugt, in dem nicht mehr die Sicherheit von Jüdinnen und Juden in Berlin garantiert werden kann“. Die Linke Berlin sei eine „in Teilen antisemitische Partei“. Weiter heißt es in dem Appell: „CDU, Bündnisgrüne und SPD haben jetzt die Aufgabe, ernsthaft zu prüfen, wie sie vor diesem Hintergrund gemeinsam Verantwortung für Berlin übernehmen können.“ afp/jm/saha
eon Weintraub wurde 1926 im polnischen Lodz geboren und später mit seiner Familie von den Nationalsozialisten verschleppt. Er hat mehrere Konzentrations.
Er hat mehrere Konzentrationslager überlebt, darunter Auschwitz-Birkenau, Groß-Rosen und Flossenbürg. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er in Göttingen Medizin, lebte bis 1969 in Polen und zog dann nach Schweden in die Nähe von Stockholm. Weintraub ist heute 100 Jahre alt und als Zeitzeuge und Redner immer noch aktiv.
STEFFEN SCHWARZKOPF
WELT: Herr Weintraub, es heißt immer, Geschichte wiederholt sich nicht. Sie haben den Holocaust überlebt. Sie waren am 7. Oktober 2023 in Tel Aviv, als Israel überfallen wurde und rund 1200 Menschen ermordet wurden. Jetzt frage ich Sie wieder, auch angesichts der Entwicklungen in Deutschland: Fürchten Sie, dass sich Geschichte wiederholt?
MARTIN U. K. LENGEMANN/WELT
LEON WEINTRAUB: Ich bin nicht überzeugt von Wiederholung. Es ist ja nie identisch. Aber diese Wellen von gewissen Ereignissen, Haltungen, die kommen wieder und immer wieder. An diesem 7. Oktober 2023, an diesem verhängnisvollen Tag, war ich mit meiner Frau Evamaria in Tel Aviv zu Besuch bei Verwandten und Freunden. Wir wurden um halb sieben morgens geweckt – und zwar durch das Geheul der Sirenen. Aber es war keine Feuerwehr, es war keine Ambulanz. Es war ein ganz anderer Ton. Und zu meinem Erschrecken war ich wieder im September 1939. Ich habe wieder gefühlt: Ich bin im Krieg. Das war ein sehr furchtbares Aufwachen. Und dann haben wir nach ein paar Stunden erfahren, was geschehen ist. Dass eine Gruppe Terroristen unter dem Namen von Hamas eingedrungen ist in Israel – und Zivilisten, Alte, Junge, Kinder, Frauen, Männer auf eine unfassbar unmenschliche Weise ermordet hat.
WELT: War das Massaker etwas, das Sie überhaupt für möglich gehalten haben?
WEINTRAUB: Es war unfassbar, dass Menschen so viel Hass entwickeln und andere auf so bestialische Art und Weise abgeschlachtet haben. Ich kriege das nicht von meiner Netzhaut runter, dieses Bild: Dieser Terrorist, der eine junge Frau an den Beinen gepackt hat, sie vergewaltigt und dann den entblößten, blutenden Körper anderen vorführt. Und dann schießt er ihr in den Hinterkopf, ermordet sie. Wie kann ein menschliches Wesen zu so etwas fähig sein? Das ist unfassbar für mich.
Das sind ja keine Menschen. Aber auch Tiere würden so etwas nicht machen. Tiere töten, um zu essen, weil sie Hunger haben. Diese Leute haben Babys in brennende Häuser geworfen. Und alles wurde gefilmt, auf Video festgehalten. Das ist noch klarer dokumentiert als die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs – und die wurden wie kein anderes Ereignis der Weltgeschichte aufgearbeitet. In Wort und Bild von den Überlebenden, von den Befreiern – und nicht zuletzt von den Tätern selbst.

Der 100-jährige Holocaust-Überlebende Leon Weintraub sorgt sich
wegen der erstarkenden AfD. Die radikale Linke hält er für „raffinierter“
Und dennoch gibt es heute Menschen, die trotz dieser Millionen und Abermillionen Toten im Zweiten Weltkrieg die Dinge leugnen. Und auch leugnen, was in Israel vor drei Jahren passiert ist.
WELT: Blicken wir auf die aktuelle politische Situation in Deutschland. Es gibt Parteien, namentlich die AfD, die dafür wirbt, die Erinnerungskultur in Deutschland neu zu denken. Das muss Sie persönlich schmerzen.
WEINTRAUB: Es gibt heute wieder sehr viele Menschen in diesem Land, die von einem Großdeutschland träumen. Von einem „reinen“ Deutschland – ohne darüber nachzudenken, was geschehen würde, wenn von einem Tag auf den anderen alle nicht hier Geborenen, alle nicht arischen Deutschen, das Land verlassen würden. Das Land würde ja zusammenbrechen. All die Menschen, die hier arbeiten, wären plötzlich weg. Unfassbar! Und was für ein Verstoß gegen jegliche Menschenrechte wäre das? Was jetzt in Deutschland geschieht, das ist für mich als Überlebenden des Holocaust, als Menschen, der in Deutschland nach dem Krieg Medizin studiert hat und dem Land sehr verbunden ist, unheimlich schmerzlich.
WELT: Sind Sie der Meinung, dass ein Verbotsverfahren gegen die AfD angestrengt werden sollte? Oder ist diese Partei etwas, das eine Demokratie aushalten muss?
WEINTRAUB: Ich bin überzeugt, dass die Demokratie sogar verpflichtet ist, ein Verbot zu prüfen! Denn wie kann eine Demokratie es dulden, dass eine Partei öffentlich finanziert wird, die die Abschaffung der Demokratie anstrebt? Das ist doch ein Paradox! Eine Partei, die sagt: Nicht alle, die SS-Uniformen anhatten, waren Kriminelle. Und dass Hitler nicht nur böse war, sondern dass er auch gute Taten vollbracht hat. Was sind das für Menschen, die so etwas sagen? Was haben die für Wurzeln? Was haben sie vor?
Und ich kann nur wiederholen, dass man diese rechten Radikalen wirklich ernst nehmen muss. Nicht wie in den 30er-Jahren. Hitler hat es damals geschafft, an die Macht zu kommen. Aber ich habe nicht nur Sorge, was die Rechtsextremen angeht. Das gilt genauso für die radikale Linke, von deren Mitgliedern ich eigentlich gedacht hatte, dass sie gebildet, dass sie Intellektuelle sind. Beide gehen in die gleiche Richtung. Das ist für mich eine große Enttäuschung.
WELT: Wo sehen Sie die größere Gefahr? Ist das der rechte Rand mit der AfD? Oder ist das der linke Rand – der Linkspartei wird ja vorgeworfen, offen antisemitisch aufzutreten.
WEINTRAUB: Ich glaube, der rechte Teil ist bedrohlich durch tatsächliche Gewaltanwendung. Es gibt dort Leute, die auch handgreiflich werden. Die radikale Linke ist raffinierter. Die versucht, Gedanken zu vergiften – und richtet so einen großen Schaden an. Sie verfälscht die Realität und versucht, sie entgegen den Fakten darzustellen. Durch ihr Gutmenschentun verdreht sie die Wirklichkeit. Die Angegriffenen, der Staat Israel, sind auf einmal der Böse. Und die Angreifer, Hamas und ihre Befürworter, ihre Anhänger, sind auf einmal die Opfer. Dieser rhetorische Einfluss ist unheimlich schädlich.
WELT: Wenn Sie die Entwicklung in Deutschland und Europa sehen, haben
Sie den Eindruck, dass die Bundesregierung hier, aber auch andere demokratisch gewählte Regierungen europaweit überhaupt in der Lage sind, diesen Extremismus links und rechts effektiv zu bekämpfen?
WEINTRAUB: Es gibt ja in Deutschland genug Beispiele, dass es gelungen ist, gewisse Gruppen zu verbieten. Wie die KPD seinerzeit, die FDJ und die NPD, die ja ebenfalls rechtsradikal war. Ich glaube, ein starker Staat wie Deutschland, der es geschafft hat, nach dem Krieg durch große Anstrengungen – von Adenauer an – zu einem Rechtsstaat zu werden, der hat auch jetzt die Kraft, Freiheit und Demokratie durchzusetzen.
E s ist nicht so, dass die AfD bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen besonders gut abgeschnitten hätte. Mit 15,9 Prozent blieb die Partei im Landesschnitt deutlich unter ihren jüngsten Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland. Bei den Direktwahlen von Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Landräten konnte die Partei landesweit keinen ihrer Kandidaten ins Ziel bringen.
Ich bin ja ein unheilbarer Optimist. Wenn man sieht, dass bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt die AfD 43 Prozent holt, dann bedeutet das, dass 57 Prozent anders gewählt haben. Ich sehe immer das Positive. Und ich bin mir voll bewusst über das Gewicht meiner Aussage, wenn ich formuliere: Deutschland ist nicht nur eine Demokratie, sondern muss auch die Feinde der Demokratie identifizieren und sie entsprechend behandeln.
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四名被排除在下萨克森州地方选举之外的 AfD(德国选择党)政治人物提出异议——这可能会产生巨大影响
即便在 AfD 候选人成功进入第二轮投票的三个下萨克森州市镇中,该党在第二轮投票中也均败给了各自的竞争对手。尽管如此,这次下萨克森州选举事后仍可能成为爱丽丝·魏德尔(Alice Weidel)和蒂诺·克鲁帕拉(Tino Chrupalla)领导的该党的一次成功:在四个市镇,此前被拒绝参选的 SPD 候选人在过去几天内对选举的有效性提出了异议。在吕内堡(Lüneburg)县和弗里斯兰(Friesland)县,新当选的县议会将于 11 月初就 州党副主席斯特凡·博特(Stephan Bothe)和 SPD 联邦议院议员马丁·西希特(Martin Sichert)提出的异议做出决定。两人此前被相关选举委员会禁止参加县长选举——理由是对其担任该职位相需具备的宪法忠诚度存在质疑。 SPD 州党组织已被下萨克森州宪法保卫局认定为确定的极右翼组织。
两名 的市长候选人也被排除在选举之外。在威廉港(Wilhelmshaven),州议员托斯滕·莫里塞(Thorsten Moriße)被禁止竞选市长。在哈尔茨山麓赫茨贝格(Herzberg am Harz)市, SPD 哥廷根县主席贾斯汀·福格尔(Justin Vogel)未获准参加市长选举。莫里塞和福格尔目前也已对这些选举的有效性提出了异议。两市的市议会也将很快对此做出决定。
如果相关地方议会(其他政党在其中均拥有绝对多数席位)不接受这些异议,四名被拒绝的候选人均打算向普通法院提起诉讼。“如果被拒绝,将向行政法院提起诉讼,” 下萨克森州党发言人帕特里克·鲍尔(Patrick Bauer)证实。到那时,情况可能会变得紧张起来。这不仅对当事人如此,对下萨克森州的红绿联盟也是如此。该联盟在春季,即地方选举前几个月,修改了下萨克森州选举法,规定竞选全职市长和县长(因此适用公务员法)的候选人在选举前必须接受更严格的宪法忠诚度审查。因此,负责候选人资格审核的地方选举委员会在发现候选人“缺乏宪法忠诚度的实际迹象”时,必须咨询上级机关——在县长和独立市市长选举中,这通常是州内政部。
随后,下萨克森州大量 候选人的宪法忠诚度接受了审查。其中大多数人获准参选。但在博特、西希特、莫里塞和福格尔的案例中,通常由各议会党派代表组成的选举委员会做出了否定决定。当事人针对这些决定提出的紧急申请最初被相关行政法院驳回,随后在 9 月初被吕内堡高等行政法院(OVG)最终驳回。
然而,吕讷堡的法官当时并未对案件实质内容做出裁决,而是基于程序形式做出决定。他们指出,确保原定于9月13日举行的市政选举能够顺利、同步且准时地进行具有优先权。吕讷堡高等法院(OVG)认为,在选举结束后,被拒绝的申请人可以就其被排除在外的决定以及选举的有效性提出异议。判决理由中写道:“申请人在此未被允许参加的直接选举,在必要时可以通过在合理时间内进行的选举审查程序被宣布无效”。
在莱茵兰-普法尔茨州和北莱茵-威斯特法伦州,法院在类似案件中维持了将 AfD 候选人排除在市长选举之外的决定。但针对下萨克森州的案例,显然存在疑虑。例如,处理 Moriße 案的奥尔登堡行政法院在其紧急裁决中并未明确,用于证明排除选举资格的 AfD 申请人的言论是否确实足以证明其对宪法的忠诚度存在疑问。
未被允许参加市政选举:AfD 联邦议院议员马丁·西希特(Martin Sichert)
Moriße 曾在社交媒体上利用一个由他称之为“持有德国护照的尼日利亚人”所引发的严重社会救济金滥用案例,为 AfD 做宣传。
奥尔登堡的法官也对红绿两党州议会联盟在4月份通过的选举条例修订案保持了一定的距离。裁决理由中写道:“下萨克森州选举条例中新规定的宪法忠诚度审查中的个别要素,是否在各方面都能经受住全面的宪法审查,或者选举委员会考虑到其(……)具有政治预设的组成,是否拥有足够的宪法合法性来做出此类争议性的准入决定,本庭在目前的程序中无需做出裁决”。法院认为,此类问题的澄清应留给选举审查程序。
在审查程序结束时——至少被拒绝准入的两名候选人 Moriße 和 Bothe 如此宣布——结果将要么是在相关市镇重新举行选举,要么是由位于卡尔斯鲁厄的联邦宪法法院就下萨克森州的新选举条例及其对市政选举委员会决定权的影响做出裁决。
现在情况很明确:欧盟坚定决心在未来几年接纳更多国家——且至少是八个国家。其中,黑山、阿尔巴尼亚、乌克兰和摩尔多瓦在候补名单中处于最前列。它们很可能成为接下来的欧盟成员国,黑山可能在 2028 年加入,而乌克兰则要到新十年的开始。
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然而,新加入的欧盟国家也将受到严格限制。根据计划,在很多年里,他们的权利将明显少于目前的 27 个成员国,并且在违反规定时可能会受到严厉制裁。欧盟扩大事务专员玛莎·科斯(Martha Kos)周二在斯特拉斯堡的欧洲议会介绍名为《为更大的联盟做准备》的报告时表示:“我们的评估表明,欧盟还可以接纳更多国家。但在某些方面,我们看到了挑战,并且必须解决这些问题。”
Vier von der Kommunalwahl in Niedersachsen ausgeschlossene AfD-Politiker legen Einspruch ein – das kann enorme Auswirkungen haben
Selbst in den drei niedersächsischen Kommunen, in denen es ein AfD-Bewerber in die Stichwahl geschafft hat, ging die Partei beim zweiten Durchgang gegen ihre jeweiligen Konkurrenten unter. Und dennoch könnten diese Niedersachsen-Wahlen nachträglich noch zu einem Erfolg für die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla werden: In vier Kommunen haben AfD-Bewerber, deren Kandidaturen abgelehnt worden waren, in den vergangenen Tagen Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl eingelegt. In den Landkreisen Lüneburg und Friesland sollen die neugewählten Kreistage Anfang November über die Einsprüche des stellvertretenden AfD-Landesvorsitzenden Stephan Bothe und des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert entscheiden. Beiden war die Teilnahme an den Landratswahlen von den zuständigen Wahlausschüssen verwehrt worden – mit dem Verweis auf Zweifel an der für das Ausfüllen der angestrebten Ämter nötigen Verfassungstreue. Der AfD-Landesverband ist vom niedersächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden.
Auch zwei Bürgermeisterkandidaten der AfD wurden von der Wahl ausgeschlossen. In Wilhelmshaven durfte der Landtagsabgeordnete Thorsten Moriße nicht für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren. In der Stadt Herzberg am Harz wurde der Vorsitzende des AfD-Kreises Göttingen, Justin Vogel, nicht zur Teilnahme an der Bürgermeisterwahl zugelassen. Auch Moriße und Vogel haben inzwischen Einspruch gegen die Gültigkeit dieser Wahlen eingelegt. Darüber werden die Ratsversammlungen der beiden Städte ebenfalls zeitnah entscheiden.
Für den Fall, dass die jeweiligen Kommunalparlamente, in denen die anderen Parteien jeweils über satte Mehrheiten verfügen, den Einsprüchen nicht stattgeben, wollen alle vier abgelehnten Kandidaten vor ordentliche Gerichte ziehen. „Bei Ablehnung folgt der Gang vor das Verwaltungsgericht“, bestätigt der Sprecher des AfD-Landesverbands Niedersachsen, Patrick Bauer. Und spätestens dann könnte es spannend werden. Für die Betroffenen, aber auch für die rot-grüne Koalition in Niedersachsen. Die hatte im Frühjahr, wenige Monate vor der Kommunalwahl, die niedersächsische Wahlordnung dahingehend geändert, dass Kandidaten für hauptamtliche und damit unter das Beamtenrecht fallende Bürgermeister- und Landrats-Ämter bereits vor der Wahl intensiver auf ihre Verfassungstreue hin überprüft werden müssen. So müssen die für die Zulassung von Kandidaten zuständigen kommunalen Wahlausschüsse die jeweils übergeordnete Behörde – bei Landrats- und Oberbürgermeister-Wahlen kreisfreier Städte ist das in der Regel das Landesinnenministerium – hinzuziehen, falls es „tatsächliche Anhaltspunkte für eine fehlende Verfassungstreue“ eines Kandidaten gibt.
In der Folge wurden in Niedersachsen zahlreiche AfD-Kandidaten auf ihre Verfassungstreue überprüft. Die meisten von ihnen wurden zur Wahl zugelassen. In den Fällen Bothe, Sichert, Moriße und Vogel aber entschieden die zuständigen, in der Regel aus Vertretern der jeweiligen Parlamentsparteien zusammengesetzten Wahlausschüsse, abschlägig. Eilanträge der Betroffenen gegen diese Entscheidungen wurden zunächst von den zuständigen Verwaltungsgerichten, Anfang September dann final vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg abgelehnt.
Allerdings entschieden die Lüneburger Richter damals nicht in der Sache, sondern formal. Sie verwiesen auf die Vorrangigkeit eines reibungslosen, gleichzeitigen und termingerechten Ablaufs der für den 13. September angesetzten Kommunalwahlen. Im Anschluss an diese, so das OVG, könnten die abgelehnten Bewerber Einspruch gegen ihren Ausschluss und damit gegen die Gültigkeit der Wahl einlegen. „Die Direktwahlen, zu denen die Bewerber hier nicht zugelassen worden seien, könnten gegebenenfalls nachträglich in einem in angemessener Zeit durchzuführenden Wahlprüfungsverfahren für ungültig erklärt werden“, hieß es in der Urteilsbegründung.
In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben Gerichte den Ausschluss von AfD-Kandidaten von Bürgermeisterwahlen in vergleichbaren Fällen bestätigt. Mit Blick auf die niedersächsischen Fälle bestehen jedoch offensichtlich Zweifel. So hat das mit dem Fall Moriße befasste Verwaltungsgericht Oldenburg in seinem Eilentscheid offengelassen, ob die zur Begründung des Wahlausschlusses herangezogenen Äußerungen des AfD-Bewerbers tatsächlich geeignet sind, Zweifel an dessen Verfassungstreue zu belegen.

Nicht zur Kommunalwahl zugelassen: AfD-Bundestagsabgeordneter Martin Sichert
Moriße hatte in den sozialen Medien unter anderem einen krassen Fall von Sozialhilfemissbrauch durch einen von ihm so titulierten „Nigerianer mit deutschem Pass“ benutzt, um Werbung für die AfD zu machen.
Die Oldenburger Richter ließen auch eine gewisse Distanz zu der von der rot-grünen Landtagskoalition im April beschlossenen Änderung der Wahlordnung erkennen. So heißt es in der Begründung des Entscheids: Ob einzelne Elemente der in der niedersächsischen Wahlordnung neu geregelten Verfassungstreueprüfung „einer umfassenden verfassungsrechtlichen Kontrolle in jeder Hinsicht standhalten oder ob der Wahlausschuss in Anbetracht seiner (...) politisch vorgeprägten Zusammensetzung über eine verfassungsrechtlich hinreichend tragfähige Legitimation für eine Zulassungsentscheidung der hier streitgegenständlichen Art verfügt, hat die Kammer im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden“. Die Klärung solcher Fragen, so das Gericht, müsse dem Wahlprüfungsverfahren vorbehalten bleiben.
An dessen Ende – so haben es zumindest die beiden nicht zugelassenen Kandidaten Moriße und Bothe angekündigt – sollen entweder Wiederholungswahlen in den betroffenen Kommunen oder ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zur neuen niedersächsischen Wahlordnung und ihren Folgen für die Entscheidungsbefugnisse kommunaler Wahlausschüsse stehen.
Jetzt ist klar: Die EU ist wild entschlossen, in den kommenden Jahren noch deutlich mehr Länder aufzunehmen – und zwar mindestens acht Staaten. Dabei stehen Montenegro, Albanien, die Ukraine und Moldau ganz vorn auf der Warteliste. Sie dürften die nächsten EU-Mitglieder werden, Montenegro möglicherweise schon 2028, die Ukraine allerdings erst zu Beginn des neuen Jahrzehnts.
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科斯表示,重要的是“一个规模更大的联盟也是一个更强大的联盟”。欧盟各国国家元首和政府首脑将在九天后于布鲁塞尔举行的峰会上首次就相关建议进行磋商。在此问题上,欧盟成员国在扩员问题上存在严重分歧。预计欧盟委员会提出的一些建议将无法获得通过。德国、法国、卢森堡、荷兰和比利时等重要成员国要求为新成员加入设置极高的门槛,并制定广泛的所谓“保护条款”。
这些国家的政府担心,否则各国议会,甚至是通过全民公投(例如在法国可能采取的方式)的选民,可能会投票反对扩员。然而,由意大利和奥地利领导的被称为“巴尔干之友”的另一组国家则反对让目前的入盟候选国成为所谓的“二等成员”,并主张迅速开展入盟谈判。奥地利负责扩员事务的欧洲事务部长克劳迪娅·鲍尔(Claudia Bauer,来自奥地利人民党 ÖVP)表示:“凡是能提供改革成果的人就必须获得进展。特别是在西巴尔干地区,人们为了加入欧盟已经努力了20多年。欧盟必须信守承诺。”
欧盟委员会的具体计划如下:第一,针对新成员国应适用多种类型的保护条款(“safeguard clauses”)。新成员应书面承诺在最长15年内不阻碍需要一致同意的决策。据此,在通过针对俄罗斯的制裁时,否决权将不适用。此外,新成员也不应获得阻碍其他国家入盟的权利。这一点至关重要,因为在过去,部分欧盟成员国曾试图阻止与其存在双边争端的邻国入盟。
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第二项保护条款显著扩大了现有规则,直到最后在内部仍存在争议。该条款旨在保护现有欧盟成员国免受过强的经济竞争,以及避免司法领域或农业部门出现问题。新成员在最长可达10年的“试用期”内,将不能完全进入单一市场或参与共同农业政策。此外,如果出现违规或严重干扰,其在这些领域的权利也可能会受到限制。
此外还包括一项“临时机构保护条款”。例如,如果出现对欧盟价值观的“特别严重违规”,在成员国以合格多数通过投票后,其投票权可被临时取消。但该规定仅适用于新成员。此举旨在防止像过去那样,像匈牙利这样的国家在很大程度上不受惩罚地违反欧盟法律。欧洲事务部长鲍尔表示:“破坏法治的人必须承担后果。这关乎保护我们的欧洲价值观和民主,包括在联盟内部。”

基辅的一场示威活动,要求快速加入欧盟
布鲁塞尔计划让欧盟大幅扩张。首先涉及的是八个新成员。但在这一议题上,欧盟内部存在严重分歧。包括柏林在内的多个国家要求执行严格的附加条件。
其次:入盟候选国不应再像以往那样在谈判结束后立即成为欧盟正式成员,而应逐步加入欧盟(“gradual integration”)。该建议紧密参考了来自奥地利以及近期由联邦总理弗里德里希·梅尔茨提出的建议,后者曾提议设立所谓的“准会员资格”。据此,入盟候选国可根据进展情况,逐步加入欧盟的不同领域,例如部分交通与环境政策或单一市场。欧盟与候选国之间将通过年度对话来评估进展。
这种逐步整合的方式在某种程度上已经存在。例如,欧洲的漫游规则目前已适用于乌克兰和摩尔多瓦,且多个入盟国家已参与单一欧元支付区(SEPA)。第三:欧盟委员会在扩员后应规模缩减。2009年的《里斯本条约》已对此做出规定,但此后并未付诸实施。未来将仅允许三分之二的成员国指派一名委员。将采取轮值原则,以确保没有国家被冷落。
该计划可能会在较小的成员国中遭到反对,因为对于这些国家而言,国家欧盟委员通常是其在布鲁塞尔唯一的联络点,因此尤为重要。奥地利欧洲事务部长鲍尔表示:“一个规模更大的欧盟需要一个规模更小的欧盟委员会。我们需要更精简的结构和更快速的决策。系统性的节支也必须在布鲁塞尔实施。”第四:欧盟委员会建议利用现有工具来加速决策。例如,所谓的“桥接条款”(“passarelle”)允许成员国(除国防领域外)将此前需要一致通过的决策改为由合格多数决决定,从而增加封锁难度并提高决策速度。但该决议本身需要一致通过,因此至今从未被应用。这可能一直只是一个美好的愿望。
委员会机构还支持未来加强利用所谓的“加强合作”(“enhanced cooperation”)工具。该工具允许由至少九个成员国组成的团体深化合作并采取进一步的整合步骤。目前已有五个案例取得成功,例如在离婚法或专利保护方面。虽然可以实现更多,但成员国对此持抵制态度,且这种情况可能将持续下去。第五:针对乌克兰的特殊规定。由于乌克兰农业的规模和生产能力,某些农产品进入欧盟市场的准入将受到限制。与此同时,布鲁塞尔希望支持乌克兰将更多农产品销往非洲或亚洲。如果没有这项例外规定,德国和波兰等国的农民可能会针对来自乌克兰的强大竞争而发起大规模抗议。
扩员委员科斯的计划是一次值得赞赏的尝试,旨在安抚那些反对欧盟进一步扩员的人。这可能会激怒多个入盟候选国。同时,这可能不足以平息法国等许多成员国中怀疑论者的情绪。扩员长期以来被视为欧盟的成功模式,因为其向外部输出了稳定性,但现在它已成为争端之源——且将继续如此。27个成员国的许多公民对犯罪输入以及纳税人承担巨额成本的担忧依然存在。玛莎·科斯的计划无法改变这一点。
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Den neuen EU-Staaten sollen jedoch auch Daumenschrauben angelegt werden. Sie werden laut Plan für viele Jahre deutlich weniger Rechte als die bisherigen 27 Mitgliedsländer haben und können bei Regelverstößen hart sanktioniert werden. „Unsere Bewertung zeigt, dass die EU noch mehr Länder aufnehmen kann. Aber es gibt da einige Punkte, wo wir Herausforderungen sehen und die wir adressieren müssen“, sagte EU-Erweiterungskommissarin Martha Kos bei der Vorstellung des Berichts mit dem Titel „Vorbereitungen für eine größere Union“ am Dienstag im EU-Parlament in Straßburg.
在针对潜在俄罗斯袭击的波罗的海演习中,美国关键能力的未来匮乏程度已初现端倪
警报声是持续的嘀嘀声。它可能意味着一架民航飞机失去了无线电联系,可能意味着一架未知无人机侵入了立陶宛领空,或者意味着一架俄罗斯军机正在靠近。两名飞行员冲出他们值班所在建筑的玻璃门,跳进白色面包车,朝着希奥利艾(Siauliai)空军基地的跑道驶去。
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Wichtig sei, so Kos, dass eine „größere Union auch eine stärkere Union ist“. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen bei ihrem Gipfeltreffen in neun Tagen in Brüssel erstmalig über die Vorschläge beraten. Dabei sind EU-Länder in der Erweiterungsfrage tief gespalten. Es ist damit zu rechnen, dass mehrere der von der EU-Kommission gemachten Vorschläge nicht verabschiedet werden. Wichtige Mitgliedsländer wie Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und Belgien fordern besonders hohe Hürden für neue Beitritte und weitreichende sogenannte Schutzklauseln.
Die Regierungen dieser Länder fürchten ansonsten, dass die nationalen Parlamente oder gar die Wähler im Rahmen eines Referendums, wie möglicherweise in Frankreich, gegen eine Erweiterung stimmen könnten. Ein Kreis weiterer Staaten, der als „Freunde des Balkans“ bekannt ist und von Italien und Österreich angeführt wird, ist jedoch gegen eine sogenannte Zweite-Klasse-Mitgliedschaft der aktuellen Beitrittskandidaten und für zügige Erweiterungsverhandlungen. „Wer Reformen liefert, muss weiterkommen. Gerade am Westbalkan arbeiten die Menschen seit mehr als 20 Jahren am EU-Beitritt. Die EU muss hier auch Wort halten“, sagte Österreichs Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP), die in ihrem Land für Erweiterungsfragen zuständig ist.
Das plant die EU-Kommission konkret: Erstens: Es sollen verschiedene Arten von Schutzklauseln („safeguard clauses“) für neue EU-Mitglieder gelten. Bis zu 15 Jahren sollen die Neu-Mitglieder sich schriftlich verpflichten, keine Entscheidungen zu blockieren, die Einstimmigkeit erfordern. Das Veto-Recht soll demnach etwa bei der Verabschiedung von Sanktionen gegen Russland nicht gelten. Auch sollen die neuen Mitglieder nicht das Recht erhalten, weitere Beitritte zu blockieren. Das ist bedeutend, denn in der Vergangenheit haben EU-Mitglieder versucht, den Beitritt von Nachbarstaaten zu verhindern, mit denen es bilaterale Streitigkeiten gab.
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Die zweite Schutzklausel, die bereits bestehende Regeln deutlich ausweitet, war intern bis zuletzt umstritten. Sie will die bisherigen EU-Mitglieder gegen eine neue, zu starke wirtschaftliche Konkurrenz und vor Problemen im Justizbereich oder im Agrarsektor schützen. Die Neu-Mitglieder sollen etwa in einer „Probezeit“, die bis zu zehn Jahre dauern kann, keinen vollen Zugang zum Binnenmarkt oder zur gemeinsamen Agrarpolitik erhalten. Denkbar ist aber auch, dass ihre Rechte in diesen Bereichen bei Verstößen oder schweren Störungen eingeschränkt werden.
Hinzu kommt eine „vorübergehende institutionelle Schutzklausel“. Falls es beispielsweise zu einem „besonders schlimmen Verstoß“ gegen die Werte der EU käme, sollen Stimmrechte vorübergehend aufgehoben werden können, nachdem eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten dafür gestimmt hat. Diese Regelung soll aber ausschließlich für Neu-Mitglieder gelten. Damit soll ver-

Eine Demonstration in Kiew, auf der ein schneller EU-Beitritt gefordert wird
Die Europäische Union soll kräftig wachsen, plant Brüssel. Zunächst geht es um acht neue Mitglieder. Aber bei dem Thema ist die EU tief gespalten. Mehrere Länder fordern strikte Auflagen – auch Berlin
hindert werden, dass wie in der Vergangenheit ein Land wie Ungarn weitgehend ungestraft EU-Recht brechen kann. „Wer Rechtsstaatlichkeit aushebelt, muss mit Konsequenzen rechnen. Es geht um den Schutz unserer europäischen Werte und Demokratie, auch innerhalb der Union“, sagte Europaministerin Bauer.
Zweitens: Beitrittskandidaten sollen nicht mehr wie bisher nach Abschluss der Verhandlungen von heute auf morgen Vollmitglieder der Union werden, sondern der EU schrittweise beitreten („gradual integration“). Der Vorschlag lehnt sich eng an Vorschläge aus Österreich und zuletzt auch von Bundeskanzler Friedrich Merz, der eine sogenannte assoziierte Mitgliedschaft vorgeschlagen hatte. Demnach sollen die Beitrittskandidaten je nach Fortschritt den verschiedenen Sektoren der EU, wie teilweise der Verkehrs- und Umweltpolitik oder dem Binnenmarkt, schrittweise beitreten können. Jährliche Dialoge zwischen EU und den Kandidaten sollen die Fortschritte bewerten.
Ansatzweise gibt es eine solche schrittweise Integration bereits. So gelten die europäischen Roaming-Regeln schon heute auch für die Ukraine und Moldau, und diverse Beitrittsländer beteiligen sich an dem einheitlichen europäischen Zahlungsverkehr (SEPA). Drittens: Die EU-Kommission soll nach einer Erweiterung verkleinert werden. Das hat bereits der EU-Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2009 vorgesehen. Passiert ist seitdem nichts. Künftig sollen nur zwei Drittel der Mitgliedstaaten einen Kommissar stellen dürfen. Es soll nach dem Rotationsprinzip verfahren werden, damit kein Land zu kurz kommt.
Der Plan dürfte vor allem bei kleineren Mitgliedstaaten auf Ablehnung stoßen, denn für sie ist der nationale EU-Kommissar häufig der einzige Anlaufpunkt in Brüssel und darum besonders wichtig. Österreichs Europaministerin Bauer sagte: „Eine größere EU braucht eine kleinere EU-Kommission. Wir brauchen schlankere Strukturen und schneller Entscheidungen. Sparen im System muss auch in Brüssel gelten.“ Viertens: Die EU-Kommission schlägt vor, bereits vorhandene Instrumente zu nutzen, um Entscheidungen zu beschleunigen. So erlaubt es die sogenannte Brückenklausel („passarelle“), dass die Mitgliedstaaten außer im Verteidigungsbereich Entscheidungen, die bisher einen einstimmigen Beschluss erfordern, auf eine qualifizierte Mehrheit umzustellen, sodass Blockaden erschwert werden und zügiger entschieden wird. Der Beschluss erfordert aber Einstimmigkeit und ist darum noch niemals angewendet worden. Es ist und bleibt wohl ein frommer Wunsch.
Die Kommissionsbehörde befürwortet auch, das Instrument der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit („enhanced cooperation“) künftig stärker zu nutzen. Es ermöglicht einem Kreis von mindestens neun Mitgliedstaaten, die Zusammenarbeit zu vertiefen und weitere Integrationsschritte zu gehen. In fünf Fällen ist das bisher gelungen, etwa beim Ehescheidungsrecht oder beim Patentschutz. Es könnte viel mehr passieren, aber die Mitgliedstaaten sperren sich dagegen. Das dürfte auch so bleiben. Fünftens: Eine Sonderregel für die Ukraine. Wegen der Größe und Leistungsfähigkeit der ukrainischen Landwirtschaft sollen bestimmte landwirtschaftliche Produkte nur einen begrenzten Zugang zum EU-Markt haben. Gleichzeitig will Brüssel die Ukraine dabei unterstützen, mehr Agrarprodukte nach Afrika oder Asien zu verkaufen. Ohne diese Ausnahmeregelung hätten etwa deutsche und polnische Bauern massiv gegen die mächtige Konkurrenz aus der Ukraine protestiert.
Der Plan von Erweiterungskommissarin Kos ist der ehrenwerte Versuch, die Kritiker von weiteren EU-Beitritten zu besänftigen. Das dürfte mehrere Beitrittskandidaten verärgern. Gleichzeitig könnte es nicht ausreichen, um die Skeptiker in vielen Mitgliedstaaten wie Frankreich ruhigzustellen. Die Erweiterung, die lange als Erfolgsmodell der EU galt, weil so Stabilität nach außen exportiert wurde, ist ein Zankapfel – und wird es auch bleiben. Die Sorgen vieler Bürger in den 27 Mitgliedsländern vor Kriminalitätsimport und immensen Kosten für die Steuerzahler bleiben weiterhin bestehen. Martha Kos' Pläne ändern daran nichts.
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技术人员在检查战斗机,而飞行员们则在穿戴装备并进入驾驶舱。从警报响起至起飞最多允许经过多少时间,北约将其列为机密。但可以观察到的是:速度极快。几分钟后,战斗机在跑道上加速并起飞。这些是意大利的欧洲战斗机,它们与土耳其的 F-16 和西班牙的 F-18 共同负责保障爱沙尼亚、拉脱维亚和立陶宛上空的领空安全。这三个波罗的海国家没有自己的战斗机,因此由其他盟友轮流承担这一任务。在这一天,警报仅是一次演习,但流程与实战情况完全一致。
几十年来,所谓的“空中巡逻”(Air Policing)主要是一项和平任务:雷达监控天空,一旦出现可疑飞行活动,战斗机便起飞,识别飞机,并在必要时进行护送。从今年起,北约希望在此基础上做好更充分的准备,并调整了其任务性质:转变为“空中防御”(Air Defence)。北约驻拉姆施泰因空军司令部(AIRCOM)副司令纪尧姆·托马斯(Guillaume Thomas)将军表示,通过这一新概念,“我们正在进行调整,以便能够应对所有可能的威胁——包括弹道导弹、巡航导弹、战斗机以及各类无人机”。在现场看来,这次重新部署似乎仅仅是名称上的变更。
飞行员的操作流程没有太大变化。他们继续保持待命状态,在警报响起时起飞,飞向需要核查的航空器。变化发生在幕后。托马斯表示,

纪尧姆·托马斯是北约驻拉姆施泰因空军司令部副司令
已经调整了指挥与控制系统、交战规则以及应对威胁的权限。这些是技术术语,但描述的是实际的影响。北约在所谓的“联合空中作战中心”(Combined Air Operations Centres,简称 CAOCs)进行 24 小时的空中防御管控。它们跟踪态势图,并在认为必要时指示战斗机起飞。根据新概念,这些指挥中心将获得更多的责任和更大的决策权——在面对导弹威胁时亦然。
塔伊兹省会城市的战士
针对东北欧,其中一个此类中心位于下莱茵地区的于登(Uedem)。另一个最近在挪威的博多(Bodø)启用。如果其中一个遭到攻击而失效,另一个可以接管。新结构旨在实现从和平到危机再到战争的无缝扩展。如今,无人机频繁侵入波罗的海领空。立陶宛此前一直深受气象气球之苦,据政府描述,这些气球是由白俄罗斯刻意派遣的,多次导致维尔纽斯的机场交通瘫痪。在所有这些案例中,北约战斗机都参与了行动。这表明,尽管联盟在形式上处于和平状态,但这种清晰的界限已不再奏效——而北约正对此做出反应。
侦察与预警、让战斗机在空中停留时间更长的加油机、地面防空系统、拦截导弹,以及在战争中摧毁敌方机场和导弹阵地的能力。其中许多能力此前由美国提供。但华盛顿希望将其力量更多地集中在本土防御和印太地区。因此,欧洲人未来应承担欧洲常规防御的主要负担。美国总统唐纳德·特朗普政府将这一新概念称为“北约 3.0”。问题在于:在北约内部,即使是高层对话者,也没有人明白这具体是指什么。
然而:仅凭新的权限在紧急情况下无法保卫波罗的海国家。威胁越大,北约就越需要:
这一点在关于哪些情景究竟需要美国支持的问题上表现得尤为明显。华盛顿保守派传统基金会(Heritage Foundation)的威尔逊·比弗(Wilson Beaver)表示:“许多分析师认为,灰色地带活动和俄罗斯混合攻击带来的威胁具有重大意义。”该智库与特朗普政府关系密切。比弗表示,虽然此类攻击是“一个必须解决的重大问题”,但“在我们看来,此类活动并不威胁波罗的海国家的生存”。因此,欧洲人应首先自行处理这些问题。比弗认为,美国的首要任务仅限于最糟糕的情况,即“俄罗斯的大规模入侵”——以及“确保波罗的海国家作为主权国家继续存在”。
阿尔弗雷德·哈肯斯贝格尔(ALFRED HACKENSBERGER)
相比之下,波罗的海国家自身则主要关注在这种大规模攻击之下的升级情况。因此,北约面临的问题不仅是在最糟糕的情况下谁来战斗,而且是在此之前的许多阶段由谁来应对。在对外表现上,该联盟证明美国人和欧洲人将继续共同规划并战斗。几天前,来自五个欧洲北约国家的战斗机在立陶宛和拉脱维亚上空与一架美国 B-1 远程轰炸机进行了共同训练。这标志着美国轰炸机首次被纳入新防空概念下的演习。据《世界报》(WELT)获悉,在该情景中,轰炸机扮演敌方角色,试图侵入北约领空。
另一个由北约在对外沟通中不那么积极释放的信号出现在夏季的“兰斯坦旗帜”(Ramstein Flag)大规模演习中。原定参与的几架美国加油机因短期内被中东地区需要而缺席。这预示了比弗认为的欧洲面临的更大危险:并非美国援助盟友的决心不足,而是美国军队在关键时刻是否可用。
比弗表示:“如果美国同时在处理台湾危机,那么在欧洲可用的美国资源无疑会减少。”对于爱沙尼亚、拉脱维亚和立陶宛来说,这些考量尤为紧迫。比弗认为:“波罗的海地区是欧洲北约领土中唯一 1 个我们仍将俄罗斯视为明确常规威胁的部分。”此外还存在政治上的不确定性。特朗普政府似乎正越来越多地将欧洲国家分为“好盟友”和“坏盟友”。彭博社(Bloomberg)在 8 月报道了五角大楼的一份问卷,其中询问了包括个别盟友是否与华盛顿保持一致等问题。

据《Politico》报道,五角大楼在 10 月仅邀请少数选定的北约国家参加在波兰举行的一次关于联盟未来的会议。此次会议由负责国防政策的五角大楼高级官员埃尔布里奇·科尔比(Elbridge Colby)发起。目前计划参加会议的国家包括德国、波兰、荷兰、挪威、瑞典和芬兰;丹麦可能会加入。而波罗的海国家——即那些被比弗等华盛顿战略家认为最脆弱的国家——未受邀请。

ABDULNASSER ALSEDDIK / 在亚丁和摩卡之间沿海公路上的也门军队士兵
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Bei Übungen im Baltikum gegen mögliche russische Angriffe zeigt sich bereits, wie knapp wichtige US-Fähigkeiten in Zukunft werden
Der Alarmton ist ein konstantes Piepen. Er kann bedeuten, dass ein ziviles Flugzeug den Funkkontakt verloren hat. Dass eine unbekannte Drohne in den litauischen Luftraum eingedrungen ist. Oder dass sich ein russisches Militärflugzeug nähert. Zwei Piloten sprinten durch die Glastüren des Gebäudes, in dem sie ihren Bereitschaftsdienst verbringen, und springen in weiße Vans, die in Richtung des Rollfelds auf dem Luftwaffenstützpunkt Siauliai losfahren.
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该民兵组织在也门境内的推进势头此前似乎不可阻挡。如今,政府军报告在关键的曼德海峡周边取得了领土进展。
在不到 24 小时内进行了 100 多次空袭,摧毁了 364 辆军事和后勤车辆,并“消灭”了 1747 名胡塞武装战斗员——这是在亚丁的国际认可的也门政府军队发言人马杰德·阿卜杜拉·努扎伊利(Majed Abdullah al-Nuzaili)在周一公布的统计数据。除战斗机外,无人机、火炮、导弹和狙击手据称也被投入使用。
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Techniker kontrollieren die Kampfjets, während die Piloten ihre Ausrüstung anlegen und ins Cockpit steigen. Wie viel Zeit vom Alarm bis zum Abheben maximal vergehen darf, hält die Nato geheim. So viel aber lässt sich beobachten: Es geht schnell. Wenige Minuten später beschleunigen die Jets über die Startbahn und heben ab. Es sind italienische Eurofighter, die hier gemeinsam mit türkischen F-16 und spanischen F-18 den Luftraum über Estland, Lettland und Litauen sichern. Die drei baltischen Länder haben keine eigenen Kampfjets. Andere Verbündete übernehmen deshalb diese Aufgabe im Wechsel. An diesem Tag ist der Alarm nur eine Übung. Die Abläufe aber sind dieselben wie im Ernstfall.
Jahrzehntelang war das sogenannte Air Policing vor allem eine Friedensmission: Radare überwachen den Himmel, bei verdächtigen Flugbewegungen steigen Kampfjets auf, identifizieren die Maschine und, wenn nötig, escritieren sie. Seit diesem Jahr will die Nato hier auf mehr als das vorbereitet sein und hat ihre Mission umgestellt: auf Air Defence, also Luftverteidigung. Mit dem neuen Konzept „stellen wir uns so auf, dass wir allen möglichen Bedrohungen begegnen können – ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Kampfflugzeugen und Drohnen aller Art“, sagt General Guillaume Thomas, stellvertretender Kommandeur der Nato-Luftstreitkräfte (AIRCOM) in Ramstein. Vor Ort wirkt die Neuaufstellung wie kaum mehr als eine Namensänderung.
In den Abläufen der Piloten hat sich nicht viel geändert. Sie sitzen weiter in Bereitschaft, starten bei Alarm und fliegen zu dem Luftfahrzeug, das überprüft werden soll. Die Änderungen passieren hinter den Kulissen. Thomas sagt, man

Guillaume Thomas ist stellvertretender Kommandeur der Nato-Luftstreitkräfte in Ramstein
habe das Führungs- und Kontrollsystem, Einsatzregeln und die Befugnisse zur Bekämpfung von Bedrohungen angepasst. Es sind technische Ausdrücke, die aber praktische Folgen beschreiben. Die Nato steuert ihre Luftverteidigung rund um die Uhr in sogenannten Combined Air Operations Centres, kurz CAOCs. Sie verfolgen das Lagebild und weisen die Kampfjets an, aufzusteigen, wenn sie es für nötig halten. Mit dem neuen Konzept bekommen diese Führungsstellen mehr Verantwortung und größere Entscheidungsbefugnisse – auch bei Raketenbedrohungen.
Kämpfer in der Provinzhauptstadt Taiz
Für Nordosteuropa sitzt eines dieser Zentren im niederrheinischen Uedem. Ein weiteres wurde kürzlich im norwegischen Bodø eröffnet. Wird eines angegriffen und fällt aus, kann ein anderes übernehmen. Die neue Struktur soll nahtlos von Frieden über Krise bis Krieg skalieren. Schon heute dringen immer wieder Drohnen in den baltischen Luftraum ein. Litauen hatte verstärkt mit Wetterballons zu kämpfen, die nach Darstellung der Regierung gezielt von Belarus geschickt wurden und den Flughafenverkehr in Vilnius mehrfach lahmlegten. In all diesen Fällen kamen Nato-Kampfjets zum Einsatz. Es zeigt, dass, obwohl sich die Allianz formal im Frieden befindet, diese trennscharfe Unterscheidung nicht mehr funktioniert – und darauf reagiert das Bündnis.
Aufklärung und Frühwarnung, Tankflugzeuge, die Kampfjets länger in der Luft halten, bodengebundene Flugabwehr, Abfangraketen, Fähigkeiten, um im Krieg die Fähigkeit, gegnerische Flugplätze und Raketenstellungen auszuschalten. Vieles davon stellten bislang die USA. Doch Washington will seine Kräfte stärker auf die Verteidigung des eigenen Landes und den Indopazifik konzentrieren. Die Europäer sollen deshalb künftig die Hauptlast der konventionellen Verteidigung Europas tragen. „Nato 3.0“ nennt die Regierung von US-Präsident Donald Trump dieses neue Konzept. Das Problem: In der Nato, selbst unter hochrangigen Gesprächspartnern, versteht niemand, was damit konkret gemeint ist.
Allerdings: Mit neuen Befugnissen allein lässt sich das Baltikum im Ernstfall nicht verteidigen. Je größer die Bedrohung, desto mehr braucht die Nato:
Besonders deutlich zeigt sie sich an der Frage, welche Szenarien überhaupt amerikanische Unterstützung erfordern. „Viele Analysten messen der Bedrohung durch Grauzonen-Aktivitäten und russische hybride Angriffe große Bedeutung bei“, sagt Wilson Beaver von der konservativen Heritage Foundation in Washington. Die Denkfabrik ist eng mit der Trump-Regierung vernetzt. Zwar seien solche Angriffe „ein großes Problem, das bewältigt werden muss“, sagt Beaver. „Aus unserer Sicht bedrohen solche Aktivitäten jedoch nicht die Existenz der baltischen Staaten.“ Mit ihnen sollten Europäer deshalb in erster Linie selbst fertig werden. Die primäre Aufgabe der USA sieht Beaver erst beim schlimmsten Fall, „einer umfassenden russischen Invasion“ – und darin, „sicherzustellen, dass die baltischen Staaten als souveräne Staaten fortbestehen“.
ALFRED HACKENSBERGER
Im Baltikum selbst richtet sich der Blick dagegen vor allem auf die Eskalation unterhalb eines solchen Großangriffs. Damit stellt sich für die Nato nicht nur die Frage, wer im schlimmsten Fall kämpft, sondern auch, wer die vielen Stufen davor bewältigt. Nach außen demonstriert das Bündnis, dass Amerikaner und Europäer weiterhin gemeinsam planen und kämpfen. Vor wenigen Tagen trainierten über Litauen und Lettland Kampfjets aus fünf europäischen Nato-Staaten gemeinsam mit einem amerikanischen B-1-Langstreckenbomber. Erstmals war damit ein US-Bomber in eine Übung unter dem neuen Luftverteidigungskonzept eingebunden. Wie WELT erfuhr, spielte der Bomber in dem Szenario die gegnerische Seite und versuchte, in den Nato-Luftraum einzudringen.
Ein anderes, von der Nato weniger offensiv nach außen kommuniziertes Signal gab es im Sommer bei der Großübung Ramstein Flag. Mehrere amerikanische Tankflugzeuge, die ursprünglich dafür vorgesehen waren, wurden kurzfristig im Nahen Osten gebraucht und fielen deshalb aus. Es ist ein Vorgeschmack auf etwas, das Beaver als die größere Gefahr für Europa sieht: nicht die amerikanische Entschlossenheit, den Verbündeten zur Seite zu springen. Sondern die Frage, ob US-Kräfte im entscheidenden Moment verfügbar sind.
„Wenn die USA gleichzeitig mit einer Krise um Taiwan beschäftigt wären, stünden in Europa zweifellos weniger amerikanische Ressourcen zur Verfügung“, so Beaver. Für Estland, Lettland und Litauen sind diese Überlegungen besonders brisant. „Das Baltikum ist der einzige Teil des europäischen Nato-Gebiets, in dem wir Russland weiterhin als eindeutige konventionelle Bedrohung sehen“, so Beaver. Hinzu kommt die politische Unsicherheit. Die Trump-Regierung scheint europäische Länder zunehmend in „gute Verbündete“ und „schlechte Verbündete“ aufzuteilen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete im August über einen Fragenkatalog des Pentagon, mit dem unter anderem abgefragt wurde, ob einzelne Verbündete auf der Linie Washingtons liegen.

Einem „Politico -Bericht zufolge lädt das Pentagon im Oktober nur einen ausgewählten Kreis von Nato-Staaten zu einem Treffen in Polen über die Zukunft des Bündnisses ein. Initiiert wurde es von Elbridge Colby, dem für Verteidigungspolitik zuständigen Pentagon-Spitzenbeamten. Vorgesehen für das Treffen sind demnach bislang Deutschland, Polen, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Finnland; Dänemark könnte hinzukommen. Die baltischen Staaten – jene Länder also, die unter Washingtoner Strategen wie Beaver als am verwundbarsten gelten – sind nicht eingeladen.

ABDULNASSER ALSEDDIK/AP/DPA
Soldaten der jemenitischen Streitkräfte auf der Küstenstraße zwischen Aden und Mocha
Die Teilnahme an der Reise wurde von der Nato unterstützt. Hier finden Sie unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit.
此外,武装部队已夺回战略要地曼德海峡周边的部分地区。红海沿岸的杜巴布(Dhubab)和摩卡(Mocha)两市,以及巴布(Bab)和哈代德(Hadeid)等地点也已被占领。与此同时,针对首都萨那的大规模攻势已经开始。也门总统委员会主席拉沙德·阿尔-阿里米(Rashad al-Alimi)在周日启动的名为“黎明”的大规模攻势开始前不久,通过电视演讲宣布了此次行动,并强调该行动将一直持续,“直到整个国家从恐怖组织胡塞武装的掌控中被解放”。
如果军队能够成功地长期重新控制这一战略要地海峡,这将是一个巨大且出人意料的成功——不仅是对国际贸易而言,对德黑兰的伊朗政权之敌同样如此。因为也门境内的行动得到了强大势力的支持,其中首当其冲的是沙特阿拉伯。他们的共同目标是尽可能持久地击退被视为德黑兰延伸之手的民兵组织的影响力。十多年来,胡塞叛军一直控制着首都萨那和也门西部。今年9月,他们通过一次突袭攻势,将其势力范围向南扩展至曼德海峡。这座“泪之门”是全球贸易的重要瓶颈。在伊朗战争期间霍尔木兹海峡关闭后,曼德海峡对于海湾国家及其能源出口具有了特殊意义。
随着2月下旬伊朗战争的爆发,德黑兰攻击了阿拉伯联合酋长国(UAE)、沙特阿拉伯、卡塔尔、科威特、巴林,甚至包括在伊朗与美国谈判中充当调解人的阿曼。攻击目标包括能源设施、机场和其他民用基础设施。与此同时,与伊朗结盟的胡塞武装加强了在也门和红海的袭击。德黑兰利用该民兵组织的军事行动向美国和海湾国家施压。
尽管媒体报道一致,但胡塞武装的高级代表否认了也门政府的消息:“他们想获得一场媒体上的胜利,但这适得其反,只给他们带来了失望和损失。”作为报复,胡塞武装袭击了沙特阿拉伯的多个目标,包括石油设施、机场和军事基地。多人受伤,并造成了财产损失。就在几天前,胡塞武装还极有可能将塔伊兹(Taiz)包围。这座风景如画的省会城市位于海拔1400米的山区,拥有令人印象深刻的城堡和历史悠久的清真寺,多年来一直被前线切断,是阻挡胡塞武装向港口城市亚丁推进的最后堡垒。
据报道,在政府攻势期间,塔伊兹的部分前线也出现了对胡塞武装阵地的反击。但最重要的是,也门政府可以寄希望于强大支持者的参与是长期的。沙特阿拉伯发挥了核心作用,它为这次大规模攻势提供了大规模的空中支持,并可能进一步扩大其参与度。该王国早在2015年就率领一个阿拉伯联盟干预邻国的内战,以支持被胡塞武装从首都萨那驱逐的
被国际认可的也门政府。
当时,局势迅速陷入血腥的僵局,最终导致这个本就是最贫穷的阿拉伯国家陷入毁灭性的人道主义危机。2022年达成的一项停火协议在很大程度上得到了维持——但仅持续到今年夏天,当时胡塞武装在支持伊朗的过程中,对沙特船只和石油基础设施发动了导弹和无人机袭击。
为了避免再次陷入僵局,沙特阿拉伯在过去几周努力组织尽可能广泛的国际支持,以采取行动打击胡塞武装。周一晚间,新闻机构报道称,沙特阿拉伯、巴基斯坦和土耳其在利雅得决定“部署部队以便在王国境内快速行动”。在胡塞武装袭击沙特境内目标后,各方希望确保“王国的安全和领土完整”。此举的依据是三方于8月签署的《麦加防御公约》。该公约规定,对任何成员国的袭击将被视为对所有成员国的袭击。
据路透社援引巴基斯坦政府官员的消息报道,巴基斯坦已于9月向也门政府派遣了四架装载武器的货机。据称,交付物资包括防空系统、轻型火炮、无人机和反无人机系统。此外,巴基斯坦军事顾问已在现场,与沙特同行共同支持也门军队。来自土耳其的设备预计主要是无人机,将承担侦察任务,并能参与战斗行动。
中东分析师法蒂玛·阿尔-斯拉尔(Fatima al-Srar)在X平台上写道:“《麦加公约》创造了一个胡塞武装和德黑兰未曾预料到的新现实。”现在的问题是,该民兵组织在攻击沙特阿拉伯并防御其控制区域的同时,是否还能维持对塔伊兹及其海岸线的压力。欧洲也提供了援助。法国向沙特阿拉伯派遣士兵和防空系统,旨在保护红海的延布(Yanbu)石油终端。英国向海湾地区派遣军事顾问,并为沙特战斗机提供空中加油。利雅得也向德国请求军事援助——但目前尚未获得成功。
鉴于与伊朗的战争,美国可能是最希望胡塞武装失败的国家,目前正提供情报信息以支持军事行动。一名该地区代表和一名美国代表告诉新闻机构,美国支持沙特阿拉伯目前针对胡塞武装采取的行动。美国国务卿马尔科·鲁比奥(Marco Rubio)周一表示,可以预见由沙特支持的政府将发起反击以夺回领土。在被问及联盟行动是否与美国协调时,鲁比奥表示,沙特阿拉伯和美国签署了防御协议,但他不愿透露更多细节。鲁比奥称:“他们有权进行自卫。”
值得注意的是,利雅得和阿拉伯联合酋长国(阿联酋)显然已暂时搁置了在也门未来问题上的分歧,以期为针对胡塞武装的反攻争取尽可能广泛的支持。阿布扎比实际上支持寻求在也门南部建立独立国家的南部分离主义运动——南方过渡委员会(STC)。但面对胡塞武装的推进,两国似乎暂时搁置了各自截然不同的利益。这种接近显然是在阿联酋副总统谢赫·曼苏尔·本·扎耶德·阿勒纳哈扬 9 月底访问利雅得期间实现的。目前,南方过渡委员会的部队也参与到了对抗胡塞武装的战斗中。对于亚丁政府而言,这为其提供了一个罕见的机会,能够以一个基本统一的联盟来挑战胡塞武装。
Der Vormarsch der Miliz im Jemen schien ungebrochen. Nun melden Regierungstruppen Geländegewinne rund um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Mehr als 100 Luftangriffe innerhalb von weniger als 24 Stunden, 364 zerstörte Militär- und Logistikfahrzeuge und 1747 „neutralisierte“ Huthi-Kämpfer – so lautete am Montag die Bilanz von Majed Abdullah al-Nuzaili, dem Armeesprecher der international anerkannten jemenitischen Regierung in Aden. Neben Kampfflugzeugen sollen auch Drohnen, Artillerie, Raketen und Scharfschützen zum Einsatz gekommen sein.
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这家曾经令人生畏的工人党现在甚至连自己的影子都算不上。党内官员们不愿意识到,他们对选民的蔑视正是 AfD(德国选择党)如此强大的原因。
社论
德国社会民主党人正在贱卖其历史遗产——虽然带着极大的激情,但参与其中的演员们显然在人格高度上无法企及其前任。
在 AfD 政治家托比亚斯·劳施(Tobias Rausch)被选为州议会议长后,社会民主党人从勃兰登堡门向贝贝尔广场进行了一次傲慢的行进。那些空洞的激情演说、姿态以及唱国歌的行为,看起来就像是 Sat.1 电视台为德国平庸之辈制作的、由吉多·克诺普(Guido Knopp)主讲的历史课版本。
社会民主党人至今仍未意识到,他们对政治中间阶层选民诉求的蔑视,使得 AfD 变得如此强大。社民党眼睁睁地看着 AfD 成为新的工人党。在脱离现实的工会的帮助下,社民党官员将一个拥有价值观、立场、自豪感和雄心的工人及阶级跃升之党,变成了一个原教旨主义的时代精神作坊,让那些大学辍学者和技术官僚学徒将 LinkedIn 上的陈词滥调误认为政治纲领。而最离谱的是,左翼激进的青年社会民主党(Juso)主席恰恰在 7. Oktober,对年轻政治家访问以色列一事表示撇清关系。
在 20. 世纪,社会民主党人代表了政治文化的辉煌时刻。奥托·韦尔斯(Otto Wels)在帝国议会的最后一次演讲,威利·勃兰特(Willy Brandt)在华沙的下跪,赫尔穆特·施密特(Helmut Schmidt)面对红军旅(RAF)和和平运动时的坚韧,格哈德·施罗德(Gerhard Schröder)大胆的社会改革:这些都标志着一个政党的历史足迹,而该党目前竟然没有 1 个具有魅力或远见的人物。社会民主主义现在甚至不再是自己的影子,而仅仅是一出讽刺剧。它已经放弃了自己,并将自己的历史演绎成一场闹剧。它既没有像彼得·格洛茨(Peter Glotz)那样的思想家,也没有像奥托·希利(Otto Schily)或沃尔夫冈·克莱门特(Wolfgang Clement)那样的实干家。它变成了一个贫血、缺乏激情、只会空谈的政党,在时代的挑战面前分崩离析。而且它缺乏能够激励社会其余部分的能力。
人们投票给 AfD,并不是因为他们热衷于看到右翼政治家担任公职。人们投票给它,是因为民主中间阶层的建制派每天都在未能实现其目标。这些所谓中间阶层的参与者在掩饰自己政治运作得多么糟糕。离开中间阶层的不是选民,而是所谓的中间阶层抛弃了选民:这才是真正的问题。这一点也体现在社民党和绿党目前正秘密地与左翼激进分子共同构建政府。
现在,AfD 不仅提供了一名州议会议长,还提供了萨克森-安哈尔特州的州议会副议长。
乌尔夫·波沙特(ULF POSCHARDT)
乏味的抗议表明,反法西斯修辞已经走到了死胡同。二十年来,左翼政党以及前政治空间、教会和媒体几乎将所有右翼的默克尔-CDU 称为纳粹。“反对右翼”的游行刻意地不只是反对极右翼,他们还想将资产阶级中间阶层谴责为原法西斯主义。这种差异被抹平了,从而摧毁了政治概念。

看到一些抗议照片时,人们不禁会问:这是AI生成的还是真实的?人们看到皮斯托里乌斯在唱国歌,但这与过去几年“红-红-绿”的基调不符——在那段时间里,社民党青年团(Jusos)和绿党青年团将每一面黑红金三色旗都谴责为具有纳粹嫌疑。红绿两党的青年组织简直是反德的战斗机群。但如果你系统性地将国家认同贬低为可耻之物,就不能突然切换模式并宣称:现在我们要唱国歌、挥舞国旗了。即使是绿党也开始为自己挖掘爱国主义,这看起来也十分可笑。就在几天前的10月3日德国统一日,几乎没有任何地方悬挂德国国旗。撒谎的人必须学会更好地撒谎。这样下去是不行的。
皮斯托里乌斯很聪明。拉尔斯·克林拜尔也很聪明。有趣的地方就在于:愚蠢的人做愚蠢的事是因为他们愚蠢。但《阿甘正传》中母亲的观点更具哲学意味:“做愚蠢事的人才是愚蠢的。”当聪明人做愚蠢的事情时,这表明他们衡量行为的标准出了问题。当前的例子是:社民党在谈论改革,拉尔斯·克林拜尔在贝塔斯曼公司发表改革演说——而现在他却想雇佣1000多名新公务员,以执行两项新税收。他的人员不明白,你不能在推行相反做法的同时谈论削减官僚主义。这就是为什么越来越多的公民选择投票给德国选择党(AfD)。但负责人不明白,当你一边说“我们需要改革,国家必须变得更精简”,一边又发明新税并创造数千个新公务员岗位时,人们会有什么样的感受。
空洞的激情对此毫无帮助。现在不是1933年,而是2026年。社民党没有一天能不做那些导致更多人说“我们受够了,现在我们要选另一个党”的事情。无论其纲领和人员中的部分成员多么古怪。许多媒体现在又重新采取了那种宏大的反法西斯战斗姿态。正是这些媒体在多年来传播关于性别、跨性别、共产主义以及“有毒白人男性”的胡言乱语。他们唾弃那些普通的、保守的、异性恋的、开高尔夫柴油车、挺着大肚子的非学术人员,因为这些人偶尔会说出一些不完全“正确”的话。
这些人曾经是社民党的核心选民。该党失去了他们。那些实验室里产出的反法西斯修辞无法让他们回归。只有强硬、清晰的现实政治才能做到:一项像在啤酒垫上就能写完的简明税制改革,以及对所有不应留在德国的人进行坚决的驱逐。而且,正如青年团主席约翰内斯·温克尔正确地提醒的那样,公正问题也必须重新审视:为什么那些从未缴纳社保的人,能领取与缴纳了数十年社保的人同样多的公民金?亲爱的社民党人:愚蠢的人们,关键在于经济!
随笔
Streitkräfte hätten zudem Gebiete rund um die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab zurückerobert. Eingenommen worden seien außerdem die Städte Dhubab und Mocha am Roten Meer sowie die Orte Bab und Hadeid. Zugleich habe eine Großoffensive auf die Hauptstadt Sanaa begonnen. Der Vorsitzende des jemenitischen Präsidialrats Rashad al-Alimi hatte die am Sonntag gestartete Großoffensive „Morgenröte“ kurz vor ihrem Beginn in einer Fernsehansprache angekündigt – und dabei bekräftigt, sie werde so lange dauern, „bis das gesamte Land aus dem Griff der terroristischen Huthi-Miliz befreit ist“.

Sollten die Truppen es schaffen, die strategisch wichtige Meerenge wieder langfristig unter ihre Kontrolle zu bekommen, wäre dies ein großer und unerwarteter Erfolg – nicht nur für den internationalen Handel, sondern auch für die Gegner des iranischen Regimes in Teheran. Denn die Operation im Jemen wird von mächtigen Akteuren unterstützt, allen voran Saudi-Arabien. Sie eint das Ziel, den Einfluss der als verlängerter Arm Teherans geltenden Miliz möglichst dauerhaft zurückzudrängen. Die Huthi-Rebellen kontrollieren seit mehr als einem Jahrzehnt die Hauptstadt Sanaa und den Westen des Jemens. Im September haben sie mit einer Überraschungsoffensive ihren Machtbereich bis in den Süden zur Meerenge von Bab al-Mandab ausgeweitet. Das „Tor der Tränen“ ist ein wichtiges Nadelöhr für den Welthandel. Nach der Schließung der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs bekam al-Mandab für die Golfstaaten und ihre Energieexporte besondere Bedeutung.
Mit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain und sogar den Oman angegriffen, der als Vermittler bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA aufgetreten war. Zu den Zielen zählten Energieanlagen, Flughäfen und andere Einrichtungen der zivilen Infrastruktur. Zugleich intensivierten die mit dem Iran verbündeten Huthi ihre Angriffe im Jemen und im Roten Meer. Teheran nutzte die Militäraktionen der Miliz, um Druck auf die USA und die Golfstaaten auszuüben.
Hochrangige Huthi-Vertreter dementierten trotz der übereinstimmenden Medienberichte die Meldungen der jemenitischen Regierung: „Sie wollten sich einen medialen Sieg verschaffen, doch das ging nach hinten los und brachte ihnen nur Enttäuschung und Verluste.“ Als Vergeltung griffen die Huthi verschiedene Ziele in Saudi-Arabien an, darunter Ölanlagen, Flughäfen und Militärstützpunkte. Mehrere Menschen wurden verletzt, es kam außerdem zu Sachschäden. Vor wenigen Tagen noch waren die Huthi zudem auf dem besten Weg, Taiz einzukesseln. Die auf 1400 Metern Höhe in den Bergen gelegene, malerische Provinzhauptstadt mit ihrer eindrucksvollen Zitadelle und historischen Moscheen ist seit Jahren durch Frontlinien zerschnitten und die letzte Bastion, die die Huthi von einem Vormarsch auf die Hafenstadt Aden abhielt.
Berichten zufolge soll es im Zuge der Regierungsoffensive auch in Taiz an einigen Frontabschnitten zu Gegenangriffen auf Stellungen der Huthi gekommen sein. Vor allem aber kann die jemenitische Regierung darauf hoffen, dass das Engagement der mächtigen Unterstützer langfristig angelegt ist. Eine zentrale Rolle spielt Saudi-Arabien, das die Großoffensive mit massiver Luftunterstützung unterstützt und sein Engagement weiter ausweiten könnte. Das Königreich griff bereits 2015 an der Spitze einer arabischen Koalition in den Bürgerkrieg im Nachbarland ein, um die anerkannte jemenitische Regierung zu unterstützen, die von den
Huthi aus der Hauptstadt Sanaa vertrieben worden war.
Damals kam es schnell zu einer blutigen Pattsituation, die in einer verheerenden humanitären Krise in dem ohnehin schon ärmsten arabischen Staat gipfelte. Ein 2022 vereinbartes Waffenstillstandsabkommen hielt weitgehend stand – allerdings nur bis zu diesem Sommer, als die Huthi im Zuge ihrer Unterstützung für den Iran Raketen- und Drohnenangriffe auf saudische Schiffe und die Ölinfrastruktur durchführten.
Um eine erneute Pattsituation zu vermeiden, bemühte sich Saudi-Arabien in den vergangenen Wochen, eine möglichst breite internationale Unterstützung für ein Vorgehen gegen die Huthi zu organisieren. Am Montagabend meldeten Nachrichtenagenturen, dass Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei in Riad beschlossen haben, „Streitkräfte für den raschen Einsatz im Königreich bereitzustellen“. Nach den Huthi-Angriffen auf Ziele in Saudi-Arabien wolle man „die Sicherheit und territoriale Integrität des Königreichs“ gewährleisten. Grundlage dafür ist der im August von den drei Ländern unterzeichnete Verteidigungspakt von Mekka. Darin ist festgelegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle gilt.
Pakistan hat bereits im September vier Frachtflugzeuge mit Waffen an die Regierung des Jemen geschickt, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf pakistanische Regierungsbeamte berichtete. Die Lieferung beinhaltete dem nach Luftverteidigungssysteme, leichte Artillerie, Drohnen und Anti-Drohnen-Systeme. Darüber hinaus sind pakistanische Militärberater vor Ort und unterstützen gemeinsam mit ihren saudischen Kollegen die jemenitischen Truppen. Aus der Türkei sollen insbesondere Drohnen stammen, die Aufklärung übernehmen, aber auch in Kampfhandlungen eingreifen können.
„Der Mekka-Pakt hat eine neue Realität geschaffen, mit der die Huthi und Teheran nicht gerechnet haben“, schreibt die Nahost-Analystin Fatima al-Srar bei X. Nun sei offen, ob die Miliz ihren Druck auf Taiz und die Küste aufrechterhalten könne, während sie zugleich Saudi-Arabien angreife und die von ihr kontrollierten Gebiete verteidige. Und auch aus Europa kommt Hilfe. Frankreich schickt Soldaten und Luftabwehr nach Saudi-Arabien, die das Ölterminal Yanbu am Roten Meer schützen sollen. Großbritannien entsendet Militärberater an den Golf und tankt saudische Kampfflugzeuge in der Luft auf. Auch in Deutschland hat Riad militärische Hilfe angefragt – bisher vergeblich.
Aus den USA, die angesichts des Kriegs mit dem Iran das größte Interesse an einer Niederlage der Huthi haben dürften, fließen nachrichtendienstliche Informationen zur Unterstützung der Militärooperationen. Ein Vertreter aus der Region und ein US-Vertreter sagten gegenüber der Nachrichtenagentur, die USA unterstützten Saudi-Arabien bei dessen laufendem Vorgehen gegen die Huthi. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag, es sei zu erwarten gewesen, dass die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung zurückschlagen werde, um Gebiete zurückzuerobern. Auf die Frage, ob die Koalition die Aktion mit den USA abgestimmt habe, sagte Rubio, Saudi-Arabien und die USA hätten ein Verteidigungsabkommen, wollte aber keine weiteren Einzelheiten nennen. „Sie haben das Recht, sich zu verteidigen“, so Rubio.
Bemerkenswert ist auch, dass Riad und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihre Differenzen über die Zukunft des Jemen offenbar vorerst beiseitegeschoben haben, um eine möglichst breite Unterstützung für die Gegenoffensive gegen die Huthi zu bilden. Abu Dhabi unterstützt eigentlich die separatistische Südbewegung STC, die einen unabhängigen Staat im Südjemen anstrebt. Doch angesichts des Vormarschs der Huthis scheinen beide Länder ihre gegensätzlichen Interessen vorerst zurückzustellen. Die Annäherung erfolgte offenbar im Zuge eines Besuchs von VAE-Vizepräsident Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan Ende September in Riad. Inzwischen beteiligen sich auch Truppen des STC an den Kämpfen gegen die Huthi. Für die Regierung in Aden eröffnet sich damit die seltene Chance, die Huthi mit einem weitgehend geeinten Bündnis herauszufordern.
柏林的左翼党(Linkspartei)是否应该出任执政市长?支持的理由是,他们以 25.7% 的得票率遥遥领先,获得了最多的选票。反对的理由是,仅凭 25.7% 的得票率,他们显然没有代表柏林人的大多数。近 75% 的柏林人投票反对左翼党。因此,这个问题无法通过算术来解决。
这是一个政治问题:绿党和社会民主党应该与基民盟(CDU)组建联合政府,还是与左翼党组建?一些中右翼人士认为,柏林人必须亲身体会“红-绿-红”组合是如何毁掉这座城市的。例如,左翼党所要求的将大型住房公司国有化,将如何进一步破坏本已崩溃的住房市场,从而让他们最终明白社会主义是行不通的。毕竟,他们在几年前的一次全民公投中,大多数人都支持征收。那就让他们自己承担后果,尝尝自己酿成的苦果吧。
这个论点很有吸引力,但它是错误的。政治以及具有政治责任感的公共舆论的任务,是在大多数人走错路时,依然能够指出最佳——或者说最不糟糕——的替代方案。是的,恰恰是在那时。在德国处于“欢迎难民!”的狂热之中时,没有任何右翼人士会说:“就让边境敞开吧,他们迟早会看到这样做的后果!”顺便说一句,人们并不一定会因为遭受损失而变得聪明。例如,大多数英国人后悔退出欧盟,但这并没有妨碍他们为民粹主义者奈杰尔·法拉奇(Nigel Farage)欢呼,而法拉奇比任何人都更致力于推动英国通过全民投票决定离开欧盟。在柏林

艾伦·波塞纳(ALAN POSENER)
比在德国任何其他城市都更应该知道社会主义行不通。然而,大多数柏林人仍然支持用社会主义方案来解决住房危机。
正如卡尔·波普尔(Karl Popper)所言:民主制度之所以优秀,并不是因为它能让最能干的人就职,也不是因为大多数人总是正确的。它之所以优秀,是因为它允许在没有暴力的情况下更换领导人员及其理念。因此,那种认为如果得票最高的政党不能出任政府首脑,就会动摇对民主信任的论点也是错误的。这个论点虽然并非浅显,因此一些总统制国家——想想目前的巴西或我们的邻国法国——采取了一种让两名最成功的候选人进入第二轮投票的制度。这增强了获胜者的个人和政治权威。
但在议会选举中,政党的任务是从选举结果中寻求最佳方案;而不是自动地让得票最多的政党组建政府。如果有人因为这个制度而失去对民主的信心,那么他可能还没有深入思考过民主。顺便说一句,任何人都可以主张采用另一种选举制度。但波普尔的告诫至关重要,即不要过分看重选民波动不定的判断。这位哲学家谈到了
“宽容悖论”。民主制度并不被迫去宽容、甚至允许那些本身不宽容的人执政。如果有人想要废除部分国民的基本权利,那么即使他们能聚集起大多数选民的支持,也没有权利这样做。
因此,多数派既不能决定将那些出身外国、令其反感的公民进行“重新移民”(Remigration),也不能轻易决定没收那些令其反感的房主的财产。如果因此导致一些公民因为自己的愿望未能实现而失去对民主的信心,那么——考虑到我们学校的现状,这一点并不令人惊讶——他们对民主的理解就是:民主意味着每个人都能得到他想要的。它还意味着,多数派总能得到他们想要的。但在柏林,多数派想要由左翼党(Linkspartei)执政。为什么他们应该得到这个结果?
因为正如《世界报》(WELT)中所论证的那样,这样一来,联盟党(Union)针对 AfD 的“防火墙”也将失效。如果社民党(SPD)和绿党在柏林与左翼党共同执政——那么联盟党为什么还要继续矜持,而不与 AfD 组建联盟?因此,为了让联盟党能问心无愧地在萨克森-安哈尔特州或图林根州——甚至可能在联邦层面——与 AfD 合作或组建联盟,柏林人应该由一名直到一年前还属于左翼极端组织“红色援助”(Roten Hilfe)、想要进行大规模没收、在资金和行动上削弱警察,且——最重要的是——能够从政治、组织和人员方面应对其党内强烈的反犹主义和反以色列倾向的女性来领导。
如果反犹主义被视为左翼党的一种可以原谅的罪过,为了所谓的更高利益——即联盟党与一个想要摧毁它的政党合作——而可以被忽视或接受,那么政治和政治新闻业就完全失去了道德底线。这是第一点。
另一方面,这个论点反过来也成立:如果绿党和社会民主党实际上被保守派要求将左翼党内的反犹主义视为排除在联盟之外的理由,那么这些保守派也表明,他们认为反犹主义如此严重,并将 AfD 内部潜在的反犹主义视为接管政府的障碍。
虽然目前联邦领导层在艰难地压制这一点,但在未来几年,这无疑会表现得更加公开。要求进行“180 度记忆政治转向”的呼声已经出现,同样还有对深陷纳粹罪行之中的国防军“功绩”的赞美,对国家社会主义词组和口号的心照不宣的使用,以及对犹太出资人乔治·索罗斯及其据称资助的“全球主义者”的批评。此外,与纳粹批评无缝衔接的对包豪斯(Bauhaus)的批评也是一个警告信号。
反犹主义即便在某种形式上获得了多数人的支持,也是可以接受的,甚至恰恰在此时才可接受。因此,“防患于未然”意味着:一个在其内部容忍反犹主义和反犹分子的左翼党,绝不能统治德国的首都。
评论
Die einstmals stolze Arbeiterpartei ist nicht einmal mehr der Schatten ihrer selbst. Die Funktionäre wollen nicht verstehen, dass ihre Wählerverachtung die AfD so stark gemacht hat
LEITARTIKEL
D ie deutschen Sozialdemokraten verscherbeln ihr historisches Tafelsilber – mit großem Pathos, aber mit Akteuren, die erkennbar an der charakterlichen Größe ihrer Vorgänger scheitern.
Der anmaßende Marsch der Sozialdemokraten vom Brandenburger Tor zum Bebelplatz nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten, das hohle Pathos der Reden, die Gesten und das Singen der Nationalhymne wirkten wie eine Sat.1-Version von Guido Knopps Geschichtsunterricht für den deutschen Michel.
Die Sozialdemokraten haben noch immer nicht verstanden, dass ihre Verachtung der Anliegen der Wähler in der politischen Mitte die AfD so stark gemacht hat. Die SPD hat sehenden Auges die AfD als neue Arbeiterpartei zugelassen. Mithilfe weltfremder Gewerkschaften machten die SPD-Funktionäre aus einer Arbeiter- und Aufsteigerpartei mit Werten und Haltung, mit Stolz und Ambition eine fundamentalistische Zeitgeistbude, in der Studienabbrecher und Technokratie-Lehrlinge ihre LinkedIn-Floskeln mit politischem Programm verwechseln. Die Krönung ist dann, dass sich der linksradikale Juso-Chef ausgerechnet am 7. Oktober von einem Besuch von Nachwuchspolitikern in Israel distanziert.
Sozialdemokraten standen im 20. Jahrhundert für Sternstunden der politischen Kultur. Die letzte Rede von Otto Wels im Reichstag, Willy Brandts Kniefall in Warschau, Helmut Schmidts Unbeugsamkeit gegenüber RAF und Friedensbewegung, Gerhard Schröders wagemutige Sozialreformen: Sie markieren die historischen Fußstapfen einer Partei, die aktuell ohne einen einzigen charismatischen oder visionären Kopf auskommt. Die Sozialdemokratie ist nicht einmal mehr der Schatten ihrer selbst, sondern nur noch eine Karikatur. Sie hat sich aufgegeben und spielt die eigene Geschichte als Farce nach. Weder hat sie Denker wie Peter Glotz noch Macher wie Otto Schily oder Wolfgang Clement. Sie ist eine anämisch leidenschaftslose Quasselpartei geworden, die an den Herausforderungen unserer Zeit zerbricht. Und an der fehlenden Fähigkeit, den Rest der Gesellschaft zu begeistern.
Die AfD wird nicht gewählt, weil die Leute begeistert davon sind, besonders rechte Politiker in politischen Ämtern zu sehen. Sie wird gewählt, weil das Establishment der demokratischen Mitte jeden Tag seine Ziele verfehlt. Die Akteure dieser sogenannten Mitte verdrängen, wie schlecht sie Politik betreiben. Nicht die Wähler haben die Mitte verlassen, sondern die angebliche Mitte hat die Wähler verlassen: Das ist das eigentliche Problem. Es zeigt sich auch darin, dass SPD und Grüne gerade heimlich mit Linksradikalen an einer Regierung basteln.
Nun stellt die AfD nicht nur einen Landtagspräsidenten, sondern auch den Land-
ULF POSCHARDT
tagsvizepräsidenten von Sachsen-Anhalt. Der maue Protest zeigt, wie sehr sich die antifaschistische Rhetorik totgelaufen hat. Zwanzig Jahre lang haben linke Parteien und der vorpolitische Raum, Kirchen und Medien fast alles rechts der Merkel-CDU als Nazi bezeichnet. Die „Demos gegen Rechts“ waren bewusst keine Demos gegen Rechtsaußen, sie wollten auch die bürgerliche Mitte als protofaschistisch denunzieren. Diese Differenz hat man eingeebnet und so die politischen Begriffe zerstört.

Bei einigen Protestbildern fragt man sich: Ist das KI oder echt? Man sieht Pistorius die Nationalhymne singen, aber das passt nicht zum rot-rot-grünen Sound der vergangenen Jahre, wo Jusos und grüne Jugend jede schwarz-rot-goldene Fahne als naziverdächtig geißelten. Die Jugendorganisationen bei Rot und Grün waren antideutsche Kampfgeschwader. Aber wenn man das Nationale systematisch verächtlich macht, kann man nicht plötzlich umschalten und erklären: Jetzt singen wir die Hymne und schwenken die Flagge. Wenn selbst die Grünen den Patriotismus für sich entdecken, wirkt das lächerlich. Vor wenigen Tagen, am 3. Oktober, hingen zum Tag der Deutschen Einheit so gut wie nirgendwo Deutschlandfahnen. Wer lügt, muss einfach besser lügen. So wird das nichts.
Pistorius ist intelligent. Lars Klingbeil auch. Das ist das Interessante: Dumme Menschen machen dumme Sachen, weil sie dumm sind. Doch Forrest Gumps Mama war philosophischer: „Dumm ist der, der Dummes tut.“ Wenn intelligente Menschen dummes Zeug machen, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas mit den Maßstäben nicht stimmt, an denen sie ihr Handeln ausrichten. Das aktuelle Beispiel: Die SPD spricht von Reformen, Lars Klingbeil hält bei Bertelsmann eine Reformrede – und will jetzt über 1000 neue Beamte einstellen, um zwei neue Steuern scharfzustellen. Seine Leute kapieren nicht, dass man nicht über Bürokratieabbau reden kann, während man das Gegenteil betreibt. Das ist der Grund, warum immer mehr Bürger die AfD wählen. Aber die Verantwortlichen begreifen nicht, was es mit den Leuten macht, wenn man sagt: Wir brauchen Reformen, der Staat muss schlanker werden – und dann neue Steuern erfindet und Tausende neue Beamtenstellen schafft.
Daran ändert auch hohles Pathos nichts. Es ist nicht 1933. Es ist 2026. Und die SPD schafft es an keinem einzigen Tag, nichts zu tun, das dazu führt, dass noch mehr Leute sagen: Wir haben die Schnauze voll, wir wählen jetzt eine andere Partei. Egal, wie freakig Teile des Programms und des Personals sein mögen. Auch viele Medien nehmen jetzt wieder ihre große antifaschistische Kampfhaltung ein. Es sind dieselben Medien, die über Jahre Gender-Bullshit, Trans-Bullshit, Kommunismus-Bullshit und den Bullshit vom toxischen weißen Mann verbreitet haben. Sie haben auf den normalen, spießigen, heterosexuellen Golf-Diesel-fahrenden Nichtakademiker mit Wampe gespuckt, der ab und an einen Spruch heraushaut, der nicht ganz korrekt ist.
Diese Menschen waren früher die Kernwähler der SPD. Die Partei hat sie verloren. Die Antifa-Rhetorik aus der Retorte wird sie nicht zurückholen. Das schafft nur harte, klare Realpolitik: Eine Bierdeckel-Steuerreform und eine konsequente Abschiebung all derjenigen, die hier nichts verloren haben. Und, wie JU-Chef Johannes Winkel zu Recht anmahnt, auch die Gerechtigkeitsfrage muss neu gestellt werden: Warum bekommen Leute, die nichts eingezahlt haben, genau so viel Bürgergeld wie jene, die Jahrzehnte eingezahlt haben? Liebe Sozis: It’s the economy, stupids!
ESSAY
阿克塞尔·博亚诺夫斯基 (AXEL BOJANOWSKI)

象征着政治与环境游说之间人员流动的“绿色旋转门”再次转动:根据多家媒体一致报道,联邦环境部国务秘书约亨·弗拉斯巴特 (Jochen Flasbarth, SPD) 将加入资金雄厚的气候基金会“欧洲气候基金会”(European Climate Foundation)。弗拉斯巴特的变动引发了令人不安的质疑,但这似乎是顺理成章的。
在 90 年代,他担任 Nabu(德国自然保护联盟)主席期间,将这个此前温和的自然保护协会转变为一个政治游说团体,这显然使他在 2003 年获得了联邦环境部 (UBA) 部门主管的资格,并于 2009 年升任联邦环境局局长。能源转型、弃核、禁止水力压裂以及基因工程暂停令,弗拉斯巴特的计划在关键点上均得以实现。
2013 年,他以公务员国务秘书的身份回到联邦环境部。值得肯定的是,1,5 度的目标被写入了《巴黎气候协定》。在 2015 年的巴黎会议上,弗拉斯巴特在未经协调的情况下推动了这一目标,正如他自豪地讲述的那样:他简单地打发掉了来自总理府询问此举意图的电话,称在会议上大家就是这么说“1,5 度”的——该协定最终形成了既定事实。
弗拉斯巴特最强大的力量在于他对游说者和记者的影响力。他与许多人关系亲近,环境激进主义的线索在他这里汇聚。他在气候会议上的新闻发布会就像是某种召唤仪式,充满了高度的一致性。然而,任何离经叛道的人都会感受到弗拉斯巴特的强硬。在他领导下,联邦环境局将持批评态度的记者钉在耻辱柱上,在一部手册中将他们贴上“气候怀疑论者”和“散布质疑”的标签,这甚至让《时代周刊》(Die Zeit)联想到了乔治·奥威尔小说《1984》中的“真理部”。
他的手段使弗拉斯巴特现在成为了“欧洲气候基金会”(ECF)的理想负责人,该基金会同样以二元论的强硬态度塑造着关于气候变化和能源转型的公共讨论。ECF 最近的年度预算为 2.58 亿欧元,资助了数十家非政府组织、“事实核查”媒体、智库和研究所,旨在推动风能和太阳能的扩张,以实现 1,5 度的目标。培训气候记者的牛津气候新闻网络 (Oxford Climate Journalism Network) 也将 USA 列为出资方。
他的手段
使弗拉斯巴特现在
成为了“欧洲气候
基金会”()
的理想负责人
的资金主要来自美国的大型基金会,这也引发了质疑。因为其游说活动主要向欧盟施压,例如要求对欧洲汽车制造商实施更严格的 $\text{CO}_2$ 规定,而美国公司尤其从中获益。 USA 还主张提高 $\text{CO}_2$ 价格,并导致欧洲的能源价格显著高于美国。这并非阴谋,而是其专注于欧洲的必然结果。
更成问题的是,联邦环境部与 USA 之间还存在资金往来。此外,他还带来了关于政府运作的制度性知识。通过弗拉斯巴特, USA 获得了一名深谙相关部门内部流程的人员,而这些部门正是 USA 试图影响其决策的对象。 USA 共同创立了亲政府的能源转型智库“Agora Energiewende”,这进一步证明:弗拉斯巴特改变了职位,但他的影响力圈子没有变。随着他的变动,国家气候政策与其支持者的私人资助之间,在令人担忧的程度上紧密结合在了一起。
Soll die Linkspartei in Berlin die Regierende Bürgermeisterin stellen? Dafür spricht, dass sie mit 25,7 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen bekommen hat. Dagegen spricht, dass sie mit bloß 25,7 Prozent offensichtlich nicht die Mehrheit der Berliner vertritt. Fast 75 Prozent der Berliner haben gegen die Linkspartei gestimmt. Mit Arithmetik kommt man also der Frage nicht bei.
Die Frage ist eine politische: Sollen Grüne und Sozialdemokraten mit der CDU koalieren oder mit der Linkspartei? Manche Leute auch rechts der Mitte meinen, die Berliner müssten am eigenen Leib erleben, wie Rot-Grün-Rot die Stadt herunterwirtschaftet. Wie insbesondere die von der Linkspartei geforderte Verstaatlichung großer Wohnungskonzerne den ohnehin zerrütteten Wohnungsmarkt weiter zerrüttet, um endlich zu begreifen, dass der Sozialismus nicht funktioniert. Schließlich hätten sie sich vor Jahren in einem Volksentscheid mehrheitlich für die Enteignung ausgesprochen. Sollen sie doch die Suppe auslöffeln, die sie sich eingebrockt haben.
Das Argument hat Charme, geht aber fehl. Aufgabe der Politik und einer politisch verantwortlichen Publizistik ist es, auch dann die bestmögliche – oder die am wenigsten schlimme – Alternative aufzuzeigen, wenn die Mehrheit irregeht. Ja, gerade dann. Niemand auf der Rechten sagte mitten in der deutschen „Refugees welcome!“-Euphorie: „Sollen die Grenzen doch offenbleiben. Sie werden schon sehen, was sie davon haben!“ Übrigens ist es eben nicht so, dass die Menschen unbedingt durch Schaden klüger werden. Die Briten etwa bereuen mehrheitlich den Austritt aus der Europäischen Union. Das hindert sie nicht daran, dem Populisten Nigel Farage zuzujubeln, der mehr als irgendein anderer dafür gesorgt hat, dass die Briten per Volksabstimmung beschlossen, die EU zu verlassen. In Berlin

ALAN POSENER
mehr als in irgendeiner anderen deutschen Stadt müsste man wissen, dass der Sozialismus nicht funktioniert. Und doch befürwortet eine Mehrheit der Berliner eine sozialistische Lösung der Wohnungskrise.
Wie Karl Popper sagte: Die Demokratie ist nicht gut, weil sie die fähigsten Menschen ins Amt bringt, oder weil die Mehrheit immer Recht hat. Sie ist deshalb gut, weil sie einen Austausch des leitenden Personals und ihrer Ideen ohne Gewalt ermöglicht. Deshalb geht auch das Argument fehl, das Vertrauen in die Demokratie werde erschüttert, wenn die Gewinnerpartei nicht auch die Regierungschefin stelle. Das Argument ist zwar nicht trivial, deshalb sehen manche Präsidialsysteme – man denke an das aktuelle Beispiel Brasilien oder an unseren Nachbarn Frankreich – ein System vor, bei dem die zwei erfolgreichsten Kandidaten in eine Stichwahl gehen. Das erhöht die persönliche und politische Autorität des Gewinners.
Bei einer Parlamentswahl aber haben die Parteien die Aufgabe, aus dem Wahlergebnis das Beste zu machen; nicht automatisch der Partei mit den meisten Stimmen die Bildung einer Regierung zu ermöglichen. Wer wegen dieses Systems das Vertrauen in die Demokratie verliert, hat vermutlich nicht lange über die Demokratie nachgedacht. Übrigens bleibt es jedem unbenommen, für ein anderes Wahlsystem zu plädieren. Aber Poppers Mahnung, dem schwankenden Urteil des Wahlvolks nicht zu viel Bedeutung beizumessen, ist wichtig. Der Philosoph sprach vom
„Paradoxon der Toleranz“. Die Demokratie ist nicht gezwungen, jene zu tolerieren oder gar regieren zu lassen, die selbst intolerant sind. Wer für Teile des Volks die Grundrechte außer Kraft setzen will, hat auch dann nicht das Recht, das zu tun, wenn sie dafür eine Mehrheit der Wähler hinter sich vereinen kann.
Die Mehrheit kann also weder die „Remigration“ ihr unangenehmer Staatsbürger ausländischer Herkunft noch ohne Weiteres die Enteignung ihr unangenehmer Wohnungsbesitzer beschließen. Wenn dadurch einige Bürger das Vertrauen in die Demokratie verlieren, weil ihre Wünsche nicht zum Zug gekommen sind, dann haben sie, was bei dem Zustand unserer Schulen nicht verwundert, die Demokratie nicht verstanden. Sie bedeutet eben nicht, dass jeder das bekommt, was er will. Sie bedeutet, auch nicht, dass die Mehrheit immer bekommt, was sie will. Aber in Berlin will die Mehrheit nicht einmal von der Linkspartei regiert werden. Warum sollte sie das bekommen?
Weil, so wurde auch in WELT argumentiert, damit auch die „Brandmauer“ der Union zur AfD hinfällig wäre. Wenn die SPD und die Grünen mit der Linkspartei in Berlin regieren – warum soll sich die Union weiter zieren, mit der AfD zu koalieren? Damit also die Union guten Gewissens in Sachsen-Anhalt oder Thüringen – vielleicht sogar im Bund – mit der AfD zusammenarbeiten oder koalieren kann, sollten sich die Berliner von einer Frau regieren lassen, die bis vor einem Jahr einer linksextremistischen Organisation angehörte, der „Roten Hilfe“, die großflächige Enteignungen vornehmen, die Polizei finanziell und operativ schwächen will und – vor allem – die es nicht schafft, den starken antisemitischen und israelfeindlichen Tendenzen ihrer Partei politisch, organisatorisch und personell entgegenzutreten.
Wenn der Antisemitismus der Linkspartei als lässliche Sünde angesehen wird, die im Interesse eines angeblich höheren Guts – der Zusammenarbeit der Union mit der Partei, die sie zerstören will – zu vernachlässigen oder doch hinzunehmen ist, dann haben die Politik und der politische Journalismus jede moralische Bodenhaftung verloren. Das zum einen.
Und zum anderen wird umgekehrt aus diesem Argument ein Schuh: Wenn Grüne und Sozialdemokraten von Konservativen faktisch aufgefordert werden, den Antisemitismus in der Linkspartei nicht als Ausschlussgrund einer Koalition zu betrachten, geben jene Konservativen auch zu erkennen, dass sie den Antisemitismus nicht so schlimm finden und den latenten Antisemitismus in der AfD nicht als Hinderungsgrund einer Regierungsübernahme ansehen würden.
Der wird von der Bundesführung zurzeit zwar mühsam unterdrückt, wird sich aber zweifellos in den nächsten Jahren offener zeigen. Die Forderung nach einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ steht schon im Raum, ebenso wie die Würdigung der „Leistungen“ der tief in die NS-Verbrechen verstrickten Wehrmacht, die augenzwinkernde Verwendung nationalsozialistischer Phrasen und Parolen und die Kritik am jüdischen Finanzier George Soros und an den „Globalisten“, die er angeblich finanziere. Auch die Bauhaus-Kritik, die nahtlos an die Kritik durch die Nazis anschloss, war ein Warnzeichen.
Der Antisemitismus ist auch dann nicht, ja gerade dann nicht akzeptierbar, wenn er, in welcher Form auch immer, mehrheitsfähig wird. Wehret den Anfängen heißt darum: Eine Linkspartei, die in ihren Reihen Antisemitismus und Antisemiten duldet, darf Deutschlands Hauptstadt nicht regieren.
KOMMENTAR

Wiebke Jahn 与家人一起移民到了拉普兰。她解释了为什么德国人患有某种“布勒比综合征”(Bullerbü-Syndrom)


摄像机开始录制:Wiebke Jahn 坐在一个舒适的翼背椅上,她身后的窗外可以看到一座典型的红白相间的瑞典房屋。这位来自柏林的德国人现居住在萨普米(Sápmi,瑞典拉普兰),这是瑞典北部一个人口稀少的地区,也是萨米族少数民族的家园。2021年,这位教师与丈夫以及现在已经3个的孩子一起搬到了这里。这位38岁的女性在 Instagram 上以“Arctic for Beginners”之名分享她的日常生活。
KERSTIN ROTTMANN
《世界报》:Jahn 女士,根据民意调查,每两个德国人中就有一个能想象自己移民。您付诸了行动,现在生活在萨普米。那里气温可低至零下40度,而且每年经常有200个寒冷日——是什么吸引您去那里的?
WIEBKE JAHN:我的父母开过一家书店,我从小就读了很多书。比如关于南极和北极的探险故事,我觉得特别精彩。多年后当我们考虑移民时,我说:“既然要走,那我就想去真正的北方!”如果只听我的——我想我还会走得更北。但对我丈夫来说,那里已经是极限了。而且,关于寒冷……
《世界报》:是的?
JAHN:刚开始时,我们也持有大多数人对拉普兰的印象:人们认为这里总是黑暗且寒冷的。但这不对。我们这里有真正的极端天气:夏天有仲夏日,那时几乎没有真正的夜晚。而且这里也可以变得非常、非常热。在第一个夏天,我们曾遇到过42度的高温。我们完全爱上了这片纯净的自然景观,包括极光、雪山和珠母云,以及这里的野生动物——邻居里有驯鹿、熊、驼鹿和猞猁。
《世界报》:您在书中写道,除了更多的自然环境,您还希望拥有更多的自由和更好的工作与生活平衡。这实现了吗?
JAHN:是的,实现了。我们在这里生活得非常孤独并且可以随心所欲。当然,这里也有规则,但与德国相比,这里的生活感觉自由得多。至于工作与生活平衡:瑞典父母的情况明显比德国好。我们有非常好的全天候托育服务,时间从7点到17:30,并且有非常多针对家庭的服务。例如,我的所有孩子都学习乐器,而且音乐学校是免费的。不过,这也因为北瑞典在积极招揽新居民。在我们有朋友居住的斯德哥尔摩,情况就又不同了。但总体而言:在瑞典,家庭生活具有极高的社会价值。例如,如果因为孩子生病而必须留在家里,这并不可怕。这真的是一种完全不同的文化。
《世界报》:您和您的丈夫都是教师。德国最近再次获得了糟糕的 PISA 测试结果。瑞典在教育和职业方面做得更好一些吗?
MÜNCHNER VERLAGSGRUPPE (3)
雅恩:让我们感到惊讶的是:在这里,休息时间具有非常高的地位。这对我们德国人来说真的是个挑战!我的一位朋友最近开玩笑地总结道:“你知道,我早上开车去上班,总是第一个也是唯一一个准时到达的人。然后首先得喝半小时咖啡。接着我们工作一会儿,11点是下一次咖啡休息时间,我们再工作一会儿。然后是一个半小时的午餐时间,之后再工作一点,然后又是咖啡休息时间,我有时在想:‘我的时间都花到哪里去了。’”(笑)所以对于我们德国人来说,要摆脱我们那种严苛的工作模式确实并不简单。
但我觉得这里从小就采取不同的实践方式,这非常有趣。早在幼儿园和学校阶段,这些长休息时间就是其中的一部分,被固定地规划在日常生活中。这对人们产生了很大影响!现在我认为:德国完全可以从中借鉴一些。因为瑞典人即便如此,依然能兼顾生活与经济运作。人们照样去工作,照样赚钱。
《世界报》:目前德国的讨论氛围完全不同。比如联邦总理说,我们所有人的工作量都太少了——而您却提出了增加休息时间。更有甚者:您还写道,对于瑞典人来说,一份工作仅仅是一份工作,完全没有感情色彩。
雅恩:我的老板甚至就这个话题找过我。他说:“维布克,你工作实在太多了。少做一点吧,这样太过了!”我当时回答说:“但是这是我的工作,而且我热爱当一名教师。”起初我真的无法理解我那些瑞典同事的这种心态。尤其是在社会服务领域——人们在工作中投入了如此多的心血,而且这是理所应当的,比如在为孩子们付出时。但对于这里的同事来说,这依然“仅仅”是一份工作。他们真的会字面意义上的放下笔,然后直接回家。
《世界报》:老板给出建议时解释原因了吗?
雅恩:噢,给了。他说:“我们希望在接下来的20, 30年里让你作为教师留在这里,而不仅仅是五年。如果你继续这样下去,你无法在这个岗位上坚持太久。”在瑞典,职业倦怠以及心理健康等议题确实被高度重视。
《世界报》:您写道,德国人在瑞典不仅被视为简直是“工作狂”,还被认为好为人师且令人疲惫。
雅恩:确实如此。我们德国人为自己的高效、严谨和精准感到自豪,并且总是想要优化一切。但这里行不通。我认为这让许多德国移民感到困难。瑞典人虽然总是很有礼貌且友好,但当他们感到厌烦时,不会直接说出来。因此对于我们德国人来说很难理解:对方现在只是在客气吗?还是他实际上想用一种友好的方式告诉我:“现在请让我安静一会儿,你很烦人”?即使语言说得很好,也很难理解这些微妙的界限。而且我们德国人确实倾向于在任何地方都发表自己的见解。不过,我的老板在几年后的一次人事谈话中也说:“天哪,维布克,你能不能多贡献一些,你有这么好的想法而且效率这么高——实际上,我们的团队需要更多你这种德国风格。”
《世界报》:您注意到学校里的青少年有明显的从众压力:所有人的穿着和发型都差不多,而德国青少年则明显更加多元。这背后其实是一种社会图景,其中包含:不要出风头,不要显得特别,对吧?
JAHN:没错。因此德国游客在这里非常显眼。许多人开着色彩鲜艳的改装面包车,比如旧消防车之类。另一个极端则是梅赛德斯等品牌的大型昂贵房车。所以很多瑞典人会说:“哇,德国人显然很有钱!”甚至有瑞典朋友直接跟我提起过这件事。即便瑞典人有钱,他们也不会那样表现出来。大家都试图住在红色和白色相间的小房子里,开着同样的沃尔沃。这一点在细节中也能体现。瑞典人有一些特定的餐具套装或家居用品,价格非常非常昂贵。但对我这个德国人来说,它们看起来总像宜家的产品,只不过是更精致的版本。你根本意识不到它很贵。
《世界报》:说到钱。你们两位都是教师,并且买了一套房子。但你们在文中坦诚地写道,资金总是紧张——这是为什么?
JAHN:生活成本很高。而且遗憾的是,教师在瑞典的薪水并不高。此外,这个职业的社会地位较低。如果我们两人都全职从事这项工作——目前我自己是自由职业——那么我们两人的共同收入才相当于德国一名教师的薪水。这当然也与德国的公务员制度有关。在瑞典,如果你是自由职业者或在成功的私企工作,收入会很高。比如宜家就是一个非常受欢迎的雇主。
《世界报》:但为什么教师职业的声誉这么差?
JAHN:人们的偏见是:教师就是陪孩子玩玩,经常放假,而且这些工作似乎并不重要。因此,现在有很多外籍劳动力从事这个职业,纯粹是因为很多瑞典人对此没兴趣。一位同事曾说过,考虑到大学学习所投入的时间,教师可能是瑞典薪水最低的工作。
《世界报》:我们还没聊到这个话题:您是怎么学习瑞典语的?
JAHN:很多瑞典人也说英语,所以起初勉强能应付。但并非所有人都会。我自己担任德语教师,但为了讲解内容,我确实必须掌握瑞典语。我们尝试自学,因为 2021 年新冠疫情期间,成人教育中心(Volkshochschulen)都关闭了。我们买了最传统的语言教科书。但在每一分钟空闲时间都要苦读瑞典语,这需要极强的自律。当然,每天听到这种语言会有帮助。我们总是告诉对话伙伴:“好吧,我们可能还会用英语回答你们,但请你们继续用瑞典语和我们交流。”
《世界报》:尽管如此,您在 Instagram 上还是警告人们,不要过于天真地看待移民这个话题。
JAHN:嗯,德国人对瑞典有一种根深蒂固的迷恋。人们将其称为“布勒比综合征”(Bullerbü-Syndrom)(笑)。我们完全痴迷于一个在现实中根本不存在的瑞典形象。瑞典是一个非常普通的国家,面临着与其他欧洲国家相同的普通问题。我举例来说,比如政治和医疗体系。在某个时刻,你脑海中完美的形象会与现实发生碰撞。再加上一种身为异乡人的感觉——即你无法简单地融入其中,必须艰苦地靠自己打拼——这一切可能会变得非常、非常累人。我认为,这正是许多人选择返回原籍的原因。
《世界报》:您个人也见过这样的案例吗?
雅恩:是的,我见过很多德国人在一两年后就回国了。他们要么是想家,要么是意识到瑞典并没有提供他们所期待的东西。因此我的建议是:减轻压力。当你开启这样一场冒险时,可以产生很多积极的结果。你会在其中成长,并获得那些没有人能夺走的东西。但遗憾的是,我们德国人总是将这种回归视为失败。我认为这是错误的!毕竟一个人敢于迈出这一步,而且当然,人们随时可以再次离开。我们不是树,而是自由的人,可以简单地尝试一些事情。
维布克·玛丽亚·雅恩:《暴风雪之日:我们在拉普兰的移民冒险——关于孩子、寒冷与极大勇气的故事》,MVG出版社,18欧元。
AXEL BOJANOWSKI

Erneut dreht sich die „grüne Drehtür“, die Wechsel zwischen Politik und Umweltlobbyismus symbolisiert: Jochen Flasbarth (SPD), Staatssekretär im Bundesumweltministerium, wechselt übereinstimmenden Medienberichten zufolge zur „European Climate Foundation“, einer vermögenden Klimastiftung. Flasbarths Wechsel wirft unangenehme Fragen auf, aber er scheint folgerichtig.
In den 90er-Jahren machte er als Präsident des Nabu den zuvor harmlosen Naturschutzverein zu einer politischen Lobbygruppe, was ihn 2003 offenbar zum Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium (UBA) qualifizierte und 2009 zum Präsidenten des Umwelt-bundesamtes aufsteigen ließ. Mit Energiewende, Atomausstieg, Fracking-Verbot und Gentechnik-Moratorium erfüllte sich Flasbarths Programm in wesentlichen Punkten.
2013 kehrte er als verbeamteter Staatssekretär ins Bundesumweltministerium zurück. Wesentlich ihm ist es anzurechnen, dass das 1,5-Grad-Ziel ins Pariser Klimaabkommen geschrieben wurde. Nicht abgestimmt trieb Flasbarth das Ziel auf der Pariser Konferenz 2015 voran, wie er stolz erzählte: Einen Anruf aus dem Kanzleramt mit der Frage, was das denn solle, habe er lapidar abgewimmelt: „1,5 Grad“ sage man halt so auf der Konferenz – das Abkommen schuf vollendete Tatsachen.
Flasbarths wichtigste Kraft ist sein Einfluss auf Lobbyisten und Journalisten. Mit vielen ist er per Du, bei ihm laufen die Fäden des Umweltaktivismus zusammen. Seine Pressekonferenzen auf Klimakonferenzen gleichen Beschwörungsritualen, geprägt von großer Einvernehmlichkeit. Wer jedoch ausschert, bekommt Flasbarths Härte zu spüren. Das Umweltbundesamt stellte unter seiner Leitung kritische Journalisten an den Pranger, die in einer Broschüre als „Klimaskeptiker“, die „Zweifel verbreiten“ gebrandmarkt wurden, was selbst die „Zeit“ an das „Ministerium für Wahrheit“ aus George Orwells Roman „1984“ erinnerte.
Seine Methoden machen Flasbarth nun zum idealen Chef der „European Climate Foundation“ (ECF), die den öffentlichen Diskurs um Klimawandel und Energiewende ebenfalls mit manichäischer Härte prägt. Mit ihrem Jahresbudget von zuletzt 258 Millionen Euro finanziert die ECF Dutzende NGOs, „Faktenchecker“-Medien, Denkfabriken und Institute, welche den Ausbau von Windkraft und Sonnenenergie vorantreiben sollen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Auch das Oxford Climate Journalism Network, das
”
SEINE METHODEN
MACHEN FLASBARTH NUN
ZUM IDEALEN CHEF DER
„EUROPEAN CLIMATE
FOUNDATION" (ECF)
Klimajournalisten ausbildet, nennt die ECF als Geldgeber.
Die Finanzierung der ECF, die großenteils von Großstiftungen aus den USA stammt, wirft ebenfalls Fragen auf. Denn ihr Lobbyismus setzt vor allem die EU unter Druck, zum Beispiel mit strengeren CO $_{2}$ -Vorgaben für Europas Autohersteller, wovon insbesondere US-Firmen profitierten. Die ECF warb auch für höhere CO $_{2}$ -Preise und trug dazu bei, dass Europas Energiepreise erheblich höher sind als die in den USA. Keine Verschwörung, aber Konsequenz der Europa-Fixierung.
Noch problematischer dürfte sein, dass auch zwischen dem Bundesumweltministerium und der ECF finanzielle Verbindungen bestehen. Er bringt zudem institutionelles Wissen über Regierungshandeln mit. Die ECF bekommt mit Flasbarth einen Mann, der die Prozesse jener Ministerien von innen kennt, auf deren Entscheidungen sie Einfluss nehmen will. Dass die ECF die regierungsnahe Energiewende-Denkfabrik „Agora Energiewende“ mitgegründet hat, verdeutlicht: Flasbarth ändert die Position, sein Einflusskreis bleibt. Mit seinem Wechsel rücken staatliche Klimapolitik und die private Finanzierung ihrer Fürsprecher bedenklich eng zusammen.
在针对一名联邦警察强奸 14 岁少女的判决中,法官认为存在多项减轻处罚的情节
“你们接下来的日子不会好过,”特劳恩施泰因地方法院 2. 青少年刑事法庭的主审法官对 55 岁的被告人说道。他刚刚宣布了对 Maja S. 的判决,该被告此前为男性,但目前在性别登记上为女性,目前仍就职于联邦警察局,尽管已被停职:因强奸一名当时 14 岁的女孩以及持有和传播儿童色情制品,被判处在男子监狱服刑三年零三个月。
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Wiebke Jahn ist mit ihrer Familie nach Lappland ausgewandert. Sie erklärt, warum Deutsche an einem „Bullerbü-Syndrom“ leiden


D ie Videokamera läuft: Wiebke Jahn sitzt in einem gemütlichen Ohrensessel, durch das Fenster hinter ihr ist ein typisch rot-weißes
Schwedenhaus zu sehen. Die aus Berlin stammende Deutsche lebt in Sápmi (Schwedisch-Lappland), einem dünn besiedelten Teil Nordschwedens, in dem auch die ethnische Minderheit der Samen ihr Zuhause hat. Im Jahr 2021 zog die Lehrerin mit ihrem Mann und den mittlerweile drei Kindern hierher. Unter dem Namen „Arctic for Beginners“ teilt die 38-Jährige bei Instagram ihren Alltag.
KERSTIN ROTTMANN
WELT: Frau Jahn, jeder zweite Deutsche kann sich laut Umfragen eine Auswanderung vorstellen. Sie haben es getan und leben nun in Sápmi. Dort kann es minus 40 Grad kalt werden, dazu oft 200 Kältetage im Jahr – was zog Sie dorthin?
WIEBKE JAHN: Meine Eltern hatten einen Buchladen, ich habe schon als Kind viel gelesen. Expeditionsgeschichten über die Antarktis und die Arktis etwa fand ich besonders spannend. Und als wir dann Jahre später übers Auswandern nachdachten, habe ich gesagt: „Also, wenn, dann will ich richtig in den Norden!“ Und wenn es nur nach mir gegangen wäre – ich glaube, ich wäre noch weiter hochgegangen. Aber für meinen Mann war das Maximum erreicht. Und ja, die Kälte ...
WELT: Ja?
JAHN: Zu Beginn hatten auch wir das Bild, das die meisten Menschen von Lappland haben: Man denkt, es ist hier immer nur dunkel und kalt. Aber das stimmt nicht. Wir haben echte Wetter-Extreme: Im Sommer gibt es die Mitt-sommer-Tage, in denen es nicht richtig Nacht wird. Und es kann hier auch sehr, sehr warm werden. Im ersten Sommer hatten wir mal 42 Grad. Wir haben uns total in diese unberührte Landschaft verliebt, mit ihren Polarlichtern, Schneeber-gen und Perlmuttwolken, und auch in die Tierwelt – mit Rentieren und Bären, Elchen und Luchsen in der Nachbarschaft.
WELT: Neben mehr Natur wollten Sie, so schreiben Sie in Ihrem Buch, auch mehr Freiheit und eine bessere Work-Life-Balance haben. Hat auch das geklappt?
JAHN: Ja, hat es. Wir leben hier sehr einsam (das Paar hat ein Haus in der Gemeinde Skellefteå gekauft, Anm.) und können machen, was wir wollen. Natürlich gibt es Regeln, aber im Vergleich zu Deutschland fühlt sich das Leben hier schon sehr viel freier an. Und was die Work-Life-Balance angeht: Die ist für schwedische Eltern deutlich besser als in Deutschland. Wir haben eine sehr gute Ganztagsbetreuung, von 7 bis 17:30 Uhr, und es gibt sehr viele Angebote für Familien. Beispielsweise spielen alle meine Kinder Instrumente und die Musikschule ist kostenlos. Das liegt allerdings auch daran, dass Nordschweden sehr um neue Einwohner wirbt. In Stockholm, wo Freunde von uns wohnen, sieht das schon wieder anders aus. Aber insgesamt gilt: In Schweden hat das Familienleben einen sehr hohen gesellschaftlichen Wert. Es ist zum Beispiel nicht schlimm, wenn man mal zu Hause bleiben muss, weil das Kind krank ist. Das ist wirklich eine ganz andere Kultur.
WELT: Sie und Ihr Mann sind Lehrer. Deutschland erhielt jüngst wieder
MÜNCHNER VERLAGSGRUPPE (3)
miserable Pisa-Ergebnisse. Macht Schweden in Ausbildung und Beruf etwas besser?
JAHN: Was uns überrascht hat: Hier haben Pausen einen sehr hohen Stellenwert. Damit hatten wir als Deutsche echt zu kämpfen! Ein Freund hat es jüngst mal scherzhaft so zusammengefasst: „Weißt du, ich fahre morgens zur Arbeit, und bin immer der Erste und Einzige, der pünktlich ist. Und dann wird erst mal eine halbe Stunde Kaffee getrunken. Dann arbeiten wir ein bisschen, um 11 Uhr ist die nächste Kaffeepause, wir arbeiten wieder ein wenig. Dann ist Mittagessen für anderthalb Stunden und dann wird noch mal etwas gearbeitet und dann ist wieder Kaffeepause und ich frage mich manchmal: „Was passiert da mit meiner Zeit.“ (lacht) Also für uns Deutsche ist es wirklich gar nicht so einfach, aus unseren strengen Arbeitsmustern herauszukommen.
Aber dass das hier von klein auf anders praktiziert wird, finde ich sehr spannend. Schon im Kindergarten und in der Schule gehören diese langen Pausen dazu, sie sind fest im Alltag eingeplant. Und das macht ganz viel mit den Menschen! Mittlerweile denke ich: Davon könnte sich Deutschland ruhig was abschneiden. Denn die Schweden schaffen ihr Leben und das Wirtschaften ja trotzdem. Die Leute gehen arbeiten und verdienen ihr Geld.
WELT: Der Diskurs in Deutschland ist aktuell ja ganz anders. Der Bundeskanzler etwa sagt, wir alle arbeiten viel zu wenig - und dann kommen Sie mit mehr Pausen. Mehr noch: Sie schreiben auch, für die Schweden sei ein Job einfach nur ein Job, total unsentimental.
JAHN: Mein Chef hat mich auf dieses Thema sogar angesprochen. Er hat gesagt: „Also Wiebke, du arbeitest einfach zu viel. Mach doch mal ein bisschen weniger, das ist zu viel!“ Da habe ich erst mal gesagt: „Naja, aber es ist doch mein Job und ich liebe es ja, Lehrerin zu sein.“ Ich habe diese Einstellung meiner schwedischen Kollegen zu Beginn echt nicht verstanden. Gerade im sozialen Bereich – da fließt doch so viel Herzblut in die Arbeit und das zu Recht, etwa, wenn man sich einsetzt für die Kinder. Aber für meine Kollegen hier ist es halt trotzdem „nur“ ein Job. Die lassen wirklich buchstäblich den Stift fallen und gehen einfach nach Hause.
WELT: Hat der Chef seinen Ratschlag begründet?
JAHN: Oh ja. Er sagte: „Wir wollen dich ja für die nächsten 20, 30 Jahre hier als Lehrerin haben, nicht nur für fünf Jahre. Und wenn du so weitermachst, dann wirst du diesen Job nicht lange machen können.“ Themen wie Burn-out und auch psychische Gesundheit werden in Schweden wirklich großgeschrieben.
WELT: Deutsche werden, so schreiben Sie, in Schweden nicht nur als regelrecht arbeitswütig, sondern auch als besserwisserisch und anstrengend wahrgenommen.
JAHN: So ist es. Wir Deutschen sind stolz auf unsere Effektivität, auf Genauigkeit und Präzision und wollen auch immer alles optimieren. Aber so funktioniert das hier nicht. Und ich glaube, das macht es für viele deutsche Einwanderer schwer. Die Schweden sind zwar immer nett und freundlich. Aber sie sagen es nicht direkt, wenn sie mal genervt sind. Für uns Deutsche ist es deshalb schwer zu verstehen: Meint es mein Gegenüber jetzt einfach nur nett? Oder will er mir eigentlich auf eine freundliche Art und Weise sagen: „Jetzt lass’ mich mal bitte in Ruhe, du nervst“? Diese feinen Grenzen versteht man nur schwer, selbst wenn man die Sprache gut spricht. Und wir Deutschen neigen ja auch dazu, gerne überall unseren Senf dazu zu geben. Allerdings hat mein Chef ein paar Jahre später in einem Personalgespräch auch gesagt: „Mensch Wiebke, kannst du nicht ein bisschen mehr einbringen, du hast so gute Ideen und bist auch so effektiv – eigentlich könnten wir mehr von deiner deutschen Art gebrauchen im Team.“
WELT: Ihnen fiel etwa der ausgeprägte Konformitätsdruck bei den Jugendlichen in der Schule auf: Alle kleiden und frisieren sich ähnlich, während die deutschen Jugendlichen deutlich bunter waren. Dahinter steht ja ein Gesellschaftsbild, das auch beinhaltet: nicht herausstechen, nicht besonders sein, oder?
JAHN: Genau. Deshalb fallen deutsche Urlauber hier richtig auf. Viele kommen in so farbenfrohen, umgebauten Bullis, alten Feuerwehrautos beispielsweise. Das andere Extrem sind große, teure Caravans von Marken wie Mercedes. Deshalb sagen viele Schweden: „Boah, die Deutschen, die haben offenbar viel Geld!“ Ich bin sogar schon von schwedischen Freunden drauf angesprochen worden. Selbst wenn die Schweden Geld haben, zeigen sie das nicht so. Alle versuchen, in ihren kleinen rot-weißen Häuschen zu wohnen und den gleichen Volvo zu fahren. Man merkt das auch an kleinen Dingen. Die Schweden haben bestimmte Geschirrsets oder auch Einrichtungsgegenstände, die sehr, sehr teuer sind. Für mich als Deutsche sehen die immer aus wie von Ikea, aber halt in schick. Da merkt man erst gar nicht, dass es teuer ist.
WELT: Apropos Geld. Sie sind beide Lehrer, und haben sich ein Haus gekauft. Dennoch, so schreiben Sie ehrlich, ist das Geld immer knapp – woran liegt es?
JAHN: Die Lebenshaltungskosten sind hoch. Und Lehrer werden in Schweden leider nicht besonders gut bezahlt. Hinzu kommt, dass der Beruf eher schlecht angesehen ist. Wenn wir beide darin Vollzeit arbeiten würden – aktuell bin ich gerade selbstständig –, dann würden wir gemeinsam das verdienen, was in Deutschland ein Lehrer bekommt. Das liegt natürlich auch am deutschen System der Verbeamtung. In Schweden verdient man gut, wenn man selbstständig ist oder bei einer erfolgreichen privaten Firma arbeitet. Ikea etwa ist ein sehr beliebter Arbeitgeber.
WELT: Aber wieso hat der Lehrerberuf denn so einen schlechten Ruf?
JAHN: Das Vorurteil ist: Man spielt da ein bisschen mit den Kindern, hat oft Ferien und irgendwie wichtig ist das alles auch nicht. Deshalb arbeiten mittlerweile sehr viele ausländische Arbeitskräfte in dem Beruf, einfach weil viele Schwedinnen und Schweden dazu keine Lust haben. Eine Kollegin hat mal gesagt, gemessen an der Zeit, die man fürs Studium aufbringt, ist es wohl der schlechtbezahlteste Job in Schweden, als Lehrer zu arbeiten.
WELT: Worüber wir noch gar nicht gesprochen haben: Wie haben Sie Schwedisch gelernt?
JAHN: Viele Schweden sprechen auch Englisch, sodass man zunächst irgendwie durchkommt. Aber eben nicht alle. Ich selbst arbeite als Deutschlehrerin, aber um die Inhalte zu erklären, muss ich tatsächlich auch Schwedisch können. Wir haben versucht, uns die Sprache selbst beizubringen, denn 2021, während der Coronapandemie, waren die Volkshochschulen geschlossen. Wir haben ganz klassisch Sprach-Lehrbücher gekauft. Aber es benötigte sehr viel Disziplin, in jeder freien Minute auch noch Schwedisch zu pauken. Natürlich hilft es, die Sprache jeden Tag zu hören. Und wir haben unseren Gesprächspartnern immer gesagt: „Okay, wir antworten euch vielleicht noch auf Englisch, aber bitte sprecht ihr weiter Schwedisch mit uns.“
WELT: Bei Instagram warnen Sie dennoch davor, das Thema Auswanderung zu blauäugig anzugehen.
JAHN: Nun, die Deutschen haben eine ausgeprägte Schwedenverliebtheit. Man sagt auch „Bullerbü-Syndrom“ dazu (lacht). Wir sind ganz vernarrt in ein Bild von Schweden, das es in der Realität so aber gar nicht gibt. Schweden ist ein ganz normales Land, mit ganz normalen Problemen, die andere europäische Länder auch haben. Ich nenne mal die Politik und das Gesundheitssystem als Beispiel. Irgendwann prallt dieses perfekte Bild, das man im Kopf hat, mit der Realität zusammen. In Kombination mit dem Gefühl des Fremdseins – dass man eben nicht einfach dazugehört und sich alles mühsam selbst erarbeiten muss – kann das alles sehr, sehr anstrengend werden. Und ich glaube, genau deshalb gehen viele Menschen auch wieder zurück.
WELT: Kennen Sie solche Fälle auch persönlich?
JAHN: Ja, ich habe viele Deutsche nach ein, zwei Jahren wieder gehen sehen. Sie hatten Heimweh oder haben gemerkt, dass Schweden doch nicht das bietet, was sie sich erhofft haben. Mein Rat lautet deshalb: Nehmt den Druck raus. Wenn man so ein Abenteuer angeht, dann kann viel Positives daraus entstehen. Man wächst daran und erreicht Dinge, die einem keiner mehr nehmen kann. Aber wir Deutschen sehen so eine Rückkehr leider immer als Scheitern an. Das finde ich falsch! Man hat sich doch getraut, diesen Schritt zu wagen, und natürlich kann man jederzeit auch wieder gehen. Wir sind ja keine Bäume, sondern freie Menschen und können Dinge einfach mal ausprobieren.
Wiebke Maria Jahn: Schneesturmtage: Unser Auswander-Abenteuer in Lappland mit Kindern, Kälte und ganz viel Mut, MVG Verlag, 18 Euro.
法官继续说道,他毫不怀疑“事实情况正如起诉书中所描述的那样”。起诉书中主要描述了两起事件。第一起是一条发给该女孩的 WhatsApp 消息。其中写道:“我现在极其渴望亲吻你,同时我的手伸进你的牛仔裤里。”随后描述的幻想变得在性方面非常露骨,其中还涉及男性生殖器的使用,并以“噢我的天,我竟然在工作时在想这些”结尾。
第二起事件则是将这一幻想在与该女孩的一次摩托车旅行中付诸实践。他们开车前往了慕尼黑-萨尔茨堡高速公路上的伊尔申贝格(Irschenberg)高速公路休息站的麦当劳。此时该女孩已 15 岁。两人先是进食。在继续出发前,女孩去了洗手间。“身高 1.84 米且身体条件明显占优的被告”随后跟在她身后,将她推入一个隔间,将其压在“洗手间隔间的墙壁”上,并“用膝盖顶开受害者的双腿”。
起诉书进一步写道:“被告在受害者试图挣脱并与被告拉开距离时,打开了受害者的牛仔裤。”安德烈亚斯·巴特施密德(Andreas Bartschmid)法官表示,“她”用“一根或两根手指经阴道”进入了女孩体内。
随后他描述了此案是如何启动的。最初是一家美国组织提供了线索,该组织在互联网上追踪儿童色情内容的传播。该组织向德国当局报案。负责巴伐利亚司法系统中儿童色情起诉核心工作的班贝格检察官办公室启动了程序。此外,被告当时的未婚妻也提出了报案。该女性在手机上发现了上述 WhatsApp 消息。至此,案件“开始运转”。
对于玛雅·S(Maja S.)与该女孩的关系是如何建立的,对于庭审观察员来说最终仍不明确。证据采集阶段主要在非公开状态下进行。起诉方和法官仅提到,女孩的母亲认识玛雅·S。
S 在罗森海姆(Rosenheim)某种程度上是当地名人,以联邦警察身份、一辆带有巨大野格(Jägermeister)标志的醒目橙色凯迪拉克以及跨性别女性身份而闻名。该女孩对此深感着迷。巴特施密德法官在口头判决理由中表示:“被告曾支持受害者,并在实际行动中为她提供建议和帮助。”辩护律师彼得·迪尔(Peter Dürr)在宣判前告知,已与该女孩达成了一项加害者-受害者补偿协议。根据协议,该女孩将获得 11,000 欧元。其中 5,000 欧元需立即支付。他表示自己直接与该女孩及其母亲进行了协商。随后他宣读了一份已准备好签署的草案,但该草案仍需获得母亲或监护人的同意。该女孩原本也可以获得玛雅·S 的摩托车。但巴特施密德法官后来转述称,她拒绝了,因为这会让她想起那次前往伊尔申贝格的致命之旅。
此外,迪尔律师表示,该女孩表达了感谢。她同意接受 11,000 欧元,并希望就剩余部分“申请 1,000 欧元的分期付款”。法官和律师还关注到了公众和媒体,迪尔律师提到了一篇《世界报》(WELT)的报道。其中玛雅·S 被简单地描述为“他”。其他媒体代表也采用了这一说法并进行了评论。但“受害者”告诉他这位辩护律师,她“绝不会用男性代词来称呼玛雅·S”,并且如果他能在媒体报道中更改这一点,她将“感到明显宽慰”。
巴特施米德法官也谈到了公众关注点以及性别认同问题。他表示,虽然经常听到“跨性别”这个词,但他本人从未遇到过此类案件。他强调,这对于判决没有影响,因为所有人都被平等对待。根据鉴定报告,玛雅 S. 的“性别转换”并非“恋物癖”,而是“被告人内在倾向的体现”。关于量刑,法官将其理由归结为玛雅 S. 已全面承认指控。此外,财务赔偿的提议也应被考虑在内。同时,以下因素起到了减轻处罚的作用:玛雅 S. 在男子监狱中遭受了“极其恶劣”的威胁和侮辱,以及“媒体的报道”,以及鉴于量刑结果而即将被解除的公务员关系。
关于对受害者的影响,法官表示,受害者虽然在“案发时立即感到了疼痛”,但“我们无法确定后续的犯罪后果”。现年 16 岁的受害者虽然陈述称自己患有“饮食失调”,但同时也“承认”这不一定是由该事件引起的。“她在案发前就已经接受心理治疗。”至于该行为在多大程度上加剧了症状,“我们无法确定”,无论如何,“并未超出此类行为所造成的正常程度”。
Beim Urteil gegen die Bundespolizistin wegen der Vergewaltigung einer 14-Jährigen sieht der Richter mehrere strafmildernde Umstände
Sie werden keine leichte Zeit vor sich haben“, sagt der Vorsitzende Richter der 2. Jugendstrafkammer des Landgerichts Traunstein an die 55-jährige angeklagte Person gewandt. Da hat er gerade das Urteil gegen Maja S. verkündet, früher männlich, jetzt jedenfalls mit weiblichem Geschlechtseintrag, derzeit noch in Diensten der Bundespolizei, wenngleich suspendiert: drei Jahre und drei Monate Gefängnis im Männerknast für die Vergewaltigung eines damals 14 Jahre alten Mädchens und außerdem für Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie.
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《世界报》 / 2026年10月8日,星期四 / 第 9 页
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Er hege keine Zweifel, „dass sich der Sachverhalt so zugetragen hat wie in der Anklage beschrieben“, setzt der Richter fort. In der werden vor allem zwei Vorfälle beschrieben. Der erste besteht in einer WhatsApp-Nachricht an das Mädchen. „Ich habe gerade so übelst Lust, Dich zu küssen, Dir dabei mit meiner Hand in
Deine Jeans zu fassen“, heißt es darin. Die geschilderte Fantasie wird dann sexuell explizit, es geht darin auch um den Einsatz des männlichen Genitals und endet mit „Oh mein Gott, sowas denke ich gerade bei der Arbeit“.
Der zweite Vorfall besteht dann in der Umsetzung dieser Fantasie auf einer Motorradtour mit dem Mädchen. Sie seien zum McDonald's an der Autobahnraststätte Irschenberg an der Autobahn München – Salzburg gefahren. Das Mädchen war inzwischen 15 Jahre alt. Die beiden hätten zuerst gegessen. Vor der Weiterfahrt sei das Mädchen zur Toilette gegangen. „Die 1,84 Meter große und körperlich deutlich überlegene Angeschuldigte“ sei ihr gefolgt, habe sie in eine Kabine gedrängt, „gegen die Wand des Toilettenabteils“ gepresst und „mit einem Knie die Beine der Geschädigten“ auseinandergedrückt.
„Die Angeschuldigte öffnete die Jeans-hose der Geschädigten, während diese versuchte, sich zu befreien und Abstand zur Angeschuldigten zu gewinnen“, heißt es weiter in der Anklage. „Sie“ sei „mit einem oder zwei Fingern vaginal“ in das Mädchen eingedrungen, sagt Richter Andreas Bartschmid.
Er schildert dann, wie der Fall überhaupt ins Rollen kam. Zunächst habe es Hinweise einer US-Organisation gegeben, die im Internet die Verbreitung von Kinderpornografie verfolge. Die Organisation habe bei den deutschen Behörden Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Bamberg, in der bayerischen Justiz zentral für die Verfolgung von Kinderpornografie zuständig, habe ein Verfahren eingeleitet. Außerdem habe die damalige Verlobte der angeklagten Person Anzeige erstattet. Die Frau habe besagte WhatsApp-Nachricht auf dem Handy gefunden. Damit sei der Fall „ins Rollen gekommen“.
Wie die Beziehung zwischen Maja S. und dem Mädchen zustande kam, bleibt für Prozessbeobachter letztlich unklar. Die Beweisaufnahme wurde überwiegend ohne Öffentlichkeit verhandelt. Anklage und Richter sprachen nur davon, die Mutter des Mädchens habe Maja S. gekannt.
S. ist in Rosenheim eine Art Lokalprominenz, bekannt für die Kombination aus Bundespolizist, einem auffälligen orangefarbenen Cadillac mit großem Jägermeister-Logo und dem Status als Transfrau. Das Mädchen sei davon fasziniert gewesen. „Die Angeklagte hat die Geschädigte unterstützt und stand ihr mit Rat und Tat zur Verfügung“, so Richter Bartschmid in seiner mündlichen Urteilsbegründung. Verteidiger Peter Dürr teilt vor der Urteilsverkündung mit, dass mit dem Mädchen ein Täter-Opfer-Ausgleich ausgehandelt worden sei. Das Mädchen soll demnach 11.000 Euro erhalten. 5000 Euro seien sofort fällig. Er habe darüber selbst mit dem Mädchen und seiner Mutter verhandelt. Dann verliest er einen Entwurf, der unterschriftsreif sei, für den es aber noch das Einverständnis der Mutter oder des Vormunds brauche. Das Mädchen habe auch das Motorrad von Maja S. bekommen können. Das, so gibt es Richter Bartschmid später wieder, habe sie aber abgelehnt, weil es sie an die fatale Ausfahrt zum Irschenberg erinnere.
Ansonsten, so Anwalt Dürr, habe sich das Mädchen bedankt. Sie sei mit 11.000 Euro einverstanden und möchte für den Rest „eine Ratenzahlung von 1000 Euro anfragen“. Richter und Anwalt widmen sich auch der Öffentlichkeit und den Medien, Anwalt Dürr nennt auch einen WELT-Bericht. Darin sei Maja S. plakativ als „er“ umschrieben worden. Das hätten andere Medienvertreter übernommen und kommentiert. „Das Tatopfer“ habe ihm, dem Verteidiger, aber mitgeteilt, sie würde „Maja S. niemals mit männlichen Pronomen ansprechen“ und sie wäre „deutlich erleichtert, wenn Sie dies in der Presse ändern würden“.
Auch Richter Bartschmid geht auf die Öffentlichkeit und die Geschlechtsidentität ein. Von „Transgender“ höre man zwar immer wieder, aber er selbst habe so einen Fall noch nie erlebt. Für das Urteil spiele das keine Rolle, da würden alle Menschen gleich behandelt. Laut Gutachten sei die „Geschlechtsumwandlung“ bei Maja S. „kein Fetisch“, sondern „als innere Neigung in der Angeklagten angelegt“. Das Strafmaß begründet er damit, dass Maja S. die Vorwürfe in vollem Umfang gestanden habe. Zu berücksichtigen sei außerdem das Angebot der finanziellen Entschädigung. Strafmildernd wirke auch, dass Maja S. im Männergefängnis Bedrohungen und Beleidigungen „in übelster Weise“ ausgesetzt sei, ebenso „die Presseberichterstattung“ sowie die angesichts des Strafmaßes anstehende Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.
Zu den Folgen für das Opfer sagt der Richter, es habe zwar „Schmerzen unmittelbar bei der Tat“ verspürt, aber „spätere Tatfolgen konnten wir nicht feststellen“. Die inzwischen 16-Jährige habe zwar ausgesagt, dass sie unter „Essstörungen“ leide, aber zugleich „eingeräumt“, dass diese nicht auf die Vorfälle zurückgehen müssten. „Sie war auch schon vor den Taten in psychologischer Behandlung.“ Inwieweit die Tat die Beschwerden verstärkt habe, „haben wir nicht feststellen können“, jedenfalls „nicht über das normale Maß einer solchen Tat hinaus“.



07.10.(15:41 Uhr) | Kursin €< / > VeränderungVortag in %< / > Tief< / > 12 MonateVergleich< / > Hoch< / > Marktk.Mrd. €< / > Div.in €< / > Div.Rend.< / > KGV2026< / > | Adidas< / > 146,55< / > +1,0< / > 130,0< / > < / > 196,4< / > 26,38< / > 2,80< / > 1,91< / > 15,54< / >< / > Airbus SE< / > 187,46< / > -0,2< / > 157,5< / > < / > 221,3< / > 148,52< / > 3,20< / > 1,71< / > 25,93< / >< / > Allianz SE< / > 416,50< / > -1,0< / > 338,8< / > < / > 454,6< / > 158,44< / > 17,10< / > 4,11< / > 13,20< / >< / > BASF SE< / > 51,31< / > +0,5< / > 41,48< / > < / > 55,05< / > 45,80< / > 2,25< / > 4,39< / > 17,69< / >< / > Bayer< / > 43,90< / > -1,2< / > 25,78< / > < / > 53,92< / > 43,13< / > 0,11< / > 0,25< / > 10,33< / >< / > Beiersdorf< / > 77,26< / > +1,1< / > 67,08< / > < / > 110,2< / > 18,74< / > 1,00< / > 1,29< / > 16,94< / >< / > BMW St.< / > 53,44< / > -2,2< / > 52,36< / > < / > 97,92< / > 29,99< / > 4,40< / > 8,23< / > 8,56< / >< / > Brenntag SE< / > 61,28< / > +0,7< / > 43,72< / > < / > 66,86< / > 8,85< / > 1,90< / > 3,10< / > 17,46< / >< / > Commerzbank< / > 38,94< / > -2,7< / > 29,01< / > < / > 43,37< / > 42,09< / > 1,10< / > 2,82< / > 12,21< / >< / > Continental< / > 70,40< / > -0,8< / > 53,10< / > < / > 77,50< / > 14,08< / > 2,70< / > 3,84< / > 10,62< / >< / > Daimler Truck< / > 40,86< / > -0,1< / > 33,46< / > < / > 50,08< / > 31,28< / > 1,90< / > 4,65< / > 11,67< / >< / > DHL< / > 55,38< / > -1,4< / > 38,37< / > < / > 58,90< / > 63,69< / > 1,90< / > 3,43< / > 16,48< / >< / > Dt. Bank< / > 29,74< / > -5,3< / > 23,82< / > < / > 35,85< / > 56,82< / > 1,00< / > 3,36< / > 8,28< / >< / > Dt. Börse< / > 291,30< / > -1,4< / > 200,1< / > < / > 296,8< / > 54,27< / > 4,20< / > 1,44< / > 24,42< / >< / > Dt. Telekom< / > 26,86< / > +1,7< / > 23,53< / > < / > 34,36< / > 131,75< / > 1,00< / > 3,72< / > 11,73< / >< / > E.ON SE< / > 16,81< / > -1,9< / > 14,98< / > < / > 20,39< / > 44,39< / > 0,57< / > 3,39< / > 15,14< / >< / > Fres. M.C.< / > 40,33< / > +0,4< / > 34,57< / > < / > 47,86< / > 11,83< / > 1,49< / > 3,69< / > 9,31< / >< / > Fresenius SE< / > 43,62< / > -0,4< / > 35,11< / > < / > 52,96< / > 19,97< / > 1,05< / > 2,41< / > 11,98< / >< / > GEA Group< / > 68,25< / > -0,7< / > 53,45< / > < / > 69,00< / > 11,11< / > 1,30< / > 1,90< / > 19,90< / >< / > Hann. Rück SE< / > 261,00< / > +0,9< / > 223,4< / > < / > 281,2< / > 31,48< / > 12,50< / > 4,79< / > 11,39< / > |



INDIZES
| 股价 (€)< / > 较前日涨跌 (%)< / > 最低< / > 12个月对比< / > 最高< / > 市值 (10亿 €)< / > 股息 (€)< / > 股息率< / > KGV 2026< / > | 海德堡材料 (Heidelb. Mat.)< / > 143,25< / > -2,5< / > 137,2< / > ●< / > 241,8< / > 25,26< / > 3,60< / > 2,51< / > 11,03< / >< / > 汉高优先股 (Henkel Vz.)< / > 73,64< / > +0,4< / > 61,28< / > ●< / > 84,20< / > 13,12< / > 2,07< / > 2,81< / > 12,90< / >< / > 豪赫蒂夫 (Hochtief)< / > 405,40< / > -1,7< / > 242,4< / > ●< / > 554,0< / > 31,50< / > 6,60< / > 1,63< / > 30,53< / >< / > 英飞凌科技 (Infineon Tech.)< / > 60,88< / > -5,9< / > 31,27< / > ●< / > 88,83< / > 79,50< / > 0,35< / > 0,57< / > 37,35< / >< / > 梅赛德斯-奔驰 (Mercedes Benz)< / > 39,64< / > -2,6< / > 38,91< / > ●< / > 62,34< / > 38,16< / > 3,50< / > 8,83< / > 7,59< / >< / > 默克 (Merck)< / > 139,25< / > +0,2< / > 100,7< / > ●< / > 148,8< / > 18,00< / > 2,20< / > 1,58< / > 16,56< / >< / > MTU航空 (MTU Aero)< / > 354,70< / > -3,0< / > 265,2< / > ●< / > 404,8< / > 19,09< / > 3,60< / > 1,01< / > 18,11< / >< / > 慕尼黑再保险 (Münch. Rück)< / > 515,60< / > +0,7< / > 437,4< / > ●< / > 575,6< / > 67,36< / > 24,00< / > 4,65< / > 10,13< / >< / > 奇亚根 (Qiagen)< / > 40,44< / > -0,3< / > 27,56< / > ●< / > 47,60< / > 8,36< / > 0,31< / > 0,76< / > 18,72< / >< / > 莱茵金属 (Rheinmetall)< / > 935,10< / > -1,9< / > 900,2< / > ●< / > 1966,0< / > 43,02< / > 11,50< / > 1,23< / > 24,52< / >< / > RWE< / > 57,32< / > -1,8< / > 39,36< / > ●< / > 62,00< / > 44,71< / > 1,20< / > 2,09< / > 21,31< / >< / > SAP SE< / > 187,46< / > -0,6< / > 127,5< / > ●< / > 244,3< / > 230,30< / > 2,50< / > 1,33< / > 25,86< / >< / > Scout24 SE< / > 68,30< / > +1,1< / > 62,70< / > ●< / > 104,7< / > 4,92< / > 1,50< / > 2,20< / > 16,74< / >< / > 西门子 (Siemens)< / > 271,75< / > -2,6< / > 198,0< / > ●< / > 291,7< / > 217,40< / > 5,35< / > 1,97< / > 24,79< / >< / > 西门子能源 (Siemens En.)< / > 142,10< / > -3,6< / > 94,40< / > ●< / > 191,7< / > 122,36< / > 0,70< / > 0,49< / > 31,86< / >< / > 西门子医疗 (Siemens Heal.)< / > 38,34< / > +0,7< / > 32,81< / > ●< / > 49,71< / > 43,25< / > 1,00< / > 2,61< / > 16,67< / >< / > 德之馨 (Symrise)< / > 91,58< / > -0,2< / > 64,70< / > ●< / > 95,00< / > 12,80< / > 1,25< / > 1,36< / > 23,01< / >< / > Vonovia SE< / > 16,72< / > -1,8< / > 16,60< / > ●< / > 28,90< / > 14,18< / > 1,25< / > 7,48< / > 8,24< / >< / > 大众优先股 (VW Vz)< / > 69,92< / > +1,5< / > 67,02< / > ●< / > 109,2< / > 14,42< / > 5,26< / > 7,52< / > 3,48< / >< / > Zalando SE< / > 22,68< / > +1,3< / > 18,61< / > ●< / > 30,43< / > 5,99< / > -< / > 15,64< / > |
DIE WELT | DONNERSTAG, 8. OKTOBER 2026 | SEITE 9
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联邦政府已将去官僚化设定为目标。自其就任以来,企业、公民和行政部门的相关成本已减少约 135 亿欧元。
在现任联邦政府成员的几乎每一场演讲中,都不能缺少对进一步削减官僚作风的诉求。现在,负责此项工作的国家现代化部长卡斯滕·维尔德贝格尔(CDU)向内阁提交了一份关于这些任务的中期总结。他的官员在约 100 页的报告中详细列出了现代化项目的进展及其迄今为止取得的成果。
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INDIZES | Kurs in € | Veränderung Vortag in % | Tief | 12 Monate Vergleich | Hoch | Marktk. Mrd. € | Div. in € | Div. Rend. | KGV 2026 | Heidelb. Mat. | 143,25 | -2,5 | 137,2 | ● | 241,8 | 25,26 | 3,60 | 2,51 | 11,03 | Henkel Vz. | 73,64 | +0,4 | 61,28 | ● | 84,20 | 13,12 | 2,07 | 2,81 | 12,90 | Hochtief | 405,40 | -1,7 | 242,4 | ● | 554,0 | 31,50 | 6,60 | 1,63 | 30,53 | Infineon Tech. | 60,88 | -5,9 | 31,27 | ● | 88,83 | 79,50 | 0,35 | 0,57 | 37,35 | Mercedes Benz | 39,64 | -2,6 | 38,91 | ● | 62,34 | 38,16 | 3,50 | 8,83 | 7,59 | Merck | 139,25 | +0,2 | 100,7 | ● | 148,8 | 18,00 | 2,20 | 1,58 | 16,56 | MTU Aero | 354,70 | -3,0 | 265,2 | ● | 404,8 | 19,09 | 3,60 | 1,01 | 18,11 | Münch. Rück | 515,60 | +0,7 | 437,4 | ● | 575,6 | 67,36 | 24,00 | 4,65 | 10,13 | Qiagen | 40,44 | -0,3 | 27,56 | ● | 47,60 | 8,36 | 0,31 | 0,76 | 18,72 | Rheinmetall | 935,10 | -1,9 | 900,2 | ● | 1966,0 | 43,02 | 11,50 | 1,23 | 24,52 | RWE | 57,32 | -1,8 | 39,36 | ● | 62,00 | 44,71 | 1,20 | 2,09 | 21,31 | SAP SE | 187,46 | -0,6 | 127,5 | ● | 244,3 | 230,30 | 2,50 | 1,33 | 25,86 | Scout24 SE | 68,30 | +1,1 | 62,70 | ● | 104,7 | 4,92 | 1,50 | 2,20 | 16,74 | Siemens | 271,75 | -2,6 | 198,0 | ● | 291,7 | 217,40 | 5,35 | 1,97 | 24,79 | Siemens En. | 142,10 | -3,6 | 94,40 | ● | 191,7 | 122,36 | 0,70 | 0,49 | 31,86 | Siemens Heal. | 38,34 | +0,7 | 32,81 | ● | 49,71 | 43,25 | 1,00 | 2,61 | 16,67 | Symrise | 91,58 | -0,2 | 64,70 | ● | 95,00 | 12,80 | 1,25 | 1,36 | 23,01 | Vonovia SE | 16,72 | -1,8 | 16,60 | ● | 28,90 | 14,18 | 1,25 | 7,48 | 8,24 | VW Vz | 69,92 | +1,5 | 67,02 | ● | 109,2 | 14,42 | 5,26 | 7,52 | 3,48 | Zalando SE | 22,68 | +1,3 | 18,61 | ● | 30,43 | 5,99 | - | - | 15,64 | 
其中就包括削减官僚主义的阶段性总结:政府总共取消了由联邦法律产生的约 135 亿欧元的履行成本。在各部门的排名中,联邦经济部长卡特琳娜·赖歇(Katherina Reiche,CDU)和建设部长维蕾娜·胡贝尔茨(Verena Hubertz,SPD)领先,两人共同实现了 110 亿欧元的减负。由斯特芬·比尔格(Steffen Bilger,CDU)新任领导的交通部贡献了 10 亿欧元。
“我们正在使结果量化,尽管这对政治运作而言既有优势也有劣势,”维尔德贝格尔说道。许多项目已经实施或正在进行中,部分项目尚未启动。他接着加上了一句他的典型口头禅:“必须有更多措施出台,而且速度必须更快。”这份由联邦统计局计算的减负统计数据,涵盖了 6. Mai 2025 至 30. Juni 2026. 期间所有相关的联邦新法。其中,约 18 亿欧元的额外负担与 153 亿欧元的减负额相对比。
但维尔德贝格尔表示,这些数字仅反映了联邦政府现代化工作的一部分。例如,基础设施领域程序的加速节省了大量资金,因为人们不再需要等待三年才能获得许可。
然而,此类便利措施并未包含在减负计算中。总体而言,联邦政府计划在本届立法期结束前实现约 260 亿欧元的官僚主义削减规模。根据目前的评估,其中一半已经完成。

卡斯滕·维尔德贝格尔 (CDU),数字化与国家现代化
一年前,维尔德贝格尔及其部长同事们就联邦政府的“现代化议程”达成了一致。政府现在详细列出了这 103 项不同措施的实施状态:12 个项目已完成,80 个正在实施,11 个尚未开始。不过,部长指出,他的项目并不遵循通常的官僚逻辑。
以“快速创业”门户网站为例:该服务于 8 月在包括柏林在内的十个城市启动。创业者可以通过中央网站同时办理营业登记和新公司的税务登记。首批用户表示满意。在六周内共收到 41 份申请,其中 18 份来自曼海姆。该门户网站仍被列为“正在实施”,因为它将推广到更多城市并进一步开发。
维尔德贝格尔的官员目前正与其他部门的同事协商下一个重大改造项目:根据联合政府委员会 7 月初的决定,企业的报告和记录义务数量将大幅减少。为此将采用“举证责任倒置”——只有那些存在合理理由的义务才能保留。《报告减负法》的要点预计将于 12 月出台。尤其是在财政部,官员们的工作量很大。财政部长拉尔斯·克林拜尔(Lars Klingbeil,SPD)最近提到,仅其部门就产生了约 3000 项报告义务。该领域的彻底清理也将使企业受益。
6. Mai 2025 至 30. Juni 2026 期间,按部门划分的国家立法减负结算,单位:百万欧元
作为维尔德贝格尔数字化部的新任议会国务秘书—。
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Die Bundesregierung hat sich Entbürokratisierung als Ziel gesetzt. Seit ihrem Amtsantritt sind rund 13,5 Milliarden Euro der entsprechenden Kosten für Wirtschaft, Bürger und Verwaltung verschwunden
ie Forderung nach mehr Bürokratieabbau darf in praktisch keiner Rede eines Regierungsmitglieds der aktuellen Bundesregie-
rung fehlen. Jetzt bringt der zuständige Staatsmodernisierungsminister Karsten Wildberger (CDU) eine Zwischenbilanz dieser Aufgaben ins Kabinett. Auf rund 100 Seiten listen seine Beamten detailliert den Stand der Modernisierungsprojekte und ihrer bisherigen Ergebnisse auf.
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部门 | 负担< / > 减负< / > 差额< / > | 经济与能源< / > 961,6< / > 9377,6< / > -8416,0< / >< / > 住房、城市发展与建设< / > —< / > 2641,2< / > -2641,2< / >< / > 交通< / > 16,6< / > 1024,4< / > -1007,7< / >< / > 卫生< / > 7,3< / > 625,1< / > -617,8< / >< / > 内政< / > 483,4< / > 803,4< / > -319,9< / >< / > 数字化与国家现代化< / > 57,7< / > 290,6< / > -232,9< / >< / > 财政< / > 130,8< / > 269,1< / > -138,3< / >< / > 劳动与社会< / > 72,0< / > 165,1< / > -93,1< / >< / > 环境、气候保护、自然保护与核安全< / > 5,3< / > 44,8< / > -39,5< / >< / > 司法与消费者保护< / > 25,2< / > 60,4< / > -35,2< / >< / > 农业、食品与家园< / > 2,6< / > 29,9< / > -27,3< / >< / > 外交部< / > —< / > 1,0< / > -1,0< / >< / > 教育、家庭、老年人、妇女与青年< / > 1,1< / > 0,8< / > +0,4< / >< / > 文化与媒体< / > 1,4< / > 0,0< / > +1,3< / >< / > 联邦总理府< / > 6,3< / > 0,9< / > +5,4< / >< / > 国防< / > 96,8< / > 0,2< / > +96,6< / >< / > 总计< / > 1868,2< / > 15.334,4< / > -134.66,2< / > |
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Dazu zählt die Zwischenbilanz des Bürokratieabbaus: Rund 13,5 Milliarden Euro an Erfüllungsaufwand durch Bundesgesetze hat die Regierung in Summe abgeschafft. In der Rangliste der Ressorts führen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD), die zusammen elf Milliarden Euro dieser Entlastung geschafft haben. Das Verkehrsministerium, neu geführt von Steffen Bilger (CDU), steuert eine Milliarde bei.
„Wir machen uns messbar, mit all den Vorteilen und Nachteilen, was das für den politischen Betrieb bedeutet“, sagt Wildberger. Vieles sei umgesetzt oder in Arbeit, einige Projekte noch nicht gestartet. Und er fügt einen seiner typischen Sätze an: „Es muss mehr kommen, es muss auch schneller gehen.“ Die Entlastungs-Statistik, errechnet vom Statistischen Bundesamt, umfasst alle relevanten neuen Bundesgesetze zwischen 6. Mai 2025 und 30. Juni 2026. Zusätzlichen Belastungen von rund 1,8 Milliarden Euro stehen darin Entlastungen von 15,3 Milliarden Euro gegenüber.
Diese Zahlen spiegeln laut Wildberger aber nur einen Teil der Modernisierungs-Arbeiten der Bundesregierung wider. Beispielsweise spare die Beschleunigung von Verfahren im Bereich Infrastruktur viel Geld, weil man nicht mehr drei Jahre auf eine Genehmigung warten muss.
Solche Erleichterungen sind in der Entlastungsrechnung aber nicht enthalten. Insgesamt hat sich die Bundes-

Karsten Wildberger (CDU), Digitales und Staatsmodernisierung
regierung einen Bürokratieabbau im Volumen von rund 26 Milliarden Euro bis zum Ende der Legislaturperiode vorgenommen. Die Hälfte wäre der aktuellen Auswertung zufolge bereits geschafft.
Wildberger und seine Ministerkollegen hatten sich vor einem Jahr auf eine „Modernisierungsagenda“ für den Bund geeinigt. Diese Sammlung von 103 verschiedenen Maßnahmen listet die Regierung nun im Detail nach Umsetzungsstand auf: 12 der Projekte sind abgeschlossen, 80 in Umsetzung und 11 noch nicht begonnen. Wobei der Minister darauf hinweist, dass seine Projekte nicht der üblichen Logik der Bürokratie folgen.
Beispiel „Schneller Gründen“-Portal: Dieses Angebot ist in zehn Städten im August gestartet, darunter Berlin. Unternehmensgründer können über die zentrale Internetseite gleichzeitig ihr Gewerbe anmelden und die Steuererfassung für die neue Firma erledigen. Erste Nutzer sind zufrieden. Binnen sechs Wochen gingen 41 Anmeldungen ein, davon 18 in Mannheim. Das Portal läuft noch unter „in Umsetzung“, weil es in weitere Städte ausgerollt werden soll und weiterentwickelt wird.
Das nächste große Umbauprojekt verhandeln Wildbergers Beamte gerade mit ihren Kollegen in den anderen Ministerien: Die Zahl der Berichts- und Dokumentationspflichten für Unternehmen soll drastisch verringert werden, so hat es der Koalitionsausschuss Anfang Juli beschlossen. Dazu gilt eine „Beweislastumkehr“ – nur Pflichten, für deren Existenz es eine sinnvolle Begründung gibt, dürfen bestehen bleiben. Eckpunkte für das „Berichtsentlastungsgesetz“ sollen im Dezember vorliegen. Besonders im Finanzministerium haben die Beamten viel zu tun. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nannte kürzlich eine Zahl von rund 3000 Berichtspflichten, die allein auf sein Haus zurückgehen. Von einem Kahlschlag in diesem Bereich würden auch die Unternehmen profitieren.
Bilanz der Entlastung durch nationale Gesetzgebung, nach Ressort, in Mio Euro im Zeitraum vom 6. Mai 2025 bis 30. Juni 2026
Neu als Parlamentarische Staats-ekretärin in Wildbergers Digitalminis-
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通过国家立法实现的减负结算,按组别划分,单位:百万欧元,时间范围:2025年5月6日至2026年6月30日

部是吉塔·康内曼(Gitta Connemann,CDU),她是联邦政府的中小企业专员。她了解企业的困难。“一半的德国企业将官僚主义,即过度官僚化和过度监管,视为经济基地的最大问题,”她说,“能源成本和劳动力成本则以明显差距紧随其后。”官僚主义的开支占用了在其他地方匮乏的人员和资源,并且由于审批和记录工作增加了成本,从而阻碍了投资。
到目前为止,在减负结算中,企业排在第二位。联邦政府为其列出的净减负额为 45 亿欧元,而公民据此获得了 67 亿欧元的减负。
尽管如此,欧盟依然导致了更多的官僚成本。根据中期结算,自政府就职以来,执行欧盟法律的成本增加了约5亿欧元。来自布鲁塞尔的减负几乎没有。之前的联邦政府并未单独列出此类来自欧盟层面的负担。尽管如此,所有人都将削减官僚主义作为目标。
在这方面,红绿灯政府的结算与黑红联盟的第一年相比显得较为平庸:其最终实现的减负额为 26 亿欧元。而恰恰是现在贡献巨大的经济部,在当时的部长罗伯特·哈贝克(Robert Habeck,绿党)领导下,造成了 3.75 亿欧元的额外负担。
尽管建设与翻修在进行,但这家国有企业的准点率至今并未因此提高。如今,斯特芬·比尔格提出了一项八点计划
在汉堡—柏林线迄今规模最大的走廊翻修工程完成后的第一个月,准点率仅为 25%,这令交通部长斯特芬·比尔格(CDU)感到震惊。现在,他希望通过一项八点计划来优化铁路施工项目。
周二,交通部原定将基础设施子公司 DB Infrago 的五年计划(Infraplan)移交给其负责人菲利普·纳格尔。与《世界报》同属于 Axel Springer 集团的“Politico”已从铁路内部人士处获悉该计划的所有细节。
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Bilanz der Entlastung durch nationale Gesetzgebung, nach Gruppen, in Mio. Euro im Zeitraum vom 6. Mai 2025 bis 30. Juni 2026

terium ist Gitta Connemann (CDU), die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung. Sie kennt die Probleme der Unternehmen. „Die Hälfte der deutschen Unternehmen nennt Bürokratie, also Überbürokratisierung und Überregulierung, als größtes Problem des Wirtschaftsstandortes“, sagt sie. „Erst dann folgen mit deutlichem Abstand Energiekosten und Arbeitskosten.“ Bürokratischer Aufwand binde Personal und Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen. Und verhindere Investitionen, weil sie durch Genehmigungs- und Dokumentationsaufwände verteuert würden.
Bisher stehen Unternehmen in der Entlastungsbilanz an zweiter Stelle. Die Bundesregierung weist für sie eine Nettoentlastung von 4,5 Milliarden Euro aus, die Bürger wurden demnach um 6,7 Milliarden Euro entlastet.
Für mehr Bürokratiekosten sorgt trotzdem noch immer die EU. Laut der Zwischenbilanz ist der Erfüllungsaufwand durch EU-Gesetze seit dem Amtsantritt der Regierung um rund eine halbe Milliarde Euro gewachsen. Entlastungen aus Brüssel gab es so gut wie keine. Frühere Bundesregierungen haben solche Belastungen von EU-Ebene nicht separat ausgewiesen. Trotzdem hatten sich alle den Bürokratieabbau auf die Fahne geschrieben.
Die Bilanz der Ampel-Regierung fällt in dieser Hinsicht im Vergleich zum ersten Jahr der schwarz-roten Koalition bescheiden aus: Sie kam unter dem Strich auf eine Entlastung von 2,6 Milliarden Euro. Ausgerechnet das Wirtschaftsministerium, das nun besonders viel beigetragen hat, sorgte unter dem damaligen Minister Robert Habeck (Grüne) für Zusatzbelastungen in Höhe von 375 Millionen Euro.
根据该文件,交通部长旨在实现“对铁路更好的管控”。为此,基础设施计划(Infraplan)将作为战略性基础设施方案,规定 2026 年至 2030 年间的所有铁路建设工程。同时,该计划旨在解决此前基础设施管控中的结构性缺陷,其中包括“不连贯的基础设施战略”、“规划与执行中的不确定性过高”、“监控与管控手段不足”以及“公众对即将采取的措施及其执行进度的了解不足”。
交通部共确定了八个领域,计划通过明确的目标设定来严格管控 DB Infrago 的工作。如果这些目标未能实现,交通部威胁将在 Infrago 的绩效协议中削减资金。
例如,八个目标之一涉及新铺设铁轨的里程数。到 2030 155 公里必须铺设完成。作为对比:在之前的五年期间,新铺设的铁轨为 266 公里。那么交通部的雄心明显降低了?情况并非如此简单:明确的目标是,在未来几年中,将大幅增加翻修比例,而减少对新建的依赖。仅 2026 年一年,就计划对近 700 公里的铁轨进行线路翻修。
此外,由于仍在等待铁路公司负责人 Palla 和 Bilger 宣布的改革,基础设施计划在走廊翻修的规定上仍然模糊。但无论如何,翻修数量将会减少。在基础设施计划中,到 2030 年仅计划进行五次走廊翻修。最初的计划是到 2036 年完成全部 40 次翻修。

155 公里新铁轨应在 2030 年前铺设完成
同时,计划还规定了铁轨电气化的目标。到 2030 年,近 64% 的铁轨必须实现电气化。所谓的设施相关延误(即因基础设施不足而导致的延误)应从目前平均近 29.000 分钟减少到约 26.000 分钟。
在噪音治理线路里程、车站翻修、ETCS(欧洲列车控制系统)线路里程以及中小型措施的实施方面,还设有进一步的目标设定。
该部计划到 2030 年共投入运行 14 个新建和扩建项目。其中包括卡尔斯鲁厄—奥芬堡—弗赖堡—巴塞尔线路的扩建 / 新建、柏林的新 S21 线,以及安格明德与斯德丁之间的扩建线路。
总共有另外 38 个项目正在建设中或已获得完整建设许可,其中四个项目没有投入运行的时间表,另有五个项目预计在 2036 年之后才会完工。目前已有 40 个铁路项目处于规划批准程序中,另有 105 项措施处于初步规划阶段。
该部的总体目标是制定一个连贯的铁路所有者战略。为此,到 2027 年初还需提交走廊翻修的改革方案以及具体的 2035 年目标网络。以此为基础,该部希望首次实现跨年度的铁路融资。这将通过目前正与铁路公司协商的铁路基础设施基金来实现。
从明年起,通过这些进一步的铁路计划,基础设施计划将在上半年结束时提交,以便在预算审议中予以考虑。但据《Politico》获悉,在此之前,无论 DB Infrago 如何达成目标,铁路的基础设施部门可能都必须进行削减。
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Es wird gebaut und saniert, doch pünktlicher wird der Staatskonzern dadurch bislang nicht. Nun legt Steffn Bilger einen Acht-Punkte-Plan vor
Nur 25 Prozent Pünktlichkeit im ersten Monat nach der bisher größten Korridorsanierung auf der Strecke Hamburg–Berlin haben Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) schockiert. Jetzt möchte er mit einem Acht-Punkte-Plan die Bahn-Baustellen optimieren.
Am Dienstag sollte im Verkehrsministerium der Fünfjahresplan (Infraplan) für die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB Infrago, an deren Chef Phillip Nagl übergeben werden. „Politico“, das wie WELT zu Axel Springer gehört, erfuhr schon alle Details des Plans aus Bahnkreisen.
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更少的车型,更高的价格,更强的排他性——而且 911 将保持内燃机动力。至此,这家跑车制造商告别了过去几年的核心理念。

困难的第一半年

按下方向盘上的一个蓝色按钮,电动跑车保时捷 Taycan 瞬间变身为自动挡内燃机车。车内突然变得嘈杂,驾驶舱中出现了一个经典的转速表。此外,这辆跑车现在的反应也回到了旧时的习惯:轻踩刹车,它似乎在降档,随后传出八缸发动机的轰鸣声。
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Der Verkehrsminister strebt dem Dokument zufolge eine „bessere Steuerung der Bahn“ an. Dafür soll der Infraplan als strategisches Infrastrukturkonzept dienen und sämtliche Bahnbauarbeiten von 2026 bis 2030 vorgeben. Zugleich soll er strukturelle Defizite der bisherigen Infrastruktursteuerung beheben. Dazu zählen „inkohärente Infrastrukturstrategien“, „zu hohe Unsicherheiten in Planung und Umsetzung“, „zu geringe Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten“ und „ein unzureichender öffentlicher Überblick über anstehende Maßnahmen und Umsetzungsstände“.
Insgesamt acht Bereiche hat das Verkehrsministerium ausgemacht, in denen man mit klaren Zielvorgaben die Arbeit von DB Infrago eng kontrollieren möchte. Wenn diese Ziele nicht erreicht werden, droht das Ministerium der Bahn damit, bei der Leistungsvereinbarung Infrago den Geldhahn zuzudrehen.
Eines der acht Ziele betrifft beispielsweise die Kilometerzahl neu verlegter Bahngleise. Hier müssen bis 2030 155 Kilometer verlegt werden. Zum Vergleich: Im Fünfjahreszeitraum zuvor wurden 266 km neue Gleise verlegt. Also deutlich weniger Ambition beim Verkehrsministerium? Ganz so einfach ist es auch nicht: Das klare Ziel ist, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr saniert und weniger auf Neubau gesetzt wird. So ist allein für das Jahr 2026 eine Streckensanierung von knapp 700 Kilometern der Gleise eingeplant.
Darüber hinaus bleibt der Infraplan bei den Vorgaben zu Korridorsanierungen aber schwammig, da man auf die angekündigte Reform von Bahnchefin Palla und Bilger wartet. Weniger werden es aber in jedem Fall. Im Infraplan sind nur noch fünf Korridorsanierungen bis 2030 geplant. Ursprünglich sollten bis 2036 alle 40 Sanierungen durch sein.

155 Kilometer neue Gleise sollen bis 2030 verlegt werden
Auch sind Vorgaben für die Elektrifizierung der Gleise vorgesehen. Bis 2030 müssen knapp 64 Prozent der Gleise elektrifiziert sein. Sogenannte anlagebedingte Verspätungen (also Verspätungen, die durch Infrastrukturmangel aufkommen) sollen von aktuell durchschnittlich knapp 29.000 Minuten auf circa 26.000 Minuten reduziert werden.
Weitere Zielvorgaben gibt es bei den lärmsanierten Streckenkilometern, Bahnhofssanierungen, ETCS-Streckenkilometern und der Umsetzung kleiner und mittlerer Maßnahmen.
Das Ministerium plant, bis 2030 insgesamt vierzehn Neu- und Ausbauprojekte in Betrieb zu nehmen. Darunter den Ausbau/Neubau der Strecke Karlsruhe – Offenburg – Freiburg – Basel, die neue S21 in Berlin oder die Ausbaustrecke zwischen Angermünde und Stettin.
Insgesamt sind 38 weitere Projekte im Bau oder mit durchgängigem Baurecht, davon aber vier Projekte ohne Zeitplan für eine Inbetriebnahme und fünf weitere Projekte, die erst nach
2036 abgeschlossen sein sollen. Für 40 Bahn-Projekte laufen schon Planfeststellungsverfahren und 105 weitere Maßnahmen befinden sich in der Vorplanung.
Das übergeordnete Ziel des Ministeriums ist eine zusammenhängende Eigentümerstrategie für die Schiene. Dazu soll bis Anfang 2027 noch die Reform der Korridorsanierungen sowie das konkrete Zielnetz 2035 vorgelegt werden. Anhand dessen möchte man dann erstmalig zu einer überjährigen Bahn-Finanzierung kommen. Das soll durch den Eisenbahninfrastrukturfonds gelingen, der aktuell mit der Bahn verhandelt wird.
Ab dem nächsten Jahr soll durch diese weiteren Bahn-Pläne der Infraplan dann schon zum Ende des ersten Halbjahres vorgelegt werden, damit dieser auch bei den Haushaltsberatungen berücksichtigt werden kann. Zuvor wird es aber wohl (egal wie gut die DB Infrago die Vorgaben erfüllt) Einsparungen bei der Infrastruktursparte der Bahn geben müssen, erfuhr „Politico“.
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只需转动蓝色旋钮,Taycan 甚至能变成一辆手动挡汽车。方向盘旁的两个拨杆用于升档和降档。在低转速行驶时,即使深踩油门,这台巨大的发动机加速起来也像传统的内燃机一样几乎不再增加。相比之下,当模拟转速达到每分钟 7000 转时,那令人焦虑的轰鸣声迫切要求驾驶者升档。保时捷希望通过这项名为“E-Shift”的新功能,以近 1000 欧元的额外费用,缓解部分忠实客户在转向电动车型时产生的“幻肢痛”。为此,保时捷制造了一种精巧的错觉:声音来自 Bose 扬声器,电动机则通过计算机控制模拟一个八速双离合变速箱。电动机原本过于轻松的加速快感(在 4,8 秒内可达到 100 公里 / 小时),就这样再次变成了——表面上的——驾驶挑战。
首批配备这一嘈杂选装配置的汽车将很快交付客户。这并非调和矛盾的唯一尝试。在今年年初被任命为重组负责人的首席执行官迈克尔·莱特斯(Michael Leiters),将于本周三向投资者介绍其新战略。他计划在管理人员和工程师方面大幅削减开支,同时开发一个全新的超级跑车系列,定位在传奇的 911 之上。保时捷应当减少汽车销量,同时提高盈利能力。莱特斯终止了将保时捷完全转向电动机的实验,但仍希望遵守欧盟的气候目标。
显然,无所作为并非选项。在中国,由于新竞争对手的出现和奢侈税的影响,销量已然崩溃。美国业务则受到唐纳德·特朗普关税的打击。在欧洲,电动车型的表现低于预期。结果是:保时捷 2025 年的利润骤降 91%,仅剩 3.1 亿欧元。营收下降近 10%,至 360 亿欧元。因此,莱特斯的前任奥利弗·布卢姆(Oliver Blume)在年初放弃了兼任跑车制造商和大众集团首席执行官的争议性双重角色,完全迁往沃尔夫斯堡。这为这位 55 岁的机械工程师以及战略修订扫清了道路。
首先,他与职工委员会达成协议,放弃加薪并削减 9000 个岗位。至此,一项紧缩方案已然出炉。此前还缺失的是前瞻性战略。直到现在,莱特斯向股东——尤其是保时捷家族——承诺,未来的收益将再次显著增长。到 2030 / 31 年,营业利润率应达到 10% 至 15%。此后的目标是,每 1 欧元的营收中保留 15 分特的营业利润。这将比整个大众集团或竞争对手宝马追求的目标高出 5 到 7 个百分点。
为此,莱特斯放弃了在中国市场重回旧日水平的希望。保时捷曾在中国每三辆车中就有一辆售出。今后,如果每十辆车中有一辆售出,莱特斯就心满意足了。工厂必须降低产量,销售人员必须减少销售。因此,莱特斯希望在所有层面精简保时捷。未来几年,40% 的管理人员将被裁撤,员工总数将缩减四分之一,研发和销售部门也将削减开支。莱特斯遵循的路线与新任宝马首席执行官米兰·内德尔科维奇(Milan Nedeljković)一致:精简行政管理,但工厂不予讨论。保时捷将留在斯图加特-祖芬豪森、莱比锡,以及作为承租方留在大众布拉迪斯拉发工厂。
但目前,这家汽车制造商的年产能设计在 350.000 辆以上。
未来,保时捷的目标是在年产量 200.000 辆时即可实现盈利。分析师们此前已对这一举措表示赞赏。例如,瑞银(UBS)专家帕特里克·胡梅尔(Patrick Hummel)表示,莱特斯在经历了“多年半心半意的改革尝试”后,通过降低盈亏平衡点,终于开始正视问题。此外,在中国市场遭受进一步沉重打击的风险目前已处于有限状态——简单来说,是因为保时捷在那里已经跌至谷底。此次战略转型不仅对股东,对客户而言也将产生明显影响。一方面,由于 20 的车型细分版本将被取消,客户的选择将减少。另一方面,莱特斯向燃油车爱好者承诺,内燃机将拥有持久的未来。他在投资者日上以前所未有的清晰态度表示:“我可以向各位保证:911 永远不会变成电动车。”
他的新款超级跑车也将仅提供中置发动机内燃机或混合动力版本。这将是新任设计负责人托比亚斯·苏尔曼(Tobias Sühlmann)主导的首个车型系列,他与莱特斯曾在英国超级跑车品牌迈凯伦(McLaren)共同工作。一款采用新设计语言的概念车将于下周在纽约揭幕。为了实现快速且低成本的开发,工程师将沿用 911 的平台和零部件,实际量产车型预计将在本十年末之前问世。
在此之前,2028 年还将推出一款定位高于 Cayenne 的 SUV。预计在一年后,该车型将“对营收和盈利能力做出显著贡献”。随着该车型的推出,纯电动 Macan 将拥有一个内燃机版本作为补充。针对美国市场,随后可能会推出一款更大的七座车型。通过这些新车型,莱特斯正逐渐远离其前任布鲁梅(Blume)在 2022 年吸引投资者参与保时捷股份公司(Porsche AG)上市时所设定的目标:当时,电动汽车先驱特斯拉(Tesla)被视为光辉的榜样。自那时起,保时捷的股价已损失了近一半的价值。因此,预计股东不会对此次转向产生抵触。
面对对电动车持怀疑态度的客户,法拉利(Ferrari)等传统跑车制造商成为了新的榜样。莱特斯的希望是,在日益电动化的世界中,跑车作为爱好者和收藏品的属性,长期来看能保持一种特殊地位。尽管如此,电动车型在保时捷仍有未来——例如对新型电池的投资。甚至在今年年初还处于不确定状态的电动 Boxster 也将面世。集团内部表示,这仅仅是因为集团兄弟公司奥迪(Audi)在其设计重启计划中,也依赖于保时捷承诺提供的相应平台。
在公开场合,莱特斯表现得像被“感化”了一般:“在第一次驾驶 Boxster 之前,我一直持非常怀疑的态度。”他表示,这款双座敞篷跑车凭借创新的技术结构,即使作为电动车,其灵活性也与内燃机车相当。因为电池与大多数目前的电动车不同,并非安装在底盘中,而是作为一个箱体位于通常由中置发动机占据的位置。这实现了典型的重量分布以及贴近地面的低矮运动驾驶座椅。此外,Boxster 还将配备带有噪音模拟的“E-Shift”功能。
然而,莱特斯(Leiters)将特别关注购买力最强的客户。每个年份中最昂贵的 10.000 辆车的平均价格将大幅提升——从目前的 270.000 欧元增加到 330.000 欧元。其中,价格在数百万欧元范围内的更多定制化“特殊愿望”(Sonderwunsch)车型以及特殊配置的汽车将对此提供助力。尽管销售支出有所降低,但莱特斯希望借此加强对中东地区客户的吸引力。这一切都遵循“价值高于销量”的指导方针。也就是说,莱特斯宁愿销售少量昂贵的汽车,也不愿销售大量廉价的汽车。虽然 911 将保留 120.000 欧元至 350.000 欧元的宽泛价格区间,将其作为在跑车市场上的独特卖点,但公司将日益倾向于那些财力雄厚的潜在买家。对于其他所有客户而言,交付时间可能会进一步延长。
这并非毫无风险。在中国,像智能手机巨头小米和比亚迪旗下的 Denza 等新竞争对手,正以明显更低的价格从这家斯图加特公司手中抢夺客户。而且它们正准备跃进欧洲。因此,在技术相似的跑车价格普遍下降的环境下,客户是否能接受更高的保时捷价格,仍未可知。同样不确定的是,在电动化的未来,年轻客户是否还会对内燃机产生认同感。在最糟糕的情况下,此前作为技术旗舰车型的 911 可能会面临沦为怀旧收藏品的未来。
尽管如此,面对欧盟计划从 2035 年起在全欧范围内禁止内燃机的威胁,莱特斯依然保持淡定。他表示,在他的“跑车工坊 ‘35”重组计划中,无论布鲁塞尔讨论的放宽气候保护标准的方案如何,该计划在所有情景下都能实现盈利。目前,保时捷已经向中国大众合作伙伴小鹏汽车(Xpeng)支付资金,通过一种合法手段来达成欧盟目标。这家斯图加特公司可以将电动汽车制造商小鹏汽车所实现的二氧化碳(CO₂)目标超额完成量计入自己的名下。
莱特斯解释说,即便欧盟如计划般规定到 2035 年二氧化碳排放量需减少 90%,保时捷也可以通过这种模式应对。购买污染排放权仍然比吓跑客户更便宜。斯图加特方面倔强地表示,即使在对保时捷最不利的情况下——即 2035 年前绝对禁止内燃机的规定保持不变——至少仍有几年时间可以获利地销售新车型。相比之下,莱特斯放弃了保时捷股份公司在传统汽车制造之外的大胆计划。咨询子公司 MHP 已经出售给了印度塔塔集团(Tata)。开发自有高性能电池的尝试已被停止,针对高端电动自行车驱动系统的实验同样被终止。莱特斯宣布,将出售或关闭进一步的边缘参股业务。
他希望以此证明,他是认真对待其“跑车工坊”模式的。保时捷应当从一家习惯于成功的集团公司,重新回归到具有施瓦本中型企业精神的状态。据其身边人士透露,昂贵的商务舱飞行和前往沃尔夫斯堡的接驳航班已被取消,董事会奖金同样被取消。从现在起,莱特斯必须证明他能够成功地将矛盾点结合起来。这与 Taycan 上模拟内燃机轰鸣声的成功与否一样,都并非板上钉钉。很有可能这种噱头只能在短期内让 Taycan 驾驶者感到兴奋,直到这种人工合成的内燃机声音变得令人厌烦。但即便如此,也值得一试。
Weniger Autos, höhere Preise, mehr Exklusivität – und der 911 bleibt Verbrenner. Damit verabschiedet sich der Sportwagenbauer von zentralen Ideen der vergangenen Jahre

Schwieriges erstes Halbjahr

E in Druck auf einen blauen Knopf am Lenkrad, und der elektrische Porsche Taycan mutiert zum Automatik-Verbrenner. Plötzlich wird es laut im Innenraum, im Cockpit erscheint ein klassischer Drehzahlmesser. Auch sonst reagiert der Sportwagen jetzt altgewohnt. Ein Tritt auf die Bremse, und er scheint einen Gang runterzuschalten: Das Geräusch eines Achtzylinders jault auf.
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在柏林克罗伊茨贝格的科特布瑟门,一堵房屋墙壁上写着一条激进的信息。投资者认为这是对该行业日益增长的仇恨信号。
“投资者在杀人”——任何从柏林地铁科特布瑟门站经由楼梯向斯卡利策大街方向离开的人,都会看到这条仇恨口号。在柏林“Kotti”的一栋多层住宅楼外墙上,这些文字以巨大的字母赫然在目。这段文字在墙上停留了多久,无法给出精确的日期。
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Per Dreh am blauen Knopf verwandelt sich der Taycan sogar in ein manuelles Schaltauto. Zwei Hebel neben dem Lenkrad dienen zum Hoch- und Runterschalten. Niedertourig gefahren beschleunigt der gewaltige Motor wie ein klassischer Verbrenner selbst bei durchgedrücktem Gapedal kaum noch. Dagegen verlangt das gequälte Dröhnen bei simulierten Drehzahlen um die 7000 pro Minute dringend danach, einen Gang raufzuschalten. Mit der neuen Funktion „E-Shift“ will Porsche für knapp 1000 Euro Aufpreis den Phantomschmerz einiger Stammkunden beim Umstieg auf ein Elektro-Modell lindern. Dafür sorgt eine raffinierte Illusion: Der Sound kommt aus den Bose-Lautsprechern, der Elektromotor simuliert computergesteuert ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der sonst allzu anstrengungslose Beschleunigungskick des Elektromotors, der in 4,8 Sekunden auf 100 Stundenkilometer kommt, wird so wieder zur – scheinbaren – fahrerischen Herausforderung.
Die ersten Autos mit der lärmenden Sonderausstattung gehen in Kürze an die Kunden. Es ist nicht der einzige Versuch, Gegensätze zu versöhnen. Michael Leiters, zum Jahresbeginn als Sanierer auf den Chefposten gerückt, stellt an diesem Mittwoch den Anlegern seine neue Strategie vor. Er will heftig bei Managern und Ingenieuren sparen – und zugleich eine ganz neue Hyper-Sportwagen-Serie noch oberhalb des legendären 911ers entwickeln. Porsche soll weniger Autos verkaufen – und zugleich profitabler werden. Leiters bricht das Experiment ab, Porsche ganz auf Elektromotoren umzustellen – und will dennoch die Klimaziele der EU einhalten.
Klar ist: Nichtstun ist keine Option. In China ist der Absatz wegen neuer Konkurrenten und einer Luxussteuer zusammengebrochen. Das US-Geschäft leidet unter Donald Trumps Zöllen. In Europa laufen die Elektro-Modelle schlechter als erwartet. Die Folge: Der Gewinn von Porsche ist 2025 um 91 Prozent auf nur noch 310 Millionen Euro eingebrochen. Der Umsatz sank um fast zehn Prozent auf 36 Milliarden Euro. Leiters Vorgänger bei Porsche, Oliver Blume, gab daher zum Jahreswechsel seine umstrittene Doppelrolle als Chef des Sportwagenbauers und des VW-Konzerns auf und zog ganz nach Wolfsburg. Damit war der Weg frei für den 55-jährigen Maschinenbauer – und für eine Revision der Strategie.
Als Erstes vereinbarte er mit den Betriebsräten den Verzicht auf Gehaltssteigerungen und den Abbau von 9000 Stellen. Damit stand ein Sparpaket. Was noch fehlte, war die Strategie nach vorn. Bis jetzt. Leiters verspricht nun den Aktionären – allen voran der Familie Porsche – künftig wieder deutlich steigende Renditen. Bis 2030/31 sollen es zehn bis 15 Prozent operative Marge sein. In den Jahren danach ist das Ziel, dass von einem Euro Umsatz 15 Cent Betriebsgewinn bleiben. Das wären fünf bis sieben Prozentpunkte mehr, als der gesamte VW-Konzern oder der Konkurrent BMW anstreben.
Dafür lässt Leiters die Hoffnung fahren, in China jemals wieder auf das alte Niveau zu kommen. Einst verkaufte Porsche dort jedes dritte seiner Autos. Künftig ist Leiters schon zufrieden, wenn es jedes zehnte ist. Die Fabriken müssen weniger ausstoßen, die Vertriebler weniger verkaufen. Deshalb will Leiters Porsche auf allen Ebenen zurechtstutzen. 40 Prozent der Manager sollen in den nächsten Jahren gehen, die Belegschaft insgesamt um ein Viertel schrumpfen, Entwicklung und Vertrieb sparen. Leiters folgt damit einem Kurs, den auch der neue BMW-Chef Milan Nedeljković verfolgt: Die Verwaltung schrumpft, Werke stehen jedoch nicht zur Disposition. Porsche bleibt in Stuttgart-Zuffenhausen, in Leipzig und als Untermieter im VW-Werk Bratislava.
Doch aktuell ist der Autobauer auf über 350.000 Autos jährlich ausgelegt.
Künftig soll Porsche bereits bei 200.000 Stück profitabel arbeiten können. Analysten lobten bereits vorab diesen Schritt. Leiters gehe mit der Absenkung der Gewinnschwelle nach „Jahren halbherziger Reformversuche“ die Probleme endlich an, sagt etwa UBS-Experte Patrick Hummel. Zudem sei das Risiko für einen weiteren K.O.-Schlag in China inzwischen begrenzt – schlichtweg, weil Porsche dort bereits am Boden liegt. Spürbar wird die Strategiewende nicht nur für die
Aktionäre, sondern auch für die Kunden. Sie erhalten einerseits weniger Auswahl, weil 20 Prozent der Untervarianten der Autos aus dem Programm fallen. Andererseits verspricht Leiters den Benziner-Fans eine dauerhafte Zukunft für den Verbrenner. „Ich kann Ihnen versichern: Der 911 wird niemals elektrisch“, sagt er beim Investorentag so klar wie nie zuvor.
Sein neuer Super-Sportwagen soll ebenfalls nur mit Mittelmotor-Verbrenner oder Hybrid erscheinen. Es wird die erste Modellreihe des neuen Design-Chefs Tobias Sühlmann, der mit Leiters eine Vergangenheit beim britischen Supersportwagen-Label McLaren teilt. Ein Konzeptauto mit der neuen Designsprache wird kommende Woche in New York enthüllt. Das tatsächliche Modell soll schnell und kostengünstig wohl bis Ende des Jahrzehnts entstehen, indem die Ingenieure Plattformen und Bauteile vom 911er übernehmen.
Vorher kommt 2028 noch ein SUV, angesiedelt über dem Cayenne. Schon ein Jahr später soll er „einen spürbaren Beitrag zu Umsatz und Profitabilität“ leisten. Mit dem Modell bekommt der vollelektrische Macan eine Verbrenner-Variante zur Seite. Mit Blick auf den US-Markt könnte ein noch größerer Siebensitzer folgen. Leiters rückt mit den neuen Modellen von dem Ziel ab, mit dem sein Vorgänger Blume noch 2022 die Investoren zum Börsengang der Porsche AG gelockt hatte: Damals erschien der Elektroauto-Pionier Tesla als leuchtendes Vorbild. Seitdem hat die Porsche-Aktie fast die Hälfte ihres Werts verloren. Widerstand gegen eine Kehrtwende ist also von den Aktionären nicht zu erwarten.
Neue Vorbilder sind angesichts der elektro-skeptischen Kunden klassische Sportwagenbauer wie Ferrari. Leiters Hoffnung ist dabei, dass Sportwagen als Liebhaber- und Sammlerstücke langfristig eine Sonderstellung in einer zunehmend elektrischen Welt behaupten. Dennoch behalten Elektro-Modelle bei Porsche eine Zukunft – und Investitionen etwa in neue Batterien. Sogar der elektrische Boxster, der noch Anfang des Jahres auf der Kippe stand, wird kommen. Im Konzern heißt es, das sei allein schon deshalb nötig, weil auch die Konzernschwester Audi für ihren Design-Neustart auf die entsprechende, von Porsche zugesagte Plattform setzt.
Offiziell gibt sich Leiters geläutert: „Ich war sehr skeptisch, bis ich den Boxster zum ersten Mal gefahren bin.“ Der zweisitzige Roadster fahre sich durch einen innovativen technischen Aufbau auch als Elektroauto so wendig wie ein Verbrenner. Denn die Batterie ist anders als bei den meisten aktuellen E-Autos nicht im Unterboden verbaut, sondern sitzt als Kasten an genau der Stelle, die sonst der Mittelmotor einnimmt. Das ermöglicht die typische Gewichtsverteilung und den bodennahen, niedrigen Fahrer-Sportsitz. Zudem soll der Boxster ebenfalls die lärmende „E-Shift“-Funktion erhalten.
Besonderen Fokus legt Leiters allerdings auf die zahlungskräftigsten Kunden. Die jeweils teuersten 10.000 Fahrzeuge eines Jahrgangs sollen beim Durchschnittspreis deutlich zulegen – von heute 270.000 Euro auf 330.000 Euro. Dabei sollen mehr individuell gebaute „Sonderwunsch“-Fahrzeuge zu Preisen im Multimillionenbereich und speziell konfigurierte Autos helfen. Trotz niedrigerer Ausgaben für den Vertrieb hofft Leiters, damit etwa verstärkt Kunden im Nahen Osten zu erreichen. All das folgt dem Leitbild „Wert über Volumen“. Leiters will also lieber wenige teure Autos verkaufen als viele preisgünstige. Zwar soll der 911 die breite Preisspreizung von 120.000 Euro bis zu 350.000 Euro als Alleinstellungsmerkmal am Sportwagenmarkt behalten. Doch bevorzugt werden zunehmend die Interessenten mit tiefen Taschen. Für alle anderen könnten sich die Lieferzeiten weiter verlängern.
Risikolos ist das nicht. In China haben neue Konkurrenten wie der Smartphone-Konzern Xiaomi und die BYD-Marke Denza den Stuttgarten die Kunden mit deutlich niedrigeren Preisen abgejagt. Und sie setzen zum Sprung nach Europa an. Ob die Kunden in einem Umfeld sinkender Preise für technisch ähnliche Sportwagen höhere Porsche-Preise akzeptieren, ist also nicht gesagt. Auch ist ungewiss, ob jüngere Kunden in einer elektrischen Zukunft noch eine Affinität zu Verbrennern entwickeln. Im schlimmsten Fall droht dem bisherigen technischen Vorzeigemodell 911 eine Zukunft als Nostalgie-Sammlerstück.
Gelassen bleibt Leiters dennoch beim EU-weit drohenden Verbrenner-Verbot ab 2035. Sein Sanierungskonzept „Sportwagenschmiede ‘35“ rechnes sich bei allen Szenarien, die in Brüssel zur Aufweichung der Klimaschutzvorgaben diskutiert würden, sagt er. Schon jetzt bezahlt Porsche dem chinesischen VW-Partner Xpeng Geld dafür, die EU-Ziele über einen legalen Trick einzuhalten. Die Stuttgarter können sich die Planüberfüllung bei den CO $_{2}$ -Zielen, die der Elektroauto-Bauer Xpeng erreicht, anrechnen lassen.
Mit solch einem Modell könnte Porsche auch dann klarkommen, wenn die EU wie geplant eine 90-prozentige CO $_{2}$ -Reduzierung bis 2035 verordnet, erläutert Leiters. Es sei immer noch billiger, Verschmutzungsrechte zu erwerben, als Kunden zu verschrecken. Selbst im für Porsche schlechtesten Fall – einem unveränderten absoluten Verbrenner-Verbot bis 2035 – blieben immerhin einige Jahre für den lukrativen Verkauf der neuen Modelle, heißt es in Stuttgart trotzig. Kühne Pläne der Porsche AG über den klassischen Autobau hinaus gibt Leiters dagegen auf. Die Beratungstochter MHP ist bereits an den indischen Tata-Konzern gegangen. Der Versuch, eigene Hochleistungsbatterien zu entwickeln, ist ebenso gestoppt wie Experimente mit exklusiven E-Bike-Antrieben. Leiters kündigt an, weitere Randbeteiligungen zu verkaufen oder zu schließen.
Er will so demonstrieren, dass er es mit seinem Modell der „Sportwagenschmiede“ ernst meint. Porsche solle vom erfolgsverwöhnten Konzern wieder stärker zum schwäbischen Mittelständler werden. Teure Business-Class-Flüge und Flug-Shuttles Richtung Wolfsburg seien erst mal ebenso gestrichen wie die Vorstands-Boni, heißt es in seinem Umfeld. Ab jetzt muss Leiters zeigen, dass sein Versuch gelingt, Gegensätze zu verbinden. Das ist ebenso wenig ausgemachte Sache wie der Erfolg des simulierten Verbrenner-Röhrens beim Taycan. Gut möglich, dass diese Spielerei die Taycan-Fahrer nur kurzfristig begeistern kann, bis der künstliche Verbrenner-Sound nervt. Aber einen Versuch ist es wert.
但在左翼党赢得选举后,创业圈开始就这一低俗言论展开讨论。部分原因是该地址位于腓特烈斯海因-克罗伊茨贝格 1 選区。左翼党首席候选人埃利夫·埃拉尔普(Elif Eralp)在 20. September 的选举中以 50,4 Prozent 的得票率赢得了该选区。这场讨论由柏林风险投资公司 Cherry Ventures 的创始人兼合伙人菲利普·达梅斯(Filip Dames)发起。在他看来,这段涂鸦是柏林对投资者仇恨的标志。这位投资者在网上表达了对该涂鸦的愤慨。2. Oktober,他在 X 平台上发布了一张该仇恨口号的照片,并配文:“柏林,科特布斯门 2026. 我们的城市。”
他质疑对投资者的仇恨从何而来,并评论道:“这让我无言以对。自 2008 年以来,我们一直在柏林创建或资助公司。从 A 开头的 Amboss 到 Z 开头的 Zalando,保守估计我们创造了 +11.000 个柏林就业岗位。”
“仅个人所得税就超过 10亿 欧元。不是在全欧洲(原文如此)——而是在这里,在柏林。”《创业圈》(Gründerszene)曾请求达梅斯发表声明。一名发言人表示,他不想就该帖子进一步发表评论。相比之下,当地居民和路人几乎没有注意到这幅涂鸦——《创业圈》的一项街头调查显示。许多人此前并未注意到这段文字。在直接相邻的区域,许多建筑物都被喷漆或绘画——该街区被认为是柏林涂鸦和街头艺术的热点地区之一。
这段文字似乎并没有真正地干扰到任何人。“投资者在这里名声不好,”住在“Kotti”的法鲁克(Faruk)说道。他不希望自己的姓氏出现在媒体上。“这里的租金越来越贵,”他说。因此,法鲁克推测,这幅涂鸦可能主要是针对房地产投资者的。无论其具体指向谁,对于居民来说,这个信息很明确。他们的评价是:“太激进了。”
一名女居民补充说,在邻里之间,激进的政治口号并不罕见。例如,她曾见过写着“杀死总统”的涂鸦。事实上,在科特布斯门经常出现激进的文字。2017 年,地铁站屋顶上曾用大字写着“仇恨警察”(Hate Cops)。这段“杀死投资者”的文字自何时起出现在腓特烈斯海因-克罗伊茨贝格这个繁忙的十字路口,是谁将其喷涂在此,以及具体是指哪些投资者,目前尚不清楚。社交网络上推测,这幅涂鸦在那里已经出现半年多。到目前为止,显然还没有人采取行动清除这幅涂鸦。同时,也无法明确判断这段文字是被视为一种陈述还是一个号召。
《创业圈》询问了这段文字对柏林风险投资人的影响:居住在柏林并在 Redstone 担任风险投资人的莫里茨·吉尔迈尔(Moritz Gillmair)认为,“杀死投资者”这段文字很危险。如果将其视为暴力号召,该信息是“不可接受的”;如果将其视为一种断言,则是“错误的”;而如果将其视为在两种解读之间刻意游走,则是一种“廉价且极化人们的伎俩”。吉尔迈尔还从中看到了历史关联:在柏林,这种说法是“忘记历史的”,因为在这里杀人的是“社会主义的边境墙射手,而不是投资者”。相反,投资者想要的是相反的结果:“让一座破产且需要私人资金的城市拥有更多活力。”
与此同时,吉尔迈尔呼吁该行业采取更积极的姿态,更强有力地解释自己的角色。投资者必须明确“谁在承担风险,谁在建设”。作为回报,他们可以要求政府减少监管要求、提供更灵活的标准、加快审批程序,并“将邻避主义(NIMBY)心态的人赶出街区”。
投资者克里斯蒂安·米勒(Christian Miele)也对该标语表示震惊。对于这位初创企业协会前主席而言,无论“杀死投资者”是指一种号召还是事实陈述,都无关紧要。“这种歧义在法律上保护了该口号,但并未减轻其恶劣程度。写出这种话的人,就是希望资本感到不受欢迎。”他同时强调:“在这个城市建立企业或资助住房的人并非入侵者。他是支撑这座城市经济运行的一部分。”
他措辞严厉地表示:“一座城市如果一方面在墙上将投资者标为‘击毙目标’,另一方面又抱怨住房短缺、创业乏力、国库空虚,那么它就是在玩一场错误的游戏。这不再是抗议,而是一场悲剧。”创业投资者朱利安·泰克(Julian Teicke)认为该标语是柏林紧张氛围的一个症状。“这个标语首先表明,这座城市存在相当严重的撕裂——许多人觉得自己的声音没有被政治界或经济界听到,”他说道。因此,继续“火上浇油”是没有帮助的。
他深信:“柏林并非真空地带。如果我们使柏林的市场经济机制失效,那么创新将在其他地方发生,我们对来自美国和中国技术的依赖将进一步增加。”他认为这最终会使该市公民在经济、政治和社会方面的处境恶化。他要求:“我们需要一个有利于创新和增长的环境,以及一种相互尊重的共处方式,让每个人都感到被倾听、被接纳。”
泰克认为,当前的撕裂也可以是一个机会:一个认真启动对话的契机,共同探讨一个新的“柏林路径”应该是怎样的。另一位希望匿名的柏林风险投资人则对这幅涂鸦表现得淡定得多。他在接受《创业场景》(Gründerszene)采访时表示:“大概就是某个不懂自己在说什么的青少年画的。”他同样不被该信息所影响。“仅仅因为它是用‘整栋房子’大小的字体写在那儿,并不意味着更多的人认同这种观点。”这幅涂鸦最终只是一个人的观点:“这只是作者 n=1。”
DWS

俯瞰慕尼黑,德国房地产行业的巨头们目前正聚集在此参加 Expo Real 展会
房地产行业曾有过活力旺盛到无法自制的时期。低利率、低能源成本、优化到极致的供应链以及投资者的资金,让利润在多年间喷涌而出。价格上涨,这也使私人投资者获益。在四年前经历第一次利率和通胀冲击后,该行业现在再次受到利率上升和通胀带来的下一波打击。
[...OMITTED...]
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Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg steht eine drastische Botschaft an einer Häuserwand. Investoren sehen darin ein Zeichen für wachsenden Hass auf die Branche
Investoren töten“ – wer die Berliner U-Bahn-Station Kottbusser Tor über die Treppe in Richtung Skalitzer Straße verlässt, wird von dieser Hass-Parole empfangen. In übergroßen Lettern prangen diese Worte an der Fassade eines mehrstöckigen Wohnhauses am Berliner „Kotti“. Wie lange der Schriftzug schon an der Hauswand thront, lässt sich nicht exakt datieren.
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“由于有极具吸引力的计息投资机会,大量资金被吸向人工智能(AI),”国际服务供应商 JLL 的负责人康斯坦丁·科特曼(Konstantin Kortmann)表示。在私人投资方面也发生了根本性的转变:“婴儿潮一代正在退休,他们投入的资本减少,而提取的资本增加。”
房地产行业整体涵盖了数十个经济部门和业务领域,从建筑业本身到设施管理(Facility Management),从银行和高度专业化的私人融资机构到技术服务供应商。如果将所有这些相加,年总营业额约为 7000 亿欧元。仅中介和
点:“0,2 Prozent mehr Zinsen bedeuten 30.000 weniger neu gebaute Wohnungen pro Jahr”——因为这在经济上不再可行,且旧的预算计算已不再适应新的成本。
房地产融资机构 BF direkt 的首席执行官弗朗切斯科·费代莱(Francesco Fedele)在接受《世界报》(WELT)采访时表示:“最重要的出路是通过进一步的价格修正。尤其是土地价值必须再次下降。只有这样,新项目在新的条件下才能再次实现盈利。”在这一过程中,他预计开发商行业将出现进一步的破产潮。但 Vonovia 的首席执行官穆契奇(Mucic)也抱怨一些城市和社区为新建房屋设置的障碍。“在太多市镇中,要求过高——
在慕尼黑的 Expo Real 房地产博览会(投资者、开发商和营销商的年度聚会)上,人们逐渐意识到:黄金时代已彻底成为历史。如今想要规划、购买或出租办公室、公寓、工业和物流建筑的人,必须面对自 2020 年以来部分翻倍的成本结构。此外,投资者的资金在疑虑时会流向国债,在欧元区国债利率超过 4,0 和在美国则超过 5,3 Prozent Zinsen abwerfen,且其安全性高于成本高昂的建筑项目。因此,想要为房地产项目筹集资金的人必须提供高出两个到三个百分点的收益——这在目前几乎是一个无法完成的任务。
Doch nach dem Wahlsieg der Linken debattiert die Start-up-Szene über die geschmacklose Aussage. Auch, weil die Adresse im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1 liegt. Den hatte die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, bei der Wahl am 20. September mit 50,4 Prozent gewonnen. Begonnen hat die Debatte Filip Dames, Gründer und Partner des Berliner VC Cherry Ventures. Für ihn ist der Schriftzug ein Zeichen für den Hass auf Investoren in Berlin. Der Investor teilte seine Entrüstung über das Graffito online. Am 2. Oktober postete er ein Foto der Hass-Parole auf der Plattform X mit dem Claim „Berlin, Kottbusser Tor 2026. Unsere Stadt.“
Er fragt sich, woher der Hass gegen Investoren komme, und kommentiert die Aussage mit: „Es macht mich sprachlos. Seit 2008 gründen bzw. finanzieren wir Firmen in Berlin. Von A wie Amboss bis Z wie Zalando haben wir konservativ gerechnet +11.000 Berliner Jobs mit geschaffen.
Weit über 1 Mrd. Euro nur Einkommensteuer. Nicht Europaweit (sic) - HIER in Berlin.“ „Gründerszene“ hat Dames um eine Stellungnahme gebeten. Eine Sprecherin teilte mit, dass er sich zu dem Post nicht weiter äußern wolle. Anwohner und Passanten nehmen das Graffiti dagegen kaum wahr – wie eine Straßenumfrage von „Gründerszene“ zeigt. Vielen sei der Schriftzug bislang nicht aufgefallen. In der direkten Nachbarschaft sind zahlreiche Gebäude besprüht oder bemalt – der Kiez gilt als einer der Hotspots für Graffiti und Streetart in Berlin.
So richtig zu stören, scheint der Schriftzug niemanden. „Investoren haben hier keinen guten Ruf“, sagt Faruk, der am „Kotti“ wohnt. Seinen Nachnamen möchte er nicht in der Presse lesen. „Die Mieten werden hier immer teurer“, sagt er. Faruk vermutet deshalb, dass sich das Graffiti vor allem gegen Immobilieninvestoren richten könnte. Wer auch immer damit gemeint ist: Für die Anwohner ist die Botschaft eindeutig. „Zu krass“, lautet ihr Urteil.
Eine Anwohnerin ergänzt, dass aggressive politische Parolen in der Nachbarschaft keine Seltenheit seien. Sie habe etwa schon Graffiti mit der Aussage „Präsidenten töten“ gesehen. Tatsächlich tauchen am Kottbusser Tor immer wieder radikale Schriftzüge auf. 2017 prangte beispielsweise in großen Lettern „Hate Cops“ auf dem Dach des U-Bahnhofs. Seit wann der „Investoren töten“-Schriftzug an der stark frequentierten Straßenkreuzung in Friedrichshain-Kreuzberg zu sehen ist, wer es angebracht haben könnte und welche Investoren damit gemeint sind, bleibt unklar. In den sozialen Netzwerken wird vermutet, dass das Graffiti dort bereits über ein halbes Jahr zu sehen ist. Der Entfernung des Graffitos hat sich bisher niemand offensichtlich angenommen. Auch lässt sich nicht eindeutig sagen, ob der Schriftzug als Aussage oder als Aufruf gedacht ist.
„Gründerszene“ hat nachgefragt, was der Schriftzug mit den Berliner VCs macht: Moritz Gillmair, der in Berlin lebt und als VC für Redstone arbeitet, hält den Schriftzug „Investoren töten“ für gefährlich. Als Gewaltaufruf sei die Botschaft „inakzeptabel“, als Behauptung „falsch“ und als bewusstes Spiel mit beiden Lesarten ein „billiger und polarisierender Trick“. Gillmair sieht darin zudem einen geschichtlichen Bezug: In Berlin sei die Aussage „geschichtsvergessen“, denn getötet hätten hier „sozialistische Mauerschützen, nicht Investoren“. Investoren wollten vielmehr das Gegenteil: „Mehr Leben in einer Stadt, die pleite ist und privates Geld braucht.“
Gleichzeitig fordert Gillmair die Branche auf, offensiver aufzutreten und ihre Rolle stärker zu erklären. Investoren müssten klarstellen, „wer ins Risiko geht und wer baut“. Im Gegenzug könnten sie von der Politik weniger Auflagen, flexiblere Standards und schnellere Genehmigungsverfahren und „einen Platzverweis für NIMBY-Attitäden im Kiez“ fordern.
Auch Investor Christian Miele zeigt sich schockiert über den Schriftzug. Für den ehemaligen Vorsitzenden des Startup-Verbands ist dabei unerheblich, ob „Investoren töten“ als Aufforderung oder als Tatsachenbehauptung gemeint ist. „Die Mehrdeutigkeit schützt die Parole juristisch, sie mildert sie nicht. Wer so schreibt, will, dass Kapital sich unwillkommen fühlt.“ Und betont dabei: „Wer in dieser Stadt Unternehmen aufbaut oder Wohnungen finanziert, ist kein Eindringling. Er ist ein Teil dessen, was die Stadt wirtschaftlich überhaupt trägt.“
Er findet klare Worte: „Eine Stadt, die Investoren an der Hauswand zum
Abschuss freigibt und sich gleichzeitig über fehlende Wohnungen, schwache Gründungen und leere Kassen beklagt, spielt ein falsches Spiel. Das ist kein Protest mehr. Das ist ein Trauerspiel.“ Gründer und Investor Julian Teicke sieht in dem Schriftzug ein Symptom für die angespannte Stimmung in Berlin. „Der Schriftzug zeigt erst einmal, dass es eine ziemliche Spaltung in der Stadt gibt und viele Menschen sich nicht gehört fühlen – von der Politik und von der

In großen Buchstaben wurde „Investoren töten“ von Unbekannten an die Hausfassade an der Skalitzer Straße gemalt
Wirtschaft“, sagt er. Weiter „Öl ins Feuer zu gießen“, sei deshalb nicht hilfreich.
Er ist sich sicher: „Berlin ist kein Vakuum. Wenn wir marktwirtschaftliche Mechanismen in Berlin außer Kraft setzen, dann wird Innovation woanders stattfinden und unsere Abhängigkeit von Technologie aus den USA und aus China wird immer weiter zunehmen.“ Das verschlechtere letztlich die Situation für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt – wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. Er fordert: „Wir brauchen ein Umfeld für Innovation und Wachstum und ein respektvolles Miteinander, in dem sich jeder gehört und mitgenommen fühlt.“
Die aktuelle Spaltung könne dabei auch eine Chance sein, findet Teicke: für den ernst gemeinten Start eines Dialogs und die gemeinsame Frage, wie ein neuer „Berliner Weg“ aussehen könnte. Ein weiterer Berliner VC, der anonym bleiben möchte, sieht das Graffiti deutlich gelassener. „Ist halt irgendein Teenager, der nicht versteht, wovon er redet“, sagt er gegenüber „Gründerszene“. Von der Botschaft selbst lasse er sich ebenfalls nicht beeindrucken. „Nur weil es in Schriftgröße ‚Hausblock‘ da steht, heißt das nicht, dass mehr Leute es auch so sehen.“ Das Graffito sei letztlich nur die Meinung einer einzelnen Person: „Das ist Autor n=1.“
DWS

Blick über München, wo sich gerade die Größen der deutschen Immobilienbranche auf der Expo Real treffen
E s gab Zeiten, in denen die Immobilienbranche vor Kraft kaum laufen konnte. Niedrige Zinsen und Energiekosten, perfekt getrimmte Lieferketten und das Geld der Investoren ließen jahrelang die Gewinne sprudeln. Die Preise stiegen, was auch dem Privatanleger zugute kam. Nach dem ersten Zins- und Inflationsschock vor vier Jahren wird die Branche nun vom nächsten Schlag aus erneut steigenden Zinsen und Inflation getroffen.
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全球范围内,对人工智能(AI)基础设施的巨额投资也在吸引资金。不仅是专业人士,普通公民、私人出租房东以及房屋所有者也将无法逃避这一趋势:市场专家在行业会议上预计,对房屋和土地的需求——至少是以过去的高价而言——将会下降。住房集团 Vonovia 的首席执行官卢卡·穆契奇(Luka Mucic)在一次讨论环节中表示:“框架条件已根本性地恶化,融资成本高于目前的测算,而且政治极化使得任何试图承担责任的人都感到极其困难。”在柏林关于征收的讨论,就像一把“达摩克利斯之剑”一样悬在这家总部位于波鸿的企业头上。
租户、业主和投资者在
关于 E 型建筑(Gebäudetyp E)在不担心日后被起诉的情况下,能就降低哪些标准达成一致。不过,这位部长在接受《世界报》(WELT)采访时表示,她不愿对行业长期期待的合同类型何时出台给出预测,“否则我会被总理府责备”。
目前对房地产市场的预期
行业巨头 Zech Group 的负责人奥拉夫·德穆特(Olaf Demuth)表示:“许多公司几乎无法达到启动一个项目就能盈利的临界点。”一些建筑公司现在正在考虑“是否继续经营”。“从投资者的角度来看,存在其他非常
咨询业务的规模在 20 至 400 亿欧元之间。而且不仅是这里处于低迷状态。
在政府工作中,同样存在一些拖延的“工地”。据了解,各联邦州希望基于各自的建筑法规,制定一套尽可能精简的 E 型建筑解决方案。相比之下,司法部则倾向于一种方案,即为了消费者保护,要求建筑商逐一解释每一项未达标的标准。胡贝尔茨(Hubertz)更倾向于将目光转向住宅建设中不断上升的审批数量。这位部长表示:“14 个月以来,审批数量一直在上升。”截至 7 月,共有 125.000 套住房获得批准,比去年增加了近 12%,但仍远低于需求量。自利率转向以来的大幅下降至今尚未弥补。
在展会的背景谈话中,许多参与者直言不讳:“没人想再做生意了,”有人说道,“我觉得我们最好用自有资本来自行资助项目。”夜深之时,人们更频繁地讲述过去的故事——那时利率成本低于 1%,市场上出现的所有东西都可以买下来。现在,大家几乎只需要聚在一起抱怨现状就足够了。JLL 负责人科特曼(Kortmann)说:“生活总会继续,总能找到解决方案。至少很高兴能在这里见到大家。”
他用数字计算了新一轮房地产低迷意味着什么:上半年交易额为 240 亿欧元。第三季度营业额缩减至约 60 亿欧元。到年底情况不会好转,预计将进一步下降 10% 至 20%。Zech 负责人德穆特将这对住宅建设产生的影响总结为关于建筑方式的格言。Vonovia 希望采用更多序列化建筑方式,但在当地,人们经常对“建筑主体”提出特殊要求。自然保护、补偿措施和基础设施成本也随之而来——后者是因为地方市镇本身几乎不再有钱。
在与联邦建设部长维蕾娜·胡贝尔茨(Verena Hubertz,社民党)的一次圆桌会议上,各大集团首席执行官们诉说了自己的困境,要求政府简化规则并提供更多补贴资金。然而,胡贝尔茨也无法承诺会有新的资金注入。她表示:“无论如何,我将致力于将特别折旧政策延长至 2029 年之后。”但她补充道,最终这取决于财政部长。与此同时,她的内阁同事拉尔斯·克林拜尔(Lars Klingbeil)则倾向于通过征收糖税或塑料税来寻找新的收入来源,而非设定支出目标。她宣布,胡贝尔茨在数月前就已预告的第二次《建筑法》修正案——旨在简化建筑规划并加强数字化——应很快获得通过。此外,计划了近一年的“建筑类型-E法案”(Gebäudetyp-E-Gesetz)目前正处于政府协调阶段。委托方和开发商应当通过该法案
“我们必须重新回到行动和投资的状态”——这是胡贝尔茨在任何机会下都会提及的话。她认为,建筑技术在不断进步,而在行政管理和控制方面,已有基于人工智能(AI)支持的新模型。对于社会住房建设,政府投入的资金达到了前所未有的水平。但她同样表示:建筑服务以及整体项目的价格必须下降。在这样一个陷入休克状态、仍停留在旧有的低利率时代以及公寓项目两位数利润率的行业中,胡贝尔茨的乐观态度在慕尼黑引起了人们迷茫的反应。这位曾经的创业者胡贝尔茨为了详细参观几家初创公司,甚至推掉了一个传统的行业协会会议。她显然想尽量避免与绝望的行业代表进行更多的讨论。
唯独在柏林住房社会化(Vergesellschaftung)这一议题上,她成功地让人们完全站在了她这一边。她在台上表示:“我们作为联邦政府,对此立场非常明确,我们将制定一项投资保护法。我们正在全力推进这项工作。”这项计划中的法律旨在使《基本法》第 15 条在应用于住房领域时失效。这是否能成功仍未可知。但目前看来,如果没有政治层面的援助,房地产行业在走出危机方面依然举步维艰。
attraktiv verzinste Anlagemöglichkeiten, und es wird viel Kapital in KI abgesogen“, sagt Konstantin Kortmann, Chef des internationalen Dienstleisters JLL. Auch bei der privaten Geldanlage gebe es einen grundlegenden Wandel: „Babyboomer gehen in Rente, sie zahlen weniger Kapital ein und entnehmen mehr Kapital.“
Die Immobilienbranche insgesamt umfasst dutzende Wirtschaftszweige und Geschäftsfelder, von der Bauwirtschaft selbst bis zum Facility Management (zu deutsch: Verwaltung), von Banken und hoch spezialisierten Privatfinanzierern bis zu Techdienstleistern. Würde man alles zusammenzählen, käme man auf einen Gesamtumsatz von jährlich etwa 700 Milliarden Euro. Allein das Vermittlungs- und
Punkt: „0,2 Prozent mehr Zinsen bedeuten 30.000 weniger neu gebaute Wohnungen pro Jahr“ – weil es sich nicht rechnet und die alten Kalkulationen nicht mehr zu den neuen Kosten passen.
Francesco Fedele, CEO des Immobilien-Finanzierers BF direkt, sagte im Gespräch mit WELT: „Der wichtigste Ausweg führt über eine weitere Preiskorrektur. Vor allem Grundstücke müssen noch einmal im Wert sinken. Erst dann rechnen sich neue Projekte wieder, zu den neuen Konditionen.“ Auf dem Weg dorthin rechnen er mit weiteren Insolvenzen in der Entwicklerbranche. Vonovia-Chef Mucic beklagt aber auch die Hürden, die manche Städte und Gemeinden dem Neubau in den Weg legen. „In zu vielen Kommunen herrschen zu hohe An-
Bei der Immobilienmesse Expo Real in München, dem jährlichen Klassentreffen von Investoren, Entwicklern und Vermarktern, setzt sich die Erkenntnis durch: Die goldenen Zeiten sind endgültig Geschichte. Wer heute Büros, Wohnungen, Industrie- und Logistikbauten planen, kaufen oder vermieten will, hat mit Kostenstrukturen zu tun, die sich seit 2020 teilweise verdoppelt haben. Zudem fließt das Geld der Investoren im Zweifel in Staatsanleihen, die im Euroraum über 4,0 und in den USA über 5,3 Prozent Zinsen abwerfen, und das zu höheren Sicherheiten als bei kostenträchtigen Bauvorhaben. Wer Geld für Immobilienprojekte einsammeln will, muss deshalb zwei bis drei Prozentpunkte mehr bieten – eine zurzeit kaum lösbare Aufgabe.
联邦共和国正在建设未来的互联网,但数百万消费者仍倾向于使用 DSL 和有线网络。一项调查揭示了症结所在。
电信行业正投入数十亿欧元用于光纤网络的扩建。然而,在铺设的线路与实际利用率之间,依然存在着巨大的鸿沟。比较门户网站 Verivox 的一项代表性调查现已揭示了德国出现“光纤恐慌”的原因。
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Auch die gewaltigen Investitionen in KI-Infrastruktur locken weltweit das Geld an. Nicht nur die Profis, auch Normalbürger, Privatvermieter, Haus- und Wohnungsbesitzer werden sich dem Trend nicht entziehen können: Die Nachfrage nach Häusern und Grundstücken, jedenfalls zu den hohen Preisen der Vergangenheit, wird sinken – so erwarten es die Marktexperten auf dem Branchentreff. „Die Rahmenbedingungen haben sich fundamental eingetrübt, die Finanzierungskosten liegen über den aktuellen Kalkulationen, und wir haben eine politische Polarisierung, die extrem schwer ist für jeden, der versucht, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Luka Mucic, Vorstandschef des Wohnungskonzerns Vonovia, bei einer Diskussionsrunde. Die Enteignungsdiskussion in Berlin hänge „wie ein Damoklesschwert“ über dem Bochumer Unternehmen.
Was Mieter, Eigentümer und Investoren am
Gebäudetyp E auf niedrigere Standards einigen können, ohne spätere Klagen befürchten zu müssen. Eine Prognose, wann der von der Branche lang ersehnte Vertragstyp kommt, wollte sie aber auch nicht abgeben, „dann bekomme ich sonst Ärger vom Kanzleramt“, sagte die Ministerin zu WELT.
Immobilienmarkt jetzt erwartet
Olaf Demuth, Chef des Branchenriesen Zech Group, sagte: „Viele Unternehmen kommen kaum noch über den Punkt, ab dem es sich rechnet, ein Projekt überhaupt zu starten.“ Manche Bauunternehmen würden sich inzwischen überlegen, „ob sie weitermachen oder nicht“. „Aus Sicht der Investoren gibt es andere sehr
Beratungsgeschäft hat ein Volumen von 20 bis 40 Milliarden Euro. Und nicht nur hier herrscht Flaute.
Auch in der Regierungsarbeit gibt es eben Baustellen, die sich in die Länge ziehen. Dem Vernehmen nach wollen die Bundesländer eine Gebäudetyp-E-Lösung auf Basis der eigenen Bauordnungen, so schlank wie möglich. Im Justizministerium favorisiert man dagegen eine Variante, die den Bauherren jeden nicht eingehaltenen Standard einzeln erklärt – im Sinne des Verbraucherschutzes. Hubertz lenkt lieber den Blick auf die steigenden Genehmigungszahlen im Wohnungsbau. „Seit 14 Monaten gehen die nach oben“, sagte die Ministerin. Bis Juli wurden 125.000 Wohnungen genehmigt, knapp zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch viel weniger, als benötigt werden. Der massive Rückgang seit der Zinswende ist längst nicht aufgeholt.
In Hintergrundgesprächen auf der Messe reden viele Teilnehmer Klartext: „Es will keiner mehr ein Geschäft machen“, heißt es da, „Mir kommt es so vor, als müssten wir unsere Projekte am besten selbst finanzieren, mit Eigenkapital.“ Je später der Abend, desto häufiger erzählt man sich die Geschichten von früher, als man zu Zinskosten von unter einem Prozent alles kaufen konnte, was auf den Markt kam. Da reicht es fast schon, gemeinsam einfach die Lage zu beklagen. „Das Leben geht irgendwie weiter und man findet eine Lösung“, sagt JLL-Chef Kortmann. „Immerhin freut man sich, einfach die Leute hier zu sehen.“
Was die neue Immobilienflaute in Zahlen bedeutet, rechnet er vor: Im ersten Halbjahr habe es Transaktionen im Wert von 24 Milliarden Euro gegeben. Im dritten Quartal schrumpfte der Umsatz auf gut sechs Milliarden Euro. Bis zum Jahresende werde es nicht besser, und ein weiterer Rückgang von zehn bis 20 Prozent stehe zu erwarten. Zech-Chef Demuth brachte die Folgen für den Wohnungsbau auf den sprüche, was die Art und Weise betrifft, wie gebaut werden soll.“ Vonovia will mehr serielle Bauweisen, doch vor Ort würden oft besondere Anforderungen an den „Baukörper“ gestellt. Naturschutz, Ausgleichsmaßnahmen und Infrastrukturkosten kommen noch dazu – Letzteres, weil die Kommunen selbst kaum noch Geld haben.
In einer Gesprächsrunde mit Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) klagten die Konzernchefs ihr Leid, verlangten einfachere Regeln und mehr Fördergeld vom Staat. Doch auch Hubertz konnte keinen neuen Geldsegen versprechen. „Ich setze mich auf jeden Fall für eine Verlängerung der Sonderabschreibung über 2029 hinaus ein“, sagte sie. Aber am Ende sei es Sache des Finanzministers. Ihr Kabinettskollege Lars Klingbeil sucht indes mit Zucker- oder Plastiksteuern eher neue Einnahmequellen als Ausgabeziele. Die zweite Baugesetzbuch-Novelle, die Hubertz schon vor Monaten angekündigt hatte, mit Vereinfachungen in der Bauplanung und mehr Digitalisierung, solle nun bald beschlossen werden, kündigte sie an. Und das seit fast einem Jahr geplante Gebäudetyp-E-Gesetz sei in der Regierungsabstimmung. Auftraggeber und Bauträger sollen sich mit dem
„Wir müssen wieder ins Machen, ins Investieren kommen“ – das sind Sätze, die Hubertz bei jeder Gelegenheit von sich gibt. Es gebe immer bessere Gebäudetechnik, und für Verwaltung und Steuerung gebe es neue Modelle mit KI-Unterstützung. Für den sozialen Wohnungsbau gebe der Staat so viel Geld wie noch nie. Aber auch sie sagt: Die Preise müssen runter, bei den Bauleistungen und bei Projekten insgesamt. In einer Branche in Schockstarre, die noch in der alten Niedrigzinswelt und zweistelligen Projektmargen für Eigentumswohnungen verharrt, trifft der Hubertz'sche Optimismus in München auf ratlose Gesichter. Für ihren ausführlichen Messebesuch bei einigen Startups ließ die frühere Gründerin Hubertz sogar einen traditionellen Verbändetermin sausen. Noch mehr Diskussionsrunden mit verzweifelten Branchenvertretern wollte sie wohl aus dem Wege gehen.
Lediglich beim Thema Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin schafft sie es, die Leute vollständig auf ihre Seite zu ziehen. „Wir als Bundesregierung sind da sehr klar“, sagte sie auf der Bühne, „wir werden ein Investitionsschutzgesetz schaffen. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“ Mit dem geplanten Gesetz soll der Artikel 15 des Grundgesetzes für die Anwendung auf Wohnraum ausgehebelt werden. Ob das klappt, ist noch offen. Ohne Hilfestellung aus der Politik jedenfalls, so scheint es, tut sich die Immobilienbranche jedenfalls noch schwer, aus der Krise zu kommen.
调查显示,27% 的 DSL 和有线网络用户由于担心更换技术带来的麻烦而望而却步。另有 19% 的用户被关于扩建或接通过程中出现问题的报道所吓跑。57% 的人表示,公平且易于理解的价格最能消除他们的顾虑。
结果表明,许多消费者需要的不是对其技术优势的进一步说服,而是一个简单且可靠的更换流程。这对供应商来说构成了一项挑战。许多人认为该技术的益处已为人所知,疑虑通常集中在成本、流程以及可能产生的工作量上。
“大多数光纤供应商在推广产品时,重点放在稳定的技术和高速率上。几乎没有人宣传优惠的价格——而这其实是不公正的,”Verivox 的电信专家约尔格·沙姆贝格(Jörg Schamberg)表示,“我们的分析显示,光纤新用户通常能以更低的价格获得更高的性能。”
该调查还显示了哪些具体的支持方案能够说服消费者。对于 39% 的人来说,在资费完全激活前提供全程在线保障将非常有帮助。32% 的人希望有一个可靠的更换日期。27% 的人将关于技术前提条件的咨询视为重要因素。每五个人中就有一个人表示,如果能有由经过培训的顾问提供且能随时接通的热线,会让他们感到更安心。
“如今,在更换过程中提供技术支持,至少在大型供应商中已不再是例外,而是标准配置,”沙姆贝格说道。除了安装帮助,运营商有时还会提供通过 DSL 或移动网络实现的在线保障。“现代路由器通常能迅速安装完成,无需技术背景知识。”
Verivox 此前已公布了其光纤监测报告的部分数据。据此,十名当前的 DSL 和有线网络用户中,有四名即使在居住地完成了扩建,也不会切换到光纤。监测结果还显示,22% 的人虽然家中已有光纤接口,但并未使用。
此外,Verivox 的调查凸显了信息匮乏的问题。17% 的受访者自称不知道自己是否能够获得光纤连接。近四分之一的人至今尚未了解光纤资费,且未来也不打算了解。对于网络运营商而言,这是一个问题。理论上可以覆盖数百万家庭,但这些家庭几乎不关注该话题。
显然,仅靠扩建不足以促使客户进行切换。“尽管光纤显然是最好的连接技术,但需求依然低迷,”沙姆贝格表示。除了供应商,他认为政府也应采取行动。“德国需要一个活跃、开放的竞争环境,让一个地址能有多个资费供应商。”为了成功地从铜缆网络迁移到光纤网络,仅仅在街道上铺设电缆是不够的。关键在于消费者能否真正找到具有吸引力的方案和选择空间。
Die Bundesrepublik baut das Internet der Zukunft, aber Millionen Verbraucher bleiben lieber bei DSL und Kabel. Eine Umfrage offenbart, woran es hapert
Die Telekommunikationsbranche investiert Milliarden in den Ausbau der Glasfasernetze. Doch zwischen verlegten Leitungen und tatsächlicher Nutzung klafft weiterhin eine große Lücke. Eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox liefert nun die Gründe für den Glasfaser-Schreck in Deutschland.
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由于安全顾虑,联邦政府禁止中国国家航运公司中远海运(Cosco)收购汉堡物流公司 Zippel 80% 的股份。联邦经济部的一位发言人在内阁会议后如此表示。该部门随后将发布禁止令。“禁止的原因是安全顾虑。此次收购将加深依赖性,并危及德国及欧盟供应链的韧性。”作为欧洲最大的经济体,德国欢迎外国投资,“但与此同时,也可能存在危及国家安全的投资。”该部发言人表示,因此联邦政府可以根据《对外经济法》和《对外经济条例》,对外国投资者收购德国目标公司的个案进行审查。审查标准是此次收购是否可能危及公共秩序或安全。
联邦卡特尔局曾在 2 月份表示,从竞争角度来看,大型航运公司中远海运可以收购 Reißverschluss 80% 的股份。4 月底有消息称,联邦宪法保卫局对此次收购持有异议。Reißverschluss 通过火车、船舶和卡车运输货物,这些货物包括抵达汉堡和不来梅哈芬等海港的物资。该公司拥有约 350 名员工。按运输量计算,中远海运是全球最大的航运公司之一。该公司已持有汉堡 Tollerort 集装箱码头 24,99% 的股份。
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Metzler Asset Management GmbH | RWS-Aktienfonds*< / > € 126,61< / > +34,85< / >< / > | ODDO BHF Asset Management< / >< / > Exk:PolarisBal DRw< / > € 95,91< / > +22,48< / >< / > Exk:PolsDyn DRw< / > € 116,05< / > +20,79< / >< / > Polaris Flexi DRw< / > € 96,38< / > +17,21< / >< / > Polaris Mod DRw*< / > € 77,51< / > +14,73< / >< / > | 1741 Fund Management AG< / >< / > NW Global Strategy*< / > € 150,82< / > +63,44< / >< / > | Creutz & Partners – The Art of Asset Management< / >< / > C&P Funds ClassiX*< / > € 114,01< / > +34,14< / >< / > C&P Funds DetoX*< / > € 69,72< / > -< / >< / > C&P Funds QuantiX*< / > € 214,50< / > +45,70< / >< / > | Commerz Real< / >< / > hausInvest< / > € 44,19< / > +6,03< / >< / > | DAVIS FUNDS SICAV< / >< / > Global A*< / > $ 68,30< / > +58,98< / >< / > Value Fund A*< / > $ 119,18< / > +76,99< / >< / > | < / > | 电话:069 / 7147-652 www.deka.de< / >< / > AriDeka CF*< / > € 106,37< / > +43,02< / >< / > BasisStrat Flex CF*< / > € 134,80< / > +39,74< / > | Deka International (卢森堡)< / >< / > 1822 Str.Cha.Pl.*< / > €< / > 174,83< / > +40,07< / >< / > 1822 Str.Chance*< / > €< / > 117,09< / > +39,20< / >< / > 1822 Str.Ert.Pl.*< / > €< / > 49,68< / > +21,76< / >< / > 1822 Str.Wachstum*< / > €< / > 62,02< / > +33,69< / >< / > Berol.Ca.Chance*< / > €< / > 80,96< / > +38,15< / >< / > Berol.Ca.Premium*< / > €< / > 110,88< / > +50,07< / >< / > Berol.Ca.Sicherh.*< / > €< / > 43,50< / > +22,58< / >< / > Berol.Ca.Wachst.*< / > €< / > 45,01< / > +33,84< / >< / > DekaEuAktSpezAV*< / > €< / > 193,33< / > +58,85< / >< / > DekaEuAktSpezCF(A)*< / > €< / > 272,45< / > +58,90< / >< / > -FlexZins CF*< / > €< / > 984,18< / > +10,20< / >< / > -FlexZins PB*< / > €< / > 991,85< / > +10,17< / >< / > -FlexZins TF*< / > €< / > 983,57< / > +9,97< / >< / > DekaGlobAktLRCF(A)*< / > €< / > 270,82< / > +30,13< / >< / > -Indust 4.0 CF*< / > €< / > 281,73< / > +64,12< / >< / > -Indust 4.0 TF*< / > €< / > 262,67< / > +60,62< / >< / > -Lifestyle CF*< / > €< / > 88,00< / > -< / >< / > Köln Str.Chance*< / > €< / > 86,60< / > +43,77< / >< / > Köln Str.Ertrag*< / > €< / > 44,96< / > +23,43< / >< / > Köln Str.Wachstum*< / > €< / > 48,29< / > +35,09< / >< / > KölnStr.Chance+*< / > €< / > 77,39< / > +46,81< / >< / > UnterStrat Eu CF*< / > €< / > 193,65< / > +30,17< / > | -Vermögensmanagement GmbH< / >< / > -PfSel ausgew*< / > € 129,13< / > +38,45< / >< / > -PfSel dynam*< / > € 158,60< / > +50,28< / >< / > -PfSel moderat*< / > € 106,86< / > +23,92< / >< / > DekaStruk.5Chance*< / > € 247,46< / > +46,02< / >< / > DekaStruk.5Chance+*< / > € 405,33< / > +50,97< / >< / > DekaStruk.5Ertrag+*< / > € 103,09< / > +24,62< / >< / > DekaStruk.5Wachst.*< / > € 119,79< / > +37,12< / >< / > Hamb Stiftung D*< / > € 988,51< / > +15,36< / >< / > Hamb Stiftung I*< / > € 888,93< / > +15,28< / > |
Hamb Stiftung P* | €< / > 87,39< / > +14,15< / > | Hamb Stiftung T*< / > €< / > 121,15< / > +14,15< / >< / > Haspa TrendKonz P*< / > €< / > 88,85< / > +10,96< / >< / > Haspa TrendKonz V*< / > €< / > 96,29< / > +12,58< / >< / > LBBW Bal. CR 20*< / > €< / > 45,22< / > +15,30< / >< / > LBBW Bal. CR 40*< / > €< / > 55,14< / > +21,26< / >< / > LBBW Bal. CR 75*< / > €< / > 80,21< / > +35,10< / >< / > Priv BaPrem Chance*< / > €< / > 215,67< / > +47,68< / >< / > Priv BaPrem Ertrag*< / > €< / > 46,48< / > +8,21< / > |
MEAG
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HWB Pf. Plus R*< / > €< / > 124,36< / > +26,77< / >< / > HWB Pf. Plus V*< / > €< / > 124,06< / > +26,37< / >< / > HWB Vict.Str.Pf. R*< / > €< / > 1460< / > +21,59< / >< / > HWB Vict.Str.Pf. V*< / > €< / > 1461< / > +21,64< / > | www.meag.comprivatanleger@meag.com< / >< / > AktienSelect A*< / > €< / > 203,55< / > +55,08< / >< / > Dividende A*< / > €< / > 83,31< / > +55,63< / >< / > ERGO Vermög Ausgew*< / > €< / > 65,50< / > +33,97< / >< / > ERGO Vermög Flexi*< / > €< / > 71,03< / > +39,07< / >< / > ERGO Vermög Robust*< / > €< / > 53,49< / > +22,26< / >< / > EuroBalance*< / > €< / > 77,32< / > +43,35< / >< / > EuroErtrag*< / > €< / > 69,46< / > +16,46< / >< / > EuroFlex*< / > €< / > 42,34< / > +10,77< / >< / > EuroInvest A*< / > €< / > 152,53< / > +78,62< / >< / > EuroKapital*< / > €< / > 70,16< / > +49,24< / >< / > EuroRent A*< / > €< / > 27,05< / > +10,05< / >< / > GlobalAktien*< / > €< / > 92,27< / > +88,25< / >< / > GlobalBalance DF*< / > €< / > 87,59< / > +33,16< / >< / > GlobalChance DF*< / > €< / > 112,59< / > +53,93< / >< / > ProInvest*< / > €< / > 306,94< / > +68,91< / >< / > ReturnSelect A*< / > €< / > 57,05< / > +17,05< / >< / > VermAnlage Ret A*< / > €< / > 88,58< / > +37,58< / > | Metzler Asset Management GmbH< / >< / > RWS-DYNAMIK A*< / > €< / > 45,48< / > +38,72< / >< / > RWS-ERTRAG A*< / > €< / > 17,81< / > +23,69< / > | Universal Luxemburg< / >< / > CondorBalance-UI*< / > €< / > 106,24< / > +21,03< / >< / > CondorChance-UI*< / > €< / > 137,01< / > +49,20< / >< / > CondorTrends-UI*< / > €< / > 125,04< / > +34,13< / > |
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Infront 受基金公司委托发布基金数据,旨在为投资者提供一项特别服务。
Demnach scheuen 27 Prozent der DSL- und Kabelkunden den Aufwand eines Technikwechsels. Weitere 19 Prozent lassen sich durch Berichte über Probleme beim Ausbau oder bei der Anschaltung abschrecken. Und 57 Prozent sagen, ihre Bedenken ließen sich am ehesten durch faire und leicht verständliche Preise ausräumen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Verbraucher weniger von den technischen Vorteilen überzeugt werden müssen als von einem unkomplizierten und verlässlichen Wechselprozess. Für die Anbieter entsteht daraus eine Herausforderung. Der Nutzen der Technologie gilt vielen als bekannt. Zweifel bestehen häufig bei Kosten, Ablauf und möglichem Aufwand.
„Die meisten Glasfaser-Anbieter konzentrieren sich bei der Bewerbung ihrer Produkte auf die stabile Technik und den hohen Speed. Mit guten Preisen wird kaum geworben – zu Unrecht“, sagt Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox. „Unsere Analysen zeigen, dass Neukunden bei Glasfaser häufig mehr Leistung für sogar weniger Geld bekommen.“
Die Umfrage zeigt zudem, welche konkreten Unterstützungsangebote Verbraucher überzeugen könnten. Für 39 Prozent wäre eine durchgehende Online-Garantie bis zur vollständigen Tarifschaltung hilfreich. 32 Prozent wünschen sich einen verlässlichen Wechseltermin. 27 Prozent nennen Beratung zu den technischen Voraussetzungen als wichtigen Faktor. Jeder
Fünfte würde sich durch eine dauerhaft erreichbare Hotline mit geschulten Beratern sicherer fühlen.
„Technische Unterstützung beim Wechsel ist heute zumindest bei den großen Anbietern keine Ausnahme mehr, sondern Standard“, sagt Schamberg. Neben Installationshilfen würden Provider teilweise auch Online-Garantien über DSL oder Mobilfunk anbieten. „Moderne Router sind meist im Handumdrehen installiert, ohne technisches Vorwissen.“
Einige Daten ihres Glasfaser-Monitors hat Verivox bereits im Vorfeld veröffentlicht. Demnach würden vier von zehn aktuellen DSL- und Kabelkunden selbst dann nicht auf Glasfaser wechseln, wenn ein Ausbau an ihrem Wohnort erfolgte. Der Monitor hatte zudem ergeben, dass 22 Prozent zwar einen Glasfaseranschluss im Haus haben, diesen aber nicht nutzen.
Die Verivox-Umfrage verdeutlicht darüber hinaus Informationsdefizite. 17 Prozent der Befragten wissen nach eigenen Angaben nicht, ob sie überhaupt einen Glasfaseranschluss erhalten könnten. Knapp jeder Vierte hat sich bislang nicht über Glasfasertarife informiert und plant dies auch künftig nicht. Für die Netzbetreiber ist das ein Problem. Millionen Haushalte könnten theoretisch erreicht werden, beschäftigen sich aber kaum mit dem Thema.
Der Ausbau allein reicht offenbar nicht aus, um Kunden zum Wechsel zu bewegen. „Die Nachfrage bleibt verhalten, obwohl Glasfaser klar die beste Anschlusstechnik ist“, sagt Schamberg. Neben den Anbietern sieht er auch die Politik gefordert. „Deutschland braucht einen aktiven, offenen Wettbewerb mit mehreren Tarifanbietern an einer Adresse.“ Für eine erfolgreiche Migration von Kupfer- zu Glasfasernetzen genüge es nicht, dass Kabel in der Straße lägen. Entscheidend sei, dass Verbraucher tatsächlich attraktive Angebote und Auswahlmöglichkeiten vorfänden.
为什么国际企业在扩大对华投资
江苏省南通市近海离岸风电设施的维护工作

能源转型不仅在改变中国经济,也为国际企业开辟了新的商业机遇。对于许多全球性集团而言,中国正日益成为测试、进一步开发并大规模应用绿色技术的重要基地。
中国经济政策的长期目标为这一发展提供了助力。在 2026 年至 2030 年的第 15 个五年计划中,经济与社会的全面生态转型发挥着重要作用。其目标是建立一个清洁、低碳、安全且高效的能源体系。国际企业认为,这创造了可靠的框架条件和新的投资激励。
“政治路线图进一步增强了我们对中国市场长期前景的信心,”阿克苏诺贝尔(Akzo-Nobel)中国区总裁 Karen Yin 表示。市场的持续开放使国际企业能够更深入地参与到新解决方案的开发中。对于像阿克苏诺贝尔这样的集团来说,这早已不再仅仅是关于在华投资,而是共同推动创新。
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Die Bundesregierung untersagt wegen Sicherheitsbedenken den Verkauf von 80 Prozent der Anteile des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco. Das sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums nach einer Kabinettsitzung. Das Ministerium werde im Anschluss den Untersagungsbescheid erlassen. „Grund für die Untersagung sind Sicherheitsbedenken. Der Erwerb hätte Abhängigkeiten vertieft und die Resilienz von Lieferketten Deutschlands und der EU gefährdet.“ Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas heiße ausländische Investitionen willkommen. „Gleichzeitig kann es Investitionen geben, die die Sicherheit des Landes gefährden.“ Die Bundesregierung könne daher auf Grundlage des Außenwirtschaftsgesetzes und der Außenwirtschaftsverordnung den Erwerb eines deutschen
Zielunternehmens durch einen ausländischen Investor im Einzelfall prüfen, sagte der Sprecher des Ministeriums. Prüfmaßstab sei dabei, ob der Erwerb voraussichtlich die öffentliche Ordnung oder Sicherheit gefährde.
Das Bundeskartellamt hatte im Februar mitgeteilt, dass die Großreederei Cosco aus Wettbewerbssicht 80 Prozent der Reißverschluss-Anteile übernehmen darf. Ende April wurde bekannt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz Bedenken gegen die Übernahme hat. Reißverschluss transportiert mit Zügen, Schiffen und Lastwagen Waren, die unter anderem an den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven ankommen. Das Unternehmen hat rund 350 Beschäftigte. Die Reederei Cosco gehört nach der Transportmenge zu den größten der Welt. Sie ist bereits mit 24,99 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort beteiligt.
dpa/ll/saha
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对于赢创(Evonik)而言,中国在过去几年的角色也发生了根本性变化。“中国不再仅仅是一个巨大的销售市场或生产基地,”赢创中国区总裁 Xia Fuliang 表示。相反,这里已经形成了一个创新、基础设施、人才和工业网络协同作用的环境,从而为国际企业创造了新的可能性。
许多企业将高需求与高效工业集群的结合视为决定性优势。对气候友好型技术的巨大需求加速了这些技术的市场投放,并实现了更快的开发周期。
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Warum internationale Konzerne ihre
Investitionen in China ausbauen
Wartung von Offshore-Windkraftanlagen vor Nantong in der Provinz Jiangsu

Die Energiewende verändert nicht nur Chinas Wirtschaft. Sie eröffnet auch internationalen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Für viele globale Konzerne entwickelt sich das Land zunehmend zu einem wichtigen Standort, um grüne Technologien zu erproben, weiterzuentwickeln und in großem Maßstab einzusetzen.
Rückenwind erhält diese Entwicklung durch die langfristigen Ziele der chinesischen Wirtschaftspolitik. Im 15. Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 spielt die umfassende ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft eine wichtige Rolle. Ziel ist der Aufbau eines sauberen, CO $_{2}$ -armen, sicheren und effizienten Energiesystems. Für internationale Unternehmen schafft dies nach eigener Einschätzung verlässliche Rahmenbedingungen und neue Investitionsanreize.
„Der politische Fahrplan hat unser Vertrauen in die langfristigen Perspektiven des chinesischen Marktes weiter gestärkt“, sagt Karen Yin, Präsidentin von Akzo-Nobel China. Die fortschreitende Öffnung des Marktes ermögliche es internationalen Unternehmen, sich stärker in die Entwicklung neuer Lösungen einzubringen. Für Konzerne wie AkzoNobel gehe es längst nicht mehr nur darum, in China zu investieren, sondern gemeinsam Innovationen voranzutreiben.
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几项大规模投资表明,这种转变在具体项目中体现得多么强烈。巴斯夫(BASF)正在推进其湛江一体化基地的低碳导向,并加强对可再生能源的利用。施耐德电气(Schneider Electric)为中国企业提供能源管理、自动化和数字化的解决方案。西门子(Siemens)则通过智能电力系统、可持续生产和能效技术扩大其业务活动。
对于赢创来说,这一发展在近期通过多个新项目得到了体现。仅在 2026 年上半年,该公司就投产了位于四川省乐山市的一座新过氧化氢工厂,扩大了在南京的特种胺生产,并开设了首个基于 AEM 技术的绿氢技术中心。
“这些项目不仅反映了我们对中国市场潜力的信心,”Xia 表示。它们还表明了一种信念,即中国将继续成为全球商业模式创新与转型的重要来源。
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Auch für Evonik hat sich die Rolle Chinas in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. „China ist nicht mehr nur ein großer Absatzmarkt oder Produktionsstandort“, sagt Xia Fuliang, Präsident von Evonik China. Vielmehr sei ein Umfeld entstanden, in dem Innova-
tion, Infrastruktur, Talente und industrielle Netzwerke zusammenwirken und damit neue Möglichkeiten für internationale Unternehmen schaffen.
Als entscheidenden Vorteil gilt vielen Unternehmen die Kombination aus hoher Nachfrage und leistungsfähigen Industrieclustern. Die enorme Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien beschleunige deren Markteinführung und ermögliche schnellere Entwicklungszyklen.
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能源密集型产业也正感受到这种变革。对于专门从事航运和能源行业解决方案的 Everllence 公司而言,中国被视为开发和实施低排放技术的中心地带。
据该公司数据显示,2026年第一季度,中国在全球新造船订单量中位居首位。值得注意的是:超过 80% 的新订单为所谓的“绿色船舶”。
Everllence 正与中国船舶集团(CSSC)和中远海运(COSCO Shipping Lines)等中国合作伙伴共同研发降低海运排放的解决方案。2026年6月,上海中远重工完成了“Seaspan Yangtze”号船舶的甲醇动力改装。该项目在三个月内完成,据公司称,该船的排放值比国际参考值降低了 55%。对于许多国际企业来说,中国市场的重要性如今已远远超出了传统的生产或销售活动。巨大的国内市场、工业化的供应链以及多样化的应用可能性,使这个国家成为众多公司测试下一代绿色技术的重要试验场。
在全球经济多处面临不确定性和碎片化挑战之际,许多企业寄希望于气候友好型技术的投资将成为未来的核心增长驱动力。而中国在其中为许多企业扮演着中心角色。
郑欣(Zheng Xin)
摄影:徐丛君(Xu Congjun)
Wie stark sich dieser Wandel bereits in konkreten Projekten niederschlägt, zeigen mehrere Großinvestitionen. BASF treibt die CO₂-arme Ausrichtung seines Verbundstandorts in Zhanjiang voran und setzt dabei verstärkt auf erneuerbare Energien. Schneider Electric
liefert Lösungen für Energiemanagement, Automatisierung und Digitalisierung an chinesische Unternehmen. Siemens baut seine Aktivitäten mit Technologien für intelligente Stromsysteme, nachhaltige Produktion und Energieeffizienz aus.
Für Evonik wurde die Entwicklung zuletzt durch mehrere neue Projekte sichtbar. Allein im ersten Halbjahr 2026 nahm das Unternehmen unter anderem eine neue Wasserstoffperoxid-Anlage in Leshan in der Provinz Sichuan in Betrieb, erweiterte seine Produktion von Spezialaminen in Nanjing und eröffnete sein erstes Technologiezentrum für grünen Wasserstoff auf Basis der AEM-Technologie.
„Diese Projekte spiegeln nicht nur unser Vertrauen in das Marktpotenzial Chinas wider“, sagt Xia. Sie zeigten auch die Überzeugung, dass das Land weiterhin eine wichtige Quelle für Innovation und Transformation globaler Geschäftsmodelle bleibe.
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历史建筑模型连接柏林与北京
1929年,习富权(Xi Fuquan)在柏林工业大学获得博士学位,成为首批拥有德国博士学位的中国建筑师之一。在研究过程中,他在柏林民族博物馆研究了三件清朝的精巧建筑模型。这些完全由纸制成的模型被称为“堂样”,是由宫廷工匠创作的。它们旨在向统治者展示陵墓在动工前的预期样子。近一个世纪以来,这项研究几乎未受到关注。2021年,来自中国和德国的学生重启了这项工作。研究重点是习富权此前研究过的两件“堂样”:清朝皇家陵墓地下宫殿的模型。其中一件目前保存在北京清华大学的收藏馆中,另一件则在柏林民族博物馆。
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Der Wandel macht sich auch in energieintensi- ven Industrien bemerkbar. Für das Unternehmen Everllence, das auf Lösungen für die Schiff-
tahrts- und Energiebranche spezialisiert ist, gilt China als zentraler Standort für die Entwicklung und Umsetzung emissionsärmerer Technologien.
Nach Angaben des Unternehmens lag China im ersten Quartal 2026 bei neuen Schiffbauaufträgen weltweit an der Spitze. Auffällig dabei: Mehr als 80 Prozent der Neuaufträge entfielen auf sogenannte grüne Schiffe.
Gemeinsam mit chinesischen Partnern wie CSSC und COSCO Shipping Lines arbeitet Everllence an Lösungen zur Senkung von Emissionen im Seeverkehr. Im Juni 2026 wurde bei
Shanghai COSCO Heavy Industry eine mit Methanol betriebene Umrüstung des Schiffes „Seaspan Yangtze“ abgeschlossen. Das Projekt wurde innerhalb von drei Monaten umgesetzt und reduziert laut Unternehmen den Emissionswert des Schiffes um 55 Prozent gegenüber internationalen Referenzwerten. Für viele internationale Unternehmen reicht die Bedeutung des chinesischen Marktes inzwischen weit über klassi-
sche Produktions- oder Vertriebsaktivitäten hinaus. Die Verbindung aus großem Binnenmarkt, industrialisierten Lieferketten und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten macht das Land für zahlreiche Firmen zu einem wichtigen Testfeld für die nächste Generation grüner Technologien.
Während die globale Wirtschaft vielerorts mit Unsicherheiten und Fragmentierung konfrontiert ist, setzen zahlreiche Unternehmen darauf, dass Investitionen in klimafreundliche Technologien künftig zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehören werden. China spielt dabei für viele von ihnen eine zentrale Rolle.
Zheng Xin
Fotos: Xu Congjun
自2021年起,清华大学建筑学院与柏林工业大学建筑与城市历史专业的学生共同开展该项目。尽管时区、语言和文化背景各异,他们依然交流研究成果,对比数据并互访。
中国学生带来了关于清代传统工艺和文化遗产保护的深厚知识。德国学生则提供了新的视角,例如将这些模型与欧洲文艺复兴时期的建筑实例联系起来。双方共同利用X射线技术对模型进行透视,以揭示隐藏的内部结构。此外,他们还在显微镜下研究了颜料、纸张和粘合剂。在此过程中,他们纠正了一个长期存在的归属错误:柏林馆藏的模型实际上展示的是清朝第十位皇帝同治的惠陵地宫,而此前一直被认为是清朝第十一位皇帝光绪的崇陵模型。德国学生还按照原尺寸制作了一个惠陵地宫模型的复制品。他们仔细地临摹了黄色纸条上的汉字,将其视作图像般精准地描绘。
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Historische Architekturmodelle verbinden Berlin und Beijing
1929 promovierte Xi Fuquan an der Technischen Universität Berlin und gehörte damit zu den ersten chinesischen Architekten mit einem deutschen Doktortitel. Für seine Forschung untersuchte er im Ethnologischen Museum Berlin drei filigrane Architekturmodelle aus der Qing-Dynastie. Die vollständig aus Papier gefertigten Modelle, sogenannte Tangyang, waren von

Co-Kuratorin Wen Wen präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts
Handwerkern am Kaiserhof geschaffen worden. Sie sollten den Herrschern zeigen, wie ihre Grabanlagen aussehen würden, noch bevor der Bau begann. Fast ein Jahrhundert lang fand die Forschung kaum Beachtung. 2021 nahmen Studierende aus China und Deutschland die Arbeit wieder auf. Im Mittelpunkt standen zwei jener Tangyang, die bereits Xi Fuquan untersucht hatte: Modelle unterirdischer Paläste kaiserlicher Grabanlagen aus der Qing-Dynastie. Eines wird heute in der Sammlung der Tsinghua-Universität in Beijing aufbewahrt, das andere im Ethnologischen Museum Berlin.

3D-gedruckter Nachbau eines historischen Tangyang-Modells
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研究成果、纠正后的归属以及复制品在名为“对话与传承:德中唐样研究文献展”的展览中展出。该展于2月至5月在北京恭王府展出。
在制作过程中,除了纸张,偶尔也会用到木材。“唐样”一词源于传统的制作工艺:工匠用热铁塑造屋顶的部分部件。其功能可以与今天的3D可视化相类比。
“在工匠完成模型后,统治者就可以看到建筑的形状和设计,”共同策展人林玉岑解释道,“它是一种媒介,将数字和图纸等抽象概念转化为决策者能够清晰理解的实物。”共同策展人温文认为,即使在现代建模软件时代,唐样依然具有特殊价值。“首先,它是一件文化遗产。它记录了那个时代的特定社会和历史条件,因此像任何其他文物一样值得研究,”她说。同时,这些模型也提供了洞察中国建筑史的视角。
“通过唐样,我们希望了解古人如何盖房子,如何设计建筑,以及这些建筑背后的人们如何生活、如何度过日常生活,”温文说道。通过该项目,许多德国学生意识到进一步研究这一领域是值得的。目前,双方正在讨论深化长期合作。
杨飞跃(Yang Feiyue)
摄影:姜东(Jiang Dong)
Seit 2021 arbeiten Studierende der Architekturfakultät der Tsinghua-Universität und des Fachgebiets Bau- und Stadtgeschichte der Technischen Universität Berlin gemeinsam an dem Projekt. Trotz unterschiedlicher Zeitzonen, Sprachen und kultureller Hintergründe tauschen sie Forschungsergebnisse aus, vergleichen Daten und besuchen sich gegenseitig.
Die chinesischen Studierenden bringen fundierte Kenntnisse des traditionellen Handwerks der Qing-Dynastie und der Bewahrung des kulturellen Erbes ein. Die deutschen Studierenden steuern neue Perspektiven bei, etwa in dem sie die Modelle mit Architekturbeispielen der europäischen Renaissance in Beziehung setzen. Gemeinsam durchleuchteten sie die Modelle mit Rönt-gentechnik, um verborgene innere Strukturen sichtbar zu machen. Unter dem Mikroskop untersuchten sie außerdem Pigmente, Papier und Klebstoffe. Dabei kor-rigierten sie eine lange bestehende Fehlzuordnung: Das Berliner Modell zeigt den unterirdischen Palast des Huiling-Mausoleums von Tongzhi, des zehnten Kaisers der Qing-Dynastie. Zuvor galt es als Modell des Chongling-Mausoleums von Guangxu, des elften Qing-Kaisers. Die deutschen Studierenden fertigten zudem einen Nachbau des Modells des unterirdischen Palasts im Huiling-Mausoleum in Originalgröße an. Die chine-sischen Schriftzeichen auf den gelben Papierstreifen zeichneten sie sorgfältig nach, als wären die Zeichen Bilder.
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中国制造商正日益将智能机器人引入欧洲
马拉松
人形机器人“Lightning”于 19. 4月赢得北京机器人半程马拉松
在一个四月的早晨,12.000 多名跑者在北京南郊的半程马拉松起跑线上准备就绪。在他们身边,100 多台人形机器人也在等待起跑信号。其中一台名为“Lightning”。由荣耀启天大圣团队研发的这台机器在 50 分钟 26 秒后抵达终点,比人类的世界纪录快了近七分钟。
然而,值得关注的不仅是时间,还有许多机器人在赛道上的移动方式。约 40 Prozent 的团队采用了完全自主导航。而在去年,这些机器仍由远程控制。包括激光雷达(LiDAR)和纯视觉导航在内的自动驾驶技术,现在也被应用于双足机器人中。
这场比赛的背后是一个快速增长的中国产业。根据CCID Media与《中国电子报》3月共同发布的一份报告,中国目前已有 140 多家人形机器人制造商。据此,年出货量达到 14.400 台。这相当于全球总量的 84,7 Prozent。这意味着全球每十台出货的人形机器人中,就有八台以上来自中国。
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Die Forschungsergebnisse, die korrigierte Zuordnung und der Nachbau wurden in der Ausstellung „Dialog und Weitergabe: Eine Dokumentation deutsch-chine-sischer Forschung zu Tangyang-Modellen" präsentiert. Sie war von Februar bis Mai im Palast des Prinzen Gong in Beijing zu sehen.
Neben Papier kam bei der Herstellung vereinzelt auch Holz zum Einsatz. Der Begriff Tangyang geht auf die traditionelle Fertigungstechnik zurück: Handwerker formten Teile der Dächer mit einem heißen Eisen. Ihre Funktion lässt sich mit heutigen 3D-Visualisierungen vergleichen.
„Nachdem die Handwerker das Modell fertiggestellt hatten, konnten die Herrscher Form und Gestaltung des Gebäudes sehen“, erklärt Co-Kurator Lin Yucen. „Es war ein Medium, das abstrakte Konzepte wie Zahlen und Zeichnungen in etwas Greifbares verwandelte, das der Entscheidungsträger klar verstehen konnte.“ Auch im Zeitalter moderner Modellierungssoftware besitzen Tangyang nach Ansicht von Co-Kuratorin Wen Wen einen besonderen Wert. „Erstens ist es ein Kultur-gut. Es dokumentiert bestimmte gesellschaftliche und historische Bedingungen seiner Zeit und ist deshalb wie jedes andere Artefakt eine Untersuchung wert“, sagt sie. Gleichzeitig bieten die Modelle einen Einblick in die Architekturgeschichte Chinas.
„Mit Tangyang wollen wir nachvollziehen, wie die Menschen früher Häuser bauten, wie sie Gebäude entwarfen und wie die Menschen hinter diesen Bauwerken lebten und ihren Alltag verbrachten“, sagt Wen Wen. Durch das Projekt hätten viele deutsche Studierende erkannt, dass sich eine weitere Beschäftigung mit diesem Forschungsfeld lohnt. Beide Seiten sprechen inzwischen über eine vertiefte, langfristige Zusammenarbeit.
Yang Feiyue
Fotos: Jiang Dong
领先的供应商之一是来自上海的AgiBot公司。根据市场研究公司Omdia的一份报告,AgiBot是全球最大的人形机器人供应商。在 2025 年,该公司开始向海外客户交付产品。今年1月,其在马来西亚开设了首个国际体验中心。
2026 年2月底,该公司随后进军欧洲。在慕尼黑举行的一场活动中,AgiBot宣布进入德国市场。会上展示了通用机器人以及针对欧洲市场量身定制的行业特定系统解决方案。
一项与敏实集团(Minth Group)的战略合作伙伴关系受到了特别关注,后者是一家全球性的汽车车身及结构件制造商。根据协议,敏实的国际工厂网络将作为AgiBot机器人的训练环境。在这些真实的生产环境中,机器将进行学习、收集数据并进一步优化其算法。
“这次合作不仅推动了我们自身生产的智能化升级,还为机器人行业提供了来自真实应用场景的宝贵数据,”敏实集团董事长兼首席执行官Esther Wei表示。通过这种方式,算法和技术可以得到更快速的开发。
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Chinesische Hersteller bringen intelligente Robotik zunehmend nach Europa
马拉松
Der humanoide Roboter „Lightning“ gewinnt am 19. April den Roboter-Halbmarathon in Beijing
An einem Aprilmorgen stehen in den südlichen Vorworten Beijings mehr als 12.000 Läufer an der Startlinie eines Halbmarathons. Neben ihnen warten über 100 humanoide Roboter auf das Startsignal. Einer von ihnen heißt „Lightning“. Die Maschine des Teams Honor Qitian Dasheng erreicht nach 50 Minuten und 26 Sekunden das Ziel, was fast sieben Minuten schneller ist als der menschliche Weltrekord.
Bemerkenswert ist jedoch nicht allein die Zeit, sondern auch die Art, wie sich viele der Roboter über die Strecke bewegen. Rund 40 Prozent der Teams setzen auf vollständig autonome Navigation. Im Vorjahr waren
die Maschinen noch ferngesteuert worden. Technologien aus dem autonomen Fahren, darunter LiDAR und eine ausschließlich kamerabasierte Navigation, kommen nun auch bei zweibeinigen Robotern zum Einsatz.
Hinter dem Rennen steht eine chinesische Industrie, die schnell wächst. Nach einem im März gemeinsam von CCID Media und China Electronics News veröffentlichten Bericht gibt es in China mittlerweile mehr als 140 Hersteller humanoider Roboter. Die jähr-
lichen Auslieferungen belaufen sich demnach auf 14.400 Einheiten. Das entspricht 84,7 Prozent des weltweiten Gesamtvolumens. Mehr als acht von zehn weltweit ausgelieferten humanoiden Robotern kommen damit aus China.
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出口数据同样显示了该行业的国际重要性。2026 年上半年,中国出口了各类机器人,总价值达 248.5 亿元人民币,约合 31.9 亿欧元。交付目的地涵盖 140 多个国家和地区。其中,清洁机器人约占出口额的 70%,成为海外业务最大的增长驱动力。
深圳南山区的情况展示了商业应用场景的多元化。总部位于该区的普渡机器人(Pudu Robotics)向 80 多个国家和地区供应服务机器人。其产品线除地面清洁设备外,还包括在繁忙餐厅中运送食物的机器人,以及在欧洲和东南亚购物中心迎接顾客的系统。据该公司称,截至 2025 年底,普渡机器人已累计交付 120.000 台机器人。
在附近的一个科技园区,一款四足机器人正在接受测试。在一次演示中,这台重 62 公斤的机器完成了后空翻、侧空翻以及一次离地 87 厘米的旋转跳跃。
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Zu den führenden Anbietern zählt das Unternehmen AgiBot aus Shanghai. Laut einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Omdia ist AgiBot der weltweit größte Lieferant humanoider Roboter. Im Jahr 2025 begann das Unternehmen mit Auslieferungen an Kunden im Ausland. Im Januar eröffnete es sein erstes internationales Erlebniszentrum in Malaysia.
Ende Februar 2026 folgte der Schritt nach Europa. Bei einer Veranstaltung in München gab AgiBot seinen Eintritt in den deutschen Markt bekannt. Vorgestellt wurden universell einsetzbare Roboter sowie branchenspezifische Systemlösungen, die auf den europäischen Markt zugeschnitten sind.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine strategische Partnerschaft mit der Minth Group, einem weltweit tätigen Hersteller von Karosserie- und Strukturteilen für die Automobilindustrie. Im Rahmen der Vereinbarung soll das internationale Fabriknetzwerk von Minth als Trainingsumgebung für die Roboter von AgiBot dienen. In diesen realen Produktionsumfeld sollen die Maschinen lernen, Daten sammeln und ihre Algorithmen weiterentwickeln.
„Diese Partnerschaft treibt nicht nur die intelligente Modernisierung unserer eigenen Fertigung voran, sondern liefert der Robotikbranche auch wertvolle Daten aus realen Anwendungsszenarien“, sagt Esther Wei, Vorstandsvorsitzende und CEO der Minth Group. Dadurch könnten Algorithmen und Technologien schneller weiterentwickelt werden.
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中国工业机器人也越来越多地应用于本土市场之外。总部位于深圳、专注于工业机器人手臂的 Dobot 公司,目前将其精密系统供应至 100 多个国家和地区。这些机器承担着从精细组装到重型起吊的各项任务,应用场景包括工厂和仓库。对于 Dobot 的营销总监谢凯旋(Xie Kaixuan)而言,核心任务是将所谓的“具身智能”从实验室演示转化为商业实践。深圳的一家电影院就提供了一个实例:那里有一台由 Dobot 制造的人形机器人,能够全自动销售爆米花。据该公司称,该机器每天工作 14 小时,日营业额超过 20.000 元人民币。
马思 / 陈博文
摄影:何冠新

Auch die Exportzahlen zeigen die internationale Bedeutung der Branche. In der ersten Jahreshälfte 2026 führte China Roboter verschiedener Kategorien im Gesamtwert von 24,85 Milliarden Yuan aus, umgerechnet rund 3,19 Milliarden Euro. Die Lieferungen gingen in mehr als 140 Länder und Regionen. Fast 70 Prozent der Exporte entfielen auf Reinigungsroboter. Sie bildeten damit den größten Wachstumstreiber des Auslandsgeschäfts.
Wie vielfältig die kommerziellen Einsatzmöglichkeiten bereits sind, zeigt ein Blick in den Stadtbezirk Nanshan in Shenzhen. Das dort ansässige Unternehmen Pudu Robotics liefert Serviceroboter in mehr als 80 Länder und Regionen. Zum Angebot zählen neben Bodenreinigungsmaschinen auch Roboter, die Speisen durch belebte Restaurants transportieren, sowie Systeme, die Kunden in Einkaufszentren in Europa und Südostasien begrüßen. Bis Ende 2025 hatte Pudu nach eigenen Angaben insgesamt 120.000 Roboter ausgeliefert.
In einem nahe gelegenen Technologiepark wird ein vierbeiniger Roboter getestet. Bei einer Vorführung absolviert die 62 Kilogramm schwere Maschine Rückwärtssalti, Seitwärtssalti und einen Drehsprung, bei dem sie 87 Zentimeter vom Boden abhebt.
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Auch chinesische Industrieroboter kommen zunehmend außerhalb des Heimatmarktes zum Einsatz. Das in Shenzhen ansässige Unternehmen Dobot, das auf industrielle Roboterarme spezialisiert ist, liefert seine Präzisionssysteme mittlerweile in mehr als 100 Länder und Regionen. Die Maschinen übernehmen sowohl filigrane Montagearbeiten als auch schwere Hebeaufgaben, unter anderem in Fabriken und Lagerhäusern. Für Xie Kaixuan, Marketingdirektor von Dobot, liegt die zentrale Aufgabe darin, sogenannte verkörperte Intelligenz aus der Labordemonstration in die kommerzielle Praxis zu überführen. Ein Beispiel dafür findet sich bereits in einem Kino in Shenzhen: Dort verkauft ein humanoider Roboter von Dobot vollautomatisch Popcorn. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet die Maschine 14 Stunden täglich und erzielt einen Tagesumsatz von mehr als 20.000 Yuan.
Ma Si/Chen Bowen
Fotos: He Guanxin

在一个传统的庭院里,阳光透过雕刻精美的木窗,洒在摆满竹条和彩色纸张的桌子上。在黄山脚下宏村的一个非物质文化遗产工作坊中,汉萨城市施特拉尔松德(Stralsund)的市长亚历山大·巴德罗(Alexander Badrow)正将最后一根竹框放入一个传统的鱼灯中。
这看起来像是一次手工练习,但它象征着一种跨越洲际而建立的联系。自 2015 年起,施特拉尔松德与黄山建立了友好城市关系,双方基于在处理历史遗产方面的共同经验开展合作。
乍一看,两者的差异似乎极大。施特拉尔松德拥有作为波罗的海地区重要汉萨城市的悠久历史。而徽州历史地区(大致相当于今天的黄山市)在数百年间曾是中国重要的贸易中心。直到今天,这段历史依然塑造着这两个地区的文化遗产。历史建筑和独特的城市景观依然见证着过去,并决定着当地的生活。黄山以及西递、宏村等古村落均被列入联合国教科文组织世界遗产名录。施特拉尔松德的老城也因其砖砌哥特式建筑而与维斯马(Wismar)共同被列为世界遗产。

色彩斑斓且原汁原味:安徽省黄山汤口风景区内的传统表演
在巴德罗看来,两座城市的联系不仅仅在于历史。
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尽管施特拉尔松德的砖砌哥特式建筑与中国传统建筑截然不同,但无论是最初的建造还是如今的修复,当地工匠所创造的成果都令人印象深刻。
在访问黄山期间,最令他信服的是当地对历史遗产的处理方式。他特别注意到历史建筑得到了细致的修复与保护。在施特拉尔松德,人们也追求同样的目标。此外,尤其值得关注的是,这些历史遗迹并非博物馆。人们在那里生活、工作,并一直塑造着至今的城市面貌。
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In einem traditionellen Innenhof fällt Sonnenlicht durch kunstvoll geschnitzte Holzfenster auf einen Tisch voller Bambusstreifen und farbigem Papier. Hier, in einem Workshop für immaterielles Kulturerbe im Dorf Hongcun am Fuße des Huangshan-Gebirges, setzt Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, den letzten Bambusrahmen in eine traditionelle Fischlaterne ein.
Was wie eine handwerkliche Übung wirkt, steht symbolisch für eine Verbindung, die über Kontinente hinweg gewachsen ist. Seit 2015 besteht zwischen Stralsund und Huangshan eine Städtepartnerschaft, die auf gemeinsamen Erfahrungen im Umgang mit historischem Erbe aufbaut.
Auf den ersten Blick könnten die Unterschiede kaum größer sein. Stralsund blickt auf eine lange Geschichte als bedeutende Hansestadt im Ostseeraum zurück. Die historische Region Huizhou, die weitgehen dem heutigen Huangshan entspricht, war über Jahrhunderte ein wichtiges Handelszentrum Chinas. Bis heute prägt diese Geschichte das kulturelle Erbe beider Regionen. Historische Gebäude und einzigartige Stadtbilder zeugen noch immer von dieser Vergangenheit und bestimmen das Leben vor Ort. Das Huangshan-Gebirge sowie die historischen Dörfer Xidi und Hongcun gehören zum UNESCO-Welterbe. Auch Stralsunds Altstadt zählt gemeinsam mit Wismar wegen ihrer Backsteingotik zum Welterbe.

Farbenfroh und authentisch: Die traditionelle Darbietung auf dem Gelände der Tangmo Scenic Area bei Huangshan in der Provinz Anhui
Für Badrow liegt die Verbindung der beiden Städte nicht allein in ihrer Geschichte.
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许多在历史古镇生活和工作的人也认同这一观点。对他们而言,文化遗产并非玻璃罩中的展品,而是日常生活的一部分。
“我们的房子有几百年历史了,但它们是有生命力的,”在西递历史家族住宅中经营民宿的李胜涛说道。在这些村落被列入联合国教科文组织世界遗产名录后,居民们共同制定了关于历史建筑翻修和维护的规则。任何想要进行改动的人必须提交申请以获得批准。其目标是在不限制使用功能的前提下,保留房屋的特色。
西递非物质文化遗产体验中心主任吴玉明同时指出了这一发展带来的经济影响。如今,许多居民就在自家门口经营旅馆、民宿、餐厅或咖啡馆。历史村落的复兴创造了大量就业机会。
在施特拉尔松德,如何正确对待历史建筑结构的问题同样至关重要。“文物保护需要在过去与未来之间找到一个合理且健康的平衡。如果人们无法在其中适宜地生活,那么原封不动地复制一座历史建筑就没什么意义,” “拯救施特拉尔松德古城”协会主席奥拉夫·弗罗梅(Olaf Fromme)表示。
跨国交流
正因如此,弗罗梅认为与黄山的交流具有巨大潜力。他认为,两座城市走过了不同的道路,在保护历史建筑和保持古城活力方面可以相互学习。
施特拉尔松德代表在黄山制作传统的徽州鱼灯
目前,这种交流也在机构层面进一步深化。在黄山举行的全球市长对话期间,黄山市文化和旅游局与施特拉尔松德文物保护局签署了一项合作协议。此外,黄山计划在德国设立一个旅游促进中心,并为具备欧洲语言能力的导游开展培训计划。
黄山市外事办公室副主任方倩认为,这是共同工作的延续。在共同文化遗产的基础上,两市希望进一步扩大在旅游、文化交流以及经贸关系领域的合作。
“无论是黄山还是施特拉尔松德,它们都是人类共同的瑰宝。我们肩负着共同的使命,去保护它们、维护它们,并将它们传递给后代,”方倩说道。
侯晨晨 / 张周祥 / 朱立新
摄影:肖本祥
从外部观察,韩国电影正经历着前所未有的繁荣时期。最迟自 2019 年奉俊昊的《寄生虫》在戛纳获得金棕榈奖,以及《鱿鱼游戏》风靡全球以来,韩国被视为好莱坞可以学习的电影强国。但在韩国国内,情况则有所不同。那里讨论的是危机和资金短缺,朴赞郁在接受《世界报》(WELT)采访时将其概括为:“电影院空了。”
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Die Backsteingotik in Stralsund und die traditionelle chinesische Architektur seien zwar sehr unterschiedlich. Beeindruckend sei jedoch, was Handwerker dort geschaffen hätten, sowohl beim ursprünglichen Bau als auch bei der Restaurierung heute.
Bei seinem Besuch in Huangshan habe ihn vor allem der Umgang mit dem historischen Erbe überzeugt. Besonders aufgefallen seien ihm die sorgfältige Restaurierung und der Erhalt der historischen Gebäude. Ähnliches habe man auch in Stralsund angestrebt. Besonders bemerkenswert sei zudem, dass die historischen Orte keine Museen seien. Die Menschen lebten dort, arbeiteten dort und prägten das Stadtbild bis heute.
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真的。”对我来说,这几乎是一次冲击。我在内心深处感到非常安静,并因此受伤。我想:啊,现在这种发生在别人身上的现象,也发生在我身上了。我曾非常认真地考虑过拍一部不同的电影,并全力以赴地投入到这项任务中。但在工作过程中,我意识到了您刚才所描述的情况:我内心深处有一些东西,在我的电影中一次又一次地出现。
罗弘镇(Na Hong-jin)正以他迄今为止拍摄的最宏大作品与之抗衡。在讲述山村中关于附身与迷信的惊悚片《 곡성》(The Wailing)十年后,《Hope》的故事发生在一个靠近北韩边境的小村庄里,那里如此偏僻且破旧,以至于人们会以为那里还生存着老虎。而随后真正袭击该地的事物则更为可怕。片中有一支总是慢半拍的村警部队,以及自《追击者》(The Chaser)以来观众所钟爱的追逐戏,并且首次大规模使用了计算机特效,因为袭击者来自外太空。饰演这些角色的演员包括迈克尔·法斯宾德(Michael Fassbender)和艾丽西亚·维坎德(Alicia Vikander),他们在面具下几乎无法被认出。在最后四分之一的时长里,视角发生了反转,人们会发现自己竟然在同情那些怪物。《Hope》于五月在戛纳电影节的竞赛单元上映,那一年好莱坞缺席了电影节,而恰恰是一位韩国导演带来了最具冲击力的电影。我们在克鲁瓦塞特大道(Croisette)的 Plages 海滩俱乐部之一见面,那里在遮阳伞、服务员和公关人员之间始终人头攒动。罗弘镇迟到了几分钟。他刚才还在凝视大海,抽了一根烟。
《世界报》:在《追击者》和《黄海》(The Yellow Sea)之后,人们期待您拍摄硬核惊悚片。通过《곡성》,您转向了奇幻风格,而现在您又大规模地将动作、科幻和喜剧融合在一起。《Hope》是一件全新的作品,还是您之前工作的延续?
罗弘镇:我想说,这是一次延续。十年前,在《곡성》之后,一位我关系很好的影评人走到我面前说:“现在我认出你的风格
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Diesen Gedanken teilen auch viele Menschen, die in den historischen Orten leben und arbeiten. Für sie ist Kulturerbe kein Ausstellungsstück hinter Glas, sondern Teil ihres Alltags.
„Unsere Häuser sind mehrere Hundert Jahre alt, aber sie leben“, sagt Li Shengtao, der in seinem historischen Familienhaus in Xidi heute ein Gästehaus betreibt. Nach der Aufnahme der Dörfer in die UNESCO-Welterbeliste entwickelten die Bewohner gemeinsame Regeln für Renovierung und Instandhaltung der historischen Gebäude. Wer Veränderungen vornehmen möchte, muss diese zur Genehmigung einreichen. Ziel ist es, den Charakter der Häuser zu bewahren, ohne ihre Nutzung einzuschränken.
Wu Yuming, Direktor des Xidi Intangible Cultural Heritage Experience Center, verweist zugleich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung. Viele Bewohner betreiben heute Pensionen, Gästehäuser, Restaurants oder Cafés direkt vor ihrer Haustür. Die Wiederbelebung der historischen Dörfer habe zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen.
Auch in Stralsund spielt die Frage nach dem richtigen Umgang mit historischer Bausubstanz eine wichtige Rolle. „Denkmalpflege braucht eine vernünftige und gesunde Balance zwischen Vergangenheit und Zukunft. Es macht wenig Sinn, ein historisches Haus unverändert zu reproduzieren, wenn die Menschen darin nicht angemessen leben können“, sagt Olaf Fromme, Vorstandsvorsitzender des Vereins „Rettet die Altstadt Stralsund“.
Austausch über Grenzen hinweg
Gerade deshalb sieht Fromme großes Potenzial im Austausch mit Huangshan. Beide Städte seien unterschiedliche Wege gegangen und könnten voneinander lernen, wenn es darum gehe, historische Gebäude zu schützen und ihre Altstädte lebendig zu halten.

Stralsund-Vertreter gestalten traditionelle Huizhou-Fischlaternen in Huangshan
Der Austausch wird inzwischen auch auf institutioneller Ebene weiter vertieft. Beim Global Mayors Dialogue in Huangshan unterzeichneten das Kultur- und Tourismusamt von Huangshan und die Denkmalschutzbehörde von Stralsund eine Kooperationsvereinbarung. Zudem plant Huangshan die Einrichtung eines Tourismusförderzentrums in Deutschland sowie ein Ausbildungsprogramm für Reiseleiter mit europäischen Sprachkenntnissen.
Fang Qian, stellvertretende Direktorin des Amts für Auswärtige Angelegenheiten der Stadt Huangshan, sieht darin eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit. Aufbauend auf dem gemeinsamen kulturellen Erbe, wollen beide Städte ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, kultureller Austausch sowie Wirtschafts- und Handelsbeziehungen weiter ausbauen.
„Ob Huangshan oder Stralsund: Es sind gemeinsame Schätze der Menschheit. Wir haben die gemeinsame Aufgabe, sie zu schützen, zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben“, sagt Fang Qian.
Hou Chenchen/Zhang Zhouxiang/Zhu Lixin
Fotos: Xiao Benxiang
V on außen betrachtet erlebt das koreanische Kino eine nie dagewesene Blütezeit. Spätestens seit Bong Joon-hos „Parasite“ 2019 in
Cannes die Goldene Palme gewann und „Squid Game“ die Welt eroberte, gilt Südkorea als die Filmmnation, von der Hollywood lernen kann. Im Land selbst klingt das anders. Dort ist von Krise und Geldnot die Rede, Park Chan-wook brachte es im Gespräch mit WELT auf die Formel: „Die Kinos sind leer.“
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NA:那些人们能认出是我个人风格的元素,比如追逐戏中的某些特定瞬间。在拍摄以及后期的剪辑过程中,我经常问自己:这现在是一种既视感,还是我确实经历过?我遇到了许多这样的时刻,它们源自我对之前电影的经验。
《世界报》:我也觉得片中那些愚蠢、软弱的警察很熟悉,就像在《追击者》中一样——而且在很多韩国导演的作品中也是如此,比如奉俊昊的《杀人回忆》。为什么在这样一个警察享有极高尊重且等级森严的社会中,电影却如此频繁地将警察描绘成无能之辈?
NA:解释很简单:在这些电影所设定的时代,警察确实就是那样。他们真的像电影中展现的那样无能。但从那时起,警察已经进化了,今天不再像我所说的那样了。
《世界报》:一个非常睿智的回答。
NA:是的,但这也是事实。确实如此。
《世界报》:电影的故事发生在靠近朝鲜边境的地方。这个场景对您来说有多重要?它是否具有隐喻维度?
NA:我选择这个场景,是因为我想在这个国家找到一个尽可能偏远、狭小、无关紧要、破旧且与外界完全隔绝的地方。因为这就是我想讲述的故事:在一个如此之小且无关紧要的城市里,一次微小的事件可以演变成影响整个宇宙的事情。正如从电影结尾可以预见的那样,这场小小的悲剧将演变成某种东西,在那其中,警察看到了怪物眼中的泪水。
NA:您能有这样的感受,真是太幸运了。
《世界报》:这样一来,您是否在接近那些“怪物爱好者”,比如吉尔莫·德尔·托罗,或者今年获得金棕榈奖的彼得·杰克逊?他们将怪物视为人类的“他者”,将其作为局外人和被排斥者的隐喻。
NA:我不认为在我这里会是这种情况。我不会走这条路。
wirklich.“ Das war für mich beinahe ein Schock. Ich war innerlich, ganz still, verletzt davon. Ich dachte: Ah, jetzt passiert es mir also auch, dieses Phänomen, das andere trifft, trifft nun auch mich. Und ich habe sehr ernsthaft darüber nachgedacht, einen anderen Film zu machen, und mich dieser Aufgabe mit aller Kraft gewidmet. Doch während der Arbeit habe ich gemerkt, was Sie gerade beschreiben: Es gibt da etwas in mir, das in meinen Filmen immer wieder erscheint.
Na Hong-jin hält mit dem Größten dagegen, was er je gedreht hat. Zehn Jahre nach „The Wailing“, seinem Schauerstück über Besessenheit und Aberglauben in einem Dorf in den Bergen, spielt „Hope“ in einem Kaff an der Grenze zu Nordkorea, so abgelegen und schäbig, dass man dort Tiger vermuten könnte. Was dann tatsächlich über den Ort herfällt, ist schlimmer. Es gibt eine Dorfpolizei, die jeder Lage hinterherhechelt, Verfolgungsjagden, wie sie Nas Publikum seit „The Chaser“ liebt, und zum ersten Mal Computereffekte im großen Stil, denn die Angreifer kommen aus dem All. Gespielt werden sie unter anderem von Michael Fassbender und Alicia Vikander, die man unter den Masken praktisch nicht erkennt. Im letzten Viertel kippt die Perspektive, und man ertappt sich dabei, mit den Monstern zu fühlen. Im Mai lief „Hope“ im Wettbewerb von Cannes, in einem Jahr, in dem Hollywood dem Festival fernblieb und ausgerechnet ein Koreaner den lautesten Film mitbrachte. Wir treffen uns in einer der Plages, jener Strandclubs an der Croisette, in denen zwischen Sonnenschirmen, Kellnern und Publicity-Leuten ein ständiges Gewimmel herrscht. Na Hong-jin kommt ein paar Minuten zu spät. Er hat noch aufs Meer geschaut und eine Zigarette geraucht.
WELT: Nach „The Chaser“ und „The Yellow Sea“ erwartet man von Ihnen harte Thriller. Mit „The Wailing“ sind Sie ins Fantastische abgebogen, jetzt mischen Sie Action, Science-Fiction und Komödie in großem Maßstab. Ist „Hope“ etwas Neues oder eine Fortsetzung Ihrer Arbeit?
NA HONG-JIN: Ich würde sagen, eine Fortsetzung. Vor zehn Jahren, nach „The Wailing“, kam ein Filmkritiker auf mich zu, mit dem ich mich gut verstehe, und sagte: „Jetzt erkenne ich deinen Stil
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NA: Jene Elemente, die man als meine Handschrift wiedererkennt, unter anderem bestimmte Momente in den Verfolgungsszenen. Beim Drehen und später beim Schnitt habe ich mich gefragt: Ist das jetzt ein Déjà-vu, oder habe ich das tatsächlich schon einmal erlebt? Und ich bin auf viele solcher Momente gestoßen, die aus meiner Erfahrung mit meinen früheren Filmen stammen.
WELT: Vertraut kam mir auch die dumme, schwache Polizei vor, wie in „The Chaser“ – und wie bei so vielen koreanischen Regisseuren, bei Bong Joon-ho etwa in „Memories of Murder“. Warum wird die Polizei ausgerechnet in einer so hierarchischen Gesellschaft, in der sie großen Respekt genießt, im Kino so oft als inkompetent gezeichnet?
NA: Die Erklärung ist einfach: In der Zeit, in der diese Filme spielen, war die Polizei tatsächlich so. Sie war wirklich so inkompetent, wie die Filme sie zeigen. Aber sie hat sich seither weiterentwickelt, und heute ist sie nicht mehr so, wie Sie sagen.
WELT: Eine sehr weise Antwort.
NA: Ja, aber sie ist auch wahr. Das stimmt wirklich.
WELT: Der Film spielt nah an der Grenze zu Nordkorea. Wie wichtig ist Ihnen dieser Schauplatz, hat er eine metaphorische Dimension?
NA: Ich habe diesen Schauplatz gewählt, weil ich in diesem Land einen Ort finden wollte, der so abgelegen, so klein, so unbedeutend, so schäbig und so abgeschnitten von allem anderen ist wie nur möglich. Denn das war die Geschichte, die ich erzählen wollte: dass ein winziger Vorfall in einer Stadt, die so klein und unbedeutend ist, sich zu etwas auswachsen kann, das das gesamte Universum betrifft. Wie Sie vom Ende des Films her wohl ahnen können, wird diese kleine Tragödie zu etwas anwachsen, ment an, in dem der Polizist die Tränen in den Augen des Monsters sieht. NA: Es ist ein großes Glück, dass Sie das so empfunden haben.

WELT: Nähern Sie sich damit den Monsterliebhabern, Guillermo del Toro oder Peter Jackson, der dieses Jahr seine Goldene Palme bekommen hat? Sie umarmen das Monster als das Andere des Menschen, als Metapher für Außenseiter und Verstoßene.
NA: Ich glaube nicht, dass das bei mir der Fall sein wird. Diesen Weg werde ich nicht gehen.
《世界报》:从外部来看,韩国电影正处于黄金时代,《鱿鱼游戏》进一步加强了这一印象。但在韩国国内,人们却在谈论危机和融资问题。五年到十年后,韩国电影将处于什么位置?
如此之大,以至于能涵盖整个太空。正是因为这个原因。我想要一个相对未知且非常偏僻的地方。
《世界报》:而且那里可能还游荡着老虎。
罗弘镇:没错。
《世界报》:电影结尾几乎是一个悬念。续集已经在筹备中了吗?
罗弘镇:目前我还没有具体计划,尽管这部电影是一个更大叙事的一部分。我想让这部电影保持原样——使其作为一部独立电影就足够完整。
《世界报》:但您内心是希望的吧?您首次大规模采用了CGI(计算机生成图像)。这是未来的方向,还是您会回归到让您成名的心理惊悚片?
罗弘镇:我真心希望能有这个机会。如果我没有这个希望,我就根本不会邀请迈克尔·法斯宾德、艾丽西亚·维坎德、泰勒·罗素(Taylor Russell)和卡梅隆·布里顿(Cameron Britton)加入。如果我不希望这种情况发生,我就不会这么做。
《世界报》:这些国际明星在片中几乎认不出来。您为什么启用他们——难道不能由韩国演员来扮演吗?
罗弘镇:我的意图是,人们在不需要被告知是谁扮演该角色的情况下就能认出他们。如果你足够仔细地观察,就能看到。
《世界报》:对于韩国电影来说,启用更多西方演员(如《出租车司机》中的托马斯·克雷奇曼),以及反过来让像郑浩妍这样的韩国明星在国际上立足,这是一个逻辑上的必然步骤吗?
罗弘镇:我不一定认为这是一个逻辑步骤,或者是我们应该走的方向。我启用这些演员纯粹是因为必要性,因为我的电影需要他们。人们可能持有不同意见,但我认为恰恰是他们必须扮演这些角色。原因之一是:如果这部作品有续集或另一部电影,它可能会围绕这些外星人展开。他们将在叙事中扮演更核心的角色,为此我需要优秀且可靠的演员。
《世界报》:在最后四分之一的时长里,观众进入了外星人的视角。起初他们是野蛮的生物,然后人们开始产生共情——从那个莫-
罗弘镇:这对许多韩国电影制作人来说是一个担忧,但最终这确实取决于观众。观众才是掌握剑柄的人。而我们则尝试共同寻找出路。我真心希望并相信情况会好转。
《世界报》:最后:在西方人看来,动作、恐怖和喜剧的混合非常奇特——这是一种根植于文化、比如民间传说中的韩国传统吗?它源自哪里?
罗弘镇:这很奇怪,但韩国人显然热爱那些以泪洗面的电影。当他们哭干眼泪时,电影往往能在票房上取得成功。与此同时,韩国观众热爱喜剧元素,所以这些也必须加入。韩国观众喜爱的东西如此之多——而我们尝试将所有这些都塞进电影里。我们研究结构,对其进行打磨和抛光,以便观众喜爱这部电影。我推测,这类电影最终就是这样产生的。
罗宏真(Na Hong-jin),1974年出生,是当代韩国电影最具影响力的导演之一。他的处女作《追击者》(2008)和《黄海》(2010)使他成为了惊悚片大师,而《哭声》(2016)则将他的创作领域扩展到了恐怖和超自然题材。他的新片《希望》(Hope)于2026年5月在戛纳电影节主竞赛单元放映,并于7月在韩国上映;在德国则由Mubi发行。
ARD 电视节目单
5.30 HD MoMa
9.00 HD Tagesschau(今日新闻)
9.05 HD Hubert ohne Staller
9.55 HD Morden im Norden(北方谋杀案)
10.40 HD Tagesschau(今日新闻)
10.45 Meister des Alltags(生活大师)
11.15 HD Gefragt – Gejagt(问与答游戏节目)
12.00 MiMa
14.00 HD Tagesschau Nachrichten(今日新闻快讯)
14.10 HD Rote Rosen(红玫瑰)连续剧
15.00 HD Tagesschau Nachrichten(今日新闻快讯)
15.10 Sturm der Liebe(爱之风暴)连续剧
16.00 HD Tagesschau Nachrichten(今日新闻快讯)
16.10 HD Seelöwe & Co.(海狮及其伙伴)纪录片系列
17.00 HD Tagesschau Nachrichten(今日新闻快讯)
17.15 Brisant 杂志节目
18.00 HD Gefragt – Gejagt 综艺节目
18.50 HD In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte(挚友:年轻医生)医疗剧
《坦白》
19.45 Wissen vor acht(八点前的知识)杂志节目
19.50 HD 天气预报
19.55 HD 经济杂志节目
20.00 HD Tagesschau(今日新闻)
20.15 《蒂罗尔之血:第一枪》
犯罪电影(德国 2026)主演:
Ursula Strauss, Kai Ivo Baulitz
导演:Matthias Tiefenbacher
21.45 HD Panorama 杂志节目
包含:民主:AfD(德国选择党)是认真的吗?主持人:Anja Reschke
22.15 Tagesthemen(今日主题)
22.50 HD Nuhr im Ersten 综艺节目
23.35 HD Inas Nacht 脱口秀
0.35 HD Tagesschau(今日新闻)
0.45 《蒂罗尔之血:第一枪》
犯罪电影(德国 2026)(重播)
2.20 HD Mankells Wallander: Der Scharfschütze(曼凯尔的瓦兰德:狙击手)
犯罪电影(瑞典/德国/丹麦/挪威/芬兰 2009)
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17.00 📄 HD NDR Info 17.10 豹、海熊等 18.00 州报 18.15 HD 110 近距离——与施特拉尔松德的“Strela 10”一同巡逻 18.45 📄 DAS! 对话 19.30 州报 20.00 📄 日间新闻 20.15 皇家大道——穿越巴西的国王之路 21.00 安第斯山脉与太平洋之间——在智利北部旅途 21.45 📄 NDR Info 22.00 北方谋杀案 犯罪剧集:马戏团的死者 / 无人区 23.35 📄 大都市警局 0.25 短暂的一生
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WELT: Von außen betrachtet erlebt das koreanische Kino eine Blütezeit, „Squid Game“ hat das noch verstärkt. In Korea selbst ist von Krise und Finanzierungsproblemen die Rede. Wo steht das koreanische Kino in fünf bis zehn Jahren?
das so groß ist, dass es den ganzen Weltraum erfassen kann. Aus diesem Grund also. Ich wollte einen Ort, der relativ unbekannt und sehr abgelegen ist.
WELT: Und wo Tiger streunen könnten.
NA: Richtig.
WELT: Der Film endet fast mit einem Cliffhanger. Ist die Fortsetzung schon in Arbeit?
NA: Ich habe im Moment keine konkreten Pläne, auch wenn der Film Teil einer größeren Erzählung ist. Ich wollte diesen Film genau so machen, wie er ist – und so, dass er als eigenständiger Film genügt.
WELT: Aber wollen würden Sie? Sie setzen erstmals massiv auf CGI. Ist das ein Weg nach vorn, oder kehren Sie zum psychologischen Thriller zurück, für den Sie berühmt sind?
NA: Ich hoffe wirklich, dass sich diese Gelegenheit ergibt. Hätte ich diese Hoffnung nicht gehabt, hätte ich Michael Fassbender, Alicia Vikander, Taylor Russell und Cameron Britton gar nicht erst an Bord geholt. Das hätte ich nicht getan, wenn ich nicht wollte, dass es dazu kommt.

WELT: Die internationalen Stars sind praktisch nicht zu erkennen. Warum haben Sie sie besetzt – hätten das nicht auch koreanische Schauspieler spielen können?
NA: Meine Absicht war, dass man sie erkennt, ohne dass einem gesagt wird, wer die Rolle spielt. Wenn man genau genug hinsieht, sieht man es.
WELT: Ist es ein logischer nächster Schritt für das koreanische Kino, mehr westliche Schauspieler zu besetzen, wie Thomas Kretschmann in „A Taxi Driver“ – und umgekehrt koreanische Stars wie Jung Ho-yeon international zu etablieren?
NA: Ich glaube nicht unbedingt, dass es ein logischer Schritt ist oder die Richtung, in die wir gehen sollten. Ich habe diese Schauspieler schlicht aus Notwendigkeit besetzt, weil mein Film sie brauchte. Man mag darüber anderer Meinung sein, aber ich fand, dass genau sie diese Figuren spielen mussten. Einer der Gründe ist: Sollte es zu einer Fortsetzung, einem weiteren Film aus diesem Stoff kommen, könnte er sich um diese Außerirdischen drehen. Sie würden eine zentralere Rolle in der Erzählung spielen, und dafür brauchte ich gute, verlässliche Schauspieler.
WELT: Im letzten Viertel gerät man in die Perspektive der Aliens. Erst sind sie wilde Wesen, dann beginnt man mit ihnen zu fühlen – von dem Mo-
NA: Das ist für viele Filmemacher in Korea eine Sorge, aber am Ende hängt es wirklich vom Publikum ab. Die Zuschauer sind es, die den Griff des Schwerts in der Hand halten. Wir für unseren Teil versuchen, gemeinsam einen Ausweg zu finden. Und ich hoffe und glaube wirklich, dass sich die Dinge zum Besseren wenden werden.
WELT: Zum Schluss: Die für westliche Augen eigenartige Mischung aus Action, Horror und Komödie – ist das eine koreanische Tradition, in der Kultur verwurzelt, in Volksmärchen etwa? Woher kommt sie?
NA: Es ist merkwürdig, aber Koreaner lieben offenbar Filme, die in Tränen enden. Wenn sie sich die Augen ausgeweint haben, führt das oft zum Erfolg an den Kinokassen. Zugleich liebt das koreanische Publikum komödiantische Elemente, also müssen die auch hinein. So viele Dinge, die das koreanische Publikum liebt – und wir versuchen, sie alle in unseren Film zu packen. Wir erforschen die Struktur, feilen daran, polieren sie, damit das Publikum den Film liebt. Ich vermute, so entstehen am Ende diese Art von Filmen.
Na Hong-jin, geboren 1974, ist einer der prägenden Regisseure des jüngeren koreanischen Kinos. Sein Debüt „The Chaser“ (2008) und „The Yellow Sea“ (2010) machten ihn zum Meister des Thrillers, „The Wailing“ (2016) erweiterte das Register um Horror und Übernatürliches. Sein neuer Film „Hope“ lief im Mai 2026 im Wettbewerb von Cannes und startete im Juli in Südkorea; in Deutschland bringt ihn Mubi heraus.
ARD
5.30 HD MoMa 9.00 HD Tagesschau
9.05 HD Hubert ohne Staller 9.55 HD
Morden im Norden 10.40 HD Tagess.
10.45 Meister des Alltags 11.15 HD
Gefragt – Gejagt 12.00 MiMa
14.00 HD Tagesschau Nachrichten
14.10 HD Rote Rosen Telenovela
15.00 HD Tagesschau Nachrichten
15.10 Sturm der Liebe Telenovela
16.00 HD Tagesschau Nachrichten
16.10 HD Seelöwe & Co. Dokureihe
17.00 HD Tagesschau Nachrichten
17.15 Brisant Magazin
18.00 HD Gefragt – Gejagt Show
18.50 HD In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte Arzt-Serie
Eingeständnisse
19.45 Wissen vor acht Magazin
19.50 HD Wetter
19.55 HD Wirtschaft Magazin
20.00 HD Tagesschau
20.15 Tiroler Blut: Der erste Schuss
Kriminalfilm (D 2026) Mit
Ursula Strauss, Kai Ivo Baulitz
Regie: Matthias Tiefenbacher
21.45 HD Panorama Magazin
U.a.: Demokratie: Meint es die
AfD ernst? Mod.: Anja Reschke
22.15 Tagesthemen
22.50 HD Nuhr im Ersten Show
23.35 HD Inas Nacht Talkshow
0.35 HD Tagesschau
0.45 Tiroler Blut: Der erste Schuss
Kriminalfilm (D 2026) (Wh.)
2.20 HD Mankells Wallander:
Der Scharfschütze Kriminal-
film (S/D/DK/N/FIN 2009)
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《与亨斯勒和拉费一起无界天才烹饪》(纪录片系列):顶尖厨师斯特芬·亨斯勒(Steffen Henssler)和约翰·拉费(Johann Lafer)在意大利旅行。他们的目标是寻找完美的披萨。他们逛市场,与当地人交谈,并尝试新技术。最后,他们将参加在帕尔马举行的披萨世界锦标赛。他们能否揉出完美的面团并创造出最强烈的口感?该节目充满了幽默感,展现了绝美的风景和真正的烹饪工艺。RTL+
ZDF
5.30 ARD早间杂志 9.00
Tagesschau 9.05 Volle Kanne
杂志。包括:高龄重启:退休教练 10.30 港口边缘紧急呼叫 11.15 斯图加特 SOKO 12.00 MiMa
14.00 今日——在德国
厨房大战秀
15.00 今日快讯
15.05 Bares für Rares 杂志
16.00 今日——在欧洲
罗森海姆警探:莫尔的惊喜
17.00 今日新闻
17.10 你好德国
18.00 斯图加特 SOKO 犯罪剧集:有毒的秘密
19.00 今日
19.25 港口边缘紧急呼叫 犯罪剧集:被施了法
20.15 山地救援队 冒险剧集:幽灵。在马库斯从落石中救出他的朋友及其未婚妻后,三人在一间小屋里发现了一个秘密。
21.45 今日期刊
22.15 maybrit illner 讨论
23.15 Markus Lanz 访谈节目
0.30 今日期刊更新
0.45 非访谈节目——与扬·弗莱施豪尔(Jan Fleischhauer)被囚:禁止 AfD:是有帮助还是无能为力?嘉宾:拉尔夫·斯特格纳(Ralf Stegner)
1.15 空气——伟大的飞跃 剧情片(美国 2023)
ZDF INFO
6.55 📄 D 拉斯维加斯与美国梦 纪录片(德国 2025) 8.25 📄 D 极端美国:传统妻子:端庄、美丽、完美 8.50 📄 D 极端——分裂的美国 9.35 📄 D:XXL农场的巨额生意 10.20 📄 D:三K党 11.10 📄 D:XXL生活方式与自由 11.55 📄 D:疯狂秀——极致的游乐场 12.40 📄 D 1000年... 15.45 📄 D 超级...的力量
15.45 2 HD 超富阶层力量 纪录片系列:罗斯柴尔德家族 / 亨利·福特 / 比尔·盖茨 / 亚里士多德·奥纳西斯
18.45 2 HD XY 犯罪痕迹 杂志:连环杀手 / 针对妓女的犯罪。主持人:海伦·赖纳(Helene Reiner)
20.15 2 芬太尼双重谋杀 纪录片系列:神秘死亡 / 谎言之网
21.45 2 托德·科尔赫普——从房地产经纪人到连环杀手 纪录片系列
23.10 2 调查员!纪录片系列
0.40 2 今日期刊
1.10 2 70年代——矛盾的十年 纪录片系列
SAT.1
5.30 SAT.1早餐电视
杂志。嘉宾:瓦伦丁·格鲁纳(Valentin Grüner)、延克·冯·威尔姆斯多夫(Jenke von Wilmsdorff)、雅尼克·冯·威尔姆斯多夫(Janik von Wilmsdorff)
10.00 亚历山大·霍尔德法官 秀:生活艰辛 11.00 亚历山大·霍尔德法官 12.00 亚历山大·霍尔德法官 秀:宁静与和平
13.00 亚历山大·霍尔德法官 秀
14.00 亚历山大·霍尔德法官
15.00 巡逻中——新任务 纪实真人秀
16.00 巡逻中 纪实真人秀
17.00 2 紧急呼叫 报道系列
17.30 2 紧急呼叫 报道系列
18.00 伦森提供帮助 纪实真人秀
18.30 伦森提供帮助 纪实真人秀
19.00 2 乡村医生诊所 医疗剧:被驴误导。主演:皮娜·库尔(Pina Kühr)
19.45 SAT.1: 新闻时间
20.15 2 名人老大哥 秀。嘉宾:阿努什卡·伦齐(Anouschka Renzi)、特莎·贝格迈尔(Tessa Bergmeier)、金·维吉尼亚·格雷(Kim Virginia Grey)、尼古拉·格雷(Nikola Grey)、阿克塞尔·舒尔茨(Axel Schulz)、纳佳·贝奈萨(Nadja Benaissa)、Redo、莫里斯·齐瓦克(Maurice Dziwak)、克里斯蒂安·莱尔(Christian Lell)、吉亚·乔治娜(Gia Georgina)、格德翁·布尔哈德(Gedeon Burkhard)、妮娜·布里德尼(Nina Bridney)、戈弗雷·埃格本(Godfrey Egbon)、弗朗西斯卡·莫格塞(Francesca Morgese)
22.20 名人老大哥——深夜秀
23.30 名人老大哥——直播 纪实真人秀:提名争吵?深夜床边私语?现场直播 PBB 集装箱内的深夜动态。(至 5.30)
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17.00 📄 HD NDR Info 17.10 Leopard, Seebär & Co. 18.00 Ländermag. 18.15 HD 110 hautnah – Auf Streife mit „Strela 10“ in Stralsund 18.45 📄 HD DAS! Gespräch 19.30 Ländermagazine 20.00 📄 HD Tagesschau 20.15 HD Estrada Real – Auf dem Königsweg durch Brasilien 21.00 HD Zwischen Anden und Pazifik – Unterwegs im Norden Chiles 21.45 📄 HD NDR Info 22.00 Morden im Norden Krimi-Serie. Die Tote im Zirkus/ Niemandsland 23.35 📄 Großstadtrevier 0.25 Ein kurzes Leben lang
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16.00 HD um 4 4 16.30 HD um 4 4 17.00 um 4 4 17.45 新闻 18.05 天气 18.10 Brisant 18.54 Sandmann 19.00 地区新闻 19.30 新闻 19.50 MDR-Garten 20.15 Visite 杂志:乳腺癌:并非所有癌症都相同 21.15 Spicy Stories —— 浪漫与色情文学的繁荣 21.45 新闻 22.10 代际交替 —— 谁来接管农场? 22.40 百万伪作 —— 追缉艺术伪造者(纪录片系列) 0.15 Visite(重播)
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Grenzenlos Genial Gekocht mit Henssler und Lafer (Dokureihe) Die Spitzenköche Steffen Henssler und Johann Lafer reisen durch Italien. Ihr Ziel ist es, die perfekte Pizza zu finden. Sie besuchen Märkte, sprechen mit Einheimischen und probieren neue Techniken. Am Ende treten sie bei der Pizza-Weltmeisterschaft in Parma an. Werden sie es schaffen, einen perfekten Teig zu kneten und den stärksten Geschmack zu kreieren? Die Sendung zeigt viel Humor, tolle Landschaften und echtes Kochhandwerk. RTL+
ZDF
5.30 ARD-Morgenmagazin 9.00
Tagesschau 9.05 Volle Kanne
Magazin. U.a.: Durchstarten im Alter: Coaching für den Ruhestand 10.30 Notruf Hafenkante 11.15 SOKO Stuttgart 12.00 MiMa
14.00 Heute – in Deutschland
Die Küchenschlacht Show
15.00 heute Xpress Nachrichten
15.05 Bares für Rares Magazin
16.00 heute – in Europa
Die Rosenheim-Cops Eine Überraschung für Mohr
17.00 heute Nachrichten
17.10 hallo deutschland
18.00 SOKO Stuttgart Krimi-Serie. Toxische Geheimnisse
19.00 heute
19.25 Notruf Hafenkante Krimi-Serie. Verhext
20.15 Die Bergretter Abenteuer-Serie. Gespenster Nachdem Markus seinen Freund und dessen Braut nach einem Steinschlag gerettet hat, stoßen die drei in einer Hütte auf ein Geheimnis.
21.45 heute journal
22.15 maybrit illner Diskussion
23.15 Markus Lanz Talkshow
0.30 heute journal update
0.45 Keine Talkshow – Eingesperrt mit Jan Fleischhauer AfD-Verbot: Hilfreich oder hilflos? Gast: Ralf Stegner
1.15 Air – Der große Wurf Drama (USA 2023)
ZDF INFO
6.55 📄 D Las Vegas und der amerikanische Traum Dokumentarfilm (D 2025) 8.25 📄 D USA extrem: Tradwives: Sittsam, hübsch, perfekt 8.50 📄 D USA extrem – Die gespaltenen Staaten von Amerika 9.35 📄 D USA extrem: Das große Geschäft der XXL-Farmen 10.20 📄 D USA extrem: Der Ku-Klux-Klan 11.10 📄 D USA extrem: Freiheit und Lifestyle in XXL 11.55 📄 D USA extrem: Crazy Shows – Jahrmärkte der Superlative 12.40 📄 D 1000 Jahre ... 15.45 📄 D Die Macht der Super-
15.45 2 HD Die Macht der Superreichen Dokureihe. Die Rothschilds / Henry Ford / Bill Gates / Aristoteles Onassis
18.45 2 HD XY Spuren des Verbrechens Magazin. Serienmörder / Verbrechen an Prostituierten. Mit Helene Reiner
20.15 2 Doppelmord mit Fentanyl Dokureihe. Rätselhafter Tod / Netz aus Lügen
21.45 2 HD Todd Kohlhepp – Vom Immobilienmakler zum Serienmörder Dokureihe
23.10 2 HD Ermittler! Dokureihe
0.40 2 HD heute-journal
1.10 2 HD Die 70er – Jahrzehnt der Gegensätze Dokureihe
SAT.1
5.30 HD SAT.1-Frühstücksfernsehen
Magazin. Zu Gast: Valentin Grüner, Jenke
von Wilmsdorff, Janik von Wilmsdorff
10.00 HD Richter Alexander Hold Show.
Das Leben ist hart(z) 11.00 HD Richter
Alexander Hold 12.00 HD Richter Alex-
ander Hold Show. Ruhe und Frieden
13.00 HD Richter Alexander Hold Show
14.00 HD Richter Alexander Hold
15.00 HD Auf Streife – Die neuen
Einsätze Doku-Soap
16.00 HD Auf Streife Doku-Soap
17.00 2 Notruf Reportagereihe
17.30 2 Notruf Reportagereihe
18.00 HD Lenßen hilft Doku-Soap
18.30 HD Lenßen hilft Doku-Soap
19.00 2 HD Die Landarztpraxis
Arzt-Serie. Auf den Esel
gekommen. Mit Pina Kühr
19.45 HD SAT.1: newstime
20.15 2 HD Promi Big Brother
Show. Mit Anouschka Renzi,
Tessa Bergmeier, Kim Virginia
Grey, Nikola Grey, Axel Schulz,
Nadja Benaissa, Redo, Maurice
Dziwak, Christian Lell, Gia
Georgina, Gedeon Burkhard,
Nina Bridney, Godfrey Egbon,
Francesca Morgese
22.20 HD Promi Big Brother –
Die Late Night Show
23.30 HD Promi Big Brother –
Livestream Doku-Soap. Nomi-
nierungs-Zoff? Nächtliches
Bettgeflüster? Gezeigt wird das
nächtliche Geschehen live aus
dem PBB-Container. (bis 5.30)
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14.20 RH Rentnercops 16.00 RH 新闻 16.15 这里和今天 18.00 新闻 / 本地时间 18.15 服务时间 18.45 时事小时 19.30 本地时间 20.00 日报 20.15 Quarks 杂志 21.00 来自地球的好消息(纪录片系列):自然保护能给我们带来什么? 21.45 新闻 22.15 女性电视 22.45 法庭上的性虐待 —— 一位法官及其案例(纪录片) 23.30 夜间巡逻(纪录片系列):黑暗中的窃贼 0.15 The Quiet Girl 剧情片(爱尔兰 2022)
RTL
RTL
5.20 CSI: 追踪罪犯 6.00 德国早晨 9.00 好时光,坏时光 9.30 我们之间 10.00 Ulrich Wetzel 11.00 Barbara Salesch 12.00 Punkt 12 杂志 15.00 Barbara Salesch 纪录片真人秀:牛仔西部表演所有者被公开谴责? 15.55 Ulrich Wetzel 纪录片真人秀 17.00 Ulrich Wetzel —— 青少年法庭(纪录片真人秀) 17.30 我们之间 18.00 Explosiv —— 杂志 18.30 Exclusiv 杂志 18.45 RTL 新闻 19.05 所有的价值(Soap) 19.40 GZSZ(Soap):艺术宝藏。Emily 引起了一场意外。Jonas 想与 Gerner 和解,Erik 发现了高尔夫球。 20.15 谁想成为百万富翁? 3 百万欧元周(节目决赛):决赛即将开始。Günther Jauch 将向在前三期节目中赢得最高奖金的选手提供首批报价。放弃大部分奖金的人可以再次坐在抢答椅上。 0.00 RTL 夜间新闻 0.35 Stefan Raab Show 1.25 CSI: 迈阿密(犯罪剧集) 2.10 美式足球:NFL 第 5 周:达拉斯牛仔 —— 坦帕湾海盗
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16.00 HD um 4 16.30 HD um 4 17.00 HD um 4 17.45 HD aktuell 18.05 HD Wetter 18.10 HD Brisant 18.54 HD Sandmann 19.00 HD Regional 19.30 aktuell 19.50 HD MDR-Garten 20.15 HD Visite Magazin. Brustkrebs: kein Krebs ist gleich 21.15 HD Spicy Stories – Der Boom von Romance- und Pornoliteratur 21.45 HD aktuell 22.10 HD Generationenwechsel – wer übernimmt den Hof? 22.40 HD Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfäl- scher Dokureihe 0.15 HD Visite (Wh.)
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16.00 📄 rbb24 16.15 📄 在所有周五 —— 年轻医生 17.05 📄 熊猫与公司 17.53 📄 我们的 Sandmann 18.00 📄 柏林与勃兰登堡之日 19.30 📄 rbb24 晚间新闻 20.00 📄 日报 20.15 📄 汉娜·阿伦特传记(德 / 卢 / 法 / 以 2012)主演:Barbara Sukowa, Janet McTeer, Julia Jentsch。导演:Margarethe von Trotta 22.00 📄 rbb24 柏林 22.30 📄 远眺谋杀:Hengasch 的恐怖 / 蓝喉鸟永远在歌唱 0.10 📄 两颗心之间 喜剧(德 2019)
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14.20 RH Rentnercops 16.00 RH aktuell 16.15 RH Hier und heute 18.00 RH aktuell / Lokalzeit 18.15 RH Servicezeit 18.45 RH Aktuelle Stunde 19.30 Lokalzeit 20.00 RH Tagess. 20.15 RH Quarks Magazin 21.00 RH Gute Nachrichten vom Planeten Dokureihe. Was bringt uns Naturschutz? 21.45 RH aktuell 22.15 RH Frau tv 22.45 RH Sexueller Missbrauch vor Gericht – Ein Richter und seine Fälle Doku 23.30 RH Nachtstreife Dokureihe. Diebe der Finsternis 0.15 The Quiet Girl Drama (IRL 2022)
RTL
RTL
5.20 HD CSI: Den Tätern auf der Spur 6.00 Deutschland am Morgen 9.00 Gute Zeiten, schlechte Zeiten 9.30 Unter uns 10.00 HD Ulrich Wetzel 11.00 HD Barbara Salesch 12.00 Punkt 12 Magazin 15.00 Barbara Salesch Doku-Soap. Stellte Cowboy Westernshowbesitzer an den Pranger?
15.55 HD Ulrich Wetzel Doku-Soap 17.00 HD Ulrich Wetzel – Das Jugendgericht Doku-Soap 17.30 Unter uns 18.00 HD Explosiv – Das Magazin 18.30 Exclusiv Magazin 18.45 HD RTL Aktuell 19.05 Alles was zählt Soap 19.40 GZSZ Soap. Kunstschatz. Emily verursacht ein Missgeschick. Jonas will sich mit Gerner versöhnen, Erik entdeckt das Golfen.
20.15 Wer wird Millionär? Die 3-Millionen-Euro-Woche Show Finale. Das Finale steht an. Günther Jauch macht den Kandidaten, die in den vorherigen drei Sendungen die höchsten Gewinsummen erspielt haben, die ersten Angebote. Wer auf einen erheblichen Teil seines Gewinns verzichtet, kann noch einmal auf dem Stuhl sitzen.
0.00 RTL Nachtjournal
0.35 Die Stefan Raab Show
1.25 HD CSI: Miami Krimi-Serie
2.10 American Football: NFL Week 5: Dallas Cowboys – Tampa Bay Buccaneers
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16.00 你好黑森 16.45 黑森观察 17.00 你好黑森 17.45 黑森观察 17.55 体育 18.00 Maintower 18.25 Brisant 18.45 顾问 19.15 所有天气 19.30 黑森观察 20.00 日报 20.15 Quarks 杂志。包括:尝试更多荒野:它能离我们多近? 21.00 Visite 杂志 21.45 黑森观察 22.00 街道之星 22.30 Hesselbach 公司 23.20 Freytag 警探(犯罪剧集) 0.00 2 三拍子的倔强者 喜剧(德 2016)(重播)
3SAT
7.00 nano 7.30 阿尔卑斯全景 / ZIB 8.00 ZIB 8.05 阿尔卑斯全景 9.00 ZIB 9.05 文化时间(重播) 9.45 nano(重播) 10.25 Malika 狩猎 —— 一只雌豹的冒险 11.10 Olimba,豹之女王 11.55 维也纳热闹的内院 12.20 服务时间 12.50 杂烩 13.20 时空旅行故乡 15.30 世界城市 —— 与 Leon Windscheid 同行 (1 / 3)(纪录片系列) 16.15 世界城市(纪录片系列) 17.45 梦幻之地(纪录片系列) 18.30 nano 杂志 19.00 今日 19.20 文化时间杂志 20.00 日报 20.15 父母倦怠 —— 应对教育压力的良方是什么? 21.00 NANO Talk 访谈节目:不同的家庭 —— 我们想如何共同生活? 22.00 ZIB 2 22.25 海外日志特别版 22.55 One Night at KitKat 纪录片 0.10 WeltWeit 杂志:长青话题塑料垃圾。谁在为此买单? 0.40 10vor10 1.10 Maischberger 讨论
[...OMITTED...]
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16.00 📄 rbb24 16.15 📄 In aller Fr. – Die jungen Ärzte 17.05 📄 Panda & Co. 17.53 📄 Unser Sandmann 18.00 📄 Der Tag in Berlin & Brandenburg 19.30 📄 rbb24 Abendschau 20.00 📄 Tagess. 20.15 📄 Hannah Arendt Biografie (D/LUX/F/ISR 2012) Mit Barbara Sukowa, Janet McTeer, Julia Jentsch. Regie: Margarethe von Trotta 22.00 📄 rbb24 Berlin 22.30 📄 Mord mit Aussicht Terror in Hengasch / Und ewig singt das Blaukehlen 0.10 📄 Zwischen zwei Herzen Komödie (D 2019)
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10.00 新闻编辑室 10.45 股市快讯
10.50 AI世界 11.00 -新闻编辑室
11.50 股市快讯 12.00 午间报道 12.20 午间评论 12.30 午间报道 12.45 股市 13.00 午间报道 13.30 -专题 14.00 新闻编辑室 14.45 AI-
15.00 HD -新闻编辑室
15.25 HD -专题
15.55 股市快讯
16.00 -新闻编辑室
16.15 面对面
16.55 股市快讯
17.00 -新闻编辑室
17.15 -专题
17.45 晚间股市杂志
18.00 晚间报道
18.10 今日我的观点
18.20 晚间报道
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16.00 Hallo hessen 16.45 hessen- schau 17.00 Hallo hessen 17.45 HD hessenschau 17.55 Sport 18.00 Maintower 18.25 Brisant 18.45 Die Ratgeber 19.15 alle wetter 19.30 HD hessenchau 20.00 Tages. 20.15 Quarks Magazin. U.a.: Mehr Wildnis wagen: Wie nah darf sie uns kommen? 21.00 Visite Magazin 21.45 hessenchau 22.00 strassenstars 22.30 Firma Hesselbach 23.20 Kommissar Freytag Krimi-Serie 0.00 2 Sturköpfe im Dreivierteltakt Komödie (D 2016) (Wh.)
3SAT
7.00 HD nano 7.30 HD Alpenpanorama/ZIB 8.00 HD ZIB 8.05 HD Alpenpanorama 9.00 HD ZIB 9.05 HD Kulturzeit (Wh.) 9.45 HD nano (Wh.) 10.25 HD Malika jagt – Abenteuer einer Leopardin 11.10 HD Olimba, Königin der Leoparden 11.55 HD Wiens belebte Innenhöfe 12.20 HD Servicezeit 12.50 HD Querbeet 13.20 HD Zeitreise Heimat
15.30 HD Weltstädte – mit Leon Windscheid (1/3) Dokureihe
16.15 HD Weltstädte Dokureihe
17.45 HD Traumorte Dokureihe
18.30 nano Magazin
19.00 heute
19.20 HD Kulturzeit Magazin
20.00 HD Tagesschau
20.15 HD Eltern-Burnout – Was hilft gegen Erziehungssstress?
21.00 HD NANO Talk Talkshow. Familie aber anders – Wie wollen wir zusammenleben?
22.00 HD ZIB 2
22.25 HD auslandsjournal extra
22.55 One Night at KitKat Doku
0.10 HD WeltWeit Magazin
Dauerbrenner Plastikmüll.
Wer zahlt den Preis?
0.40 HD 10vor10
1.10 HD Maischberger Diskussion
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16.00 BR24 16.15 我们在巴伐利亚 17.30 地区新闻 18.00 晚间新闻 18.30 BR24 19.00 价值 / 增长 19.30 家就是家(肥皂剧) 20.00 日报 20.15 Quer 杂志。包括:奥地利的震惊:来自弗兰肯的维也纳炸牛排? 21.00 与克里斯蒂娜·艾克森伯格一起补课(节目)。嘉宾:菲利普·韦伯、马库斯·巴特、弗洛伦蒂娜·奥舍 21.45 BR24 22.00 玛蒂娜·施瓦茨曼——舞台现场 22.45 Capriccio 23.15 狼人——关于计谋与欺骗的游戏 0.45 起跑线
ARTE
11.55 厨房 12.25 城市
乡村 艺术 13.10 城市 乡村 艺术
14.00 阿尔卡特拉斯的囚犯 剧情片(美国 1962)
16.30 凭指南针与智慧在公海航行
16.55 泰国的猴子——谁说它们怕水!
17.50 纳米比亚的自然奇观 纪录片。极限生存 / 小英雄,大猎手
19.20 Arte Journal 杂志
19.35 开诚布公 杂志 主持:埃米莉·奥布里
19.40 回到故乡 波兰 (1 / s) 报道
20.15 布拉格之巴比伦 纪录片。狂野的20年代 / 风暴将至。在20世纪20年代,这座摩尔道河畔的大都市与纽约、巴黎和柏林齐名。但在表面之下,冲突在酝酿。
21.40 杀手代码
0.00 山坡上的房子 剧集。年轻母亲山崎理沙子的生活在被任命为陪审员参加一起谋杀案审判后发生了改变。
3.20 睁眼看世界 杂志
20.10 今日我的观点
20.15 Mayday——驾驶舱警报 纪录片系列 阿姆斯特丹坠机
21.00 Mayday——驾驶舱警报 纪录片系列。被抓个正着
21.55 失落之地 纪录片系列
1.25 Mayday——驾驶舱警报
21.00 2008年12月的丹佛:一架波音飞机在起飞后立即坠毁并剧烈燃烧。奇迹般地,没有人丧生。
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10.00 Newsroom 10.45 Börsenflash
10.50 KI-WELT 11.00 WELT-Newsroom
11.50 Börsenflash 12.00 Die Welt am Mittag 12.20 Meinung am Mittag 12.30 Die Welt am Mittag 12.45 Börse 13.00 Die Welt am Mittag 13.30 WELT-Spezial 14.00 Newsroom 14.45 KI-WELT
15.00 HD WELT-Newsroom
15.25 HD WELT-Spezial
15.55 HD Börsenflash
16.00 HD WELT-Newsroom
16.15 HD Unter vier Augen
16.55 HD Börsenflash
17.00 HD WELT-Newsroom
17.15 HD WELT-Spezial
17.45 Börse am Abend Magazin
18.00 HD Die Welt am Abend
18.10 HD Meine Meinung zum Tag
18.20 HD Die Welt am Abend
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16.05 📄 咖啡或茶 17.00 📄 最新消息 17.05 📄 咖啡或茶 18.00 📄 最新消息 18.10 📄 巴符州新闻 19.30 📄 最新消息 20.00 📄 日报 20.15 📄 我们的饮用水——来自管道的危险? 21.00 📄 探讨巴登-符腾堡州 21.45 📄 最新消息 22.00 📄 瓦茨曼侦探 侦探剧 23.35 📄 汉娜·阿伦特——思考是危险的 纪录片(德 / 美 2025) 1.00 📄 柏林巴比伦——纪录片——民主如何崩溃
PRO SIEBEN
5.25 与Joko & Klaas一起围炉夜话
6.00 2 叫我凯特 6.50 taff
7.45 Galileo 8.50 2 伙计好久不见 9.15 2 中间人
10.15 2 少年谢尔顿 10.40
破产姐妹 11.05 2 半个男人 12.00 2 生活大爆炸 12.50 2 伙计好久不见 13.15 2 中间人
14.10 2 少年谢尔顿
14.40 2 破产姐妹 情景喜剧
15.05 2 半个男人
16.00 生活大爆炸 情景喜剧
17.00 taff 杂志
18.00 ProSieben: 新闻时间
18.10 2 辛普森一家 动画剧集。汉堡王 / 春田镇街道上的恐慌
19.05 Galileo 杂志。在里斯本而非办公室——但代价是什么?
20.15 JENKE. 实验。
纪录片系列,失眠——糟糕的睡眠如何让我们生病。
由 Jenke von Wilmsdorff 主持。
800万德国人遭受睡眠障碍之苦。 von Wilmsdorff 和他的儿子 Jánik 寻找摆脱失眠的方法。
22.45 . 现场。随后的访谈 讨论
23.45 . 实验。
纪录片系列(重播)
2.00 . 现场。随后的访谈 讨论(重播)
2.50 ProSieben: 新闻时间
2.55 Uncovered 报道系列
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16.00 BR24 16.15 Wir in Bayern 17.30 Regional 18.00 Abendschau 18.30 BR24 19.00 mehr/wert 19.30 Dahoam is Dahoam Soap 20.00 Tagess. 20.15 Quer Magazin. U.a.: Schock für Österreich: Wiener-Schnitzel aus Franken? 21.00 Nachsitzen mit Christine Eixenberger Show. Zu Gast: Philipp Weber, Markus Barth, Florentine Osche 21.45 BR24 22.00 Martina Schwarzmann – Live auf der Bühne 22.45 Capriccio 23.15 Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung 0.45 Startrampe
ARTE
11.55 Küchen der Welt 12.25 HD Stadt
Land Kunst 13.10 HD Stadt Land Kunst
14.00 HD Der Gefangene von Alcatraz Drama (USA 1962)
16.30 HD Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See
16.55 HD Affen in Thailand – Von wegen wasserscheu!
17.50 HD Namibias Naturwunder Doku. Leben am Limit / Kleine Helden, große Jäger
19.20 Arte Journal Magazin
19.35 Mit offenen Karten Magazin Moderation: Emilie Aubry
19.40 Zurück in die Heimat Polen (1/s) Reportage
20.15 HD Babylon Prag Doku. Die wilden zoer Jahre / Ein Sturm zieht auf. In den 1920er-Jahren zieht die Moldau-Metropole mit New York, Paris und Berlin gleich. Doch unter der Oberfläche schwelen Konflikte.
21.40 HD Der Code des Killers
0.00 Das Haus am Hang Drama-Serie. Das Leben der jungen Mutter Risako Yamazaki ändert sich, als sie als Schöffin in einen Mordprozess berufen wird.
3.20 Mit offenen Augen Magazin
20.10 Meine Meinung zum Tag
20.15 Mayday – Alarm im Cockpit Dokumentationsreihe Bruchlandung in Amsterdam
21.00 Mayday – Alarm im Cockpit Dokureihe. Voll erwischt
21.55 Lost Places Dokureihe
1.25 Mayday – Alarm im Cockpit

21.00 Denver, im Dezember 2008: Eine Boeing stürzt unmittelbar nach dem Start ab und brennt lichterloh. Wie durch ein Wunder kommt niemand ums Leben.
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5.05 HD 《法医探案》(Medical Detectives) 5.55 《CSI: 纽约》(CSI: New York) (重播) 8.00 HD 《: 追踪罪犯》(: Den Tätern auf der Spur) 9.35 vox 新闻 9.40 《: 追踪罪犯》(: Den Tätern auf der Spur) 12.20 《: 迈阿密》(: Miami) 沼泽洪水 / 无情的致命一击 / 行李中的麻烦
15.00 《购物女王》(Shopping Queen) 纪实真人秀。汉堡主题:砍价高手!用你那前卫的新衣领打造时尚造型 第4天:玛琳。主持:吉多·马里亚·克雷奇默 (Guido Maria Kretschmer)
16.00 吉多的装饰女王 (Guidos Deko Queen)
17.00 在薄纱与泪水之间 (Zwischen Tüll und Tränen)
18.00 《初次约会》(First Dates) 纪实真人秀
19.00 《完美晚餐》(Das perfekte Dinner)
纪实真人秀。包括:第4天:奥利维亚,弗赖堡 / 主题:金与紫——轻盈之美
20.15 《指环王:双塔》(Der Herr der Ringe: Die zwei Türme) 动作片 (美国 / 新西兰 2002) 主演:伊莱贾·伍德,肖恩·艾斯廷,伊恩·麦克莱恩。导演:彼得·杰克逊。在阿拉贡、莱戈拉斯和吉姆利追踪朋友踪迹的同时,弗罗多和山姆则面临着其他的冒险。
0.00 vox 新闻
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16.05 📄 Kaffee oder Tee 17.00 📄 Aktuell 17.05 📄 Kaffee oder Tee 18.00 📄 Aktuell 18.10 📄 Landesschau BW 19.30 📄 Aktuell 20.00 📄 Tagesschau 20.15 📄 Unser Trinkwasser – Gefahr aus der Leitung? 21.00 📄 Zur Sache Baden-Württemberg 21.45 📄 Aktuell 22.00 📄 Watzmann ermittelt Krimi-Serie 23.35 📄 Hannah Arendt – Denken ist gefährlich Dokumentarfilm (D/USA 2025) 1.00 📄 Babylon Berlin – Die Doku – wie die Demokratie unterging
PRO SIEBEN
5.25 HD Kaminfeuer mit Joko & Klaas
6.00 2 HD Call Me Kat 6.50 HD taff
7.45 HD Galileo 8.50 2 HD How I Met
Your Mother 9.15 2 HD The Middle
10.15 2 HD Young Sheldon 10.40 HD
2 Broke Girls 11.05 2 HD Two
and a Half Men 12.00 2 HD The Big
Bang Theory 12.50 2 HD How I Met
Your Mother 13.15 2 HD The Middle
14.10 2 HD Young Sheldon
14.40 2 HD 2 Broke Girls Sitcom
15.05 2 HD Two and a Half Men
16.00 The Big Bang Theory Sitcom
17.00 taff Magazin
18.00 HD ProSieben: newstime
18.10 2 HD Die Simpsons Trick-
Serie. Burger Kings / Panik in
den Straßen von Springfield
19.05 Galileo Magazin. Lissabon statt
Büro – aber zu welchem Preis?
20.15 HD JENKE. Experiment.
Dokureihe, Schlaflos – Wie uns
schlechter Schlaf krank macht.
Mit Jenke von Wilmsdorff.
Acht Millionen Deutsche leiden
unter Schlafstörungen. Jenke
von Wilmsdorff und sein Sohn
Jánik suchen Wege aus der
Schlaflosigkeit.
22.45 HD JENKE. Live. Der Talk
danach Diskussion
23.45 HD JENKE. Experiment.
Dokureihe (Wh.)
2.00 HD JENKE. Live. Der Talk
danach Diskussion (Wh.)
2.50 ProSieben: newstime
2.55 Uncovered Reportagereihe
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5.45 《马格努姆》(Magnum) 6.35 《麦盖弗》(MacGyver) 7.25 《FBI💡: 特殊犯罪组》(FBI: Special Crime Unit) 8.20 《Bull》 10.10 《Castle》 11.05 《麦盖弗》(MacGyver) 12.05 《FBI: 特殊犯罪组》(FBI: Special Crime Unit) 13.00 《Castle》 犯罪剧集。平行世界 / 野性蜜月。主演:内森·菲利安 (Nathan Fillion)
14.50 《Bull》 犯罪剧集
15.50 Kabel Eins: 新闻时间
16.00 《Bull》 犯罪剧集
16.55 《生活冒险》(Abenteuer Leben) 日播杂志。微型生活——充分利用空间!浴室
17.55 《我的餐厅,你的餐厅》(Mein Lokal, Dein Lokal)。你的专家来了 CSI 报道系列。“NOI Cologne”,科隆
18.55 《注意检查!》(Achtung Kontrolle!) 我们来处理 系列。在世界最长室内卡丁车赛道提供帮助
20.15 《罗辛的餐厅——星级厨师大整顿!》(Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!) 节目。“Bonitas”,恩茨贝格 主持:弗兰克·罗辛 (Frank Rosin) 厨房缺陷和债务危及“Bonitas”餐厅的未来。
22.25 《罗辛的餐厅——星级厨师大整顿!》(Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!) 节目。盖伦基兴的“克劳迪娅之物”(Claudias Ding) 小吃店。主持:弗兰克·罗辛 (Frank Rosin)
0.25 《罗辛的餐厅——星级厨师大整顿!》(Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!) 节目。“XXL-Food-King”,格拉德贝克
2.05 Kabel Eins: 新闻时间
2.10 《罗辛的餐厅——星级厨师大整顿!》(Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!) (重播)
PHOENIX
8.30 Phoenix 在现场 报道 17.30 今日 (der tag) 18.00 《Klar》 报道系列 18.30 《世界传奇》(Welten-Saga) 纪录片系列。近东的宝藏 19.15 《Terra X》 纪录片系列。希腊与土耳其的宝藏。主讲:克里斯托弗·克拉克 (Christopher Clark) 20.00 今日新闻 (Tagesschau) 20.15 自有品牌之真相 纪录片 21.00 圆桌 (runde) 21.45 今日期刊 (heute-journal) 22.15 廉价价格之真相 纪录片 23.00 今日 (der tag) 0.00 圆桌 (runde) (重播) 0.45 自有品牌之真相 纪录片 (重播)
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5.05 HD Medical Detectives 5.55 CSI: New York (Wh.) 8.00 HD CSI: Den Tätern auf der Spur 9.35 HD vox nachrichten 9.40 HD CSI: Den Tätern auf der Spur 12.20 CSI: Miami Sumpflüten / Gnadenschuss ohne Gnade / Ärger im Gepäck
15.00 HD Shopping Queen Doku-Soap. Motto in Hamburg: Halsabschneider! Finde einen angesagten Look mit deinem extravaganten neuen Kragen Tag 4: Marlene. Moderation: Guido Maria Kretschmer
16.00 HD Guidos Deko Queen
17.00 HD Zwischen Tüll und Tränen
18.00 HD First Dates Doku-Soap
19.00 Das perfekte Dinner
Doku-Soap. U.a.: Tag 4: Olivia, Freiburg / Motto: Gold & Purple – mit Leichtigkeit
20.15 HD Der Herr der Ringe: Die zwei Türme Actionfilm (USA/NZ 2002) Mit Elijah Wood, Sean Astin, Ian McKellen. Regie: Peter Jackson Während Aragorn, Legolas und Gimli die Spur ihrer Freunde aufnehmen, stellen sich Frodo und Sam anderen Abenteuern.
0.00 HD vox nachrichten
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Eurosport: 18.00 竞技攀岩:世界系列赛 (重播) 20.00 斯诺克:英国公开赛 决赛:马克·塞尔比 (Mark Selby) - 杰克·琼斯 (Jak Jones) 21.00 障碍赛马:世界杯 22.00 自行车:皮埃蒙特大环赛 (重播) 23.00 山地车:世界杯 (重播) 0.00 斯诺克:英格兰公开赛 (重播) Sport1: 17.00 《Ladykracher》 (重播) 18.00 《Pastewka》 (重播) 19.00 请微笑! (Bitte Lächeln!) (重播) 19.30 45 - SPORT1 足球半场 20.15 飞镖:世界大奖赛 23.15 《看门人克劳泽》(Hausmeister Krause) (重播) 1.40 《发动机》(Triebwerk) - 汽车杂志
5.45 HD Magnum 6.35 HD MacGyver 7.25 HD FBI: Special Crime Unit 8.20 HD Bull 10.10 HD Castle 11.05 HD MacGyver 12.05 HD FBI: Special Crime Unit 13.00 HD Castle Krimi-Serie. Parallelwelt / Wilde Flitterwochen. Mit Nathan Fillion
14.50 HD Bull Krimi-Serie
15.50 HD Kabel Eins: newstime
16.00 HD Bull Krimi-Serie
16.55 Abenteuer Leben täglich Magazin. Tiny living – mach das Meiste draus! Bad
17.55 HD Mein Lokal, Dein Lokal. Dein Profi kommt Reportagereihe. „NOI Cologne“, Köln
18.55 HD Achtung Kontrolle! Wir kümmern uns drum Reihe. Hilfe auf der längsten Indoor-Kartbahn der Welt
20.15 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! Show. „Bonitas“, Enzberg Moderation: Frank Rosin Küchenmängel und Schulden gefährden die Zukunft des Restaurants „Bonitas“.
22.25 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! Show. Imbiss „Claudias Ding“ in Geilenkirchen. Mit Frank Rosin
0.25 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! Show. „XXL-Food-King“, Gladbeck
2.05 HD Kabel Eins: newstime
2.10 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! (Wh.)
PHOENIX
8.30 Phoenix vor ort Bericht 17.30 der tag 18.00 Klar Reportagereihe 18.30 Welten-Saga Dokureihe. Die Schätze des Nahen Ostens 19.15 Terra X Dokureihe. Die Schätze Griechenlands und der Türkei. Mit Christopher Clark 20.00 Tagesschau 20.15 Die Wahrheit über Eigenmarken Dokumentation 21.00 runde 21.45 heute-journal 22.15 Die Wahrheit über Schnäppchen-Preise Dokumentation 23.00 der tag 0.00 runde (Wh.) 0.45 Die Wahrheit über Eigenmarken Dokumentation (Wh.)
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即使你本身属于 Z 世代,也无法理解青少年笑的所有笑话。作为一名年轻教师,每天在教室里都会遇到所谓的“脑腐”现象。但年长者的愤怒主要揭示了一件事
打孔机从我的桌子上掉下来。它的盖子弹开了,小圆纸屑散落在地板上。教室的几个角落立刻传来:“负光环 (Minus-Aura),蒂施基 (Tieschky) 老师!”我的失误显然让我失去了一个无形酷值账户上的分数。出丑的人会失去“光环”;而一个机智的回答可以将它找回来。
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Eurosport: 18.00 Sportklettern: World Series (Wh.) 20.00 Snooker: British Open Finale: Mark Selby - Jak Jones 21.00 Springreiten: Weltcup 22.00 Radsport: Gran Piemonte (Wh.) 23.00 Mountainbike: Weltcup (Wh.) 0.00 Snooker: English Open (Wh.) Sport1: 17.00 Ladykracher (Wh.) 18.00 Pastewka (Wh.) 19.00 Bitte Lächeln! (Wh.) 19.30 45 - Die Fußball-Halbzeit auf SPORT1 20.15 Darts: World Grand Prix 23.15 Hausmeister Krause (Wh.) 1.40 Triebwerk - Das Automagazin

我已经学到了这么多。我的八年级学生们都知道这些规则,尽管没有人把它们写下来。我立刻就能理解那个评论。尽管如此,我仍然不觉得它特别有趣。在其他日子里,我得先询问其含义。
一名忘记带笔记本的学生说“剪刀”(Schere),意思是:我的错。当我推迟一次测试时,我就成了一位“W老师”。W代表Win,即胜利。我自己也属于Z世代,并且使用TikTok。但我的学生们知道一些我完全没接触过的词汇、视频和梗。打开同一个应用程序,并不意味着会看到同样的内容。
当孩子和朋友们在一起,因为一些甚至无法向父母解释的事情而大笑时,父母的感觉会是如何?你站在旁边询问,可能得到的回答仅仅是:“这就是好笑。”这是一个令人不满的答案。其他人分享了一个你无法进入的时刻。这时你可以说:“我跟不上节奏。”有时更容易说出的是:“这根本就不是个笑话。”成年人起初会寻找一种他们熟悉的幽默形式。当我父亲讲笑话时,他会引入人物,建立预期,最后给出笑点。我请几个学生给我讲一个这样的经典笑话。没有一个人能想起来。尽管如此,我的教室里依然有笑声。一个声音就足够了,一段手机里的视频,或者在正确时刻脱口而出的一句话。这些笑话不需要从头到尾地讲述。有时,笑点只存在于那些能认出它的人之间。
“Six seven”就是一个例子。有人说出这两个数字,同时上下挥动手臂,其他人随之附和。这个表达出自说唱歌手Skrilla的一首歌,并通过篮球视频传播开来。然而,知道它的来源并不能解释为什么现在的青少年会为此而笑。有时是因为某种情境契合而发出这个感叹,有时恰恰是因为它完全不合时宜。那些试图寻找其固定含义的人将会失望。这些数字并不包含一个可以事后翻译的笑点。

不好笑?这会让阿尔法世代扣除“光环分”(Minus-Aura)
也许班上的学生想起了某个声音、一段视频,或者上一次有人在完全错误的时刻喊出“six seven”的情景。而我听到的只是最新的重复。是的:当一节课中出现第二十次时,我会要求安静。我不必觉得这个感叹好笑,也能意识到其他人从中听到了比我更多的东西。对于那些偶然看到片段的观众来说,“Skibidi Toilet”的情况则更糟糕。在最初的视频中,一个唱歌的人头从马桶里冒了出来。随后,它演变成了一个拥有重复角色、战斗和独立故事的系列。人们可能会觉得这一切极其糟糕。但那些在几秒钟后就关掉视频的人,并不知道粉丝们在几个月里为此痴迷什么。
年轻人经常将这类图像和声音称为“Brainrot”,即“脑腐烂”。这个激进的名字本身就是这种荒诞乐趣的一部分。人们不必给那个唱歌的马桶头赋予深层意义,就可以对此大笑。然而,成年人有时仍要求这些笑话具备一种
这种辩解,他们很少对自己那些浅薄的笑话要求:笑点在哪里?这意味着什么?为什么这很有趣?就好像笑声必须先通过一项考试一样。赫尔曼·黑塞在《荒原之狼》中写道:“所有更高层次的幽默都始于一个人不再把自己的人格当回事。”“Six seven”大概不是这种更高层次幽默的例子。但黑塞描述的是对一种特殊幽默形式的追求,而非对每个笑话的最低要求。成年人也会在无需证明其文化价值的情况下,被文字游戏、意外失误和胡言乱语逗笑。为什么一旦年轻人笑而我们不笑,衡量标准就变得如此严苛?
大约一百年前,人们对艺术提出了类似的问题。达达主义者雨果·巴尔朗诵由虚构音节组成的诗歌。马塞尔·杜尚将一个小便池作为艺术品提交。那些将艺术理解为精美画作或可见的手工艺技巧的人,只能问:“这也能叫艺术?”达达主义者是有意识地攻击此类定论。一段“脑腐”(Brainrot)视频并非达达主义宣言,它产生于不同的原因和不同的时代。但这种对比恰恰表明,一种不习惯的形式如何迅速演变为价值问题。在达达主义时期,问题是:“这到底算不算艺术?”而在“脑腐”时期,问题是:“这到底算不算幽默?”提出第二个问题是可以的。但问题在于,如果紧接着出现另一个问题:“那些对此发笑的人到底怎么了?”
这就是代际冲突的开始。在某一时刻,熟悉的关系发生了反转:不再是父母或教师向青少年解释世界,而是青少年掌握着成年人必须询问的前情提要。在面对自己的孩子时,这一点尤为明显。他们与他人一同大笑,而你则被排除在圈子之外。我在教学中也体会到了这种角色转换,尽管我的学生与我之间只差几岁。我的许多八年级学生已被归为“阿尔法世代”(Generation Alpha)。所谓的“青年”甚至并非一个拥有相同笑话的单一群体。
互联网平台让这种距离变得更加可见。以前,你可能会错过某个节目,但至少知道是指哪个节目。而今天,两个人每天都刷TikTok,却可能几乎遇不到相同的视频。一个笑话因此拥有一个前情提要,对某些人来说是理所当然,而对另一些人来说则从未发生。因此,成年人无法在所有方面跟上节奏,并非个人失败。只是,他们不应将这种缺失的语境转化为对年轻人的诊断。
毕竟,他们自己也曾是那些让父母无法理解笑话的人。早期的互联网迷因(memes)也被复制、修改并不断夸张化。如果一个人只看到了最后一个版本,就会错过其中的隐喻。如今真正新颖的是此类关联产生又消失的速度。即使保持关注,也可能依然太迟。这并不意味着对“脑腐”的所有担忧都是毫无根据的。有些视频确实嘈杂且浅薄。孩子们在无尽的短视频中花费多少时间,是一个严肃的问题。而且,一个被不断重复的口号可能会让教学无法进行。在这种情况下,我会要求我的学生停止这样做。关于媒体消费、注意力以及规则,人们可以争论不休,但无需通过一段视频就对观众的智力下结论。
也许不同世代的人不需要喜欢同一个笑话,才能以此开启对话。年轻人可以解释一个梗,而不会立刻将对方的询问视为一种攻击。成年人可以倾听,而不需要在之后对这个笑话的质量进行投票。我依然会觉得有些东西很傻。面对我父亲讲的笑话,我的学生们大概也会同样一脸茫然。共同的笑意是无法强求的。一个解释可以是易懂的,但即便如此,它也无法让笑话变得更有趣。但它可以揭示对方喜欢其中的什么:是对某个视频的回忆,是完全不对的时机,或者是那种仅需一个词就能让朋友们心领神会的快感。经历过这一切的人,或许依然没有真正融入那个圈子,但他们能更好地理解那里在分享什么。
“Brainrot”——即“大脑腐烂”。作为对荒诞视频的玩笑,这个词可以保持其荒诞性。然而,当我们将其演变为对那些发笑之人的智力评判时,事情就变得严肃了。也许这是一个实践黑塞建议的时机,即让自己不要那么严肃地看待自己:看待自己的品味、自己的茫然,以及在每个笑话中都想成为其中一员的渴望。一个人不需要跟着一起笑,也能认真地对待他人。
谜题与数独
熨斗 (Gleit-eisen) | ▼< / > 里斯本的当地语言名称< / > ▼< / > 越……就越…… (Steige-rung,desto)< / > 俄罗斯总统< / > ▼< / > 萨克森方言冠词< / > ▼< / > 一个区域< / > 专家< / > ▼< / > 个人标识< / > 新事物< / > ▼< / > 来回 (hin und ...)< / > ▼< / > 可种植的< / > 第一名< / > ▼< / > 假设,如果< / > 长老会< / > ▼< / > 私人电视台(缩写)< / > ▼< / > 非常偏僻< / > 德国女歌手 (Mary)< / > | 蓝河与多瑙河之城< / > ▶< / > < / > 香料植物< / > ▼< / > < / > ▼< / > < / > 精神疾病< / > ▼< / > < / > ▼< / > < / > 身体特征< / > ▼< / > < / > ▼< / > | 国库< / > ▶< / > < / > 古希腊赞美诗< / > < / > 向上< / > ▶< / > < / > 语言意义单位< / > < / > 水中之国< / > ▶< / > < / > 古希腊哲学流派< / > < / > 爱尔兰郡< / > < / > | < / > < / > 顽强的对手< / > < / > 汽车损坏< / > ▼< / > < / > 彩色热带鸟< / > < / > 大布< / > ▼< / > < / > 西藏首府< / > < / > 德国说唱歌手< / > ▶< / > < / > ▼< / > < / > | 智利货币< / > 拳击< / > < / > 最终的< / > ▼< / > < / > 预言者< / > < / > 收音机频道选择器< / > ▼< / > < / > 规范< / > < / > 安静,无声< / > ▼< / > < / > | 蛋糕底层< / > ▼< / > < / > 收到!(无线电术语)< / > < / > 血液成分< / > ▼< / > < / > 数词< / > < / > 法律体系< / > ▼< / > < / > 狩猎犬群< / > < / > 柏林大型百货公司(缩写)< / > < / > 隐藏存在< / > | < / > < / > 苏格兰男子名< / > < / > 鲁莽的司机< / > ▼< / > < / > 由
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(Sage) | ▶< / > < / > | < / > < / > 感知力< / > < / > 巧克力原料< / > ▼< / > 9< / > < / > 愚蠢的,傻气的< / > < / > 敏捷的< / > ▼< / > < / > < / > < / >< / > 最大的西弗里西亚岛< / > < / > 巴伐利亚森林的山峰< / > < / > 田径运动员< / > ▼< / > < / > 电影场景的一部分< / > < / > 阔叶树< / > ▼< / > 8< / > < / > 英国公主< / > < / >< / > 伤疤< / > ▶< / > < / > 4< / > < / > 沙皇的命令< / > < / > 强度< / > ▼< / > < / > 美国人(缩写)< / > < / > 德语前缀:快速< / > ▼< / > < / >< / > 南德方言;走廊< / > ▶< / > < / > 行为举止的得体< / > < / > 垃圾< / > ▼< / > < / > 请求回答< / > 10< / > < / > ▼< / > < / > ▼< / > < / > < / >< / > < / > < / > 轻微皮肤炎症< / > ▼< / > < / > 7< / > < / > 肥料< / > ▶< / > < / > 黑森州的河流< / > ▶< / > < / > < / > < / >< / > 害虫
德语:Spieß< / > ▶< / > < / > < / > < / > 蝗虫< / > ▶< / > < / > < / > < / >< / > < / > < / > Berben的名字< / > ▶< / > < / > 1< / > 2< / > 3< / > 4< / > 5< / > 6< / > 7< / > 8< / > 9< / > 10< / > 11< / > < / > |
作者:斯特凡·海内 (STEFAN HEINE)
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每一列、每一行以及每个 3x3 的方格中,数字 1 到 9 必须且只能出现一次。上面的数独难度为中等,下面的谜题稍简单一些。
Man versteht nicht jeden Witz, über den Jugendliche lachen, selbst wenn man selbst zur Gen Z. gehört. Als junge Lehrerin begegnet man vermeintlicher Hirnfäule täglich im Klassenzimmer. Doch die Empörung der Älteren verrät vor allem eines
Der Locher fällt mir vom Tisch. Seine Klappe springt auf, kleine runde Papierschnipsel rieseln über den Boden. Aus mehreren Ecken des Klassenzimmers kommt sofort: „Minus-Aura, Frau Tieschky!“ Mein Missgeschick hat mich offenbar Punkte auf einem unsichtbaren Konto für Coolness gekostet. Wer sich blamiert, verliert Aura; eine schlagfertige Antwort kann sie zurückbringen.
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今年夏天,德国手球国家队队长约翰内斯·戈拉(Johannes Golla)转会至梅尔松根队(MT Melsungen)——但他在那里感到完全不适应。
想象一下,约书亚·基米希(Joshua Kimmich)从慕尼黑转会到多特蒙德——三个月后,这位国家队队长又想回到拜仁。这将在足球界引发激烈的讨论。而在手球界,这种情况确实发生了:约翰内斯·戈拉在从弗伦斯堡-汉德维特队(Flensburg-Handewitt)转会至梅尔松根队后不久,便表达了回归愿望,引发了巨大轰动。这位 28 岁的轴心球员承受着巨大的压力。以下是关于这位德国队队长人事闹剧的核心问题。
德国手球协会(DHB)队长戈拉在夏天从弗伦斯堡转会至梅尔松根——但在短短几个月后就想回去。戈拉的家人来自黑森州,梅尔松根队以一份五年合同吸引了他。然而,他没有预料到家人在离开弗尔德(Förde)后会受到如此沉重的打击。戈拉一家在那里结婚,生了两个孩子,并建立了社交圈。戈拉现在表示,这并非简单的思乡之情——这个词太轻了:“熟悉我的人早就看到了,我的心理健康受到了严重威胁。”
根据德新社(dpa)的消息,戈拉的合同已于上周一在最早可能的日期被破格终止。他在梅尔松根的合同有效期至 2031年。合同中包含一项三年后的解约条款。据传,其中规定的转会费为 500.000 欧元。
戈拉回归其首家职业俱乐部的魔力已经消散。这位轴心球员曾被计划作为曼-

MARCOS BRINDICCI / GETTY IMAGES
2026 年 3 月仍身着 SG 弗伦斯堡-汉德维特队球衣的约翰内斯·戈拉(中)。现在,可能会出现一次比预期更迅速的回归
MICHAEL HUNDT / DPA
戈拉在弗伦斯堡作为队长是一个标志性人物——也是该俱乐部在全国范围内的招牌。当然,SG 队有兴趣促成这次回归——因为他们将从中获益。该俱乐部在短期和中期内无论如何都需要轴心球员,因为阿尔纳尔·阿尔纳松(Arnar Arnarsson,2027 年)和布拉兹·布拉戈廷塞克(Blaz Blagotinsek,2028 年)的合同将在可预见的未来到期,且国家队球员尤斯图斯·费舍尔(Justus Fischer)从汉诺威转会至基尔队(THW Kiel)的计划落空。弗伦斯堡的管理层很早之前就知道,到 2028 年可以支付一定金额获得戈拉。但这位名人堂成员现在就想在 2027 年回归的紧迫感,可能也让 SG 队感到惊讶。“我们没有计划过这件事。如果他的合同中有可能获得他的途径,这对我们来说很有吸引力。我们可以找到解决方案。约翰内斯能让任何一支球队变得更好,”体育主管柳博米尔·弗兰耶斯(Ljubomir Vranjes)告诉《法兰克福汇报》(FAZ),并确认了与梅尔松根队的谈判。
队的核心。对于梅尔松根队来说,现在的关键是寻找一个既能保住面子又能获得最大利润的解决方案。“我们之前以及现在对他都有长期计划。因此,我们原则上必须要求遵守合同。但一份合同总是涉及双方,”梅尔松根队董事安德烈亚斯·莫尔(Andreas Mohr)表示。他告诉《法兰克福汇报》:“我们在所有层面上都感到非常失望。但如果我们现在继续在情感层面纠缠这个问题,那么结果将只有输家。”这一困境必须通过客观方式解决,而关键在于弗伦斯堡能否提出一个“可接受的报价”。
在2024年戈拉(Golla)签署合同时,迈克尔·阿伦多夫(Michael Allendorf)仍是梅尔松根队的体育主管。耶斯佩尔·拉尔森(Jesper Larsson)于今年5月1.接任。MT教练罗伯托·加西亚·帕隆多(Roberto Garcia Parrondo)将于明年夏天转会至巴黎圣日耳曼(PSG Paris),接任者将是柏林的冠军教练雅隆·西沃特(Jaron Siewert)。除戈拉之外,其他顶尖球员的未来同样不明朗。相比之下,葡萄牙后卫球星弗朗西斯科·科斯塔(Francisco Costa)和马蒂姆·科斯塔(Martim Costa)将在新赛季加盟弗伦斯堡。据称,为此支付了2,4百万欧元的转会费。弗伦斯堡似乎资金充足。
在11月5.于柏林对阵比利时队的下一场国家队比赛前约一个月,该人事变动引起了关注。据称,德国手球协会希望尽快理清局面。在1月13.开始的主场世界杯之前,此事应当得到解决。问题还在于,戈拉是否能作为队长在世界杯上率领国家队。目前没有迹象表明戈拉会失去队长袖标。国家队主教练阿尔弗雷德·吉斯拉松(Alfred Gislason)对他这位队长非常器重。
劳工法专业律师、杜塞尔多夫Kliemt律师事务所合伙人马库斯·博瑙(Markus Bohnau)表示,如果雇员在合同终止时主张患有心理疾病,这必须“通过相应的医疗鉴定证明”。“然后就需要考虑,通过立即终止合同是否真的是在健康方面帮助他的唯一途径,或者是否可以先调整相关环境以帮助他更好地适应。”
在职业运动员中,目前实际上还没有真正的先例。博瑙强调,一般来说,签署终止协议需要双方达成一致。资金在其中自然扮演着重要角色。“甚至有些球员为了获得签名,会自己支付所需金额的一部分。”
jb 与德新社(dpa)

显然深受触动:利昂内尔·梅西
So viel habe ich schon gelernt. Meine Achtklässler kennen die Regeln, obwohl niemand sie aufgeschrieben hat. Ich verstehe den Kommentar sofort. Besonders lustig finde ich ihn trotzdem nicht. An anderen Tagen muss ich erst nach der Bedeutung fragen.
Ein Schüler, der sein Heft vergessen hat, sagt „Schere“ und meint damit: mein Fehler. Als ich einen Test verschiebe, bin ich eine „W-Lehrerin“. W steht für Win, einen Sieg. Ich gehöre selbst zur Gen Z und nutze TikTok. Doch meine Schüler kennen Wörter, Videos und Anspielungen, die an mir vorbeigegangen sind. Dieselbe App zu öffnen heißt noch lange nicht, dieselben Dinge zu sehen.
Wie fühlt sich das erst für Eltern an, wenn das eigene Kind mit Freunden
PICTURE ALLIANCE / ASSOCIATED PRESS
über etwas lacht, das sich ihnen nicht einmal erklären lässt? Man steht daneben, fragt nach und bekommt womöglich nur zu hören: „Das ist halt lustig.“ Eine unbefriedigende Antwort. Die anderen teilen einen Moment, zu dem man keinen Zugang hat. Man kann dann sagen: „Ich komme nicht mit.“ Leichter fällt manchmal: „Das ist doch gar kein Witz.“ Erwachsene suchen zunächst eine Form von Humor, die ihnen vertraut ist. Wenn mein Vater einen Witz erzählt, führt er Figuren ein, baut eine Erwartung auf und liefert am Ende eine Pointe. Ich habe einige meiner Schüler gebeten, mir einen solchen klassischen Witz zu erzählen. Keinem fiel einer ein. Gelacht wird in meinem Klassenzimmer trotzdem. Ein Geräusch kann genügen, ein Video auf dem Handy oder ein Wort, das im richtigen Moment fällt. Diese Witze müssen nicht von Anfang bis Ende erzählt werden. Manchmal entsteht er erst zwischen denen, die ihn wiedererkennen.
„Six seven“ ist ein Beispiel dafür. Jemand sagt die beiden Zahlen, bewegt dazu die Hände auf und ab, und andere stimmen ein. Der Ausdruck stammt aus einem Song des Rappers Skrilla und verbreitete sich über Basketballvideos. Seine Herkunft zu kennen, erklärt allerdings noch nicht, warum Jugendliche heute darüber lachen. Mal fällt der Ausruf, weil eine Situation dazu passt, mal gerade, weil er völlig unpassend ist. Wer nach seiner festen Bedeutung sucht, wird enttäuscht. Die Zahlen enthalten keine Pointe, die man nachträglich übersetzen könnte.

Nicht lustig? Das gibt „Minus-Aura“ von der Generation Alpha
Vielleicht erinnert sich die Klasse an einen Sound, ein Video oder an das letzte Mal, als jemand „six seven“ im völlig falschen Moment gerufen hat. Ich höre dagegen nur die neueste Wiederholung. Und ja: Beim zwanzigsten Mal in einer Unterrichtsstunde bitte ich um Ruhe. Ich muss den Ausruf nicht lustig finden, um zu erkennen, dass andere mehr darin hören als ich. Noch schwerer hat es „Skibidi Toilet“ bei einem Publikum, das zufällig einen Ausschnitt sieht. In den ersten Videos ragt ein singender Menschenkopf aus einer Toilette. Daraus ist eine Reihe mit wiederkehrenden Figuren, Kämpfen und einer eigenen Geschichte geworden. Das mag man alles furchtbar finden. Wer nach wenigen Sekunden abschaltet, weiß allerdings nicht, was die Fans über Monate daran beschäftigt hat.
Solche Bilder und Sounds nennen Jüngere oft selbst „Brainrot“, Hirnfäule. Der drastische Name gehört zum Vergnügen am Albernen. Man muss dem singenden Toilettenkopf keinen tieferen Sinn zuschreiben, um darüber lachen zu dürfen. Erwachsene verlangen von diesen Witzen dennoch mitunter eine
Rechtfertigung, die sie von den eigenen flachen Witzen selten verlangen: Wo ist die Pointe? Was bedeutet das? Warum ist das gut? Als müsse das Lachen erst eine Prüfung bestehen. Hermann Hesse schrieb im „Steppenwolf“: „Aller höhere Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.“ „Six seven“ ist vermutlich kein Beispiel für diesen höheren Humor. Aber Hesse beschrieb einen Anspruch an eine besondere Art des Humors, keine Mindestanforderung an jeden Witz. Auch Erwachsene lachen über Wortspiele, Missgeschicke und Unsinn, ohne deren kulturellen Wert nachzuweisen. Warum wird der Maßstab strenger, sobald die Jüngeren lachen und wir nicht?
Vor gut hundert Jahren wurde eine ähnliche Frage über Kunst gestellt. Der Dadaist Hugo Ball trug Gedichte aus erfundenen Silben vor. Marcel Duchamp reichte ein Urinal als Kunstwerk ein. Wer unter Kunst ein schönes Bild oder sichtbares handwerkliches Können verstand, konnte nur fragen: „Das soll Kunst sein?“ Die Dadaisten griffen solche Gewissheiten bewusst an. Ein Brainrot-Video ist kein dadaistisches Manifest. Es entsteht aus anderen Gründen und in einer anderen Zeit. Der Vergleich zeigt vielmehr, wie schnell eine ungewohnte Form zur Wertfrage wird. Bei Dada lautete sie: „Ist das überhaupt Kunst?“ Bei Brainrot: „Ist das überhaupt Humor?“ Die zweite Frage darf man stellen. Problematisch wird es, wenn sich daran eine weitere anschließt: „Was stimmt mit Menschen nicht, die darüber lachen?“
Damit beginnt der Generationenkonflikt. Für einen Moment kehrt sich das vertraute Verhältnis um: Es sind nicht die Eltern oder Lehrkräfte, die den Jugendlichen die Welt erklären, sondern Jugendliche kennen die Vorgeschichte, nach der Erwachsene fragen müssen. Besonders deutlich wird das bei den eigenen Kindern. Sie lachen mit anderen, während man selbst außerhalb des Kreises steht. Ich kenne diesen Rollenwechsel aus meinem Unterricht, obwohl zwischen meinen Schülern und mir nur wenige Jahre liegen. Viele meiner Achtklässler werden bereits zur Generation Alpha gezählt. „Die Jugend“ ist eben nicht einmal eine einzige Gruppe mit denselben Witzen.
Internetplattformen machen den Abstand sichtbarer. Früher konnte man eine Sendung verpassen und wusste wenigstens, welche Sendung gemeint war. Heute können zwei Menschen täglich auf TikTok sein und trotzdem kaum denselben Videos begegnen. Ein Witz hat dann eine Vorgeschichte, die für die einen selbstverständlich ist und für die anderen nie stattgefunden hat. Dass Erwachsene nicht überall mitkommen, ist deshalb keine persönliche Niederlage. Nur sollten sie aus dem verpassten Zusammenhang keine Diagnose über die Jüngeren machen.
Sie waren schließlich selbst einmal diejenigen, deren Eltern einen Witz nicht verstanden. Auch ältere Internet-memes wurden kopiert, verändert und immer weiter übertrieben. Wer erst die letzte Version sah, verpasste die Anspielung. Neu ist vor allem das Tempo, in dem solche Bezüge heute entstehen und wieder verschwinden. Man kann aufmerksam bleiben und trotzdem zu spät kommen. Das heißt nicht, dass jede Sorge um Brainrot unbegründet wäre. Manche Videos sind laut und flach. Wie viel Zeit Kinder mit endlosen kurzen Clips verbringen, ist eine ernsthafte Frage. Und ein ständig wiederholter Ausruf kann Unterricht unmöglich machen. Dann bitte ich meine Schüler, damit aufzuhören. Über Medienkonsum, Aufmerksamkeit und Regeln lässt sich streiten, ohne aus einem Video ein Urteil über die Intelligenz seiner Zuschauer zu machen.
Vielleicht müssen die Generationen nicht denselben Witz mögen, um darüber ins Gespräch zu kommen. Jugendliche können eine Anspielung erklären, ohne die Nachfrage gleich für einen Angriff zu halten. Erwachsene können zuhören, ohne danach über die Qualität des Witzes abzustimmen. Ich werde manches weiterhin albern finden. Meine Schüler würden bei einem Witz meines Vaters vermutlich ebenso ratlos schauen. Das gemeinsame Lachen lässt sich nicht erzwingen. Eine Erklärung kann verständlich sein und den Witz trotzdem nicht lustiger machen. Aber sie kann zeigen, was den anderen daran gefällt: die Erinnerung an ein Video, den völlig falschen Zeitpunkt, das Vergnügen, dass ein einziges Wort genügt und die Freunde sofort Bescheid wissen. Wer das erfährt, steht vielleicht noch immer nicht mitten im Kreis. Er weiß aber besser, was dort geteilt wird.
„Brainrot“ – also Hirnfäule. Als Scherz über absurde Videos darf das Wort ruhig absurd bleiben. Ernst wird es allerdings, wenn wir daraus ein Urteil über die Köpfe derer machen, die lachen. Vielleicht wäre das ein Moment für Hesses Rat, sich selbst etwas weniger ernst zu nehmen: den eigenen Geschmack, die eigene Ratlosigkeit und den Anspruch, bei jedem Witz dazuzugehören. Man muss nicht mitlachen, um jemanden ernst zu nehmen.
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两者的反差几乎不能更大:一边是以灯光秀辉煌收场的职业生涯,另一边则是关于自身的声明。当利昂内尔·梅西作为绝对英雄告别阿根廷国家队时,克里斯蒂亚诺·罗纳尔多几乎在同一时间写下了他个人秀的最后一章。这两位当代最伟大的足球运动员在周三之夜几乎同时退出了大舞台。
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Im Sommer ist Johannes Golla, Kapitän der deutschen Handball-Auswahl, zur MT Melsungen gewechselt – fühlt sich dort aber überhaupt nicht wohl
Man stelle sich vor, Joshua Kimmich wechselt von München nach Dortmund – drei Monate später will der Nationalmannschaftskapitän wieder zurück zu den Bayern. Heftige Diskussionen in der Fußballszene wären die Folge. Im Handball ist genau das passiert: Johannes Golla hat mit seinem Rückkehrwunsch kurz nach seinem Wechsel von Flensburg-Handewitt nach Melsungen großen Wirbel ausgelöst. Der 28 Jahre alte Kreisläufer steht unter gewaltigem Druck. Die wichtigsten Fragen zur Personalposse rund um den deutschen Spielführer.
DHB-Kapitän Golla ist im Sommer von Flensburg nach Melsungen gewechselt – und will nach wenigen Monaten wieder zurück. Gollas Familie stammt aus Hessen, die MT Melsungen lockte mit einem Fünfjahresvertrag. Nicht auf der Rechnung hatte er allerdings, wie sehr seiner Familie der Abschied von der Förde zusetzt. Die Gollas haben dort geheiratet, zwei Kinder bekommen, ihr soziales Umfeld aufgebaut. Heimweh – darum gehe es nicht, das Wort sei zu schwach gewählt, sagte Golla nun: „Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist.“
Gollas Vertrag wurde nach dpa-Informationen am Montag vergangener Woche außerordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt hilfsweise gekündigt. Sein Vertrag in Melsungen läuft bis 2031. Es gibt im Vertrag eine Ausstiegsklausel nach drei Jahren. Die dort festgeschriebene Ablöse soll dem Vernehmen nach bei 500.000 Euro liegen.
Der Zauber der Golla-Rückkehr zu seinem ersten Profiklub ist verflogen. Der Kreisläufer war als Herzstück der Mann-

MARCOS BRINDICCI/GETTY IMAGES
Im März 2026 noch im Trikot der SG Flensburg-Handewitt: Johannes Golla (M.). Nun könnte es ein rascheres Comeback als angenommen geben
MICHAEL HUNDT/DPA
Golla war in Flensburg als Kapitän eine Identifikationsfigur – und bundesweit ein Aushängeschild des Vereins. Natürlich hat die SG ein Interesse daran, die Rückkehr möglich zu machen – weil sie davon profitieren würde. Der Klub hat kurz- und mittelfristig am Kreis ohnehin Bedarf, da die Verträge von Arnar Arnarsson (2027) und Blaz Blagotinsek (2028) auf absehbare Zeit auslaufen, und der angestrebte Wechsel von Nationalspieler Justus Fischer (von Hannover zum THW Kiel) platzte. Dass Golla 2028 für eine bestimmte Summe zu haben sein wird, war den Flensburger Verantwortlichen seit Längerem klar. Aber die Dringlichkeit, mit der ihr Hall-of-Fame-Mitglied nun schon 2027 zurückkehren will, dürfte auch die SG überrascht haben. „Wir haben das nicht geplant. Wenn es in seinem Vertrag eine Möglichkeit gibt, ihn zu bekommen, ist es interessant für uns. Wir können eine Lösung finden. Johannes macht jede Mannschaft besser“, sagte Sportchef Ljubomir Vranjes der „FAZ“ und bestätigte Gespräche mit Melsungen.
schaft eingeplant. Für Melsungen geht es nun um eine gesichtswahrende Lösung mit möglichst großem Profit. „Wir hatten und haben langfristige Pläne mit ihm. Wir müssen deswegen grundsätzlich Vertrags- treue einfordern. Aber zu einem Vertrag gehören immer zwei Seiten“, sagte MT-Vorstand Andreas Mohr. Der „FAZ“ sagte er: „Die Enttäuschung auf allen Ebenen ist groß bei uns. Aber wenn wir das Thema nun auf der emotionalen Ebene weiter-spielen, haben wir nur Verlierer.“ Das Dilemma müsse sachlich gelöst werden, und es liege an Flensburg, „ein vertretbares Angebot“ zu machen.
Bei Gollas Vertragsunterzeichnung 2024 war Michael Allendorf noch Sportchef in Melsungen. Jesper Larsson folgte am 1. Mai dieses Jahres. MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo wechselt im nächsten Sommer zu PSG Paris, Nachfolger wird Berlins Meistertrainer Jaron Siewert. Die Zukunft von anderen Topspielern außer Golla ist ebenfalls ungewiss. Hingegen kommen zur neuen Saison die portugiesischen Rückraumstars Francisco und Martim Costa nach Flensburg. Dafür waren dem Vernehmen nach 2,4 Millionen Euro Ablöse fällig. Geld scheint in Flensburg vorhanden zu sein.
Gut einen Monat vor dem nächsten Länderspiel der Nationalmannschaft am 5. November in Berlin gegen Belgien sorgt die Personalie für Aufsehen. Der Deutsche Handball-Bund will dem Vernehmen nach schnell klare Verhältnisse. Lange vor der am 13. Januar beginnenden Heim-WM soll die Angelegenheit geklärt sein. Die Frage ist auch, ob Golla die Nationalmannschaft als Kapitän bei der WM anführen kann. Momentan gibt es keine Indizien dafür, dass Golla die Binde verlieren wird. Bundestrainer Alfred Gislason hält große Stücke auf seinen Spielführer.
Sollte ein Arbeitnehmer sich bei einer Vertragskündigung auf eine mentale Erkrankung berufen, müsse dies „durch entsprechende ärztliche Gutachten nachgewiesen sein“, sagte Markus Bohnau, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner im Düsseldorfer Büro der Kanzlei Kliemt. „Und dann käme man dazu, ob es wirklich die einzige Möglichkeit ist, durch fristlose, sofortige Beendigung des Vertrages ihm gesundheitlich zu helfen, oder ob nicht zunächst Umstände angepasst werden können, um ihm zu helfen, damit besser klarzukommen.“
Bei Profisportlern gebe es bislang eigentlich keine echten Präzedenzfälle. Generell bedürfe es bei einem Aufhebungsvertrag einer Einigung beider Parteien, betonte Bohnau. Geld spiele dabei natürlich eine Rolle. „Es gibt sogar Spieler, die zahlen dann einen Teil der Summe, die erforderlich ist, um die Unterschrift zu bekommen, selbst.“
jb mit dpa

Sichtlich ergriffen: Lionel Messi
一个自愿,一个不情愿。梅西在布宜诺斯艾利斯座无虚席的纪念碑球场中,受到了 85.000 名球迷的疯狂欢呼;而罗纳尔多在抵制之后,仅通过一份关于离开葡萄牙国家队的公开声明引起关注。在 3:0 战胜贝宁的友谊赛中,这位 39 岁的超级巨星最后一次为阿根廷队出战。球迷的歌唱、无边无际的欢呼和烟花,为这个历史性的足球之夜——“梅西的最后一场探戈”拉开了序幕,而这场由德国教练格诺特·罗尔(Gernot Rohr)率领的贝宁队参与的比赛则构成了背景。
在自己的告别盛典上,梅西通过点球(第 71. 分钟)贡献了一粒进球,并为尼古拉斯·奥塔门迪(第 48 分钟)和尼科·帕斯(第 61 分钟)的进球分别提供了两次助攻。赛后,一场壮观的光影秀将梅西抱着世界杯奖杯的轮廓投射在阿根廷首都的夜空中。“在过去的 20 年里,能穿着这件球衣是我的一大荣幸,我从未停止奋斗。不再参与其中会让我感到非常痛苦。能为阿根廷国家队效力,是一个人能遇到的最美好的事情,”这位情绪激动的偶像在终场哨响后解释道。
两人作为时代的顶尖球星,共同演绎了最后的谢幕。阿根廷人在纪念碑球场激动地结束了他的职业生涯,而葡萄牙人则扮演着一个心怀不满的角色。
这是这项运动历史上的一个特殊时刻。在过去的二十年里,没有人能像梅西那样如此稳定且持久地影响世界足球。即使是他世界足球舞台上的大对手——罗纳尔多也未能做到。当球场播报员在赛前“最后一次”呼唤这位超级巨星的名字时,欢呼声震耳欲聋。一件巨大的天蓝色与白色相间的球衣被铺在草坪上,上面印着梅西的 10 号以及金色大字的“Gracias”(谢谢)。
那个将比分定格在 3:0 的点球,随后成为了一个辉煌职业生涯的完美终章:以 126 个进球,他成为了这个热爱足球国家的历史射手王;以 208 场出场次数,他也成为了该国的历史出场纪录保持者。宽容的观察者或许希望罗纳尔多也能有一个同样体面的离场方式。但这位 41 岁的球星——正如他在职业生涯中经常做的那样——独自一人地阻止了这一切。这位像名伶一样任性的前锋在上周离开了国家队,此前他在挪威举行的欧国联 2:1 的比赛中没有获得出场机会。在周三凌晨,他为自己的错误行为发表了一份令人心烦的声明——并且还指责国家队主教练若日·热苏斯(Jorge Jesus)违背诺言。
“我决定离开训练营,而无需等待下一次违约。对我来说,真诚依然是人与人之间关系中最重要的东西,”罗纳尔多在他的 Instagram 页面上写道,并解释了围绕他那同样突然且前所未有的离开所发生的事情。与此同时,他为离开球队表示道歉。“尽管教练完全背信弃义——对此对话的见证者可以证实——但我本不该这样做。责任完全在我一个人身上,”罗纳尔多说道。“我感觉到,从那一刻起,我留在球队中只会带来损害,于是我做了我一直以来所说的事:如果我觉得自己不再有用,我就收拾东西离开。”
如此程度地抛弃自己球队的人,应该反思一下当年选择职业时是否正确。对于罗纳尔多来说,从事一项个人运动显然比参与团队运动更合适。多年来,他尤其在球场上进球后表现出的那种幼稚的公鸡式炫耀,就证明了这一点。其格言便是:“看这里,我才是最牛的!”虽然这让他凭借 234 场国家队比赛打入 146 球,不仅成为了葡萄牙队的纪录保持者,也成为了足球史上最高产的射手——但在球场上,他多年来扮演的角色不过是一个令人可怜的随大流者。
在这一点上,那个时代两位最伟大球星的职业生涯走向了截然相反的方向。梅西作为绝对的领袖,在职业生涯的暮年,首先在 2022 年带领球队第三次夺得阿根廷的世界杯冠军。四年后,他们至少还打入了与西班牙队的决赛(加时赛后 0:1)。在这两场冠军争夺战中,正是这位身高 1,70 米的天才,几乎凭一己之力带领球队走过了整个赛事。就像在他之前的另一位阿根廷球场艺术家:迭戈·阿曼多·马拉多纳。这位六年前去世的组织核心在 1986 年的世界杯上,也扮演着类似的角色带领球队夺冠。
相比之下,罗纳尔多在 2016 年赢得欧洲杯冠军后,光芒大减。在当年 1:0 击败法国队的决赛中,他在第 25 分钟因伤被换下,人们对他最后的记忆是一个勤勉的职业球员,在场外像个受阻的球员兼教练一样指导自己的球队。那是他在国际舞台上的最后一次辉煌。随后是 2018 年世界杯 16 强的出局,三年后在欧洲杯 16 强赛中再次折戟,以及在 2022 年(世界杯 8 强)和 2024 年(欧洲杯第六名)赛事中的提前折戟。在今年的全球冠军争夺战中,他在 16 强赛对阵后来的冠军西班牙队时宣告结束。
在那之后,他也应该选择结束。然而,令许多专家惊讶的是,罗纳尔多没有选择体面的离场,而是决定延续他的国际职业生涯——但在这种生涯中,对他而言,坐在替补席上显然等同于一种“冒犯君主”的罪行。而对于一个 41 岁的人来说,这完全是正常的。而且,葡萄牙队在没有这位年迈的自我中心主义者的情况下表现得非常好,这一点在四场欧国联比赛四连胜并提前晋级 8 强中得到了证明。这个时代最伟大的两位球星早已不需要担心钱的问题。尽管如此,两人在此也走上了不同的道路。梅西在美国的迈阿密国际结束职业生涯,而罗纳尔多通过三年前加入利雅得胜利足球俱乐部(al-Nassr FC)的合约,为沙特阿拉伯政权带来了充满争议的关注。据称,这位阿根廷人作为联赛的顶级球星,年薪为 18,2 百万欧元,而这位葡萄牙人的年薪则高达 2.08 亿欧元。一个在德国民主化进程起主导作用、且目前甚至能承受唐纳德·特朗普第二次担任总统的国家踢球,另一个则在一个同性恋者面临死刑的国家踢球。
最近发生的事件完美地契合了这一系列对比:一边是以灯光秀被庆祝的梅西——另一边则是通过 Instagram 发布声明表达不满的罗纳尔多。
ie Gegensätze hätten kaum größer sein können: Hier die mit einer Lichtschau glorreich beendete Karriere, dort ein Statement in eigener Sa-
che. Während sich Lionel Messi als absoluter Held von der argentinischen Nationalmannschaft verabschiedete, schrieb Cristiano Ronaldo beinahe zeitgleich ein letztes Kapitel seiner Egoshow. Die beiden größten Fußballer ihrer Zeit sind in der Nacht zum Mittwoch quasi von der großen Bühne abgetreten.
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克里斯蒂安·莱尔八岁时加入该俱乐部,后来成为了联赛冠军和杯赛冠军。如今,这位前职业球员据称被禁止穿着慕尼黑球队的球衣。
拜仁慕尼黑足球俱乐部内部出现了矛盾。前后卫克里斯蒂安·莱尔在 2003 年至 2010 98 场比赛期间为这支慕尼黑球队出战,他在 Instagram 上对自己的前东家进行了猛烈抨击。这位两届双冠王在自己的社交媒体账号上发布了一段视频,在视频中他解释说,这家德国纪录冠军俱乐部禁止他穿着拜仁球衣。
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Der eine freiwillig, der andere unfreiwillig. Messi wurde dabei von 85.000 Fans im ausverkauften Monumental-Stadion von Buenos Aires frenetisch gefeiert, Ronaldo nach seinem Boykott nur noch durch eine öffentliche Klarstellung zu seiner Abreise vom portugiesischen Nationalteam auffällig. Beim 3:0 im Freundschaftsspiel gegen Benin lief der 39 Jahre alte Superstar ein letztes Mal für Argentinien auf. Fangesänge, grenzenloser Jubel und ein Feuerwerk bildeten die Ouvertüre für einen historischen Fußball-Abend für „Messis letzten Tango“, bei dem die Partie gegen die von dem deutschen Trainer Gernot Rohr betreuten Beniner den Rahmen bot.
Messi steuerte bei seiner Abschiedsgala selbst einen Treffer per Elfmeter (71. Minute) sowie zwei Vorlagen für die Tore von Nicolas Otamendi (48.) und Nico Paz (61.) bei. Nach dem Spiel projizierte eine spektakuläre Lichtschau die Konturen Messis samt WM-Pokal in den nächtlichen Himmel über der argentinischen Hauptstadt. „Es war mir eine Ehre, dieses Trikot in den letzten 20 Jahren zu tra-
Die beiden größten Fußballer ihrer Zeit sorgen für ein letztes Hurra. Der Argentinier beendet im Monumental-Stadion ergriffen seine Karriere, der Portugiese mimt dagegen die beleidigte Leberwurst
gen. Ich habe nie aufgehört zu kämpfen. Nicht mehr dabei zu sein, wird mir sehr wehtun. Für die argentinische Nationalmannschaft zu spielen, ist das Schönste, was einem passieren kann“, erklärte das emotional bewegte Idol nach dem Abpfiff.
Es war ein besonderer Moment in der Historie der Sportart. Niemand hat den Weltfußball in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten so konstant und nachhaltig geprägt wie Messi. Auch sein großer Widersacher im Weltfußball nicht: Ronaldo. Ohrenbetäubend war der Jubel, als die Stadionsprecherin vor dem Spiel „ein letztes Mal“ den Namen des Superstars aufrief. Ein riesengroßes himmelblau-weißes Trikot wurde über den Rasen gespannt, auf dem Messis Nummer 10 sowie ein „Gracias“ („Danke“) in großen goldenen Lettern aufgedruckt war.
Der verwandelte Elfmeter zum 3:0-Endstand war später der gelungene Schlussakkord einer beeindruckenden Laufbahn: Mit 126 Treffern ist er Rekordtorschütze der fußballverrückten Nation, mit 208 absolvierten Partien auch ihr Rekordspieler. Geneigte Betrachter hätten auch Ronaldo einen ähnlich würdigen Abgang gewünscht. Doch den verhinderte der 41-jährige Star – wie so oft in seiner Karriere – im Alleingang selbst. Der divenhafte Stürmer hatte die Nationalmannschaft in der vergangenen Woche verlassen, nachdem er beim 2:1 im Nations-League-Spiel in Norwegen nicht eingesetzt worden war. In der Nacht zum Mittwoch gab er nun eine enervierende Erklärung für sein Fehlverhalten ab – und warf seinem Nationaltrainer Jorge Jesus obendrein auch noch Wortbruch vor.
„Ich beschloss, das Trainingslager zu verlassen, ohne auf einen weiteren Wortbruch zu warten. Für mich ist die Wahrheit nach wie vor das Wichtigste in der Beziehung zwischen Menschen“, schrieb Ronaldo auf seiner Instagramseite und erläuterte die Geschehnisse rund um seine gleichermaßen abrupte wie beispiellose Abreise. Zugleich entschuldigte er sich dafür, dass er das Team verlassen habe. „Trotz des absoluten Vertrauensbruchs seitens des Trainers – was Zeugen dieser Gespräche bestätigen können – hätte ich das nicht tun dürfen. Die Verantwortung liegt allein bei mir“, so Ronaldo. „Ich hatte das Gefühl, dass mein Verbleib von diesem Moment an der Mannschaft nur geschadet hätte, und ich tat das, was ich immer gesagt hatte: Wenn ich mich nicht mehr als nützlich empfinde, packe ich meine Sachen und gehe.“
Wer seine Mannschaft derart im Stich lässt, sollte sich überlegen, ob die Berufswahl seinerzeit richtig war. Statt eine Teamsportart auszuüben, hätte bei Ronaldo ganz offensichtlich besser eine Individualsportart gepasst. Das hat er jahrelang nicht zuletzt durch sein infantiles Gockelgehabe nach einem eigenen Torerfolg auf dem Platz zelebriert. Getreu dem Motto: „Seht her, ich bin der Geilste!“ Das hat ihn zwar mit 146 Treffern in 234 Länderspielen nicht nur zum Rekordmann Portugals, sondern auch zum besten Torschützen in der Fußballgeschichte werden lassen – aber auf dem Feld hat er schon seit vielen Jahren nur noch die Rolle eines bemitleidenswerten Mitläufers inne.
Auch hier sind die beiden Karrieren der größten Fußballer ihrer Zeit diametral auseinandergegangen. Messi führte seine Mannschaft als absoluter Leader im Spätherbst seiner Laufbahn zunächst 2022 zum dritten argentinischen Triumph bei einer Weltmeisterschaft. Vier Jahre später sprang immerhin noch die Finalteilnahme gegen Spanien (0:1 nach Verlängerung) heraus. In beiden Titelkämpfen war es das 1,70 Meter kleine Genie, das sein Team beinahe im Alleingang durchs Turnier trug. So wie vor ihm der andere große argentinische Feingeist am Ball: Diego Armando Maradona. Der vor sechs Jahren verstorbene Regisseur triumphierte mit den Seinen bei der Weltmeisterschaft 1986 in vergleichbarer Rolle.
Ronaldo hingegen hat seit dem Gewinn des EM-Titels 2016 viel von seinem Glanz eingebüßt. Beim 1:0-Finalsieg seinerzeit gegen Frankreich musste er nach 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden und blieb als emsiger Profi in Erinnerung, der seine Mannschaft als verhinderter Spielertrainer von außen coachte. Es war das letzte große Hurra auf internationaler Bühne. Anschließend folgten das Aus im WM-Achtelfinale 2018 und drei Jahre später im EM-Achtelfinale sowie das vorzeitige Scheitern bei den Turnieren 2022 (WM-Achter) und 2024 (EM-Sechster). Bei den globalen Titelkämpfen in diesem Jahr war dann im Achtelfinale gegen den späteren Titelträger Spanien Schluss.
Danach hätte auch er besser Schluss gemacht. Doch statt eines würdigen Abgangs entschied sich Ronaldo zur Überraschung vieler Experten zur Fortsetzung seiner internationalen Karriere – in der es aber offenbar einer Majestätsbeleidigung gleicht, wenn er mal draußen sitzen muss. Was ja mit 41 Jahren völlig normal ist. Und dass Portugal ohne den alternden Egozentriker bestens zurechtkommt, bewiesen vier Siege in vier Nations-League-Partien mit der vorzeitigen Qualifikation für das Viertelfinale. Auf ihre Kohle gucken müssen die beiden größten Fußballer ihrer Zeit schon längst nicht mehr. Trotzdem gingen beide auch hier unterschiedliche Wege. Während Messi die Karriere bei Inter Miami in den USA ausklingen lässt, verhilft Ronaldo durch sein seit drei Jahren währendes Engagement beim al-Nassr FC dem Regime in Saudi-Arabien zu zweifelhafter Aufmerksamkeit. Der Argentinier soll als einer der absoluten Stars der Liga 18,2 Millionen Euro pro Jahr verdienen, der Portugiese auf 208 Millionen per annum kommen. Der eine kickt in einem Land, von dem maßgeblich die Demokratisierungsprozesse Deutschlands ausgingen und das gerade sogar eine zweite Amtszeit von Donald Trump als Präsident aushält, der andere in einem, in dem Homosexuellen die Todesstrafe droht.
Die jüngsten Ereignisse passen bestens in diese Reihe: Hier der mit einer Lichtshow gefeierte Messi – und dort der beleidigte Ronaldo mit einem Statement auf Instagram.
此外,在俱乐部的敦促下,他不得不将其 9 月出版的传记《从自我到内心:毒品、坠落、自我厌恶——以及我回归生活的道路》(From Ego to Heart: Drogen, Absturz, Selbsthass – und mein Weg zurück ins Leben)封面上的身着球衣的照片删除。莱尔(目前是《名人老大哥》的参与者)讲述道:“我 1 月份为拜仁慕尼黑参加了一场室内赛。我收到了邀请并很乐意接受,因为这是我的母队。几周后,我接到了管理层办公室的电话。对方表示我不适合再穿着拜仁球衣出现,并要求我今后不要再穿拜仁球衣。”
事实上,2026 年 1 月 17 日,莱尔代表拜仁 40 岁以上老将队参加了在萨克森-安哈尔特州哈茨山脉伊尔森堡的哈茨兰大厅(Harzlandhalle)举行的传奇杯慈善赛——对手包括云达不莱梅传奇队、沃尔夫斯堡传统队以及柏林联盟 40 岁以上球队。这是他第一次,也是最后一次作为 40 岁以上球员身着拜仁球衣出场。
莱尔于 1993 年以 8 岁之龄加入拜仁慕尼黑,他在 Instagram 视频中继续讲述道:“几周后,我的出版社收到了一封来自拜仁慕尼黑的律师函:‘请将封面上的拜仁球衣删除。’”据《图片报》消息,Forward 出版社必须将身着拜仁球衣的莱尔从书封上移除,因为此前并未向俱乐部申请商标使用权。长期以来,该俱乐部一直严厉打击此类侵犯商标权的行为。面对莱尔的指控,拜仁慕尼黑作何回应?该俱乐部在接受询问时未对此发表评论。导致俱乐部与莱尔疏远的原因可能是什么?这位前右后卫在球员时代(包括在赫塔和科隆期间)就在场外引发过丑闻——包括吸食可卡因、酗酒和斗殴。在职业生涯结束后,他主要因其建筑公司而登上负面新闻。由于交付未完工的房产,莱尔多次被起诉,2024 年甚至因此被签发逮捕令。目前他坚称自己已经改过自新。
现在,莱尔指责拜仁没有支持他,反而通过禁止穿球衣的方式将其排挤在外:“我不明白,怎么会对一个在塞贝纳大街长大、将拜仁慕尼黑视为避风港和安全港的人做出这种事。”背景是:这位前职业球员在其新书以及 Instagram 个人资料中讲述了自己艰难的童年和青少年时期。一年前,他在接受“Bild Sport auf Welt TV”采访时曾表示:“我在一个充满冲突、伴随暴力、酒精和虐待的家庭中长大。”在职业生涯期间及之后动荡的岁月(包括抑郁症)之后,莱尔希望得到更多的支持:“拜仁慕尼黑排挤了我,这完全没问题。人们必须理解,有些公司、机构和人会在你最需要他们的时候排挤你,不站在你这边。”
最后,莱尔还抨击了那些做出禁穿球衣决定的拜仁高层:“那些现在在那里跳舞、以为自己有话语权的负责人,谁也无法阻止我拥有一颗拜仁慕尼黑之心。我把乌利·赫内斯和卡尔-海因茨·鲁门尼格排除在外,但其他所有‘复活节兔子’们都没机会让我放弃我的拜仁之心。”
Christian Lell kam mit acht Jahren in den Verein, wurde später Meister und Pokalsieger. Nun soll dem Ex-Profi verboten worden sein, das Münchner Trikot zu tragen
Beim FC Bayern gibt es Ärger. Der ehemalige Verteidiger Christian Lell, der von 2003 bis 2010 98 Spiele für die Münchner absolviert hatte, hat auf Instagram heftig gegen seinen ehemaligen Verein ausgeteilt. Der zweimalige Doublesieger postete auf seinem Social-Media-Account ein Video, in dem er erklärt, dass der deutsche Rekordmeister ihm das Tragen des Bayern-Trikots verboten habe.
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Welche Gruppen sind besonders auffällig? Exklusive Zahlen aus den Bundesländern geben bemerkenswerte Einblicke
E s klingt wie ein sicherheitspolitisches Novum, das Verena Schäffer (Grüne) angekündigt hat. Nordrhein-Westfalens Fluchtministerin lässt eine Übersicht erstellen, in der Straftaten, Tatverdacht und Verurteilungen der knapp 53.000 ausreisepflichtigen Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland erfasst werden. Die Informationen liegen den kommunalen Ausländerbehörden vor, ebenso den Polizeibehörden, deren Kenntnisse über ausländische Tatverdächtige auch in die polizeiliche Kriminalstatistik einfließen, allerdings ohne Aufenthaltsstatus.
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Aber eine Übersicht für Geduldete fehlt. Nach dem Streit um die „Coesfelder Liste“, bei der das Ausländeramt Köln angebotene Hilfe zur Rückführung von etwa 470 Menschen aus Westbalkanstaaten teilweise ablehnte oder unbeantwortet ließ, versucht Schäffer, den Eindruck eines Kontrollverlustes zu korrigieren. Straffällige Ausreisepflichtige sollen, wie Schäffer sagte, „oben auf den Bearbeitungsstapeln“ der Behörden liegen. Fristen, Passersatzpapiere und strafrechtliche Erkenntnisse sollen zentraler als bisher nachgehalten werden.
Eine Stichprobe zur „Coesfelder Liste“ lieferte beunruhigende Ergebnisse: Das Landeskriminalamt NRW überprüfte zwei Listen mit abzuschiebenden Personen aus dem Irak und den Westbalkanstaaten. Von 6800 Geduldeten waren etwa 2100 strafrechtlich auffällig; es geht um rund 12.000 Straftaten. „Die Zahlen sind hoch“, beklagte Schäffer. WELT fragte in den anderen Bundesländern nach, was dort über die Straffälligkeit Geduldeter bekannt ist und wie sie das NRW-Vorhaben bewerten. Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Hamburg, Bremen und das Saarland verfügen nach eigenen Angaben über keine landesweite Statistik im NRW-Sinne.
Die Antworten zeigen: Die Länder erhalten auf unterschiedlichen Wegen Kenntnis von Straftaten und damit teilweise einen Überblick. Zugleich haben einige die Abschiebesystematik früher und stärker zentralisiert als NRW. Die Dimension des Vollzugsproblems bleibt erheblich. Zum Stichtag 30. Juni 2026 waren bundesweit 258.845 Personen ausreisepflichtig, davon 199.271 Personen mit einer Duldung. Das bedeutet, dass die Abschiebung vorübergehend aus bestimmten Gründen ausgesetzt ist – etwa wegen fehlender Papiere, Krankheit, familiärer Bindungen oder eines Abschiebeverbotes hinsichtlich der Zu-
Welche Erkenntnisse haben die vier Menschenversuche von Jürgen Klopp gebracht? Können wir uns nach diesen Leistungen die Fahne zurückholen oder wollen wir das überhaupt? Und sind ein Sieg, zwei stände in einem Zielstaat. Auch eine Verurteilung beseitigt diese Hindernisse nicht automatisch.
Die Bundeszahlen erfassen nicht, wie viele Betroffene Straftäter waren. Die kommunalen Ausländerbehörden besitzen sämtliche Informationen zu Geduldeten. Deshalb ist die Länderperspektive aufschlussreich: Wo Fallwissen gebündelt wird, können die Regierungen zumindest benennen, welche Gruppen auffällig sind, welche Ergebnisse erzielt werden und wie hoch die Kriminalitätsrate ist. Das gemeinsame politische Bekenntnis, das über die Antworten an WELT bekräftigt wurde, ist eindeutig: Gefährder, Mehrfach- und Intensivtäter sowie rechtskräftig verurteilte Straftäter sollen vorrangig abgeschoben werden. Hier Zahlen aus einigen Bundesländern:
In Baden-Württemberg leben aktuell 25.925 Geduldete. Ein „Sonderstab Gefährliche Ausländer“ wurde eingerichtet. Von dessen Fällen wurden bislang mehr als 700 Personen abgeschoben. 2025 wurden 3397 Ausländer zurückgeführt, darunter 1046 mit Erkenntnissen über eine strafrechtliche Verurteilung. Bis Ende August 2026 waren es 1875 Abschiebungen; bei 769 lagen entsprechende Erkenntnisse vor.
In Hessen begann 2016 bei der Polizei das Programm „Besonders auf- und straffällige Ausländer“ (BasA). 2018 entstanden die „Gemeinsamen Arbeitsgruppen Intensivtäter“ für eine enge Abstimmung zwischen Ausländerbehörde, Polizei und Staatsanwaltschaft. 2025 verließen 737 Personen das Land, davon 624 über Abschiebungen und 113 über freiwillige Ausreisen. „Zu den 737 Personen lagen mehr als 18.000 Straf- und Ermittlungsverfahren vor“, heißt es im Innenministerium. Minister Roman Poseck (CDU) fordert eine verstärkte Rückkehr von Syrern nach dem Ende des Bürgerkrieges: „Klar ist, wer ausreisepflichtig ist, muss unser Land auch verlassen.“ Auch wer „nur vorübergehenden Schutz vor dem Krieg erhalten hat, muss zurück, wenn dieser Grund wegfällt“.
Bayern zählte Ende August 29.029 Ausreisepflichtige, darunter 21.133 Geduldete. Dort kümmert sich seit 2018 eine „Task Force Straftäter“ im Bayerischen Landesamt für Asyl und Rückführungen schwerpunktmäßig um eine Aufenthaltsbeendigung schwer straffällig gewordener Ausländer. Das Landesamt besitzt mit den Ausländerbehörden seit 2023 einen zahlenmäßigen Überblick über den relevanten Personenkreis. Der Straftäteranteil unter den abgeschobenen Personen liegt bei 40 Prozent.Hamburg verweist auf seine zentrale Ausländerbehörde: Von 6631 Ausreisepflichtigen sind 575 als Strafgefangene und 469 als Straftäter auf freiem Fuß registriert.
Unentschieden und eine Niederlage geeignet, bei den Richtigen ein Gefühl von Nationalstolz zu entnehmen, da gibt es weitere 507 großartige Fußballer. Warum aber ist ausgerechnet der Fußball, mit dem uns eine eher unerwiderte Liebe verbindet, so entscheidend für die Entwicklung von Nationalstolz? Es gibt doch Sportarten,
ZIPPERT ZAPPT
wickeln? Das kann man sicher nicht auf die Schnelle beantworten, möglicherweise müssen wir die nächsten vier Versuche abwarten. Nachdem er praktisch jeden Spieler der ersten Bundesliga getestet hat, muss Jürgen Klopp vielleicht auch die zweite Liga in Augenschein die von Deutschen viel klarer dominiert werden, beispielsweise Viererbob und Rhönradfahren.
Oder Voltigieren, da ist Deutschland in diesem Jahr Mannschaftsweltmeister geworden. Diese atemberaubende Akrobatik auf dem laufenden Pferd sieht besser als Fußball aus und vor allem fragt keiner, wo denn eigentlich Joshua Kimmich bleibt.
DONNERSTAG, 8. OKTOBER 2026

D 3,10 EURO | NR. 194
Als im Oktober 2010 Georg Baselitz eine ganze Ausgabe der WELT gestaltete, war nicht abzusehen, dass dies den Start einer Serie bilden würde, die in den 16 folgenden Jahren die einflussreichsten Künstler unserer Zeit auf den Seiten dieser Zeitung versammeln sollte. Ob Gerhard Richter, Jeff Koons, Cindy Sherman oder Takashi Murakami – die Liste der großen Namen liest sich wie ein Who is who der Gegenwartskunst.
Wir sind stolz, dass in der morgigen Freitagausgabe Damien Hirst die große Tradition fortsetzen wird, ein Künstler, der wie kein zweiter seit Andy Warhol die Grenzen zur Populärkultur aufgeweicht hat – und dabei selbst so prominent geworden ist wie seine berühmtesten Bildfindungen. Ob es der in Formaldehyd eingelegte Hai ist oder seine Medizinkabinette, ob es seine Schmetterlingsbilder sind oder der mit Diamanten besetzte Totenkopf – Hirst ging es in seinen Werken fast immer wortwörtlich um Leben oder Tod. In der WELT von morgen feiert er nun das Jubiläum einer seiner bekanntesten Serien, der sogenannten „Spot“-Paintings. Und erklärt im großen Interview, wie er vor 40 Jahren, als 21-Jähriger, eine ebenso simple wie geniale Idee entwickelte, die ihn bis heute nicht loslässt. Und wie er, fast nebenbei, die sogenannte „Young British Art“ zum international bestaunten Phänomen machte und London zur Kunstmetropole. So wird die WELT von morgen nicht nur zu einem Kunstwerk und Sammlerstück, sie wird auch zu einer Geschichtsstunde: The making of Damien Hirst. Cornelius Tittel
Nach der Wahl des AfD-Politikers Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt demonstriert die sozialdemokratische Fraktion in Berlin. Partei beschließt Positionspapier „Wehrhafte Demokratie“
Nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt hat die SPD-Bundestagsfraktion mit
einem spontanen Protestmarsch in Berlin reagiert. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach auf dem Bebelplatz von einem „einzigartigen Tabubruch der parlamentarischen Demokratie“. Rausch war am Dienstag im ersten Wahlgang mit 48 von 82 Stimmen zum Landtagspräsidenten gewählt worden. 29 Abgeordnete stimmten gegen ihn, fünf enthielten sich.
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AfD und BSW verfügen zusammen über 44 Mandate. Das BSW hatte zuvor angekündigt, Rausch zu unterstützen. Wegen der geheimen Abstimmung ist nicht feststellbar, aus welchen Fraktionen die vier darüber hinausgehenden Stimmen kamen. Am Abend zogen Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion vom Bundestag durch das Brandenburger Tor zum Bebelplatz. Mehrere Teilnehmer trugen Ausgaben des Grundgesetzes. Auf dem Bebelplatz hatten Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 Bücher verbrannt. „Das, was wir heute erlebt haben, ist ein einziger Tabubruch, ein einzigartiger Tabubruch der parlamentarischen Demokratie, den wir in dieser Form seit mehr als 90 Jahren nicht erlebt haben“, sagte Pistorius. Es sei dazu gekommen, „dass Demokratinnen und Demokraten Rechtsextremisten und Faschisten als Steigbügelhalter gedient haben“.
„Das ist auch nicht der Tag für Betroffenheit. Es ist der Tag von Wut“, sagte Pistorius. „Es ist der Tag von Enttäuschung darüber, dass Demokratinnen und Demokraten offenbar nichts gelernt haben aus der Geschichte und die Geschichte sich wieder wiederholen lassen.“ Wer dies zugelassen habe, „hat sich an der Demokratie unseres großartigen Landes vergangen“. Pistorius verwies dabei ausdrücklich auf den Ort der Kundgebung. „Hier hat der Kultur- und Epochenbruch seinerzeit seinen Fortgang genommen. Erst brannten Bücher, später brannten Menschen.“ Weiter sagte er: „Wir wissen genau, was Faschismus in diesem Land anrichten kann.“
Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch wandte sich an die Teilnehmer. „Es ist kein normaler Tag“, sagte er. Die Fraktion habe die Lage zuvor analysiert und Beschlüsse gefasst. „Aber wir haben alle gefühlt, dass das nicht reicht.“ Deshalb sei er dankbar, dass die Fraktion und Mitarbeiter nun „hier sind und ein Zeichen zeigen“. „Wir haben die verdammte
Pflicht, in Zeiten, wo Demokratie wieder unter Druck steht, Flagge zu zeigen“, sagte Miersch. „Das erste Mal seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland sind Rechtsextreme in ein Landtagspräsidium gewählt worden. Das muss uns alle alarmieren.“ Demokratien stürben „langsam, weil viele zu leise sind“.
Am selben Tag beschloss die SPD-Bundestagsfraktion ein 19-seitiges Positionspapier mit dem Titel „Wehrhafte Demokratie – Unseren Rechtsstaat gegen autoritäre Angriffe wappnen“. Darin fordert die Fraktion unter anderem ein Bundestagspolizeigesetz, einen Parteispendendeckel von 100.000 Euro pro Spender und Jahr sowie Änderungen beim Schutz von Wahlleitungen, Sicherheitsbehörden und Justiz. Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Carmen Wegge, sagte auf der Kundgebung: „Wir haben heute in der Fraktion ein 19-seitiges Positionspapier beschlossen. 19 Seiten voll von Maßnahmen, wie wir diese Demokratie wehrhafter machen können.“ Die Ereignisse des Tages hätten gezeigt, „es ist auch dringend notwendig“.
Wegge hob dabei den Ümgang mit Lehrkräften und Staatsanwaltschaften hervor. „Wir stehen an der Seite der Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt und sagen, es darf kein falsch verstandenes Neutralitätsgebot geben.“ Zur Justiz sagte sie: „Wir werden das Weisungsrecht reformieren und niemand kann mehr sagen, ich habe hier eine Weisung bekommen und ich kann es euch nicht zeigen, sondern in Zukunft werden sie schriftlich sein.“ Das Positionspapier sieht vor, externe Einzelweisungen der Justizministerien an Staatsanwaltschaften schriftlich, begründet und aktenkundig zu machen. Formwidrige Weisungen sollen keine Bindungswirkung entfalten.
Zudem fordert die SPD-Fraktion ein Prüfverfahren zur möglichen Verfassungswidrigkeit der AfD. Bund und Länder sollen nach dem Beschluss Material in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zusammentragen und unabhängig bewerten lassen. „Reicht die Beweislage aus, muss ein Antrag auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit der AfD vor dem Bundesverfassungsgericht gestellt werden“, heißt es in dem Papier. Pistorius beendete seine Rede mit einem Appell, demokratische Staatssymbole nicht der politischen Rechten zu überlassen. „Wir tragen die Farben der SPD, aber wir tragen auch die Farben Schwarz, Rot, Gold als die Farben der freiheitlichen Deutschen“, sagte er. „Genauso wenig, wie wir uns von ihnen die Hymne nehmen lassen.“ Anschließend stimmte der Verteidigungsminister die deutsche Nationalhymne an. Leitartikel Seite 7
ISSN 0173-8437 186-39 ZKZ 7109
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THE IRKUTSK ANTI-PLAGUE RESEARCH INSTITUTE OF SIBERIA AND FARFASTVIA AP
MEINE WELT, MEINE MEINUNG
FATINA KEILANI

Nach nur anderthalb Stunden war die Messe gelesen: Die AfD stellt seit Dienstagmittag erstmals in Deutschland einen Landtagspräsidenten. Das Landesparlament von Sachsen-Anhalt hat den 35 Jahre alten Tobias Rausch im ersten Wahlgang ins ranghöchste Amt des Landes gewählt. Rausch bekam – aufgemerkt! – 48 Stimmen. In geheimer Wahl. Die Fraktionen von AfD und BSW haben zusammen 44 Stimmen.
Mindestens vier Abgeordnete aus anderen Fraktionen müssen also ebenfalls für den AfD-Mann gestimmt haben. Ob diese vier so etwas sind wie der Chor im antiken griechischen Drama, der eine Vorahnung auf das kommende Geschehen gibt? Denn mit genau dieser Zahl an Stimmen kann AfD-Spitzenmann Ulrich Siegmund auch dann Ministerpräsident werden, wenn das BSW ihn wie angekündigt nicht mitwählt. Nach ihrem Wahlsieg hat die AfD 39 Sitze und damit ebenso viele wie CDU, SPD, Linke und Grüne zusammen. Drei zusätzliche Stimmen reichen, um Siegmund zum neuen Regierungschef zu machen, und er wirkt zuversichtlich, dass das gelingt.
Mit seiner Körpersprache zeigte sich Siegmund am Dienstag siegesgewiss. Er sah in etwa so zufrieden aus wie der verfressene Kater Garfield nach einer Riesenportion Lasagne. In der Hand trug er einen schwarzen Kaffeebecher mit der gut lesbaren Aufschrift „Linke Tränen“. Linke Tränen dürften nun so reichlich fließen, dass sogar Krüge und Fässer damit gefüllt werden können. Und doch: Eigentlich war das ein ganz normaler Vorgang in einer Demokratie. Die AfD – zwar vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft, aber nicht verboten – hatte die Wahl vor einem Monat mit fast 44 Prozent der Stimmen mit großem Vorsprung gewonnen. Als stärkste Fraktion hat sie das Vorschlagsrecht für den Landtagspräsidenten, und anders als in Thüringen gelang es in Sachsen-Anhalt, diesen ins Amt zu bringen.
Nun wird sich zeigen müssen, ob der neue Landtagspräsident, der 35-jährige Tobias Rausch, der Aufgabe gewachsen ist. Alterspräsidentin Eva von Angern, Fraktionsvorsitzende der Linken, hatte diesen Wahlausgang bereits geahnt und eröffnete die konstituierende Sitzung des neuen Landtags mit mahnenden Worten Richtung AfD. „Aus großer Macht folgt große Verantwortung“, zitierte die Linken-Politikerin mehrfach ein bekanntes Zitat aus der „Spider-Man“-Spielfilmreihe. Menschen mit besonderen Fähigkeiten, Ressourcen und Privilegien hätten die moralische Pflicht, diese zum Wohle anderer einzusetzen, so von Angern. Dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund und seiner Partei warf sie vor, nach dem Wahlsieg mit „machttrunkenen“ Aktionen im Landtag aufgetreten zu sein. „Das war kein guter Start in die für Sie neue staatspolitische Verantwortung“, so von Angern.
Ein gewisses Triumphieren konnte sich Ulrich Siegmund tatsächlich nicht verknieifen, was allerdings kaum überraschen sollte. Er hat einen brillanten Wahlkampf gemacht und wurde vom hilflosen politischen Gegner als „Duftverkäufer“ diskreditiert. Nun kann er die Macht schon riechen, und bis zur Ministerpräsidentenwahl spottet wohl keiner mehr.
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Undatiertes Foto des betroffenen Instituts in Irkutsk, Sibirien
Qualitätstest für Druckereien
THEMA DES TAGES
Vor drei Jahren erschütterte der größte Massenmord seit dem Holocaust das Land. Die Hamas ist immer noch eine Gefahr, und weltweit erstarkt der Antisemitismus. Aber viele Probleme haben ihren Ursprung auch im Inneren

s ist ein Septembernachmittag in Tel Aviv, nur Wochen vor der ersten israelischen Wahl seit dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023. Aber Yoav Heller beschäftigt eine größere Frage als die, ob Benjamin Netanjahu Premierminister bleiben wird. Nämlich: Wird der jüdische Staat seinen 100. Geburtstag überhaupt noch erleben?

Heller, 52 Jahre alt, graues T-Shirt, Sneaker, Fitnessuhr, ist der charismatische Gründer einer israelweiten Bewegung mit Zehntausenden Mitgliedern namens Das vierte Quartal – gemeint ist das letzte Vierteljahrhundert bis zum Jubiläumsjahr 2048. Drei Jahre nach dem Terrorangriff sieht er Israel am bedeutendsten Scheideweg seit seiner Gründung.
Einat Wilf in Tel Aviv
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Zweimal zuvor in der Geschichte habe das jüdische Volk Souveränität gehabt, unter Salomo und den Hasmonäern, erklärt Heller im Büro seiner Bewegung im Schatten der Glastürme der liberalen Mittelmeermetropole. „Und zweimal haben wir das Jahr 100 nicht erreicht, vor allem wegen innerer Konflikte, die unsere Feinde dazu veranlassten, uns anzugreifen.“

Yehoshua Pfeffer in Jerusalem
Die Gefahrenlage habe Heller selbst lange nicht wahrhaben wollen, der 7. Oktober sei der Weckruf gewesen. „Ich bin Holocaust-Historiker, und all die Jahre habe ich mich gegen die Vorstellung gewehrt, dass wir die ewigen Opfer sind, dass es eine wirkliche existenzielle Bedrohung für Israel gibt“, sagt er. „Ich habe mich geirrt.“
Das Massaker mit rund 1200 Toten und 250 Geiseln, das zu einem verheerenden Militäreinsatz in Gaza führte, hat den jüdischen Staat auf den Kopf gestellt. Israel befindet sich seit dem Angriff in einem Mehrfrontenkrieg, unterbrochen von wechselnden Waffenruhen – mit der Hamas in Gaza, der Hisbollah im Libanon, den Huthis im Jemen, den Mullahs im Iran.
Der Dauerausnahmezustand hat die Bruchlinien der Gesellschaft vertieft. Die demografischen, politischen und wirtschaftlichen. Heller spricht von einer „Hyperpolarisierung“, die Mitte breche weg, die Ränder dominierten. Das spiele Israels Feinden in die Hände.

Yoav Heller in Tel Aviv
„2048 wird fast jeder zweite Israeli die Hatikva nicht mitsingen, die Nationalhymne“, sagt Heller mit Blick auf die Demografie. Ultraorthodoxe Haredim, zu Deutsch die „Gottesfürchtigen“, und arabische Israelis könnten bis dahin zusammen die knappe Mehrheit der Bevölkerung bilden – zwei Milieus, die sich aus sehr unterschiedlichen Gründen selten als zionistisch verstehen.
Der Ökonom Dan Ben-David, Präsident der Shoresh Institution, schrieb jüngst im „Economist“, nach den „schlimmsten vier Jahren in der Geschichte Israels“ sei die Wahl die letzte Chance, vor einem „demografisch-demokratischen Point of no Return“ umzukehren.
Haredische Frauen bekommen im Schnitt 6,5 Kinder, mehr als in jedem Staat der Welt. Bei der Staatsgründung stellten Haredim schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung, heute sind es gut 14 Prozent, bis 2050 dürften es fast ein Viertel sein. Auch deshalb ist Israel das jüngste Land der entwickelten Welt, mit einem Medianalter von rund 30 Jahren (in Deutschland 47).
Doch viele haredische Männer sind vom fast dreijährigen Wehrdienst faktisch befreit, solange sie an einer Jeschiwa, einer Talmudhochschule, lernen – während Reservisten seit 2023 nahezu im Dauereinsatz sind. Haredische Jungenschulen unterrichten Fächer wie Mathematik und Englisch kaum oder gar nicht. Nur 54 Pro-
Die Nachrichten aus Irkutsk in Sibirien sind besorgniserregend. Eine 28-jährige Mitarbeiterin des Irkutsker Instituts für Pestbekämpfung starb im Krankenhaus, angeblich an der auch von Mensch zu Mensch übertragbaren Lungenpest. Mehrere Krankenhäuser der Stadt sollen inzwischen unter Quarantäne stehen. Wie „Sibir.Realii“ berichtet, ein Projekt von „Radio Free Europe“, dürfen 60 Kontaktpersonen der Verstorbenen das Institutsgebäude seit Tagen nicht verlassen.
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Moshe Koppel in Jerusalem
Russische Regierungszeitungen meldeten, insgesamt stünden 200 Kontaktpersonen unter Quarantäne. Die Kommunikation der russischen Regierungsstellen war bislang widersprüchlich. Der Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte am Montag, man solle nicht auf „Gerüchte und Spekulationen“ hören, stattdessen auf die mit dem Infektionsschutz betraute staatliche Agentur Rospotrebnadsor. Laut der Behörde ist die Situation in der Region Irkutsk „stabil“. Die junge Frau sei nicht an der Pest verstorben, sondern an einer Lungenentzündung unbekannter Ursache.
Von einer möglichen Pestinfektion sprach wenige Tage zuvor Alexej Zyde-now, Oberhaupt der Nachbarregion Bur-
Die Moskauer Regierung bestreitet eine Pestinfektion in einem Institut in Sibirien und sieht keine Gefahr für die Bevölkerung. Dabei werden außer Kontrolle geratene Infektionsexperimente seit Jahrzehnten vertuscht
zent der haredischen Männer arbeiten, bei den übrigen Männern sind es rund 85 Prozent. Das macht die Haredim zu einem heiklen Wahlkampfthema.

Nur eine halbe Stunde mit dem Zug liegt Jerusalem von Tel Aviv entfernt, und doch scheinen Welten zwischen den beiden Städten zu liegen. Dort prägen vielerorts die langen Mäntel und schwarzen Hüte der Haredim das Straßenbild, der Kalkstein der Häuser leuchtet golden in der prallen Sonne.
Yehoshua Pfeffer sieht das rasante Wachstum der Haredim als Erfolgsgeschichte, er ist einer von ihnen. Der 50-jährige Rabbiner leitet das Iyun-Institut, das sich für die Integration der Haredim in die Gesellschaft einsetzt, und gründete eine neue Reform-Partei mit, Die Haredische
jatien. Die „Frau, die womöglich an Pest verstarb“, habe seine Region nicht besucht. Burjatien gilt wegen der Grenze zur Mongolei als eine Risikoregion für die Beulenpest, die zwar vom gleichen Bakterium wie die Lungenpest ausgelöst wird, aber statt der Lungen zuerst die Lymphknoten befällt. Im Nachbarland sind Fälle der Beulenpest häufig, weil dort traditionell sibirische Murmeltiere gejagt und gegessen werden, die dem Bakterium als Wirtstiere dienen.
Der Gouverneur der Oblast Irkutsk widersprach Zydenow am Montag. Igor Kobsew sagte, Rospotrebnadsor habe den Leichnam der verstorbenen Wissenschaftlerin analysiert. Dabei seien „keine Mikroorganismen“ entdeckt worden, die im Zusammenhang mit ihrer „beruflichen Tätigkeit“ stünden. Das Wort „Pest“ sprach er nicht aus. In den Regionalausgaben russischer Medien scheint wegen der offiziellen Linie der Regierung Verwirrung zu herrschen. Mehrere große Nachrichtenseiten veröffentlichten zunächst Artikel über den Fall und darüber, wie man sich vor einer Infektion schützen kann – um die Beiträge kurze Zeit später zu löschen.
Ungeachtet der Erklärungen der russischen Behörden hat der Vorfall von Irkutsk Reaktionen ausländischer Regierungen ausgelöst. US-Präsident Donald Trump bot Hilfe an. Sein Außenminister

AMIR COHEN/REUTERS
Öffentlichkeit, die mit diesem Anspruch zur Wahl antritt. Er trägt Bart und Kippa, neben ihm stehen Regale voller Talmudbände. Die Gemeinschaft müsse nun den Preis dieses Erfolgs zahlen, sagt er. „Und dieser Preis heißt Verantwortung.“
Nach dem 7. Oktober ging Pfeffer in den Reservedienst, fast 100 Tage in einer Kampfeinheit des Heimatfrontkommandos. „Es ist eine Bürgerpflicht“, sagt er. „Wir wollen diejenigen sein, die Israel etwas geben, nicht nur diejenigen, die von Israel nehmen. Und sobald man zur Armee geht, ist man die Speerspitze dessen, was es heißt, Israeli zu sein.“
Pfeffer sagt auch: Die Armee selbst habe die Haredim vor dem 7. Oktober nicht gewollt, das Misstrauen der Gemeinschaft habe Gründe. Achtzehnjährige einzuziehen, die ihr Leben lang gegen die Armee erzogen worden seien und sie als säkularisierenden Schmelztiegel sähen, sei unfair.
Die israelische Gesellschaft werde rechter und religiöser, sagt Moshe Koppel, Gründer des rechtslibertären Thinktanks Kohelet Policy Forum. Er fordert deshalb eine Korrektur. Die Papiere von Kohelet gelten als Blaupause, Koppel als Architekt der umstrittenen Justizreform, die die Unabhängigkeit des als liberal wahrgenommenen Obersten Gerichtshofs beschnitten hätte – ein Plan, gegen den vor dem 7. Oktober Hunderttausende auf die Straße gingen. Israels Gründer seien überwiegend säkulare Sozialisten gewesen, die
Marco Rubio forderte Russland auf, mehr Informationen über den Todesfall zu veröffentlichen. Man beobachte die Situation „sehr genau“. Das an Sibirien grenzende Kasachstan hat Grenzkontrollen verstärkt, um potenziell infizierte Personen auszumachen. Wenn die offizielle russische Version stimmt, gäbe es wenig zu befürchten. In Teilen von elf russischen Regionen gilt die Pest als endemisch. Aus Kontrollen im Jahr 2025 geht hervor, dass infizierte Tiere nur in drei sogenannten natürlichen Infektionsherden in den Bergregionen Sibiriens und des Kaukasus festgestellt wurden. Die potenziell betroffene Bevölkerung wird regelmäßig geimpft, allerdings gibt es Zweifel an der Wirksamkeit des Vakzins. Dennoch: Die letzte Pestepidemie gab es in Russland vor mehr als 250 Jahren.
Anders läge die Sache, wenn die junge Frau aus Irkutsk tatsächlich an der Lungenpest gestorben ist. Die Krankheit gilt zwar als gefährlich, unbehandelt führt sie meist zum Tod. Aber sie ist schnell diagnostizierbar und früh erkannt gut mit Antibiotika behandelbar. Weitere Fälle aus Irkutsk wurden nicht festgestellt – zumindest bislang. Sollte die Übertragung von Mensch zu Mensch festgestellt werden, wäre die Gefahr größer. Nach bisherigen Informationen ist das Risiko einer Epidemie dennoch gering. Wenn der Todesfall aber auf unzureichende Sicherheitsvorgegen das Diaspora-Judentum rebellierten, erklärt der 70-jährige Koppel in seinem Jerusalemer Institut. „Das Erbe des Sozialismus und des starken Zentralstaats verebbt. Die Auflehnung gegen die Religion ist vorbei. Das Pendel ist umgeschlagen.“
Der promovierte Mathematiker und Informatikprofessor denkt in Modellen. Früher habe Israel viele Konfliktlinien gehabt, die quer zueinander lagen: Sozialisten gegen Kapitalisten, Aschkenasim gegen Sefardim, religiös gegen säkular, Falken gegen Tauben.
Im Streit um Netanjahu seien sie zu einer einzigen Achse verschmolzen: hier seine Gegner, dort Haredim, Nationalreligiöse und traditionelle, meist misrachische Likud-Wähler, deren Familien also aus der arabischen Welt stammen. „Der Medianwähler sitzt inzwischen irgendwo am gemäßigten Rand des Likud“ – der rechtskonservativen Partei Netanjahus.
Doch über die Hauptgefahr macht er sich heute keine Illusionen. „Wenn man einen Krieg an sieben Fronten führt, wäre es ziemlich töricht zu behaupten, unser wirkliches Problem sei die Justizreform.“ Israel habe sehr mächtige Feinde und müsse wachsam bleiben, um zu überleben.
Zurück in Tel Aviv warnt Einat Wilf vor Alarmismus. „Juden neigen zu Hysterie und Katastrophendenken“, sagt sie. Über den Streit um die Justizreform scherzt sie: „Solange sie streiten, leben wir in einer Demokratie.“
kehrungen im Pestbekämpfungs-Institut zurückzuführen wäre, müsste sich Russland erneut unangenehme Fragen gefallen lassen. In der Sowjetunion und später in Russland gab es teils spektakuläre Fälle von Infektionen im Zusammenhang mit dem staatlichen Biowaffenprogramm. Dieses hält Russland nach US-Informatio-
”
DAS AN SIBIRIEN
GRENZENDE KASACHSTAN
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nen weiterhin aufrecht, obwohl das Land Mitglied der Biowaffenkonvention ist, die solche Forschung verbietet.
Im Jahr 1971 hatte die Erprobung eines besonders ansteckenden Pocken-Stamms in einer geheimen Biowaffen-Anlage am Aralsee katastrophale Folgen. Die auf einer Insel freigesetzten Kampfmittel-Aerosole erreichten ein unbeteiligtes Forschungs-
Wilf ist eine bekannte Autorin. In ihrer Wohnküche stapeln sich Exemplare ihres jüngsten Buches in mehreren Sprachen, in dem es darum geht, wie Israel vom Pfad der Gründungsgeneration abgekommen sei – und der jüdische Staat am 7. Oktober dafür den Preis gezahlt habe.
Von 2010 bis 2013 saß Wilf in der Knesset, zunächst für die linke Arbeitspartei. Am 27. Oktober kandidiert die 55-Jährige erneut, auf der Liste der 2025 gegründeten Partei Die Reservisten. „Juden aller Richtungen, Araber, Frauen, Männer – alle sollten dienen“, sagt sie.
„Und wer den Dienst verweigert, muss als jemand gelten, der signalisiert hat, dass er aus dem System der Solidarität aussteigen will.“ Die Haredim bezeichnet sie dabei als „Einwanderungswelle aus ihrem Shtetl nach Israel“ mit „enormem Potenzial“. Die Hauptgefahr kommt für Wilf von außen, das Hamas-Massaker habe es ein für alle Mal gezeigt. Sie spricht von „Palestinianism“, einer Ideologie, der die Zerstörung dessen, was Juden aufgebaut haben, wichtiger sei als der Aufbau von etwas Eigenem. Mit palästinensischer Selbstbestimmung habe das nichts zu tun.
Und doch könne jener Tag zum Wendepunkt werden: „Ich würde gern glauben, dass sich der 7. Oktober – wenn auch nicht sofort – in den nächsten fünf bis zehn Jahren als der Moment erweist, der das Land auf einen sehr viel besseren Kurs gebracht hat.“
schiff, die Besatzung steckte sich an und trug die Infektion aufs Festland. Je nach Quelle starben bis zu zehn Menschen, mit Glück konnte eine landesweite Epidemie verhindert werden. Wenige Jahre später, im Jahr 1979, setzte eine geheime Biowaffen-Forschungsstelle bei Jekaterinburg versehentlich Milzbrand-Sporen frei, was zum wohl schlimmsten Biowaffen-Unfall der Geschichte führte. Der Wind trug die Sporen 50 Kilometer weit über bewohntes Gebiet, neben Tieren starben je nach Quelle bis zu 66 Menschen. Beide Vorfälle wurden jahrelang vertuscht.
Weniger schwere Vorfälle wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen hat es in mehreren Forschungsinstituten gegeben: 1988 und 1990 infizierten sich zwei Forscher im Biowaffen-Labor in Kolzowo bei Nowosibirsk mit dem gefährlichen Marburg-Virus. In den Jahren 1996 und 2004 gab es zwei tödliche Ebola-Infektionen, eine in der ehemaligen Biowaffen-Anlage in Sergijew Possad bei Moskau, eine in dem inzwischen als „Vektor“ umfirmierten Labor in Kolzowo. 2019 kam es dort zu einer Explosion und einem Brand, wobei keine Erreger ausgetreten sein sollen.
Auch im aktuellen Fall im Pestbekämpfungs-Institut scheint Russland Glück gehabt zu haben. Laut einer Meldung von Rospotrebnadsor stehen 60 Prozent der 200 unter Quarantäne gestellten Personen nicht mehr unter Beobachtung.
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Chemie-Nobelpreis vergeben
Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den Franzosen Henri Kagan und den Japaner Kenso Soai für die Entdeckung nichtlinearer Effekte und der Autokatalyse in der asymmetrischen organischen Synthese. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. Die Entdeckungen seien entscheidend für Chemiker gewesen, die Grundlagen für die Herstellung von Arzneimitteln entwickeln, hieß es. Einige Moleküle wie Aminosäuren existieren als zwei Varianten, die das Spiegelbild des anderen sind. Lebende Organismen enthalten jedoch nur eines dieser Spiegelbilder. Wie chemische Asymmetrie wie diese entstehen kann, war für Chemiker lange ein Rätsel. Kagan (Université Paris-Sud) und Soai (Tokyo University of Science) erhalten den Nobelpreis, weil sie eine Lösung gefunden haben. Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 198 verschiedene Forscher vergeben. Zwei von ihnen erhielten ihn zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang acht Frauen: etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte, Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.
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Hundesteuer weiter hoch
Die Hundehaltung in Deutschland bringt dem Staat verlässlich hohe Einnahmen. Insgesamt kassierten die Kommunen im vergangenen Jahr rund 429,7 Millionen Euro aus der Hundesteuer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 0,1 Prozent weniger als im Rekordjahr 2024. Im Zehnjahresvergleich zeigt sich jedoch weiterhin ein deutlicher Anstieg: Die Einnahmen lagen um 33,4 Prozent über dem Wert von 2015, als sie noch 322 Millionen Euro betrugen. Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, deren Höhe die jeweilige Kommune festlegt. Zudem kann der Betrag von der Anzahl der Hunde im Haushalt oder der Rasse abhängen. Höhere Einnahmen bedeuten den Statistikern zufolge daher nicht zwangsläufig, dass auch die Zahl der gehaltenen Hunde gestiegen ist. Gleichzeitig mussten Tierhalter mittelfristig deutlich tiefer für Futter in die Tasche greifen. Zwar verteuerte sich Hunde- und Katzenfutter im vergangenen Jahr mit einem Plus von 0,4 Prozent unterdurchschnittlich. Zum Vergleich: Die Gesamtinflation lag bei 2,2 Prozent. Im Fünfjahresvergleich stiegen diese Futterpreise jedoch um 35,8 Prozent und damit erheblich stärker als die allgemeinen Verbraucherpreise, die im selben Zeitraum um 21,9 Prozent zulegten.
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Milliarden-Einsparungen möglich
Das mit chronischen Finanzproblemen kämpfende deutsche Gesundheitswesen kann einer Studie zufolge durch einen stärkeren Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) stark entlastet werden. Jährlich ließen sich damit rund 80 Milliarden Euro zusätzlich erschließen, geht aus einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey hervor. Demnach werden bereits jetzt 11,5 Milliarden Euro pro Jahr durch digitale Anwendungen wie das E-Rezept oder die elektronische Patientenakte realisiert – achtmal so viel wie 2022. „Die Fortschritte zeigen, dass Digitalisierung ein entscheidender Schlüssel sein kann, um dem Fachkräftemangel, steigenden Kosten und dem wachsenden Versorgungsbedarf im Gesundheitswesen zu begegnen“, erklärte Katharina Sickmüller, Partnerin bei McKinsey und Co-Autorin der Studie. Das noch ungenutzte Potenzial entspreche rund 17 Prozent der relevanten Gesundheitsausgaben von 479 Milliarden Euro. Allein auf KI entfällt der Analyse zufolge ein Potenzial von 22,8 Milliarden Euro. Sie könne Fachkräfte von Routinetätigkeiten entlasten, die Steuerung von Personal und Behandlungen verbessern und die Dokumentation automatisieren. Konkret könnten etwa virtuelle Assistenten Gespräche in der Versorgung in Echtzeit dokumentieren und für die elektronische Patientenakte aufbereiten. KI-Systeme können demnach auch Abrechnungsfehler erkennen, klinische Informationen strukturieren sowie Betten, Personal und Behandlungsabläufe vorausschauend steuern.
FRANKREICH
Trump erklärt Schülerproteste
US-Präsident Donald Trump hat die Schülerproteste in Frankreich auf „eine außer Kontrolle geratene Massenmigration“ und den Islam zurückgeführt. „Was derzeit in Frankreich geschieht, ist nichts Geringeres als eine außer Kontrolle geratene Massenmigration“, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. „Hier geht es nicht um Schulen, hier geht es darum, dass der Islam ein ehemals großartiges Land übernehmen will!“. Am Dienstag hatten sich nach Gewerkschaftsangaben insgesamt 450.000 Menschen an von den Gewerkschaften unterstützen Kundgebungen in ganz Frankreich beteiligt. Die Schüler blockieren seit Mitte September landesweit den Zugang zu hunderten Schulen, um für bessere Lernbedingungen zu demonstrieren. Konkret fordern sie unter anderem mehr Lehrer, kleinere Klassen, kürzere Schultage und eine bessere Ausstattung der Schulen. Zugleich scheint sich eine allgemeine Wut angesichts von Ungerechtigkeiten im Bildungssystem und fehlenden Perspektiven Bahn zu brechen. Bei den Protesten kam es mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Trump und seine Regierung verbreiteten in der Vergangenheit immer wieder die Verschwörungstheorie des „Großen Austausches“, nach der die weiße Bevölkerung angeblich durch nichtweiße Einwanderer ersetzt werden soll.
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WETTER
Biowetter: Zurzeit hat das Wetter einen großen Einfluss auf den Organismus. Herz und Kreislauf werden belastet. Personen mit Bluthochdruck sollten sich schonen. Viele Menschen werden von Kopfschmerzen geplagt. Asthmatiker leiden ebenfalls unter der Wetterlage.
Der ehemalige katholische Bischof von Broome in Australien, Christopher Saunders (76), ist wegen mehrerer Sexualstraftaten an zwei jungen männlichen Ureinwohnern zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Saunders war bereits im August von den Geschworenen eines Bezirksgerichts wegen sexueller Penetration und unsittlicher Übergriffe schuldig gesprochen worden. Saunders hatte vor Gericht nicht selbst ausgesagt. Er streitet ein Fehlverhalten ab. Der Geistliche war von 1996 bis 2021 Bischof der im Nordwesten Australiens gelegenen Diözese Broome. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er junge Aborigines-Männer mit Alkohol gefügig gemacht und sexuell missbraucht habe. Die Taten ereigneten sich Gerichtsakten zufolge zwischen 2008 und 2019. Saunders hatte sich einen Namen als Streiter für die Rechte der Aborigines gemacht.
28 JAHRE
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Heute: Es wird kühler, wechselhafter und windiger. Anfangs bringen dichte Wolken zahlreiche kräftige Schauer, und an der Nordsee entladen sich örtlich Gewitter. Nachmittags werden die Schauer von Nordwesten und Westen seltener, und Sonne und Wolken wechseln sich ab. Meist 9 bis 16 Grad, vereinzelt 17 bis 22 Grad werden erreicht.
Nach 28 Jahren und mehr als 50.000 Kilometern Wanderung von Südamerika rund um die Welt ist ein britischer Abenteurer in seine Heimat zurückgekehrt. Der 57-jährige Karl Bushby meisterte seine letzte Herausforderung und überquerte schwimmend den Ärmelkanal. Der frühere Fallschirmjäger war im November 1998 in Punta Arenas in Chile losgewandert. Dabei setzte er sich selbst zwei Regeln: Keinerlei Transportmittel zum Vorankommen zu benutzen und nur zu Fuß oder schwimmend nach Hause nahe dem nordenglischen Hull zurückzukehren. Fast drei Jahrzehnte und 29 Länder später kehrte Bushby nun am Montagnachmittag in seine Heimat zurück. Er ging im Südosten Englands an Land, nachdem er von den britischen und französischen Behörden die Genehmigung erhalten hatte, den Ärmelkanal von Frankreich aus zu durchschwimmen. Der Abenteurer, der seine gesamte Habe in einem Wägelchen mit dem Spitznamen „The Beast“ um die Welt transportierte, musste auf seiner Reise mehrere längere Pausen einlegen. Insgesamt kosteten ihn Visa-Probleme, die Finanzkrise von 2008 und die Corona-Pandemie etwa 14 seiner 28 Jahre unterwegs.

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Koalition „mit unserer Sicherheit nicht vereinbar“
Mehr als 200 Unterzeichner haben sich gegen einen offenen Brief gestellt, in dem 150 jüdische Berliner die Linke gegen Antisemitismusvorwürfe verteidigt und für ein rot-rot-grünes Bündnis geworben hatten. In einer nun veröffentlichten Gegenrede warnen die Verfasser vor einer Regierungsbeteiligung der Partei und erklären: „Eine Regierung unter Führung der Berliner Linken ist mit unserer Sicherheit nicht vereinbar.“
Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem die frühere Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, der Vorsitzende der WerteInitiative, Elio Adler, der Rapper und Antisemitismus-Aktivist Ben Salomo sowie die Journalistin Antonia Yamin. Die Unterzeichner wenden sich insbesondere gegen die Aussage des ersten Briefes, Rot-Rot-Grün sei „die klar bessere Wahl für diese Stadt, auch für uns Juden“. „Wir widersprechen“, heißt es zu Beginn der Gegenrede. Man nehme nicht hin, „dass unsere Sicherheit gegen Fragen der sozialen Gerechtigkeit aufgerechnet wird“. Eine Stadt könne gerechter werden und zugleich für Juden gefährlicher. „Beides zusammen ist kein Fortschritt.“
Zur Begründung verweisen die Autoren auf antisemitische Vorfälle sowie Angriffe auf Juden und jüdische Einrichtungen in Berlin seit dem 7. Oktober 2023. Zugleich kritisieren sie den Berliner Landesverband der Linken. Genannt werden unter anderem die Forderung, den Verfassungsschutz aufzulösen, die Polizei zu verkleinern und das Vermummungsverbot abzuschaffen. Darüber hinaus führen die Verfasser mehrere Vorgänge und Akteure innerhalb des Landesverbands an, die aus ihrer Sicht ihre Kritik an der Partei stützen.
An SPD und Grüne richten die Autoren die Forderung, dem Appell des Zentralrats der Juden zu folgen und der Linken nicht zu einer Regierungsbeteiligung zu verhelfen. „Es gibt eine demokratische Mehrheit ohne Linke und AfD: 82 von 158 Sitzen“, heißt es in dem Brief. Gemeint ist eine „Kenia“-Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Auch die von SPD und Grünen geforderte Erklärung zum Existenzrecht Israels und zu Konsequenzen bei antisemitischen Vorfällen halten die Unterzeichner für unzureichend. „Von diesem Milieu kann sich die Partei nicht trennen, ohne sich von ihrer eigenen Fraktion zu trennen.“
Auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp kritisieren die Verfasser. Diese beantwortete Fragen nach Antisemitismus in der eigenen Partei mit dem Verweis auf den Schutz allen Lebens. „Keiner ihrer Sätze ist falsch, sie beantworten jedoch nicht die Frage“, heißt es in dem Schreiben. Das Schutzbedürfnis der jüdischen Minderheit werde dadurch nicht anerkannt, sondern „bagatellisiert“. Der Brief ist eine direkte Reaktion auf ein Schreiben von 150 jüdischen Berlinern, darunter die Autorinnen Deborah Feldman und Eva Menasse. Diese hatten die Antisemitismusvorwürfe gegen die Linke als „zynische politische Instrumentalisierung“ kritisiert. „Dass gerade die Linken ständig des Antisemitismus beschuldigt werden, ist nicht nur eine zynische politische Instrumentalisierung, sondern setzt beinahe jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleich“, hieß es unter anderem in dem Brief.
„Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen. Vor dem Hintergrund des überall anschwellenden Antisemitismus ist es nicht einfach eine neutrale Beobachtung, eine demokratische linke Partei herauszugreifen, sondern ein politisches Instrument, um Aufmerksamkeit ab- und umzulenken.“
Vor der dritten Runde der Vorgespräche von Linken, Grünen und SPD über die Aufnahme von möglichen Sondierungsgesprächen haben sich auch prominente Ex-Politiker von Grünen, SPD und CDU gegen eine Koalition unter der Führung der Linken ausgesprochen. In dem Text warnen unter anderem der erste grüne Bundesaußenminister Joschka Fischer, der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse von der SPD und der frühere CDU-Kanzleramtschef Peter Altmaier vor einer solchen Koalition.
In dem Appell warnen die Unterzeichner, dass eine Regierung unter Führung der Linken „ein Klima erzeugt, in dem nicht mehr die Sicherheit von Jüdinnen und Juden in Berlin garantiert werden kann“. Die Linke Berlin sei eine „in Teilen antisemitische Partei“. Weiter heißt es in dem Appell: „CDU, Bündnisgrüne und SPD haben jetzt die Aufgabe, ernsthaft zu prüfen, wie sie vor diesem Hintergrund gemeinsam Verantwortung für Berlin übernehmen können.“ afp/jm/saha
eon Weintraub wurde 1926 im polnischen Lodz geboren und später mit seiner Familie von den Nationalsozialisten verschleppt. Er hat mehrere Konzentrations.
Er hat mehrere Konzentrationslager überlebt, darunter Auschwitz-Birkenau, Groß-Rosen und Flossenbürg. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er in Göttingen Medizin, lebte bis 1969 in Polen und zog dann nach Schweden in die Nähe von Stockholm. Weintraub ist heute 100 Jahre alt und als Zeitzeuge und Redner immer noch aktiv.
STEFFEN SCHWARZKOPF
WELT: Herr Weintraub, es heißt immer, Geschichte wiederholt sich nicht. Sie haben den Holocaust überlebt. Sie waren am 7. Oktober 2023 in Tel Aviv, als Israel überfallen wurde und rund 1200 Menschen ermordet wurden. Jetzt frage ich Sie wieder, auch angesichts der Entwicklungen in Deutschland: Fürchten Sie, dass sich Geschichte wiederholt?
MARTIN U. K. LENGEMANN/WELT
LEON WEINTRAUB: Ich bin nicht überzeugt von Wiederholung. Es ist ja nie identisch. Aber diese Wellen von gewissen Ereignissen, Haltungen, die kommen wieder und immer wieder. An diesem 7. Oktober 2023, an diesem verhängnisvollen Tag, war ich mit meiner Frau Evamaria in Tel Aviv zu Besuch bei Verwandten und Freunden. Wir wurden um halb sieben morgens geweckt – und zwar durch das Geheul der Sirenen. Aber es war keine Feuerwehr, es war keine Ambulanz. Es war ein ganz anderer Ton. Und zu meinem Erschrecken war ich wieder im September 1939. Ich habe wieder gefühlt: Ich bin im Krieg. Das war ein sehr furchtbares Aufwachen. Und dann haben wir nach ein paar Stunden erfahren, was geschehen ist. Dass eine Gruppe Terroristen unter dem Namen von Hamas eingedrungen ist in Israel – und Zivilisten, Alte, Junge, Kinder, Frauen, Männer auf eine unfassbar unmenschliche Weise ermordet hat.
WELT: War das Massaker etwas, das Sie überhaupt für möglich gehalten haben?
WEINTRAUB: Es war unfassbar, dass Menschen so viel Hass entwickeln und andere auf so bestialische Art und Weise abgeschlachtet haben. Ich kriege das nicht von meiner Netzhaut runter, dieses Bild: Dieser Terrorist, der eine junge Frau an den Beinen gepackt hat, sie vergewaltigt und dann den entblößten, blutenden Körper anderen vorführt. Und dann schießt er ihr in den Hinterkopf, ermordet sie. Wie kann ein menschliches Wesen zu so etwas fähig sein? Das ist unfassbar für mich.
Das sind ja keine Menschen. Aber auch Tiere würden so etwas nicht machen. Tiere töten, um zu essen, weil sie Hunger haben. Diese Leute haben Babys in brennende Häuser geworfen. Und alles wurde gefilmt, auf Video festgehalten. Das ist noch klarer dokumentiert als die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs – und die wurden wie kein anderes Ereignis der Weltgeschichte aufgearbeitet. In Wort und Bild von den Überlebenden, von den Befreiern – und nicht zuletzt von den Tätern selbst.

Der 100-jährige Holocaust-Überlebende Leon Weintraub sorgt sich
wegen der erstarkenden AfD. Die radikale Linke hält er für „raffinierter“
Und dennoch gibt es heute Menschen, die trotz dieser Millionen und Abermillionen Toten im Zweiten Weltkrieg die Dinge leugnen. Und auch leugnen, was in Israel vor drei Jahren passiert ist.
WELT: Blicken wir auf die aktuelle politische Situation in Deutschland. Es gibt Parteien, namentlich die AfD, die dafür wirbt, die Erinnerungskultur in Deutschland neu zu denken. Das muss Sie persönlich schmerzen.
WEINTRAUB: Es gibt heute wieder sehr viele Menschen in diesem Land, die von einem Großdeutschland träumen. Von einem „reinen“ Deutschland – ohne darüber nachzudenken, was geschehen würde, wenn von einem Tag auf den anderen alle nicht hier Geborenen, alle nicht arischen Deutschen, das Land verlassen würden. Das Land würde ja zusammenbrechen. All die Menschen, die hier arbeiten, wären plötzlich weg. Unfassbar! Und was für ein Verstoß gegen jegliche Menschenrechte wäre das? Was jetzt in Deutschland geschieht, das ist für mich als Überlebenden des Holocaust, als Menschen, der in Deutschland nach dem Krieg Medizin studiert hat und dem Land sehr verbunden ist, unheimlich schmerzlich.
WELT: Sind Sie der Meinung, dass ein Verbotsverfahren gegen die AfD angestrengt werden sollte? Oder ist diese Partei etwas, das eine Demokratie aushalten muss?
WEINTRAUB: Ich bin überzeugt, dass die Demokratie sogar verpflichtet ist, ein Verbot zu prüfen! Denn wie kann eine Demokratie es dulden, dass eine Partei öffentlich finanziert wird, die die Abschaffung der Demokratie anstrebt? Das ist doch ein Paradox! Eine Partei, die sagt: Nicht alle, die SS-Uniformen anhatten, waren Kriminelle. Und dass Hitler nicht nur böse war, sondern dass er auch gute Taten vollbracht hat. Was sind das für Menschen, die so etwas sagen? Was haben die für Wurzeln? Was haben sie vor?
Und ich kann nur wiederholen, dass man diese rechten Radikalen wirklich ernst nehmen muss. Nicht wie in den 30er-Jahren. Hitler hat es damals geschafft, an die Macht zu kommen. Aber ich habe nicht nur Sorge, was die Rechtsextremen angeht. Das gilt genauso für die radikale Linke, von deren Mitgliedern ich eigentlich gedacht hatte, dass sie gebildet, dass sie Intellektuelle sind. Beide gehen in die gleiche Richtung. Das ist für mich eine große Enttäuschung.
WELT: Wo sehen Sie die größere Gefahr? Ist das der rechte Rand mit der AfD? Oder ist das der linke Rand – der Linkspartei wird ja vorgeworfen, offen antisemitisch aufzutreten.
WEINTRAUB: Ich glaube, der rechte Teil ist bedrohlich durch tatsächliche Gewaltanwendung. Es gibt dort Leute, die auch handgreiflich werden. Die radikale Linke ist raffinierter. Die versucht, Gedanken zu vergiften – und richtet so einen großen Schaden an. Sie verfälscht die Realität und versucht, sie entgegen den Fakten darzustellen. Durch ihr Gutmenschentun verdreht sie die Wirklichkeit. Die Angegriffenen, der Staat Israel, sind auf einmal der Böse. Und die Angreifer, Hamas und ihre Befürworter, ihre Anhänger, sind auf einmal die Opfer. Dieser rhetorische Einfluss ist unheimlich schädlich.
WELT: Wenn Sie die Entwicklung in Deutschland und Europa sehen, haben
Sie den Eindruck, dass die Bundesregierung hier, aber auch andere demokratisch gewählte Regierungen europaweit überhaupt in der Lage sind, diesen Extremismus links und rechts effektiv zu bekämpfen?
WEINTRAUB: Es gibt ja in Deutschland genug Beispiele, dass es gelungen ist, gewisse Gruppen zu verbieten. Wie die KPD seinerzeit, die FDJ und die NPD, die ja ebenfalls rechtsradikal war. Ich glaube, ein starker Staat wie Deutschland, der es geschafft hat, nach dem Krieg durch große Anstrengungen – von Adenauer an – zu einem Rechtsstaat zu werden, der hat auch jetzt die Kraft, Freiheit und Demokratie durchzusetzen.
E s ist nicht so, dass die AfD bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen besonders gut abgeschnitten hätte. Mit 15,9 Prozent blieb die Partei im Landesschnitt deutlich unter ihren jüngsten Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Ostdeutschland. Bei den Direktwahlen von Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Landräten konnte die Partei landesweit keinen ihrer Kandidaten ins Ziel bringen.
Ich bin ja ein unheilbarer Optimist. Wenn man sieht, dass bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt die AfD 43 Prozent holt, dann bedeutet das, dass 57 Prozent anders gewählt haben. Ich sehe immer das Positive. Und ich bin mir voll bewusst über das Gewicht meiner Aussage, wenn ich formuliere: Deutschland ist nicht nur eine Demokratie, sondern muss auch die Feinde der Demokratie identifizieren und sie entsprechend behandeln.
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Vier von der Kommunalwahl in Niedersachsen ausgeschlossene AfD-Politiker legen Einspruch ein – das kann enorme Auswirkungen haben
Selbst in den drei niedersächsischen Kommunen, in denen es ein AfD-Bewerber in die Stichwahl geschafft hat, ging die Partei beim zweiten Durchgang gegen ihre jeweiligen Konkurrenten unter. Und dennoch könnten diese Niedersachsen-Wahlen nachträglich noch zu einem Erfolg für die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla werden: In vier Kommunen haben AfD-Bewerber, deren Kandidaturen abgelehnt worden waren, in den vergangenen Tagen Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl eingelegt. In den Landkreisen Lüneburg und Friesland sollen die neugewählten Kreistage Anfang November über die Einsprüche des stellvertretenden AfD-Landesvorsitzenden Stephan Bothe und des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Sichert entscheiden. Beiden war die Teilnahme an den Landratswahlen von den zuständigen Wahlausschüssen verwehrt worden – mit dem Verweis auf Zweifel an der für das Ausfüllen der angestrebten Ämter nötigen Verfassungstreue. Der AfD-Landesverband ist vom niedersächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden.
Auch zwei Bürgermeisterkandidaten der AfD wurden von der Wahl ausgeschlossen. In Wilhelmshaven durfte der Landtagsabgeordnete Thorsten Moriße nicht für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren. In der Stadt Herzberg am Harz wurde der Vorsitzende des AfD-Kreises Göttingen, Justin Vogel, nicht zur Teilnahme an der Bürgermeisterwahl zugelassen. Auch Moriße und Vogel haben inzwischen Einspruch gegen die Gültigkeit dieser Wahlen eingelegt. Darüber werden die Ratsversammlungen der beiden Städte ebenfalls zeitnah entscheiden.
Für den Fall, dass die jeweiligen Kommunalparlamente, in denen die anderen Parteien jeweils über satte Mehrheiten verfügen, den Einsprüchen nicht stattgeben, wollen alle vier abgelehnten Kandidaten vor ordentliche Gerichte ziehen. „Bei Ablehnung folgt der Gang vor das Verwaltungsgericht“, bestätigt der Sprecher des AfD-Landesverbands Niedersachsen, Patrick Bauer. Und spätestens dann könnte es spannend werden. Für die Betroffenen, aber auch für die rot-grüne Koalition in Niedersachsen. Die hatte im Frühjahr, wenige Monate vor der Kommunalwahl, die niedersächsische Wahlordnung dahingehend geändert, dass Kandidaten für hauptamtliche und damit unter das Beamtenrecht fallende Bürgermeister- und Landrats-Ämter bereits vor der Wahl intensiver auf ihre Verfassungstreue hin überprüft werden müssen. So müssen die für die Zulassung von Kandidaten zuständigen kommunalen Wahlausschüsse die jeweils übergeordnete Behörde – bei Landrats- und Oberbürgermeister-Wahlen kreisfreier Städte ist das in der Regel das Landesinnenministerium – hinzuziehen, falls es „tatsächliche Anhaltspunkte für eine fehlende Verfassungstreue“ eines Kandidaten gibt.
In der Folge wurden in Niedersachsen zahlreiche AfD-Kandidaten auf ihre Verfassungstreue überprüft. Die meisten von ihnen wurden zur Wahl zugelassen. In den Fällen Bothe, Sichert, Moriße und Vogel aber entschieden die zuständigen, in der Regel aus Vertretern der jeweiligen Parlamentsparteien zusammengesetzten Wahlausschüsse, abschlägig. Eilanträge der Betroffenen gegen diese Entscheidungen wurden zunächst von den zuständigen Verwaltungsgerichten, Anfang September dann final vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg abgelehnt.
Allerdings entschieden die Lüneburger Richter damals nicht in der Sache, sondern formal. Sie verwiesen auf die Vorrangigkeit eines reibungslosen, gleichzeitigen und termingerechten Ablaufs der für den 13. September angesetzten Kommunalwahlen. Im Anschluss an diese, so das OVG, könnten die abgelehnten Bewerber Einspruch gegen ihren Ausschluss und damit gegen die Gültigkeit der Wahl einlegen. „Die Direktwahlen, zu denen die Bewerber hier nicht zugelassen worden seien, könnten gegebenenfalls nachträglich in einem in angemessener Zeit durchzuführenden Wahlprüfungsverfahren für ungültig erklärt werden“, hieß es in der Urteilsbegründung.
In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben Gerichte den Ausschluss von AfD-Kandidaten von Bürgermeisterwahlen in vergleichbaren Fällen bestätigt. Mit Blick auf die niedersächsischen Fälle bestehen jedoch offensichtlich Zweifel. So hat das mit dem Fall Moriße befasste Verwaltungsgericht Oldenburg in seinem Eilentscheid offengelassen, ob die zur Begründung des Wahlausschlusses herangezogenen Äußerungen des AfD-Bewerbers tatsächlich geeignet sind, Zweifel an dessen Verfassungstreue zu belegen.

Nicht zur Kommunalwahl zugelassen: AfD-Bundestagsabgeordneter Martin Sichert
Moriße hatte in den sozialen Medien unter anderem einen krassen Fall von Sozialhilfemissbrauch durch einen von ihm so titulierten „Nigerianer mit deutschem Pass“ benutzt, um Werbung für die AfD zu machen.
Die Oldenburger Richter ließen auch eine gewisse Distanz zu der von der rot-grünen Landtagskoalition im April beschlossenen Änderung der Wahlordnung erkennen. So heißt es in der Begründung des Entscheids: Ob einzelne Elemente der in der niedersächsischen Wahlordnung neu geregelten Verfassungstreueprüfung „einer umfassenden verfassungsrechtlichen Kontrolle in jeder Hinsicht standhalten oder ob der Wahlausschuss in Anbetracht seiner (...) politisch vorgeprägten Zusammensetzung über eine verfassungsrechtlich hinreichend tragfähige Legitimation für eine Zulassungsentscheidung der hier streitgegenständlichen Art verfügt, hat die Kammer im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden“. Die Klärung solcher Fragen, so das Gericht, müsse dem Wahlprüfungsverfahren vorbehalten bleiben.
An dessen Ende – so haben es zumindest die beiden nicht zugelassenen Kandidaten Moriße und Bothe angekündigt – sollen entweder Wiederholungswahlen in den betroffenen Kommunen oder ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe zur neuen niedersächsischen Wahlordnung und ihren Folgen für die Entscheidungsbefugnisse kommunaler Wahlausschüsse stehen.
Jetzt ist klar: Die EU ist wild entschlossen, in den kommenden Jahren noch deutlich mehr Länder aufzunehmen – und zwar mindestens acht Staaten. Dabei stehen Montenegro, Albanien, die Ukraine und Moldau ganz vorn auf der Warteliste. Sie dürften die nächsten EU-Mitglieder werden, Montenegro möglicherweise schon 2028, die Ukraine allerdings erst zu Beginn des neuen Jahrzehnts.
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Den neuen EU-Staaten sollen jedoch auch Daumenschrauben angelegt werden. Sie werden laut Plan für viele Jahre deutlich weniger Rechte als die bisherigen 27 Mitgliedsländer haben und können bei Regelverstößen hart sanktioniert werden. „Unsere Bewertung zeigt, dass die EU noch mehr Länder aufnehmen kann. Aber es gibt da einige Punkte, wo wir Herausforderungen sehen und die wir adressieren müssen“, sagte EU-Erweiterungskommissarin Martha Kos bei der Vorstellung des Berichts mit dem Titel „Vorbereitungen für eine größere Union“ am Dienstag im EU-Parlament in Straßburg.
Wichtig sei, so Kos, dass eine „größere Union auch eine stärkere Union ist“. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen bei ihrem Gipfeltreffen in neun Tagen in Brüssel erstmalig über die Vorschläge beraten. Dabei sind EU-Länder in der Erweiterungsfrage tief gespalten. Es ist damit zu rechnen, dass mehrere der von der EU-Kommission gemachten Vorschläge nicht verabschiedet werden. Wichtige Mitgliedsländer wie Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und Belgien fordern besonders hohe Hürden für neue Beitritte und weitreichende sogenannte Schutzklauseln.
Die Regierungen dieser Länder fürchten ansonsten, dass die nationalen Parlamente oder gar die Wähler im Rahmen eines Referendums, wie möglicherweise in Frankreich, gegen eine Erweiterung stimmen könnten. Ein Kreis weiterer Staaten, der als „Freunde des Balkans“ bekannt ist und von Italien und Österreich angeführt wird, ist jedoch gegen eine sogenannte Zweite-Klasse-Mitgliedschaft der aktuellen Beitrittskandidaten und für zügige Erweiterungsverhandlungen. „Wer Reformen liefert, muss weiterkommen. Gerade am Westbalkan arbeiten die Menschen seit mehr als 20 Jahren am EU-Beitritt. Die EU muss hier auch Wort halten“, sagte Österreichs Europaministerin Claudia Bauer (ÖVP), die in ihrem Land für Erweiterungsfragen zuständig ist.
Das plant die EU-Kommission konkret: Erstens: Es sollen verschiedene Arten von Schutzklauseln („safeguard clauses“) für neue EU-Mitglieder gelten. Bis zu 15 Jahren sollen die Neu-Mitglieder sich schriftlich verpflichten, keine Entscheidungen zu blockieren, die Einstimmigkeit erfordern. Das Veto-Recht soll demnach etwa bei der Verabschiedung von Sanktionen gegen Russland nicht gelten. Auch sollen die neuen Mitglieder nicht das Recht erhalten, weitere Beitritte zu blockieren. Das ist bedeutend, denn in der Vergangenheit haben EU-Mitglieder versucht, den Beitritt von Nachbarstaaten zu verhindern, mit denen es bilaterale Streitigkeiten gab.
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Die zweite Schutzklausel, die bereits bestehende Regeln deutlich ausweitet, war intern bis zuletzt umstritten. Sie will die bisherigen EU-Mitglieder gegen eine neue, zu starke wirtschaftliche Konkurrenz und vor Problemen im Justizbereich oder im Agrarsektor schützen. Die Neu-Mitglieder sollen etwa in einer „Probezeit“, die bis zu zehn Jahre dauern kann, keinen vollen Zugang zum Binnenmarkt oder zur gemeinsamen Agrarpolitik erhalten. Denkbar ist aber auch, dass ihre Rechte in diesen Bereichen bei Verstößen oder schweren Störungen eingeschränkt werden.
Hinzu kommt eine „vorübergehende institutionelle Schutzklausel“. Falls es beispielsweise zu einem „besonders schlimmen Verstoß“ gegen die Werte der EU käme, sollen Stimmrechte vorübergehend aufgehoben werden können, nachdem eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten dafür gestimmt hat. Diese Regelung soll aber ausschließlich für Neu-Mitglieder gelten. Damit soll ver-

Eine Demonstration in Kiew, auf der ein schneller EU-Beitritt gefordert wird
Die Europäische Union soll kräftig wachsen, plant Brüssel. Zunächst geht es um acht neue Mitglieder. Aber bei dem Thema ist die EU tief gespalten. Mehrere Länder fordern strikte Auflagen – auch Berlin
hindert werden, dass wie in der Vergangenheit ein Land wie Ungarn weitgehend ungestraft EU-Recht brechen kann. „Wer Rechtsstaatlichkeit aushebelt, muss mit Konsequenzen rechnen. Es geht um den Schutz unserer europäischen Werte und Demokratie, auch innerhalb der Union“, sagte Europaministerin Bauer.
Zweitens: Beitrittskandidaten sollen nicht mehr wie bisher nach Abschluss der Verhandlungen von heute auf morgen Vollmitglieder der Union werden, sondern der EU schrittweise beitreten („gradual integration“). Der Vorschlag lehnt sich eng an Vorschläge aus Österreich und zuletzt auch von Bundeskanzler Friedrich Merz, der eine sogenannte assoziierte Mitgliedschaft vorgeschlagen hatte. Demnach sollen die Beitrittskandidaten je nach Fortschritt den verschiedenen Sektoren der EU, wie teilweise der Verkehrs- und Umweltpolitik oder dem Binnenmarkt, schrittweise beitreten können. Jährliche Dialoge zwischen EU und den Kandidaten sollen die Fortschritte bewerten.
Ansatzweise gibt es eine solche schrittweise Integration bereits. So gelten die europäischen Roaming-Regeln schon heute auch für die Ukraine und Moldau, und diverse Beitrittsländer beteiligen sich an dem einheitlichen europäischen Zahlungsverkehr (SEPA). Drittens: Die EU-Kommission soll nach einer Erweiterung verkleinert werden. Das hat bereits der EU-Vertrag von Lissabon aus dem Jahr 2009 vorgesehen. Passiert ist seitdem nichts. Künftig sollen nur zwei Drittel der Mitgliedstaaten einen Kommissar stellen dürfen. Es soll nach dem Rotationsprinzip verfahren werden, damit kein Land zu kurz kommt.
Der Plan dürfte vor allem bei kleineren Mitgliedstaaten auf Ablehnung stoßen, denn für sie ist der nationale EU-Kommissar häufig der einzige Anlaufpunkt in Brüssel und darum besonders wichtig. Österreichs Europaministerin Bauer sagte: „Eine größere EU braucht eine kleinere EU-Kommission. Wir brauchen schlankere Strukturen und schneller Entscheidungen. Sparen im System muss auch in Brüssel gelten.“ Viertens: Die EU-Kommission schlägt vor, bereits vorhandene Instrumente zu nutzen, um Entscheidungen zu beschleunigen. So erlaubt es die sogenannte Brückenklausel („passarelle“), dass die Mitgliedstaaten außer im Verteidigungsbereich Entscheidungen, die bisher einen einstimmigen Beschluss erfordern, auf eine qualifizierte Mehrheit umzustellen, sodass Blockaden erschwert werden und zügiger entschieden wird. Der Beschluss erfordert aber Einstimmigkeit und ist darum noch niemals angewendet worden. Es ist und bleibt wohl ein frommer Wunsch.
Die Kommissionsbehörde befürwortet auch, das Instrument der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit („enhanced cooperation“) künftig stärker zu nutzen. Es ermöglicht einem Kreis von mindestens neun Mitgliedstaaten, die Zusammenarbeit zu vertiefen und weitere Integrationsschritte zu gehen. In fünf Fällen ist das bisher gelungen, etwa beim Ehescheidungsrecht oder beim Patentschutz. Es könnte viel mehr passieren, aber die Mitgliedstaaten sperren sich dagegen. Das dürfte auch so bleiben. Fünftens: Eine Sonderregel für die Ukraine. Wegen der Größe und Leistungsfähigkeit der ukrainischen Landwirtschaft sollen bestimmte landwirtschaftliche Produkte nur einen begrenzten Zugang zum EU-Markt haben. Gleichzeitig will Brüssel die Ukraine dabei unterstützen, mehr Agrarprodukte nach Afrika oder Asien zu verkaufen. Ohne diese Ausnahmeregelung hätten etwa deutsche und polnische Bauern massiv gegen die mächtige Konkurrenz aus der Ukraine protestiert.
Der Plan von Erweiterungskommissarin Kos ist der ehrenwerte Versuch, die Kritiker von weiteren EU-Beitritten zu besänftigen. Das dürfte mehrere Beitrittskandidaten verärgern. Gleichzeitig könnte es nicht ausreichen, um die Skeptiker in vielen Mitgliedstaaten wie Frankreich ruhigzustellen. Die Erweiterung, die lange als Erfolgsmodell der EU galt, weil so Stabilität nach außen exportiert wurde, ist ein Zankapfel – und wird es auch bleiben. Die Sorgen vieler Bürger in den 27 Mitgliedsländern vor Kriminalitätsimport und immensen Kosten für die Steuerzahler bleiben weiterhin bestehen. Martha Kos' Pläne ändern daran nichts.
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Bei Übungen im Baltikum gegen mögliche russische Angriffe zeigt sich bereits, wie knapp wichtige US-Fähigkeiten in Zukunft werden
Der Alarmton ist ein konstantes Piepen. Er kann bedeuten, dass ein ziviles Flugzeug den Funkkontakt verloren hat. Dass eine unbekannte Drohne in den litauischen Luftraum eingedrungen ist. Oder dass sich ein russisches Militärflugzeug nähert. Zwei Piloten sprinten durch die Glastüren des Gebäudes, in dem sie ihren Bereitschaftsdienst verbringen, und springen in weiße Vans, die in Richtung des Rollfelds auf dem Luftwaffenstützpunkt Siauliai losfahren.
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Techniker kontrollieren die Kampfjets, während die Piloten ihre Ausrüstung anlegen und ins Cockpit steigen. Wie viel Zeit vom Alarm bis zum Abheben maximal vergehen darf, hält die Nato geheim. So viel aber lässt sich beobachten: Es geht schnell. Wenige Minuten später beschleunigen die Jets über die Startbahn und heben ab. Es sind italienische Eurofighter, die hier gemeinsam mit türkischen F-16 und spanischen F-18 den Luftraum über Estland, Lettland und Litauen sichern. Die drei baltischen Länder haben keine eigenen Kampfjets. Andere Verbündete übernehmen deshalb diese Aufgabe im Wechsel. An diesem Tag ist der Alarm nur eine Übung. Die Abläufe aber sind dieselben wie im Ernstfall.
Jahrzehntelang war das sogenannte Air Policing vor allem eine Friedensmission: Radare überwachen den Himmel, bei verdächtigen Flugbewegungen steigen Kampfjets auf, identifizieren die Maschine und, wenn nötig, escritieren sie. Seit diesem Jahr will die Nato hier auf mehr als das vorbereitet sein und hat ihre Mission umgestellt: auf Air Defence, also Luftverteidigung. Mit dem neuen Konzept „stellen wir uns so auf, dass wir allen möglichen Bedrohungen begegnen können – ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Kampfflugzeugen und Drohnen aller Art“, sagt General Guillaume Thomas, stellvertretender Kommandeur der Nato-Luftstreitkräfte (AIRCOM) in Ramstein. Vor Ort wirkt die Neuaufstellung wie kaum mehr als eine Namensänderung.
In den Abläufen der Piloten hat sich nicht viel geändert. Sie sitzen weiter in Bereitschaft, starten bei Alarm und fliegen zu dem Luftfahrzeug, das überprüft werden soll. Die Änderungen passieren hinter den Kulissen. Thomas sagt, man

Guillaume Thomas ist stellvertretender Kommandeur der Nato-Luftstreitkräfte in Ramstein
habe das Führungs- und Kontrollsystem, Einsatzregeln und die Befugnisse zur Bekämpfung von Bedrohungen angepasst. Es sind technische Ausdrücke, die aber praktische Folgen beschreiben. Die Nato steuert ihre Luftverteidigung rund um die Uhr in sogenannten Combined Air Operations Centres, kurz CAOCs. Sie verfolgen das Lagebild und weisen die Kampfjets an, aufzusteigen, wenn sie es für nötig halten. Mit dem neuen Konzept bekommen diese Führungsstellen mehr Verantwortung und größere Entscheidungsbefugnisse – auch bei Raketenbedrohungen.
Kämpfer in der Provinzhauptstadt Taiz
Für Nordosteuropa sitzt eines dieser Zentren im niederrheinischen Uedem. Ein weiteres wurde kürzlich im norwegischen Bodø eröffnet. Wird eines angegriffen und fällt aus, kann ein anderes übernehmen. Die neue Struktur soll nahtlos von Frieden über Krise bis Krieg skalieren. Schon heute dringen immer wieder Drohnen in den baltischen Luftraum ein. Litauen hatte verstärkt mit Wetterballons zu kämpfen, die nach Darstellung der Regierung gezielt von Belarus geschickt wurden und den Flughafenverkehr in Vilnius mehrfach lahmlegten. In all diesen Fällen kamen Nato-Kampfjets zum Einsatz. Es zeigt, dass, obwohl sich die Allianz formal im Frieden befindet, diese trennscharfe Unterscheidung nicht mehr funktioniert – und darauf reagiert das Bündnis.
Aufklärung und Frühwarnung, Tankflugzeuge, die Kampfjets länger in der Luft halten, bodengebundene Flugabwehr, Abfangraketen, Fähigkeiten, um im Krieg die Fähigkeit, gegnerische Flugplätze und Raketenstellungen auszuschalten. Vieles davon stellten bislang die USA. Doch Washington will seine Kräfte stärker auf die Verteidigung des eigenen Landes und den Indopazifik konzentrieren. Die Europäer sollen deshalb künftig die Hauptlast der konventionellen Verteidigung Europas tragen. „Nato 3.0“ nennt die Regierung von US-Präsident Donald Trump dieses neue Konzept. Das Problem: In der Nato, selbst unter hochrangigen Gesprächspartnern, versteht niemand, was damit konkret gemeint ist.
Allerdings: Mit neuen Befugnissen allein lässt sich das Baltikum im Ernstfall nicht verteidigen. Je größer die Bedrohung, desto mehr braucht die Nato:
Besonders deutlich zeigt sie sich an der Frage, welche Szenarien überhaupt amerikanische Unterstützung erfordern. „Viele Analysten messen der Bedrohung durch Grauzonen-Aktivitäten und russische hybride Angriffe große Bedeutung bei“, sagt Wilson Beaver von der konservativen Heritage Foundation in Washington. Die Denkfabrik ist eng mit der Trump-Regierung vernetzt. Zwar seien solche Angriffe „ein großes Problem, das bewältigt werden muss“, sagt Beaver. „Aus unserer Sicht bedrohen solche Aktivitäten jedoch nicht die Existenz der baltischen Staaten.“ Mit ihnen sollten Europäer deshalb in erster Linie selbst fertig werden. Die primäre Aufgabe der USA sieht Beaver erst beim schlimmsten Fall, „einer umfassenden russischen Invasion“ – und darin, „sicherzustellen, dass die baltischen Staaten als souveräne Staaten fortbestehen“.
ALFRED HACKENSBERGER
Im Baltikum selbst richtet sich der Blick dagegen vor allem auf die Eskalation unterhalb eines solchen Großangriffs. Damit stellt sich für die Nato nicht nur die Frage, wer im schlimmsten Fall kämpft, sondern auch, wer die vielen Stufen davor bewältigt. Nach außen demonstriert das Bündnis, dass Amerikaner und Europäer weiterhin gemeinsam planen und kämpfen. Vor wenigen Tagen trainierten über Litauen und Lettland Kampfjets aus fünf europäischen Nato-Staaten gemeinsam mit einem amerikanischen B-1-Langstreckenbomber. Erstmals war damit ein US-Bomber in eine Übung unter dem neuen Luftverteidigungskonzept eingebunden. Wie WELT erfuhr, spielte der Bomber in dem Szenario die gegnerische Seite und versuchte, in den Nato-Luftraum einzudringen.
Ein anderes, von der Nato weniger offensiv nach außen kommuniziertes Signal gab es im Sommer bei der Großübung Ramstein Flag. Mehrere amerikanische Tankflugzeuge, die ursprünglich dafür vorgesehen waren, wurden kurzfristig im Nahen Osten gebraucht und fielen deshalb aus. Es ist ein Vorgeschmack auf etwas, das Beaver als die größere Gefahr für Europa sieht: nicht die amerikanische Entschlossenheit, den Verbündeten zur Seite zu springen. Sondern die Frage, ob US-Kräfte im entscheidenden Moment verfügbar sind.
„Wenn die USA gleichzeitig mit einer Krise um Taiwan beschäftigt wären, stünden in Europa zweifellos weniger amerikanische Ressourcen zur Verfügung“, so Beaver. Für Estland, Lettland und Litauen sind diese Überlegungen besonders brisant. „Das Baltikum ist der einzige Teil des europäischen Nato-Gebiets, in dem wir Russland weiterhin als eindeutige konventionelle Bedrohung sehen“, so Beaver. Hinzu kommt die politische Unsicherheit. Die Trump-Regierung scheint europäische Länder zunehmend in „gute Verbündete“ und „schlechte Verbündete“ aufzuteilen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete im August über einen Fragenkatalog des Pentagon, mit dem unter anderem abgefragt wurde, ob einzelne Verbündete auf der Linie Washingtons liegen.

Einem „Politico -Bericht zufolge lädt das Pentagon im Oktober nur einen ausgewählten Kreis von Nato-Staaten zu einem Treffen in Polen über die Zukunft des Bündnisses ein. Initiiert wurde es von Elbridge Colby, dem für Verteidigungspolitik zuständigen Pentagon-Spitzenbeamten. Vorgesehen für das Treffen sind demnach bislang Deutschland, Polen, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Finnland; Dänemark könnte hinzukommen. Die baltischen Staaten – jene Länder also, die unter Washingtoner Strategen wie Beaver als am verwundbarsten gelten – sind nicht eingeladen.

ABDULNASSER ALSEDDIK/AP/DPA
Soldaten der jemenitischen Streitkräfte auf der Küstenstraße zwischen Aden und Mocha
Die Teilnahme an der Reise wurde von der Nato unterstützt. Hier finden Sie unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit.
Der Vormarsch der Miliz im Jemen schien ungebrochen. Nun melden Regierungstruppen Geländegewinne rund um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Mehr als 100 Luftangriffe innerhalb von weniger als 24 Stunden, 364 zerstörte Militär- und Logistikfahrzeuge und 1747 „neutralisierte“ Huthi-Kämpfer – so lautete am Montag die Bilanz von Majed Abdullah al-Nuzaili, dem Armeesprecher der international anerkannten jemenitischen Regierung in Aden. Neben Kampfflugzeugen sollen auch Drohnen, Artillerie, Raketen und Scharfschützen zum Einsatz gekommen sein.
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Streitkräfte hätten zudem Gebiete rund um die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab zurückerobert. Eingenommen worden seien außerdem die Städte Dhubab und Mocha am Roten Meer sowie die Orte Bab und Hadeid. Zugleich habe eine Großoffensive auf die Hauptstadt Sanaa begonnen. Der Vorsitzende des jemenitischen Präsidialrats Rashad al-Alimi hatte die am Sonntag gestartete Großoffensive „Morgenröte“ kurz vor ihrem Beginn in einer Fernsehansprache angekündigt – und dabei bekräftigt, sie werde so lange dauern, „bis das gesamte Land aus dem Griff der terroristischen Huthi-Miliz befreit ist“.

Sollten die Truppen es schaffen, die strategisch wichtige Meerenge wieder langfristig unter ihre Kontrolle zu bekommen, wäre dies ein großer und unerwarteter Erfolg – nicht nur für den internationalen Handel, sondern auch für die Gegner des iranischen Regimes in Teheran. Denn die Operation im Jemen wird von mächtigen Akteuren unterstützt, allen voran Saudi-Arabien. Sie eint das Ziel, den Einfluss der als verlängerter Arm Teherans geltenden Miliz möglichst dauerhaft zurückzudrängen. Die Huthi-Rebellen kontrollieren seit mehr als einem Jahrzehnt die Hauptstadt Sanaa und den Westen des Jemens. Im September haben sie mit einer Überraschungsoffensive ihren Machtbereich bis in den Süden zur Meerenge von Bab al-Mandab ausgeweitet. Das „Tor der Tränen“ ist ein wichtiges Nadelöhr für den Welthandel. Nach der Schließung der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs bekam al-Mandab für die Golfstaaten und ihre Energieexporte besondere Bedeutung.
Mit Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain und sogar den Oman angegriffen, der als Vermittler bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA aufgetreten war. Zu den Zielen zählten Energieanlagen, Flughäfen und andere Einrichtungen der zivilen Infrastruktur. Zugleich intensivierten die mit dem Iran verbündeten Huthi ihre Angriffe im Jemen und im Roten Meer. Teheran nutzte die Militäraktionen der Miliz, um Druck auf die USA und die Golfstaaten auszuüben.
Hochrangige Huthi-Vertreter dementierten trotz der übereinstimmenden Medienberichte die Meldungen der jemenitischen Regierung: „Sie wollten sich einen medialen Sieg verschaffen, doch das ging nach hinten los und brachte ihnen nur Enttäuschung und Verluste.“ Als Vergeltung griffen die Huthi verschiedene Ziele in Saudi-Arabien an, darunter Ölanlagen, Flughäfen und Militärstützpunkte. Mehrere Menschen wurden verletzt, es kam außerdem zu Sachschäden. Vor wenigen Tagen noch waren die Huthi zudem auf dem besten Weg, Taiz einzukesseln. Die auf 1400 Metern Höhe in den Bergen gelegene, malerische Provinzhauptstadt mit ihrer eindrucksvollen Zitadelle und historischen Moscheen ist seit Jahren durch Frontlinien zerschnitten und die letzte Bastion, die die Huthi von einem Vormarsch auf die Hafenstadt Aden abhielt.
Berichten zufolge soll es im Zuge der Regierungsoffensive auch in Taiz an einigen Frontabschnitten zu Gegenangriffen auf Stellungen der Huthi gekommen sein. Vor allem aber kann die jemenitische Regierung darauf hoffen, dass das Engagement der mächtigen Unterstützer langfristig angelegt ist. Eine zentrale Rolle spielt Saudi-Arabien, das die Großoffensive mit massiver Luftunterstützung unterstützt und sein Engagement weiter ausweiten könnte. Das Königreich griff bereits 2015 an der Spitze einer arabischen Koalition in den Bürgerkrieg im Nachbarland ein, um die anerkannte jemenitische Regierung zu unterstützen, die von den
Huthi aus der Hauptstadt Sanaa vertrieben worden war.
Damals kam es schnell zu einer blutigen Pattsituation, die in einer verheerenden humanitären Krise in dem ohnehin schon ärmsten arabischen Staat gipfelte. Ein 2022 vereinbartes Waffenstillstandsabkommen hielt weitgehend stand – allerdings nur bis zu diesem Sommer, als die Huthi im Zuge ihrer Unterstützung für den Iran Raketen- und Drohnenangriffe auf saudische Schiffe und die Ölinfrastruktur durchführten.
Um eine erneute Pattsituation zu vermeiden, bemühte sich Saudi-Arabien in den vergangenen Wochen, eine möglichst breite internationale Unterstützung für ein Vorgehen gegen die Huthi zu organisieren. Am Montagabend meldeten Nachrichtenagenturen, dass Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei in Riad beschlossen haben, „Streitkräfte für den raschen Einsatz im Königreich bereitzustellen“. Nach den Huthi-Angriffen auf Ziele in Saudi-Arabien wolle man „die Sicherheit und territoriale Integrität des Königreichs“ gewährleisten. Grundlage dafür ist der im August von den drei Ländern unterzeichnete Verteidigungspakt von Mekka. Darin ist festgelegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle gilt.
Pakistan hat bereits im September vier Frachtflugzeuge mit Waffen an die Regierung des Jemen geschickt, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf pakistanische Regierungsbeamte berichtete. Die Lieferung beinhaltete dem nach Luftverteidigungssysteme, leichte Artillerie, Drohnen und Anti-Drohnen-Systeme. Darüber hinaus sind pakistanische Militärberater vor Ort und unterstützen gemeinsam mit ihren saudischen Kollegen die jemenitischen Truppen. Aus der Türkei sollen insbesondere Drohnen stammen, die Aufklärung übernehmen, aber auch in Kampfhandlungen eingreifen können.
„Der Mekka-Pakt hat eine neue Realität geschaffen, mit der die Huthi und Teheran nicht gerechnet haben“, schreibt die Nahost-Analystin Fatima al-Srar bei X. Nun sei offen, ob die Miliz ihren Druck auf Taiz und die Küste aufrechterhalten könne, während sie zugleich Saudi-Arabien angreife und die von ihr kontrollierten Gebiete verteidige. Und auch aus Europa kommt Hilfe. Frankreich schickt Soldaten und Luftabwehr nach Saudi-Arabien, die das Ölterminal Yanbu am Roten Meer schützen sollen. Großbritannien entsendet Militärberater an den Golf und tankt saudische Kampfflugzeuge in der Luft auf. Auch in Deutschland hat Riad militärische Hilfe angefragt – bisher vergeblich.
Aus den USA, die angesichts des Kriegs mit dem Iran das größte Interesse an einer Niederlage der Huthi haben dürften, fließen nachrichtendienstliche Informationen zur Unterstützung der Militärooperationen. Ein Vertreter aus der Region und ein US-Vertreter sagten gegenüber der Nachrichtenagentur, die USA unterstützten Saudi-Arabien bei dessen laufendem Vorgehen gegen die Huthi. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag, es sei zu erwarten gewesen, dass die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung zurückschlagen werde, um Gebiete zurückzuerobern. Auf die Frage, ob die Koalition die Aktion mit den USA abgestimmt habe, sagte Rubio, Saudi-Arabien und die USA hätten ein Verteidigungsabkommen, wollte aber keine weiteren Einzelheiten nennen. „Sie haben das Recht, sich zu verteidigen“, so Rubio.
Bemerkenswert ist auch, dass Riad und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihre Differenzen über die Zukunft des Jemen offenbar vorerst beiseitegeschoben haben, um eine möglichst breite Unterstützung für die Gegenoffensive gegen die Huthi zu bilden. Abu Dhabi unterstützt eigentlich die separatistische Südbewegung STC, die einen unabhängigen Staat im Südjemen anstrebt. Doch angesichts des Vormarschs der Huthis scheinen beide Länder ihre gegensätzlichen Interessen vorerst zurückzustellen. Die Annäherung erfolgte offenbar im Zuge eines Besuchs von VAE-Vizepräsident Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan Ende September in Riad. Inzwischen beteiligen sich auch Truppen des STC an den Kämpfen gegen die Huthi. Für die Regierung in Aden eröffnet sich damit die seltene Chance, die Huthi mit einem weitgehend geeinten Bündnis herauszufordern.
Die einstmals stolze Arbeiterpartei ist nicht einmal mehr der Schatten ihrer selbst. Die Funktionäre wollen nicht verstehen, dass ihre Wählerverachtung die AfD so stark gemacht hat
LEITARTIKEL
D ie deutschen Sozialdemokraten verscherbeln ihr historisches Tafelsilber – mit großem Pathos, aber mit Akteuren, die erkennbar an der charakterlichen Größe ihrer Vorgänger scheitern.
Der anmaßende Marsch der Sozialdemokraten vom Brandenburger Tor zum Bebelplatz nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten, das hohle Pathos der Reden, die Gesten und das Singen der Nationalhymne wirkten wie eine Sat.1-Version von Guido Knopps Geschichtsunterricht für den deutschen Michel.
Die Sozialdemokraten haben noch immer nicht verstanden, dass ihre Verachtung der Anliegen der Wähler in der politischen Mitte die AfD so stark gemacht hat. Die SPD hat sehenden Auges die AfD als neue Arbeiterpartei zugelassen. Mithilfe weltfremder Gewerkschaften machten die SPD-Funktionäre aus einer Arbeiter- und Aufsteigerpartei mit Werten und Haltung, mit Stolz und Ambition eine fundamentalistische Zeitgeistbude, in der Studienabbrecher und Technokratie-Lehrlinge ihre LinkedIn-Floskeln mit politischem Programm verwechseln. Die Krönung ist dann, dass sich der linksradikale Juso-Chef ausgerechnet am 7. Oktober von einem Besuch von Nachwuchspolitikern in Israel distanziert.
Sozialdemokraten standen im 20. Jahrhundert für Sternstunden der politischen Kultur. Die letzte Rede von Otto Wels im Reichstag, Willy Brandts Kniefall in Warschau, Helmut Schmidts Unbeugsamkeit gegenüber RAF und Friedensbewegung, Gerhard Schröders wagemutige Sozialreformen: Sie markieren die historischen Fußstapfen einer Partei, die aktuell ohne einen einzigen charismatischen oder visionären Kopf auskommt. Die Sozialdemokratie ist nicht einmal mehr der Schatten ihrer selbst, sondern nur noch eine Karikatur. Sie hat sich aufgegeben und spielt die eigene Geschichte als Farce nach. Weder hat sie Denker wie Peter Glotz noch Macher wie Otto Schily oder Wolfgang Clement. Sie ist eine anämisch leidenschaftslose Quasselpartei geworden, die an den Herausforderungen unserer Zeit zerbricht. Und an der fehlenden Fähigkeit, den Rest der Gesellschaft zu begeistern.
Die AfD wird nicht gewählt, weil die Leute begeistert davon sind, besonders rechte Politiker in politischen Ämtern zu sehen. Sie wird gewählt, weil das Establishment der demokratischen Mitte jeden Tag seine Ziele verfehlt. Die Akteure dieser sogenannten Mitte verdrängen, wie schlecht sie Politik betreiben. Nicht die Wähler haben die Mitte verlassen, sondern die angebliche Mitte hat die Wähler verlassen: Das ist das eigentliche Problem. Es zeigt sich auch darin, dass SPD und Grüne gerade heimlich mit Linksradikalen an einer Regierung basteln.
Nun stellt die AfD nicht nur einen Landtagspräsidenten, sondern auch den Land-
ULF POSCHARDT
tagsvizepräsidenten von Sachsen-Anhalt. Der maue Protest zeigt, wie sehr sich die antifaschistische Rhetorik totgelaufen hat. Zwanzig Jahre lang haben linke Parteien und der vorpolitische Raum, Kirchen und Medien fast alles rechts der Merkel-CDU als Nazi bezeichnet. Die „Demos gegen Rechts“ waren bewusst keine Demos gegen Rechtsaußen, sie wollten auch die bürgerliche Mitte als protofaschistisch denunzieren. Diese Differenz hat man eingeebnet und so die politischen Begriffe zerstört.

Bei einigen Protestbildern fragt man sich: Ist das KI oder echt? Man sieht Pistorius die Nationalhymne singen, aber das passt nicht zum rot-rot-grünen Sound der vergangenen Jahre, wo Jusos und grüne Jugend jede schwarz-rot-goldene Fahne als naziverdächtig geißelten. Die Jugendorganisationen bei Rot und Grün waren antideutsche Kampfgeschwader. Aber wenn man das Nationale systematisch verächtlich macht, kann man nicht plötzlich umschalten und erklären: Jetzt singen wir die Hymne und schwenken die Flagge. Wenn selbst die Grünen den Patriotismus für sich entdecken, wirkt das lächerlich. Vor wenigen Tagen, am 3. Oktober, hingen zum Tag der Deutschen Einheit so gut wie nirgendwo Deutschlandfahnen. Wer lügt, muss einfach besser lügen. So wird das nichts.
Pistorius ist intelligent. Lars Klingbeil auch. Das ist das Interessante: Dumme Menschen machen dumme Sachen, weil sie dumm sind. Doch Forrest Gumps Mama war philosophischer: „Dumm ist der, der Dummes tut.“ Wenn intelligente Menschen dummes Zeug machen, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas mit den Maßstäben nicht stimmt, an denen sie ihr Handeln ausrichten. Das aktuelle Beispiel: Die SPD spricht von Reformen, Lars Klingbeil hält bei Bertelsmann eine Reformrede – und will jetzt über 1000 neue Beamte einstellen, um zwei neue Steuern scharfzustellen. Seine Leute kapieren nicht, dass man nicht über Bürokratieabbau reden kann, während man das Gegenteil betreibt. Das ist der Grund, warum immer mehr Bürger die AfD wählen. Aber die Verantwortlichen begreifen nicht, was es mit den Leuten macht, wenn man sagt: Wir brauchen Reformen, der Staat muss schlanker werden – und dann neue Steuern erfindet und Tausende neue Beamtenstellen schafft.
Daran ändert auch hohles Pathos nichts. Es ist nicht 1933. Es ist 2026. Und die SPD schafft es an keinem einzigen Tag, nichts zu tun, das dazu führt, dass noch mehr Leute sagen: Wir haben die Schnauze voll, wir wählen jetzt eine andere Partei. Egal, wie freakig Teile des Programms und des Personals sein mögen. Auch viele Medien nehmen jetzt wieder ihre große antifaschistische Kampfhaltung ein. Es sind dieselben Medien, die über Jahre Gender-Bullshit, Trans-Bullshit, Kommunismus-Bullshit und den Bullshit vom toxischen weißen Mann verbreitet haben. Sie haben auf den normalen, spießigen, heterosexuellen Golf-Diesel-fahrenden Nichtakademiker mit Wampe gespuckt, der ab und an einen Spruch heraushaut, der nicht ganz korrekt ist.
Diese Menschen waren früher die Kernwähler der SPD. Die Partei hat sie verloren. Die Antifa-Rhetorik aus der Retorte wird sie nicht zurückholen. Das schafft nur harte, klare Realpolitik: Eine Bierdeckel-Steuerreform und eine konsequente Abschiebung all derjenigen, die hier nichts verloren haben. Und, wie JU-Chef Johannes Winkel zu Recht anmahnt, auch die Gerechtigkeitsfrage muss neu gestellt werden: Warum bekommen Leute, die nichts eingezahlt haben, genau so viel Bürgergeld wie jene, die Jahrzehnte eingezahlt haben? Liebe Sozis: It’s the economy, stupids!
ESSAY
Soll die Linkspartei in Berlin die Regierende Bürgermeisterin stellen? Dafür spricht, dass sie mit 25,7 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen bekommen hat. Dagegen spricht, dass sie mit bloß 25,7 Prozent offensichtlich nicht die Mehrheit der Berliner vertritt. Fast 75 Prozent der Berliner haben gegen die Linkspartei gestimmt. Mit Arithmetik kommt man also der Frage nicht bei.
Die Frage ist eine politische: Sollen Grüne und Sozialdemokraten mit der CDU koalieren oder mit der Linkspartei? Manche Leute auch rechts der Mitte meinen, die Berliner müssten am eigenen Leib erleben, wie Rot-Grün-Rot die Stadt herunterwirtschaftet. Wie insbesondere die von der Linkspartei geforderte Verstaatlichung großer Wohnungskonzerne den ohnehin zerrütteten Wohnungsmarkt weiter zerrüttet, um endlich zu begreifen, dass der Sozialismus nicht funktioniert. Schließlich hätten sie sich vor Jahren in einem Volksentscheid mehrheitlich für die Enteignung ausgesprochen. Sollen sie doch die Suppe auslöffeln, die sie sich eingebrockt haben.
Das Argument hat Charme, geht aber fehl. Aufgabe der Politik und einer politisch verantwortlichen Publizistik ist es, auch dann die bestmögliche – oder die am wenigsten schlimme – Alternative aufzuzeigen, wenn die Mehrheit irregeht. Ja, gerade dann. Niemand auf der Rechten sagte mitten in der deutschen „Refugees welcome!“-Euphorie: „Sollen die Grenzen doch offenbleiben. Sie werden schon sehen, was sie davon haben!“ Übrigens ist es eben nicht so, dass die Menschen unbedingt durch Schaden klüger werden. Die Briten etwa bereuen mehrheitlich den Austritt aus der Europäischen Union. Das hindert sie nicht daran, dem Populisten Nigel Farage zuzujubeln, der mehr als irgendein anderer dafür gesorgt hat, dass die Briten per Volksabstimmung beschlossen, die EU zu verlassen. In Berlin

ALAN POSENER
mehr als in irgendeiner anderen deutschen Stadt müsste man wissen, dass der Sozialismus nicht funktioniert. Und doch befürwortet eine Mehrheit der Berliner eine sozialistische Lösung der Wohnungskrise.
Wie Karl Popper sagte: Die Demokratie ist nicht gut, weil sie die fähigsten Menschen ins Amt bringt, oder weil die Mehrheit immer Recht hat. Sie ist deshalb gut, weil sie einen Austausch des leitenden Personals und ihrer Ideen ohne Gewalt ermöglicht. Deshalb geht auch das Argument fehl, das Vertrauen in die Demokratie werde erschüttert, wenn die Gewinnerpartei nicht auch die Regierungschefin stelle. Das Argument ist zwar nicht trivial, deshalb sehen manche Präsidialsysteme – man denke an das aktuelle Beispiel Brasilien oder an unseren Nachbarn Frankreich – ein System vor, bei dem die zwei erfolgreichsten Kandidaten in eine Stichwahl gehen. Das erhöht die persönliche und politische Autorität des Gewinners.
Bei einer Parlamentswahl aber haben die Parteien die Aufgabe, aus dem Wahlergebnis das Beste zu machen; nicht automatisch der Partei mit den meisten Stimmen die Bildung einer Regierung zu ermöglichen. Wer wegen dieses Systems das Vertrauen in die Demokratie verliert, hat vermutlich nicht lange über die Demokratie nachgedacht. Übrigens bleibt es jedem unbenommen, für ein anderes Wahlsystem zu plädieren. Aber Poppers Mahnung, dem schwankenden Urteil des Wahlvolks nicht zu viel Bedeutung beizumessen, ist wichtig. Der Philosoph sprach vom
„Paradoxon der Toleranz“. Die Demokratie ist nicht gezwungen, jene zu tolerieren oder gar regieren zu lassen, die selbst intolerant sind. Wer für Teile des Volks die Grundrechte außer Kraft setzen will, hat auch dann nicht das Recht, das zu tun, wenn sie dafür eine Mehrheit der Wähler hinter sich vereinen kann.
Die Mehrheit kann also weder die „Remigration“ ihr unangenehmer Staatsbürger ausländischer Herkunft noch ohne Weiteres die Enteignung ihr unangenehmer Wohnungsbesitzer beschließen. Wenn dadurch einige Bürger das Vertrauen in die Demokratie verlieren, weil ihre Wünsche nicht zum Zug gekommen sind, dann haben sie, was bei dem Zustand unserer Schulen nicht verwundert, die Demokratie nicht verstanden. Sie bedeutet eben nicht, dass jeder das bekommt, was er will. Sie bedeutet, auch nicht, dass die Mehrheit immer bekommt, was sie will. Aber in Berlin will die Mehrheit nicht einmal von der Linkspartei regiert werden. Warum sollte sie das bekommen?
Weil, so wurde auch in WELT argumentiert, damit auch die „Brandmauer“ der Union zur AfD hinfällig wäre. Wenn die SPD und die Grünen mit der Linkspartei in Berlin regieren – warum soll sich die Union weiter zieren, mit der AfD zu koalieren? Damit also die Union guten Gewissens in Sachsen-Anhalt oder Thüringen – vielleicht sogar im Bund – mit der AfD zusammenarbeiten oder koalieren kann, sollten sich die Berliner von einer Frau regieren lassen, die bis vor einem Jahr einer linksextremistischen Organisation angehörte, der „Roten Hilfe“, die großflächige Enteignungen vornehmen, die Polizei finanziell und operativ schwächen will und – vor allem – die es nicht schafft, den starken antisemitischen und israelfeindlichen Tendenzen ihrer Partei politisch, organisatorisch und personell entgegenzutreten.
Wenn der Antisemitismus der Linkspartei als lässliche Sünde angesehen wird, die im Interesse eines angeblich höheren Guts – der Zusammenarbeit der Union mit der Partei, die sie zerstören will – zu vernachlässigen oder doch hinzunehmen ist, dann haben die Politik und der politische Journalismus jede moralische Bodenhaftung verloren. Das zum einen.
Und zum anderen wird umgekehrt aus diesem Argument ein Schuh: Wenn Grüne und Sozialdemokraten von Konservativen faktisch aufgefordert werden, den Antisemitismus in der Linkspartei nicht als Ausschlussgrund einer Koalition zu betrachten, geben jene Konservativen auch zu erkennen, dass sie den Antisemitismus nicht so schlimm finden und den latenten Antisemitismus in der AfD nicht als Hinderungsgrund einer Regierungsübernahme ansehen würden.
Der wird von der Bundesführung zurzeit zwar mühsam unterdrückt, wird sich aber zweifellos in den nächsten Jahren offener zeigen. Die Forderung nach einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ steht schon im Raum, ebenso wie die Würdigung der „Leistungen“ der tief in die NS-Verbrechen verstrickten Wehrmacht, die augenzwinkernde Verwendung nationalsozialistischer Phrasen und Parolen und die Kritik am jüdischen Finanzier George Soros und an den „Globalisten“, die er angeblich finanziere. Auch die Bauhaus-Kritik, die nahtlos an die Kritik durch die Nazis anschloss, war ein Warnzeichen.
Der Antisemitismus ist auch dann nicht, ja gerade dann nicht akzeptierbar, wenn er, in welcher Form auch immer, mehrheitsfähig wird. Wehret den Anfängen heißt darum: Eine Linkspartei, die in ihren Reihen Antisemitismus und Antisemiten duldet, darf Deutschlands Hauptstadt nicht regieren.
KOMMENTAR
AXEL BOJANOWSKI

Erneut dreht sich die „grüne Drehtür“, die Wechsel zwischen Politik und Umweltlobbyismus symbolisiert: Jochen Flasbarth (SPD), Staatssekretär im Bundesumweltministerium, wechselt übereinstimmenden Medienberichten zufolge zur „European Climate Foundation“, einer vermögenden Klimastiftung. Flasbarths Wechsel wirft unangenehme Fragen auf, aber er scheint folgerichtig.
In den 90er-Jahren machte er als Präsident des Nabu den zuvor harmlosen Naturschutzverein zu einer politischen Lobbygruppe, was ihn 2003 offenbar zum Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium (UBA) qualifizierte und 2009 zum Präsidenten des Umwelt-bundesamtes aufsteigen ließ. Mit Energiewende, Atomausstieg, Fracking-Verbot und Gentechnik-Moratorium erfüllte sich Flasbarths Programm in wesentlichen Punkten.
2013 kehrte er als verbeamteter Staatssekretär ins Bundesumweltministerium zurück. Wesentlich ihm ist es anzurechnen, dass das 1,5-Grad-Ziel ins Pariser Klimaabkommen geschrieben wurde. Nicht abgestimmt trieb Flasbarth das Ziel auf der Pariser Konferenz 2015 voran, wie er stolz erzählte: Einen Anruf aus dem Kanzleramt mit der Frage, was das denn solle, habe er lapidar abgewimmelt: „1,5 Grad“ sage man halt so auf der Konferenz – das Abkommen schuf vollendete Tatsachen.
Flasbarths wichtigste Kraft ist sein Einfluss auf Lobbyisten und Journalisten. Mit vielen ist er per Du, bei ihm laufen die Fäden des Umweltaktivismus zusammen. Seine Pressekonferenzen auf Klimakonferenzen gleichen Beschwörungsritualen, geprägt von großer Einvernehmlichkeit. Wer jedoch ausschert, bekommt Flasbarths Härte zu spüren. Das Umweltbundesamt stellte unter seiner Leitung kritische Journalisten an den Pranger, die in einer Broschüre als „Klimaskeptiker“, die „Zweifel verbreiten“ gebrandmarkt wurden, was selbst die „Zeit“ an das „Ministerium für Wahrheit“ aus George Orwells Roman „1984“ erinnerte.
Seine Methoden machen Flasbarth nun zum idealen Chef der „European Climate Foundation“ (ECF), die den öffentlichen Diskurs um Klimawandel und Energiewende ebenfalls mit manichäischer Härte prägt. Mit ihrem Jahresbudget von zuletzt 258 Millionen Euro finanziert die ECF Dutzende NGOs, „Faktenchecker“-Medien, Denkfabriken und Institute, welche den Ausbau von Windkraft und Sonnenenergie vorantreiben sollen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Auch das Oxford Climate Journalism Network, das
”
SEINE METHODEN
MACHEN FLASBARTH NUN
ZUM IDEALEN CHEF DER
„EUROPEAN CLIMATE
FOUNDATION" (ECF)
Klimajournalisten ausbildet, nennt die ECF als Geldgeber.
Die Finanzierung der ECF, die großenteils von Großstiftungen aus den USA stammt, wirft ebenfalls Fragen auf. Denn ihr Lobbyismus setzt vor allem die EU unter Druck, zum Beispiel mit strengeren CO $_{2}$ -Vorgaben für Europas Autohersteller, wovon insbesondere US-Firmen profitierten. Die ECF warb auch für höhere CO $_{2}$ -Preise und trug dazu bei, dass Europas Energiepreise erheblich höher sind als die in den USA. Keine Verschwörung, aber Konsequenz der Europa-Fixierung.
Noch problematischer dürfte sein, dass auch zwischen dem Bundesumweltministerium und der ECF finanzielle Verbindungen bestehen. Er bringt zudem institutionelles Wissen über Regierungshandeln mit. Die ECF bekommt mit Flasbarth einen Mann, der die Prozesse jener Ministerien von innen kennt, auf deren Entscheidungen sie Einfluss nehmen will. Dass die ECF die regierungsnahe Energiewende-Denkfabrik „Agora Energiewende“ mitgegründet hat, verdeutlicht: Flasbarth ändert die Position, sein Einflusskreis bleibt. Mit seinem Wechsel rücken staatliche Klimapolitik und die private Finanzierung ihrer Fürsprecher bedenklich eng zusammen.

Wiebke Jahn ist mit ihrer Familie nach Lappland ausgewandert. Sie erklärt, warum Deutsche an einem „Bullerbü-Syndrom“ leiden


D ie Videokamera läuft: Wiebke Jahn sitzt in einem gemütlichen Ohrensessel, durch das Fenster hinter ihr ist ein typisch rot-weißes
Schwedenhaus zu sehen. Die aus Berlin stammende Deutsche lebt in Sápmi (Schwedisch-Lappland), einem dünn besiedelten Teil Nordschwedens, in dem auch die ethnische Minderheit der Samen ihr Zuhause hat. Im Jahr 2021 zog die Lehrerin mit ihrem Mann und den mittlerweile drei Kindern hierher. Unter dem Namen „Arctic for Beginners“ teilt die 38-Jährige bei Instagram ihren Alltag.
KERSTIN ROTTMANN
WELT: Frau Jahn, jeder zweite Deutsche kann sich laut Umfragen eine Auswanderung vorstellen. Sie haben es getan und leben nun in Sápmi. Dort kann es minus 40 Grad kalt werden, dazu oft 200 Kältetage im Jahr – was zog Sie dorthin?
WIEBKE JAHN: Meine Eltern hatten einen Buchladen, ich habe schon als Kind viel gelesen. Expeditionsgeschichten über die Antarktis und die Arktis etwa fand ich besonders spannend. Und als wir dann Jahre später übers Auswandern nachdachten, habe ich gesagt: „Also, wenn, dann will ich richtig in den Norden!“ Und wenn es nur nach mir gegangen wäre – ich glaube, ich wäre noch weiter hochgegangen. Aber für meinen Mann war das Maximum erreicht. Und ja, die Kälte ...
WELT: Ja?
JAHN: Zu Beginn hatten auch wir das Bild, das die meisten Menschen von Lappland haben: Man denkt, es ist hier immer nur dunkel und kalt. Aber das stimmt nicht. Wir haben echte Wetter-Extreme: Im Sommer gibt es die Mitt-sommer-Tage, in denen es nicht richtig Nacht wird. Und es kann hier auch sehr, sehr warm werden. Im ersten Sommer hatten wir mal 42 Grad. Wir haben uns total in diese unberührte Landschaft verliebt, mit ihren Polarlichtern, Schneeber-gen und Perlmuttwolken, und auch in die Tierwelt – mit Rentieren und Bären, Elchen und Luchsen in der Nachbarschaft.
WELT: Neben mehr Natur wollten Sie, so schreiben Sie in Ihrem Buch, auch mehr Freiheit und eine bessere Work-Life-Balance haben. Hat auch das geklappt?
JAHN: Ja, hat es. Wir leben hier sehr einsam (das Paar hat ein Haus in der Gemeinde Skellefteå gekauft, Anm.) und können machen, was wir wollen. Natürlich gibt es Regeln, aber im Vergleich zu Deutschland fühlt sich das Leben hier schon sehr viel freier an. Und was die Work-Life-Balance angeht: Die ist für schwedische Eltern deutlich besser als in Deutschland. Wir haben eine sehr gute Ganztagsbetreuung, von 7 bis 17:30 Uhr, und es gibt sehr viele Angebote für Familien. Beispielsweise spielen alle meine Kinder Instrumente und die Musikschule ist kostenlos. Das liegt allerdings auch daran, dass Nordschweden sehr um neue Einwohner wirbt. In Stockholm, wo Freunde von uns wohnen, sieht das schon wieder anders aus. Aber insgesamt gilt: In Schweden hat das Familienleben einen sehr hohen gesellschaftlichen Wert. Es ist zum Beispiel nicht schlimm, wenn man mal zu Hause bleiben muss, weil das Kind krank ist. Das ist wirklich eine ganz andere Kultur.
WELT: Sie und Ihr Mann sind Lehrer. Deutschland erhielt jüngst wieder
MÜNCHNER VERLAGSGRUPPE (3)
miserable Pisa-Ergebnisse. Macht Schweden in Ausbildung und Beruf etwas besser?
JAHN: Was uns überrascht hat: Hier haben Pausen einen sehr hohen Stellenwert. Damit hatten wir als Deutsche echt zu kämpfen! Ein Freund hat es jüngst mal scherzhaft so zusammengefasst: „Weißt du, ich fahre morgens zur Arbeit, und bin immer der Erste und Einzige, der pünktlich ist. Und dann wird erst mal eine halbe Stunde Kaffee getrunken. Dann arbeiten wir ein bisschen, um 11 Uhr ist die nächste Kaffeepause, wir arbeiten wieder ein wenig. Dann ist Mittagessen für anderthalb Stunden und dann wird noch mal etwas gearbeitet und dann ist wieder Kaffeepause und ich frage mich manchmal: „Was passiert da mit meiner Zeit.“ (lacht) Also für uns Deutsche ist es wirklich gar nicht so einfach, aus unseren strengen Arbeitsmustern herauszukommen.
Aber dass das hier von klein auf anders praktiziert wird, finde ich sehr spannend. Schon im Kindergarten und in der Schule gehören diese langen Pausen dazu, sie sind fest im Alltag eingeplant. Und das macht ganz viel mit den Menschen! Mittlerweile denke ich: Davon könnte sich Deutschland ruhig was abschneiden. Denn die Schweden schaffen ihr Leben und das Wirtschaften ja trotzdem. Die Leute gehen arbeiten und verdienen ihr Geld.
WELT: Der Diskurs in Deutschland ist aktuell ja ganz anders. Der Bundeskanzler etwa sagt, wir alle arbeiten viel zu wenig - und dann kommen Sie mit mehr Pausen. Mehr noch: Sie schreiben auch, für die Schweden sei ein Job einfach nur ein Job, total unsentimental.
JAHN: Mein Chef hat mich auf dieses Thema sogar angesprochen. Er hat gesagt: „Also Wiebke, du arbeitest einfach zu viel. Mach doch mal ein bisschen weniger, das ist zu viel!“ Da habe ich erst mal gesagt: „Naja, aber es ist doch mein Job und ich liebe es ja, Lehrerin zu sein.“ Ich habe diese Einstellung meiner schwedischen Kollegen zu Beginn echt nicht verstanden. Gerade im sozialen Bereich – da fließt doch so viel Herzblut in die Arbeit und das zu Recht, etwa, wenn man sich einsetzt für die Kinder. Aber für meine Kollegen hier ist es halt trotzdem „nur“ ein Job. Die lassen wirklich buchstäblich den Stift fallen und gehen einfach nach Hause.
WELT: Hat der Chef seinen Ratschlag begründet?
JAHN: Oh ja. Er sagte: „Wir wollen dich ja für die nächsten 20, 30 Jahre hier als Lehrerin haben, nicht nur für fünf Jahre. Und wenn du so weitermachst, dann wirst du diesen Job nicht lange machen können.“ Themen wie Burn-out und auch psychische Gesundheit werden in Schweden wirklich großgeschrieben.
WELT: Deutsche werden, so schreiben Sie, in Schweden nicht nur als regelrecht arbeitswütig, sondern auch als besserwisserisch und anstrengend wahrgenommen.
JAHN: So ist es. Wir Deutschen sind stolz auf unsere Effektivität, auf Genauigkeit und Präzision und wollen auch immer alles optimieren. Aber so funktioniert das hier nicht. Und ich glaube, das macht es für viele deutsche Einwanderer schwer. Die Schweden sind zwar immer nett und freundlich. Aber sie sagen es nicht direkt, wenn sie mal genervt sind. Für uns Deutsche ist es deshalb schwer zu verstehen: Meint es mein Gegenüber jetzt einfach nur nett? Oder will er mir eigentlich auf eine freundliche Art und Weise sagen: „Jetzt lass’ mich mal bitte in Ruhe, du nervst“? Diese feinen Grenzen versteht man nur schwer, selbst wenn man die Sprache gut spricht. Und wir Deutschen neigen ja auch dazu, gerne überall unseren Senf dazu zu geben. Allerdings hat mein Chef ein paar Jahre später in einem Personalgespräch auch gesagt: „Mensch Wiebke, kannst du nicht ein bisschen mehr einbringen, du hast so gute Ideen und bist auch so effektiv – eigentlich könnten wir mehr von deiner deutschen Art gebrauchen im Team.“
WELT: Ihnen fiel etwa der ausgeprägte Konformitätsdruck bei den Jugendlichen in der Schule auf: Alle kleiden und frisieren sich ähnlich, während die deutschen Jugendlichen deutlich bunter waren. Dahinter steht ja ein Gesellschaftsbild, das auch beinhaltet: nicht herausstechen, nicht besonders sein, oder?
JAHN: Genau. Deshalb fallen deutsche Urlauber hier richtig auf. Viele kommen in so farbenfrohen, umgebauten Bullis, alten Feuerwehrautos beispielsweise. Das andere Extrem sind große, teure Caravans von Marken wie Mercedes. Deshalb sagen viele Schweden: „Boah, die Deutschen, die haben offenbar viel Geld!“ Ich bin sogar schon von schwedischen Freunden drauf angesprochen worden. Selbst wenn die Schweden Geld haben, zeigen sie das nicht so. Alle versuchen, in ihren kleinen rot-weißen Häuschen zu wohnen und den gleichen Volvo zu fahren. Man merkt das auch an kleinen Dingen. Die Schweden haben bestimmte Geschirrsets oder auch Einrichtungsgegenstände, die sehr, sehr teuer sind. Für mich als Deutsche sehen die immer aus wie von Ikea, aber halt in schick. Da merkt man erst gar nicht, dass es teuer ist.
WELT: Apropos Geld. Sie sind beide Lehrer, und haben sich ein Haus gekauft. Dennoch, so schreiben Sie ehrlich, ist das Geld immer knapp – woran liegt es?
JAHN: Die Lebenshaltungskosten sind hoch. Und Lehrer werden in Schweden leider nicht besonders gut bezahlt. Hinzu kommt, dass der Beruf eher schlecht angesehen ist. Wenn wir beide darin Vollzeit arbeiten würden – aktuell bin ich gerade selbstständig –, dann würden wir gemeinsam das verdienen, was in Deutschland ein Lehrer bekommt. Das liegt natürlich auch am deutschen System der Verbeamtung. In Schweden verdient man gut, wenn man selbstständig ist oder bei einer erfolgreichen privaten Firma arbeitet. Ikea etwa ist ein sehr beliebter Arbeitgeber.
WELT: Aber wieso hat der Lehrerberuf denn so einen schlechten Ruf?
JAHN: Das Vorurteil ist: Man spielt da ein bisschen mit den Kindern, hat oft Ferien und irgendwie wichtig ist das alles auch nicht. Deshalb arbeiten mittlerweile sehr viele ausländische Arbeitskräfte in dem Beruf, einfach weil viele Schwedinnen und Schweden dazu keine Lust haben. Eine Kollegin hat mal gesagt, gemessen an der Zeit, die man fürs Studium aufbringt, ist es wohl der schlechtbezahlteste Job in Schweden, als Lehrer zu arbeiten.
WELT: Worüber wir noch gar nicht gesprochen haben: Wie haben Sie Schwedisch gelernt?
JAHN: Viele Schweden sprechen auch Englisch, sodass man zunächst irgendwie durchkommt. Aber eben nicht alle. Ich selbst arbeite als Deutschlehrerin, aber um die Inhalte zu erklären, muss ich tatsächlich auch Schwedisch können. Wir haben versucht, uns die Sprache selbst beizubringen, denn 2021, während der Coronapandemie, waren die Volkshochschulen geschlossen. Wir haben ganz klassisch Sprach-Lehrbücher gekauft. Aber es benötigte sehr viel Disziplin, in jeder freien Minute auch noch Schwedisch zu pauken. Natürlich hilft es, die Sprache jeden Tag zu hören. Und wir haben unseren Gesprächspartnern immer gesagt: „Okay, wir antworten euch vielleicht noch auf Englisch, aber bitte sprecht ihr weiter Schwedisch mit uns.“
WELT: Bei Instagram warnen Sie dennoch davor, das Thema Auswanderung zu blauäugig anzugehen.
JAHN: Nun, die Deutschen haben eine ausgeprägte Schwedenverliebtheit. Man sagt auch „Bullerbü-Syndrom“ dazu (lacht). Wir sind ganz vernarrt in ein Bild von Schweden, das es in der Realität so aber gar nicht gibt. Schweden ist ein ganz normales Land, mit ganz normalen Problemen, die andere europäische Länder auch haben. Ich nenne mal die Politik und das Gesundheitssystem als Beispiel. Irgendwann prallt dieses perfekte Bild, das man im Kopf hat, mit der Realität zusammen. In Kombination mit dem Gefühl des Fremdseins – dass man eben nicht einfach dazugehört und sich alles mühsam selbst erarbeiten muss – kann das alles sehr, sehr anstrengend werden. Und ich glaube, genau deshalb gehen viele Menschen auch wieder zurück.
WELT: Kennen Sie solche Fälle auch persönlich?
JAHN: Ja, ich habe viele Deutsche nach ein, zwei Jahren wieder gehen sehen. Sie hatten Heimweh oder haben gemerkt, dass Schweden doch nicht das bietet, was sie sich erhofft haben. Mein Rat lautet deshalb: Nehmt den Druck raus. Wenn man so ein Abenteuer angeht, dann kann viel Positives daraus entstehen. Man wächst daran und erreicht Dinge, die einem keiner mehr nehmen kann. Aber wir Deutschen sehen so eine Rückkehr leider immer als Scheitern an. Das finde ich falsch! Man hat sich doch getraut, diesen Schritt zu wagen, und natürlich kann man jederzeit auch wieder gehen. Wir sind ja keine Bäume, sondern freie Menschen und können Dinge einfach mal ausprobieren.
Wiebke Maria Jahn: Schneesturmtage: Unser Auswander-Abenteuer in Lappland mit Kindern, Kälte und ganz viel Mut, MVG Verlag, 18 Euro.
Beim Urteil gegen die Bundespolizistin wegen der Vergewaltigung einer 14-Jährigen sieht der Richter mehrere strafmildernde Umstände
Sie werden keine leichte Zeit vor sich haben“, sagt der Vorsitzende Richter der 2. Jugendstrafkammer des Landgerichts Traunstein an die 55-jährige angeklagte Person gewandt. Da hat er gerade das Urteil gegen Maja S. verkündet, früher männlich, jetzt jedenfalls mit weiblichem Geschlechtseintrag, derzeit noch in Diensten der Bundespolizei, wenngleich suspendiert: drei Jahre und drei Monate Gefängnis im Männerknast für die Vergewaltigung eines damals 14 Jahre alten Mädchens und außerdem für Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie.
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Er hege keine Zweifel, „dass sich der Sachverhalt so zugetragen hat wie in der Anklage beschrieben“, setzt der Richter fort. In der werden vor allem zwei Vorfälle beschrieben. Der erste besteht in einer WhatsApp-Nachricht an das Mädchen. „Ich habe gerade so übelst Lust, Dich zu küssen, Dir dabei mit meiner Hand in
Deine Jeans zu fassen“, heißt es darin. Die geschilderte Fantasie wird dann sexuell explizit, es geht darin auch um den Einsatz des männlichen Genitals und endet mit „Oh mein Gott, sowas denke ich gerade bei der Arbeit“.
Der zweite Vorfall besteht dann in der Umsetzung dieser Fantasie auf einer Motorradtour mit dem Mädchen. Sie seien zum McDonald's an der Autobahnraststätte Irschenberg an der Autobahn München – Salzburg gefahren. Das Mädchen war inzwischen 15 Jahre alt. Die beiden hätten zuerst gegessen. Vor der Weiterfahrt sei das Mädchen zur Toilette gegangen. „Die 1,84 Meter große und körperlich deutlich überlegene Angeschuldigte“ sei ihr gefolgt, habe sie in eine Kabine gedrängt, „gegen die Wand des Toilettenabteils“ gepresst und „mit einem Knie die Beine der Geschädigten“ auseinandergedrückt.
„Die Angeschuldigte öffnete die Jeans-hose der Geschädigten, während diese versuchte, sich zu befreien und Abstand zur Angeschuldigten zu gewinnen“, heißt es weiter in der Anklage. „Sie“ sei „mit einem oder zwei Fingern vaginal“ in das Mädchen eingedrungen, sagt Richter Andreas Bartschmid.
Er schildert dann, wie der Fall überhaupt ins Rollen kam. Zunächst habe es Hinweise einer US-Organisation gegeben, die im Internet die Verbreitung von Kinderpornografie verfolge. Die Organisation habe bei den deutschen Behörden Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Bamberg, in der bayerischen Justiz zentral für die Verfolgung von Kinderpornografie zuständig, habe ein Verfahren eingeleitet. Außerdem habe die damalige Verlobte der angeklagten Person Anzeige erstattet. Die Frau habe besagte WhatsApp-Nachricht auf dem Handy gefunden. Damit sei der Fall „ins Rollen gekommen“.
Wie die Beziehung zwischen Maja S. und dem Mädchen zustande kam, bleibt für Prozessbeobachter letztlich unklar. Die Beweisaufnahme wurde überwiegend ohne Öffentlichkeit verhandelt. Anklage und Richter sprachen nur davon, die Mutter des Mädchens habe Maja S. gekannt.
S. ist in Rosenheim eine Art Lokalprominenz, bekannt für die Kombination aus Bundespolizist, einem auffälligen orangefarbenen Cadillac mit großem Jägermeister-Logo und dem Status als Transfrau. Das Mädchen sei davon fasziniert gewesen. „Die Angeklagte hat die Geschädigte unterstützt und stand ihr mit Rat und Tat zur Verfügung“, so Richter Bartschmid in seiner mündlichen Urteilsbegründung. Verteidiger Peter Dürr teilt vor der Urteilsverkündung mit, dass mit dem Mädchen ein Täter-Opfer-Ausgleich ausgehandelt worden sei. Das Mädchen soll demnach 11.000 Euro erhalten. 5000 Euro seien sofort fällig. Er habe darüber selbst mit dem Mädchen und seiner Mutter verhandelt. Dann verliest er einen Entwurf, der unterschriftsreif sei, für den es aber noch das Einverständnis der Mutter oder des Vormunds brauche. Das Mädchen habe auch das Motorrad von Maja S. bekommen können. Das, so gibt es Richter Bartschmid später wieder, habe sie aber abgelehnt, weil es sie an die fatale Ausfahrt zum Irschenberg erinnere.
Ansonsten, so Anwalt Dürr, habe sich das Mädchen bedankt. Sie sei mit 11.000 Euro einverstanden und möchte für den Rest „eine Ratenzahlung von 1000 Euro anfragen“. Richter und Anwalt widmen sich auch der Öffentlichkeit und den Medien, Anwalt Dürr nennt auch einen WELT-Bericht. Darin sei Maja S. plakativ als „er“ umschrieben worden. Das hätten andere Medienvertreter übernommen und kommentiert. „Das Tatopfer“ habe ihm, dem Verteidiger, aber mitgeteilt, sie würde „Maja S. niemals mit männlichen Pronomen ansprechen“ und sie wäre „deutlich erleichtert, wenn Sie dies in der Presse ändern würden“.
Auch Richter Bartschmid geht auf die Öffentlichkeit und die Geschlechtsidentität ein. Von „Transgender“ höre man zwar immer wieder, aber er selbst habe so einen Fall noch nie erlebt. Für das Urteil spiele das keine Rolle, da würden alle Menschen gleich behandelt. Laut Gutachten sei die „Geschlechtsumwandlung“ bei Maja S. „kein Fetisch“, sondern „als innere Neigung in der Angeklagten angelegt“. Das Strafmaß begründet er damit, dass Maja S. die Vorwürfe in vollem Umfang gestanden habe. Zu berücksichtigen sei außerdem das Angebot der finanziellen Entschädigung. Strafmildernd wirke auch, dass Maja S. im Männergefängnis Bedrohungen und Beleidigungen „in übelster Weise“ ausgesetzt sei, ebenso „die Presseberichterstattung“ sowie die angesichts des Strafmaßes anstehende Entlassung aus dem Beamtenverhältnis.
Zu den Folgen für das Opfer sagt der Richter, es habe zwar „Schmerzen unmittelbar bei der Tat“ verspürt, aber „spätere Tatfolgen konnten wir nicht feststellen“. Die inzwischen 16-Jährige habe zwar ausgesagt, dass sie unter „Essstörungen“ leide, aber zugleich „eingeräumt“, dass diese nicht auf die Vorfälle zurückgehen müssten. „Sie war auch schon vor den Taten in psychologischer Behandlung.“ Inwieweit die Tat die Beschwerden verstärkt habe, „haben wir nicht feststellen können“, jedenfalls „nicht über das normale Maß einer solchen Tat hinaus“.
DIE WELT | DONNERSTAG, 8. OKTOBER 2026 | SEITE 9
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INDIZES | Kurs in € | Veränderung Vortag in % | Tief | 12 Monate Vergleich | Hoch | Marktk. Mrd. € | Div. in € | Div. Rend. | KGV 2026 | Heidelb. Mat. | 143,25 | -2,5 | 137,2 | ● | 241,8 | 25,26 | 3,60 | 2,51 | 11,03 | Henkel Vz. | 73,64 | +0,4 | 61,28 | ● | 84,20 | 13,12 | 2,07 | 2,81 | 12,90 | Hochtief | 405,40 | -1,7 | 242,4 | ● | 554,0 | 31,50 | 6,60 | 1,63 | 30,53 | Infineon Tech. | 60,88 | -5,9 | 31,27 | ● | 88,83 | 79,50 | 0,35 | 0,57 | 37,35 | Mercedes Benz | 39,64 | -2,6 | 38,91 | ● | 62,34 | 38,16 | 3,50 | 8,83 | 7,59 | Merck | 139,25 | +0,2 | 100,7 | ● | 148,8 | 18,00 | 2,20 | 1,58 | 16,56 | MTU Aero | 354,70 | -3,0 | 265,2 | ● | 404,8 | 19,09 | 3,60 | 1,01 | 18,11 | Münch. Rück | 515,60 | +0,7 | 437,4 | ● | 575,6 | 67,36 | 24,00 | 4,65 | 10,13 | Qiagen | 40,44 | -0,3 | 27,56 | ● | 47,60 | 8,36 | 0,31 | 0,76 | 18,72 | Rheinmetall | 935,10 | -1,9 | 900,2 | ● | 1966,0 | 43,02 | 11,50 | 1,23 | 24,52 | RWE | 57,32 | -1,8 | 39,36 | ● | 62,00 | 44,71 | 1,20 | 2,09 | 21,31 | SAP SE | 187,46 | -0,6 | 127,5 | ● | 244,3 | 230,30 | 2,50 | 1,33 | 25,86 | Scout24 SE | 68,30 | +1,1 | 62,70 | ● | 104,7 | 4,92 | 1,50 | 2,20 | 16,74 | Siemens | 271,75 | -2,6 | 198,0 | ● | 291,7 | 217,40 | 5,35 | 1,97 | 24,79 | Siemens En. | 142,10 | -3,6 | 94,40 | ● | 191,7 | 122,36 | 0,70 | 0,49 | 31,86 | Siemens Heal. | 38,34 | +0,7 | 32,81 | ● | 49,71 | 43,25 | 1,00 | 2,61 | 16,67 | Symrise | 91,58 | -0,2 | 64,70 | ● | 95,00 | 12,80 | 1,25 | 1,36 | 23,01 | Vonovia SE | 16,72 | -1,8 | 16,60 | ● | 28,90 | 14,18 | 1,25 | 7,48 | 8,24 | VW Vz | 69,92 | +1,5 | 67,02 | ● | 109,2 | 14,42 | 5,26 | 7,52 | 3,48 | Zalando SE | 22,68 | +1,3 | 18,61 | ● | 30,43 | 5,99 | - | - | 15,64 | 
Die Bundesregierung hat sich Entbürokratisierung als Ziel gesetzt. Seit ihrem Amtsantritt sind rund 13,5 Milliarden Euro der entsprechenden Kosten für Wirtschaft, Bürger und Verwaltung verschwunden
ie Forderung nach mehr Bürokratieabbau darf in praktisch keiner Rede eines Regierungsmitglieds der aktuellen Bundesregie-
rung fehlen. Jetzt bringt der zuständige Staatsmodernisierungsminister Karsten Wildberger (CDU) eine Zwischenbilanz dieser Aufgaben ins Kabinett. Auf rund 100 Seiten listen seine Beamten detailliert den Stand der Modernisierungsprojekte und ihrer bisherigen Ergebnisse auf.
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Dazu zählt die Zwischenbilanz des Bürokratieabbaus: Rund 13,5 Milliarden Euro an Erfüllungsaufwand durch Bundesgesetze hat die Regierung in Summe abgeschafft. In der Rangliste der Ressorts führen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD), die zusammen elf Milliarden Euro dieser Entlastung geschafft haben. Das Verkehrsministerium, neu geführt von Steffen Bilger (CDU), steuert eine Milliarde bei.
„Wir machen uns messbar, mit all den Vorteilen und Nachteilen, was das für den politischen Betrieb bedeutet“, sagt Wildberger. Vieles sei umgesetzt oder in Arbeit, einige Projekte noch nicht gestartet. Und er fügt einen seiner typischen Sätze an: „Es muss mehr kommen, es muss auch schneller gehen.“ Die Entlastungs-Statistik, errechnet vom Statistischen Bundesamt, umfasst alle relevanten neuen Bundesgesetze zwischen 6. Mai 2025 und 30. Juni 2026. Zusätzlichen Belastungen von rund 1,8 Milliarden Euro stehen darin Entlastungen von 15,3 Milliarden Euro gegenüber.
Diese Zahlen spiegeln laut Wildberger aber nur einen Teil der Modernisierungs-Arbeiten der Bundesregierung wider. Beispielsweise spare die Beschleunigung von Verfahren im Bereich Infrastruktur viel Geld, weil man nicht mehr drei Jahre auf eine Genehmigung warten muss.
Solche Erleichterungen sind in der Entlastungsrechnung aber nicht enthalten. Insgesamt hat sich die Bundes-

Karsten Wildberger (CDU), Digitales und Staatsmodernisierung
regierung einen Bürokratieabbau im Volumen von rund 26 Milliarden Euro bis zum Ende der Legislaturperiode vorgenommen. Die Hälfte wäre der aktuellen Auswertung zufolge bereits geschafft.
Wildberger und seine Ministerkollegen hatten sich vor einem Jahr auf eine „Modernisierungsagenda“ für den Bund geeinigt. Diese Sammlung von 103 verschiedenen Maßnahmen listet die Regierung nun im Detail nach Umsetzungsstand auf: 12 der Projekte sind abgeschlossen, 80 in Umsetzung und 11 noch nicht begonnen. Wobei der Minister darauf hinweist, dass seine Projekte nicht der üblichen Logik der Bürokratie folgen.
Beispiel „Schneller Gründen“-Portal: Dieses Angebot ist in zehn Städten im August gestartet, darunter Berlin. Unternehmensgründer können über die zentrale Internetseite gleichzeitig ihr Gewerbe anmelden und die Steuererfassung für die neue Firma erledigen. Erste Nutzer sind zufrieden. Binnen sechs Wochen gingen 41 Anmeldungen ein, davon 18 in Mannheim. Das Portal läuft noch unter „in Umsetzung“, weil es in weitere Städte ausgerollt werden soll und weiterentwickelt wird.
Das nächste große Umbauprojekt verhandeln Wildbergers Beamte gerade mit ihren Kollegen in den anderen Ministerien: Die Zahl der Berichts- und Dokumentationspflichten für Unternehmen soll drastisch verringert werden, so hat es der Koalitionsausschuss Anfang Juli beschlossen. Dazu gilt eine „Beweislastumkehr“ – nur Pflichten, für deren Existenz es eine sinnvolle Begründung gibt, dürfen bestehen bleiben. Eckpunkte für das „Berichtsentlastungsgesetz“ sollen im Dezember vorliegen. Besonders im Finanzministerium haben die Beamten viel zu tun. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nannte kürzlich eine Zahl von rund 3000 Berichtspflichten, die allein auf sein Haus zurückgehen. Von einem Kahlschlag in diesem Bereich würden auch die Unternehmen profitieren.
Bilanz der Entlastung durch nationale Gesetzgebung, nach Ressort, in Mio Euro im Zeitraum vom 6. Mai 2025 bis 30. Juni 2026
Neu als Parlamentarische Staats-ekretärin in Wildbergers Digitalminis-
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Bilanz der Entlastung durch nationale Gesetzgebung, nach Gruppen, in Mio. Euro im Zeitraum vom 6. Mai 2025 bis 30. Juni 2026

terium ist Gitta Connemann (CDU), die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung. Sie kennt die Probleme der Unternehmen. „Die Hälfte der deutschen Unternehmen nennt Bürokratie, also Überbürokratisierung und Überregulierung, als größtes Problem des Wirtschaftsstandortes“, sagt sie. „Erst dann folgen mit deutlichem Abstand Energiekosten und Arbeitskosten.“ Bürokratischer Aufwand binde Personal und Ressourcen, die an anderer Stelle fehlen. Und verhindere Investitionen, weil sie durch Genehmigungs- und Dokumentationsaufwände verteuert würden.
Bisher stehen Unternehmen in der Entlastungsbilanz an zweiter Stelle. Die Bundesregierung weist für sie eine Nettoentlastung von 4,5 Milliarden Euro aus, die Bürger wurden demnach um 6,7 Milliarden Euro entlastet.
Für mehr Bürokratiekosten sorgt trotzdem noch immer die EU. Laut der Zwischenbilanz ist der Erfüllungsaufwand durch EU-Gesetze seit dem Amtsantritt der Regierung um rund eine halbe Milliarde Euro gewachsen. Entlastungen aus Brüssel gab es so gut wie keine. Frühere Bundesregierungen haben solche Belastungen von EU-Ebene nicht separat ausgewiesen. Trotzdem hatten sich alle den Bürokratieabbau auf die Fahne geschrieben.
Die Bilanz der Ampel-Regierung fällt in dieser Hinsicht im Vergleich zum ersten Jahr der schwarz-roten Koalition bescheiden aus: Sie kam unter dem Strich auf eine Entlastung von 2,6 Milliarden Euro. Ausgerechnet das Wirtschaftsministerium, das nun besonders viel beigetragen hat, sorgte unter dem damaligen Minister Robert Habeck (Grüne) für Zusatzbelastungen in Höhe von 375 Millionen Euro.
Es wird gebaut und saniert, doch pünktlicher wird der Staatskonzern dadurch bislang nicht. Nun legt Steffn Bilger einen Acht-Punkte-Plan vor
Nur 25 Prozent Pünktlichkeit im ersten Monat nach der bisher größten Korridorsanierung auf der Strecke Hamburg–Berlin haben Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) schockiert. Jetzt möchte er mit einem Acht-Punkte-Plan die Bahn-Baustellen optimieren.
Am Dienstag sollte im Verkehrsministerium der Fünfjahresplan (Infraplan) für die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB Infrago, an deren Chef Phillip Nagl übergeben werden. „Politico“, das wie WELT zu Axel Springer gehört, erfuhr schon alle Details des Plans aus Bahnkreisen.
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Der Verkehrsminister strebt dem Dokument zufolge eine „bessere Steuerung der Bahn“ an. Dafür soll der Infraplan als strategisches Infrastrukturkonzept dienen und sämtliche Bahnbauarbeiten von 2026 bis 2030 vorgeben. Zugleich soll er strukturelle Defizite der bisherigen Infrastruktursteuerung beheben. Dazu zählen „inkohärente Infrastrukturstrategien“, „zu hohe Unsicherheiten in Planung und Umsetzung“, „zu geringe Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten“ und „ein unzureichender öffentlicher Überblick über anstehende Maßnahmen und Umsetzungsstände“.
Insgesamt acht Bereiche hat das Verkehrsministerium ausgemacht, in denen man mit klaren Zielvorgaben die Arbeit von DB Infrago eng kontrollieren möchte. Wenn diese Ziele nicht erreicht werden, droht das Ministerium der Bahn damit, bei der Leistungsvereinbarung Infrago den Geldhahn zuzudrehen.
Eines der acht Ziele betrifft beispielsweise die Kilometerzahl neu verlegter Bahngleise. Hier müssen bis 2030 155 Kilometer verlegt werden. Zum Vergleich: Im Fünfjahreszeitraum zuvor wurden 266 km neue Gleise verlegt. Also deutlich weniger Ambition beim Verkehrsministerium? Ganz so einfach ist es auch nicht: Das klare Ziel ist, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr saniert und weniger auf Neubau gesetzt wird. So ist allein für das Jahr 2026 eine Streckensanierung von knapp 700 Kilometern der Gleise eingeplant.
Darüber hinaus bleibt der Infraplan bei den Vorgaben zu Korridorsanierungen aber schwammig, da man auf die angekündigte Reform von Bahnchefin Palla und Bilger wartet. Weniger werden es aber in jedem Fall. Im Infraplan sind nur noch fünf Korridorsanierungen bis 2030 geplant. Ursprünglich sollten bis 2036 alle 40 Sanierungen durch sein.

155 Kilometer neue Gleise sollen bis 2030 verlegt werden
Auch sind Vorgaben für die Elektrifizierung der Gleise vorgesehen. Bis 2030 müssen knapp 64 Prozent der Gleise elektrifiziert sein. Sogenannte anlagebedingte Verspätungen (also Verspätungen, die durch Infrastrukturmangel aufkommen) sollen von aktuell durchschnittlich knapp 29.000 Minuten auf circa 26.000 Minuten reduziert werden.
Weitere Zielvorgaben gibt es bei den lärmsanierten Streckenkilometern, Bahnhofssanierungen, ETCS-Streckenkilometern und der Umsetzung kleiner und mittlerer Maßnahmen.
Das Ministerium plant, bis 2030 insgesamt vierzehn Neu- und Ausbauprojekte in Betrieb zu nehmen. Darunter den Ausbau/Neubau der Strecke Karlsruhe – Offenburg – Freiburg – Basel, die neue S21 in Berlin oder die Ausbaustrecke zwischen Angermünde und Stettin.
Insgesamt sind 38 weitere Projekte im Bau oder mit durchgängigem Baurecht, davon aber vier Projekte ohne Zeitplan für eine Inbetriebnahme und fünf weitere Projekte, die erst nach
2036 abgeschlossen sein sollen. Für 40 Bahn-Projekte laufen schon Planfeststellungsverfahren und 105 weitere Maßnahmen befinden sich in der Vorplanung.
Das übergeordnete Ziel des Ministeriums ist eine zusammenhängende Eigentümerstrategie für die Schiene. Dazu soll bis Anfang 2027 noch die Reform der Korridorsanierungen sowie das konkrete Zielnetz 2035 vorgelegt werden. Anhand dessen möchte man dann erstmalig zu einer überjährigen Bahn-Finanzierung kommen. Das soll durch den Eisenbahninfrastrukturfonds gelingen, der aktuell mit der Bahn verhandelt wird.
Ab dem nächsten Jahr soll durch diese weiteren Bahn-Pläne der Infraplan dann schon zum Ende des ersten Halbjahres vorgelegt werden, damit dieser auch bei den Haushaltsberatungen berücksichtigt werden kann. Zuvor wird es aber wohl (egal wie gut die DB Infrago die Vorgaben erfüllt) Einsparungen bei der Infrastruktursparte der Bahn geben müssen, erfuhr „Politico“.
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Weniger Autos, höhere Preise, mehr Exklusivität – und der 911 bleibt Verbrenner. Damit verabschiedet sich der Sportwagenbauer von zentralen Ideen der vergangenen Jahre

Schwieriges erstes Halbjahr

E in Druck auf einen blauen Knopf am Lenkrad, und der elektrische Porsche Taycan mutiert zum Automatik-Verbrenner. Plötzlich wird es laut im Innenraum, im Cockpit erscheint ein klassischer Drehzahlmesser. Auch sonst reagiert der Sportwagen jetzt altgewohnt. Ein Tritt auf die Bremse, und er scheint einen Gang runterzuschalten: Das Geräusch eines Achtzylinders jault auf.
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Per Dreh am blauen Knopf verwandelt sich der Taycan sogar in ein manuelles Schaltauto. Zwei Hebel neben dem Lenkrad dienen zum Hoch- und Runterschalten. Niedertourig gefahren beschleunigt der gewaltige Motor wie ein klassischer Verbrenner selbst bei durchgedrücktem Gapedal kaum noch. Dagegen verlangt das gequälte Dröhnen bei simulierten Drehzahlen um die 7000 pro Minute dringend danach, einen Gang raufzuschalten. Mit der neuen Funktion „E-Shift“ will Porsche für knapp 1000 Euro Aufpreis den Phantomschmerz einiger Stammkunden beim Umstieg auf ein Elektro-Modell lindern. Dafür sorgt eine raffinierte Illusion: Der Sound kommt aus den Bose-Lautsprechern, der Elektromotor simuliert computergesteuert ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der sonst allzu anstrengungslose Beschleunigungskick des Elektromotors, der in 4,8 Sekunden auf 100 Stundenkilometer kommt, wird so wieder zur – scheinbaren – fahrerischen Herausforderung.
Die ersten Autos mit der lärmenden Sonderausstattung gehen in Kürze an die Kunden. Es ist nicht der einzige Versuch, Gegensätze zu versöhnen. Michael Leiters, zum Jahresbeginn als Sanierer auf den Chefposten gerückt, stellt an diesem Mittwoch den Anlegern seine neue Strategie vor. Er will heftig bei Managern und Ingenieuren sparen – und zugleich eine ganz neue Hyper-Sportwagen-Serie noch oberhalb des legendären 911ers entwickeln. Porsche soll weniger Autos verkaufen – und zugleich profitabler werden. Leiters bricht das Experiment ab, Porsche ganz auf Elektromotoren umzustellen – und will dennoch die Klimaziele der EU einhalten.
Klar ist: Nichtstun ist keine Option. In China ist der Absatz wegen neuer Konkurrenten und einer Luxussteuer zusammengebrochen. Das US-Geschäft leidet unter Donald Trumps Zöllen. In Europa laufen die Elektro-Modelle schlechter als erwartet. Die Folge: Der Gewinn von Porsche ist 2025 um 91 Prozent auf nur noch 310 Millionen Euro eingebrochen. Der Umsatz sank um fast zehn Prozent auf 36 Milliarden Euro. Leiters Vorgänger bei Porsche, Oliver Blume, gab daher zum Jahreswechsel seine umstrittene Doppelrolle als Chef des Sportwagenbauers und des VW-Konzerns auf und zog ganz nach Wolfsburg. Damit war der Weg frei für den 55-jährigen Maschinenbauer – und für eine Revision der Strategie.
Als Erstes vereinbarte er mit den Betriebsräten den Verzicht auf Gehaltssteigerungen und den Abbau von 9000 Stellen. Damit stand ein Sparpaket. Was noch fehlte, war die Strategie nach vorn. Bis jetzt. Leiters verspricht nun den Aktionären – allen voran der Familie Porsche – künftig wieder deutlich steigende Renditen. Bis 2030/31 sollen es zehn bis 15 Prozent operative Marge sein. In den Jahren danach ist das Ziel, dass von einem Euro Umsatz 15 Cent Betriebsgewinn bleiben. Das wären fünf bis sieben Prozentpunkte mehr, als der gesamte VW-Konzern oder der Konkurrent BMW anstreben.
Dafür lässt Leiters die Hoffnung fahren, in China jemals wieder auf das alte Niveau zu kommen. Einst verkaufte Porsche dort jedes dritte seiner Autos. Künftig ist Leiters schon zufrieden, wenn es jedes zehnte ist. Die Fabriken müssen weniger ausstoßen, die Vertriebler weniger verkaufen. Deshalb will Leiters Porsche auf allen Ebenen zurechtstutzen. 40 Prozent der Manager sollen in den nächsten Jahren gehen, die Belegschaft insgesamt um ein Viertel schrumpfen, Entwicklung und Vertrieb sparen. Leiters folgt damit einem Kurs, den auch der neue BMW-Chef Milan Nedeljković verfolgt: Die Verwaltung schrumpft, Werke stehen jedoch nicht zur Disposition. Porsche bleibt in Stuttgart-Zuffenhausen, in Leipzig und als Untermieter im VW-Werk Bratislava.
Doch aktuell ist der Autobauer auf über 350.000 Autos jährlich ausgelegt.
Künftig soll Porsche bereits bei 200.000 Stück profitabel arbeiten können. Analysten lobten bereits vorab diesen Schritt. Leiters gehe mit der Absenkung der Gewinnschwelle nach „Jahren halbherziger Reformversuche“ die Probleme endlich an, sagt etwa UBS-Experte Patrick Hummel. Zudem sei das Risiko für einen weiteren K.O.-Schlag in China inzwischen begrenzt – schlichtweg, weil Porsche dort bereits am Boden liegt. Spürbar wird die Strategiewende nicht nur für die
Aktionäre, sondern auch für die Kunden. Sie erhalten einerseits weniger Auswahl, weil 20 Prozent der Untervarianten der Autos aus dem Programm fallen. Andererseits verspricht Leiters den Benziner-Fans eine dauerhafte Zukunft für den Verbrenner. „Ich kann Ihnen versichern: Der 911 wird niemals elektrisch“, sagt er beim Investorentag so klar wie nie zuvor.
Sein neuer Super-Sportwagen soll ebenfalls nur mit Mittelmotor-Verbrenner oder Hybrid erscheinen. Es wird die erste Modellreihe des neuen Design-Chefs Tobias Sühlmann, der mit Leiters eine Vergangenheit beim britischen Supersportwagen-Label McLaren teilt. Ein Konzeptauto mit der neuen Designsprache wird kommende Woche in New York enthüllt. Das tatsächliche Modell soll schnell und kostengünstig wohl bis Ende des Jahrzehnts entstehen, indem die Ingenieure Plattformen und Bauteile vom 911er übernehmen.
Vorher kommt 2028 noch ein SUV, angesiedelt über dem Cayenne. Schon ein Jahr später soll er „einen spürbaren Beitrag zu Umsatz und Profitabilität“ leisten. Mit dem Modell bekommt der vollelektrische Macan eine Verbrenner-Variante zur Seite. Mit Blick auf den US-Markt könnte ein noch größerer Siebensitzer folgen. Leiters rückt mit den neuen Modellen von dem Ziel ab, mit dem sein Vorgänger Blume noch 2022 die Investoren zum Börsengang der Porsche AG gelockt hatte: Damals erschien der Elektroauto-Pionier Tesla als leuchtendes Vorbild. Seitdem hat die Porsche-Aktie fast die Hälfte ihres Werts verloren. Widerstand gegen eine Kehrtwende ist also von den Aktionären nicht zu erwarten.
Neue Vorbilder sind angesichts der elektro-skeptischen Kunden klassische Sportwagenbauer wie Ferrari. Leiters Hoffnung ist dabei, dass Sportwagen als Liebhaber- und Sammlerstücke langfristig eine Sonderstellung in einer zunehmend elektrischen Welt behaupten. Dennoch behalten Elektro-Modelle bei Porsche eine Zukunft – und Investitionen etwa in neue Batterien. Sogar der elektrische Boxster, der noch Anfang des Jahres auf der Kippe stand, wird kommen. Im Konzern heißt es, das sei allein schon deshalb nötig, weil auch die Konzernschwester Audi für ihren Design-Neustart auf die entsprechende, von Porsche zugesagte Plattform setzt.
Offiziell gibt sich Leiters geläutert: „Ich war sehr skeptisch, bis ich den Boxster zum ersten Mal gefahren bin.“ Der zweisitzige Roadster fahre sich durch einen innovativen technischen Aufbau auch als Elektroauto so wendig wie ein Verbrenner. Denn die Batterie ist anders als bei den meisten aktuellen E-Autos nicht im Unterboden verbaut, sondern sitzt als Kasten an genau der Stelle, die sonst der Mittelmotor einnimmt. Das ermöglicht die typische Gewichtsverteilung und den bodennahen, niedrigen Fahrer-Sportsitz. Zudem soll der Boxster ebenfalls die lärmende „E-Shift“-Funktion erhalten.
Besonderen Fokus legt Leiters allerdings auf die zahlungskräftigsten Kunden. Die jeweils teuersten 10.000 Fahrzeuge eines Jahrgangs sollen beim Durchschnittspreis deutlich zulegen – von heute 270.000 Euro auf 330.000 Euro. Dabei sollen mehr individuell gebaute „Sonderwunsch“-Fahrzeuge zu Preisen im Multimillionenbereich und speziell konfigurierte Autos helfen. Trotz niedrigerer Ausgaben für den Vertrieb hofft Leiters, damit etwa verstärkt Kunden im Nahen Osten zu erreichen. All das folgt dem Leitbild „Wert über Volumen“. Leiters will also lieber wenige teure Autos verkaufen als viele preisgünstige. Zwar soll der 911 die breite Preisspreizung von 120.000 Euro bis zu 350.000 Euro als Alleinstellungsmerkmal am Sportwagenmarkt behalten. Doch bevorzugt werden zunehmend die Interessenten mit tiefen Taschen. Für alle anderen könnten sich die Lieferzeiten weiter verlängern.
Risikolos ist das nicht. In China haben neue Konkurrenten wie der Smartphone-Konzern Xiaomi und die BYD-Marke Denza den Stuttgarten die Kunden mit deutlich niedrigeren Preisen abgejagt. Und sie setzen zum Sprung nach Europa an. Ob die Kunden in einem Umfeld sinkender Preise für technisch ähnliche Sportwagen höhere Porsche-Preise akzeptieren, ist also nicht gesagt. Auch ist ungewiss, ob jüngere Kunden in einer elektrischen Zukunft noch eine Affinität zu Verbrennern entwickeln. Im schlimmsten Fall droht dem bisherigen technischen Vorzeigemodell 911 eine Zukunft als Nostalgie-Sammlerstück.
Gelassen bleibt Leiters dennoch beim EU-weit drohenden Verbrenner-Verbot ab 2035. Sein Sanierungskonzept „Sportwagenschmiede ‘35“ rechnes sich bei allen Szenarien, die in Brüssel zur Aufweichung der Klimaschutzvorgaben diskutiert würden, sagt er. Schon jetzt bezahlt Porsche dem chinesischen VW-Partner Xpeng Geld dafür, die EU-Ziele über einen legalen Trick einzuhalten. Die Stuttgarter können sich die Planüberfüllung bei den CO $_{2}$ -Zielen, die der Elektroauto-Bauer Xpeng erreicht, anrechnen lassen.
Mit solch einem Modell könnte Porsche auch dann klarkommen, wenn die EU wie geplant eine 90-prozentige CO $_{2}$ -Reduzierung bis 2035 verordnet, erläutert Leiters. Es sei immer noch billiger, Verschmutzungsrechte zu erwerben, als Kunden zu verschrecken. Selbst im für Porsche schlechtesten Fall – einem unveränderten absoluten Verbrenner-Verbot bis 2035 – blieben immerhin einige Jahre für den lukrativen Verkauf der neuen Modelle, heißt es in Stuttgart trotzig. Kühne Pläne der Porsche AG über den klassischen Autobau hinaus gibt Leiters dagegen auf. Die Beratungstochter MHP ist bereits an den indischen Tata-Konzern gegangen. Der Versuch, eigene Hochleistungsbatterien zu entwickeln, ist ebenso gestoppt wie Experimente mit exklusiven E-Bike-Antrieben. Leiters kündigt an, weitere Randbeteiligungen zu verkaufen oder zu schließen.
Er will so demonstrieren, dass er es mit seinem Modell der „Sportwagenschmiede“ ernst meint. Porsche solle vom erfolgsverwöhnten Konzern wieder stärker zum schwäbischen Mittelständler werden. Teure Business-Class-Flüge und Flug-Shuttles Richtung Wolfsburg seien erst mal ebenso gestrichen wie die Vorstands-Boni, heißt es in seinem Umfeld. Ab jetzt muss Leiters zeigen, dass sein Versuch gelingt, Gegensätze zu verbinden. Das ist ebenso wenig ausgemachte Sache wie der Erfolg des simulierten Verbrenner-Röhrens beim Taycan. Gut möglich, dass diese Spielerei die Taycan-Fahrer nur kurzfristig begeistern kann, bis der künstliche Verbrenner-Sound nervt. Aber einen Versuch ist es wert.
Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg steht eine drastische Botschaft an einer Häuserwand. Investoren sehen darin ein Zeichen für wachsenden Hass auf die Branche
Investoren töten“ – wer die Berliner U-Bahn-Station Kottbusser Tor über die Treppe in Richtung Skalitzer Straße verlässt, wird von dieser Hass-Parole empfangen. In übergroßen Lettern prangen diese Worte an der Fassade eines mehrstöckigen Wohnhauses am Berliner „Kotti“. Wie lange der Schriftzug schon an der Hauswand thront, lässt sich nicht exakt datieren.
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Doch nach dem Wahlsieg der Linken debattiert die Start-up-Szene über die geschmacklose Aussage. Auch, weil die Adresse im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 1 liegt. Den hatte die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, bei der Wahl am 20. September mit 50,4 Prozent gewonnen. Begonnen hat die Debatte Filip Dames, Gründer und Partner des Berliner VC Cherry Ventures. Für ihn ist der Schriftzug ein Zeichen für den Hass auf Investoren in Berlin. Der Investor teilte seine Entrüstung über das Graffito online. Am 2. Oktober postete er ein Foto der Hass-Parole auf der Plattform X mit dem Claim „Berlin, Kottbusser Tor 2026. Unsere Stadt.“
Er fragt sich, woher der Hass gegen Investoren komme, und kommentiert die Aussage mit: „Es macht mich sprachlos. Seit 2008 gründen bzw. finanzieren wir Firmen in Berlin. Von A wie Amboss bis Z wie Zalando haben wir konservativ gerechnet +11.000 Berliner Jobs mit geschaffen.
Weit über 1 Mrd. Euro nur Einkommensteuer. Nicht Europaweit (sic) - HIER in Berlin.“ „Gründerszene“ hat Dames um eine Stellungnahme gebeten. Eine Sprecherin teilte mit, dass er sich zu dem Post nicht weiter äußern wolle. Anwohner und Passanten nehmen das Graffiti dagegen kaum wahr – wie eine Straßenumfrage von „Gründerszene“ zeigt. Vielen sei der Schriftzug bislang nicht aufgefallen. In der direkten Nachbarschaft sind zahlreiche Gebäude besprüht oder bemalt – der Kiez gilt als einer der Hotspots für Graffiti und Streetart in Berlin.
So richtig zu stören, scheint der Schriftzug niemanden. „Investoren haben hier keinen guten Ruf“, sagt Faruk, der am „Kotti“ wohnt. Seinen Nachnamen möchte er nicht in der Presse lesen. „Die Mieten werden hier immer teurer“, sagt er. Faruk vermutet deshalb, dass sich das Graffiti vor allem gegen Immobilieninvestoren richten könnte. Wer auch immer damit gemeint ist: Für die Anwohner ist die Botschaft eindeutig. „Zu krass“, lautet ihr Urteil.
Eine Anwohnerin ergänzt, dass aggressive politische Parolen in der Nachbarschaft keine Seltenheit seien. Sie habe etwa schon Graffiti mit der Aussage „Präsidenten töten“ gesehen. Tatsächlich tauchen am Kottbusser Tor immer wieder radikale Schriftzüge auf. 2017 prangte beispielsweise in großen Lettern „Hate Cops“ auf dem Dach des U-Bahnhofs. Seit wann der „Investoren töten“-Schriftzug an der stark frequentierten Straßenkreuzung in Friedrichshain-Kreuzberg zu sehen ist, wer es angebracht haben könnte und welche Investoren damit gemeint sind, bleibt unklar. In den sozialen Netzwerken wird vermutet, dass das Graffiti dort bereits über ein halbes Jahr zu sehen ist. Der Entfernung des Graffitos hat sich bisher niemand offensichtlich angenommen. Auch lässt sich nicht eindeutig sagen, ob der Schriftzug als Aussage oder als Aufruf gedacht ist.
„Gründerszene“ hat nachgefragt, was der Schriftzug mit den Berliner VCs macht: Moritz Gillmair, der in Berlin lebt und als VC für Redstone arbeitet, hält den Schriftzug „Investoren töten“ für gefährlich. Als Gewaltaufruf sei die Botschaft „inakzeptabel“, als Behauptung „falsch“ und als bewusstes Spiel mit beiden Lesarten ein „billiger und polarisierender Trick“. Gillmair sieht darin zudem einen geschichtlichen Bezug: In Berlin sei die Aussage „geschichtsvergessen“, denn getötet hätten hier „sozialistische Mauerschützen, nicht Investoren“. Investoren wollten vielmehr das Gegenteil: „Mehr Leben in einer Stadt, die pleite ist und privates Geld braucht.“
Gleichzeitig fordert Gillmair die Branche auf, offensiver aufzutreten und ihre Rolle stärker zu erklären. Investoren müssten klarstellen, „wer ins Risiko geht und wer baut“. Im Gegenzug könnten sie von der Politik weniger Auflagen, flexiblere Standards und schnellere Genehmigungsverfahren und „einen Platzverweis für NIMBY-Attitäden im Kiez“ fordern.
Auch Investor Christian Miele zeigt sich schockiert über den Schriftzug. Für den ehemaligen Vorsitzenden des Startup-Verbands ist dabei unerheblich, ob „Investoren töten“ als Aufforderung oder als Tatsachenbehauptung gemeint ist. „Die Mehrdeutigkeit schützt die Parole juristisch, sie mildert sie nicht. Wer so schreibt, will, dass Kapital sich unwillkommen fühlt.“ Und betont dabei: „Wer in dieser Stadt Unternehmen aufbaut oder Wohnungen finanziert, ist kein Eindringling. Er ist ein Teil dessen, was die Stadt wirtschaftlich überhaupt trägt.“
Er findet klare Worte: „Eine Stadt, die Investoren an der Hauswand zum
Abschuss freigibt und sich gleichzeitig über fehlende Wohnungen, schwache Gründungen und leere Kassen beklagt, spielt ein falsches Spiel. Das ist kein Protest mehr. Das ist ein Trauerspiel.“ Gründer und Investor Julian Teicke sieht in dem Schriftzug ein Symptom für die angespannte Stimmung in Berlin. „Der Schriftzug zeigt erst einmal, dass es eine ziemliche Spaltung in der Stadt gibt und viele Menschen sich nicht gehört fühlen – von der Politik und von der

In großen Buchstaben wurde „Investoren töten“ von Unbekannten an die Hausfassade an der Skalitzer Straße gemalt
Wirtschaft“, sagt er. Weiter „Öl ins Feuer zu gießen“, sei deshalb nicht hilfreich.
Er ist sich sicher: „Berlin ist kein Vakuum. Wenn wir marktwirtschaftliche Mechanismen in Berlin außer Kraft setzen, dann wird Innovation woanders stattfinden und unsere Abhängigkeit von Technologie aus den USA und aus China wird immer weiter zunehmen.“ Das verschlechtere letztlich die Situation für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt – wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. Er fordert: „Wir brauchen ein Umfeld für Innovation und Wachstum und ein respektvolles Miteinander, in dem sich jeder gehört und mitgenommen fühlt.“
Die aktuelle Spaltung könne dabei auch eine Chance sein, findet Teicke: für den ernst gemeinten Start eines Dialogs und die gemeinsame Frage, wie ein neuer „Berliner Weg“ aussehen könnte. Ein weiterer Berliner VC, der anonym bleiben möchte, sieht das Graffiti deutlich gelassener. „Ist halt irgendein Teenager, der nicht versteht, wovon er redet“, sagt er gegenüber „Gründerszene“. Von der Botschaft selbst lasse er sich ebenfalls nicht beeindrucken. „Nur weil es in Schriftgröße ‚Hausblock‘ da steht, heißt das nicht, dass mehr Leute es auch so sehen.“ Das Graffito sei letztlich nur die Meinung einer einzelnen Person: „Das ist Autor n=1.“
DWS

Blick über München, wo sich gerade die Größen der deutschen Immobilienbranche auf der Expo Real treffen
E s gab Zeiten, in denen die Immobilienbranche vor Kraft kaum laufen konnte. Niedrige Zinsen und Energiekosten, perfekt getrimmte Lieferketten und das Geld der Investoren ließen jahrelang die Gewinne sprudeln. Die Preise stiegen, was auch dem Privatanleger zugute kam. Nach dem ersten Zins- und Inflationsschock vor vier Jahren wird die Branche nun vom nächsten Schlag aus erneut steigenden Zinsen und Inflation getroffen.
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attraktiv verzinste Anlagemöglichkeiten, und es wird viel Kapital in KI abgesogen“, sagt Konstantin Kortmann, Chef des internationalen Dienstleisters JLL. Auch bei der privaten Geldanlage gebe es einen grundlegenden Wandel: „Babyboomer gehen in Rente, sie zahlen weniger Kapital ein und entnehmen mehr Kapital.“
Die Immobilienbranche insgesamt umfasst dutzende Wirtschaftszweige und Geschäftsfelder, von der Bauwirtschaft selbst bis zum Facility Management (zu deutsch: Verwaltung), von Banken und hoch spezialisierten Privatfinanzierern bis zu Techdienstleistern. Würde man alles zusammenzählen, käme man auf einen Gesamtumsatz von jährlich etwa 700 Milliarden Euro. Allein das Vermittlungs- und
Punkt: „0,2 Prozent mehr Zinsen bedeuten 30.000 weniger neu gebaute Wohnungen pro Jahr“ – weil es sich nicht rechnet und die alten Kalkulationen nicht mehr zu den neuen Kosten passen.
Francesco Fedele, CEO des Immobilien-Finanzierers BF direkt, sagte im Gespräch mit WELT: „Der wichtigste Ausweg führt über eine weitere Preiskorrektur. Vor allem Grundstücke müssen noch einmal im Wert sinken. Erst dann rechnen sich neue Projekte wieder, zu den neuen Konditionen.“ Auf dem Weg dorthin rechnen er mit weiteren Insolvenzen in der Entwicklerbranche. Vonovia-Chef Mucic beklagt aber auch die Hürden, die manche Städte und Gemeinden dem Neubau in den Weg legen. „In zu vielen Kommunen herrschen zu hohe An-
Bei der Immobilienmesse Expo Real in München, dem jährlichen Klassentreffen von Investoren, Entwicklern und Vermarktern, setzt sich die Erkenntnis durch: Die goldenen Zeiten sind endgültig Geschichte. Wer heute Büros, Wohnungen, Industrie- und Logistikbauten planen, kaufen oder vermieten will, hat mit Kostenstrukturen zu tun, die sich seit 2020 teilweise verdoppelt haben. Zudem fließt das Geld der Investoren im Zweifel in Staatsanleihen, die im Euroraum über 4,0 und in den USA über 5,3 Prozent Zinsen abwerfen, und das zu höheren Sicherheiten als bei kostenträchtigen Bauvorhaben. Wer Geld für Immobilienprojekte einsammeln will, muss deshalb zwei bis drei Prozentpunkte mehr bieten – eine zurzeit kaum lösbare Aufgabe.
Auch die gewaltigen Investitionen in KI-Infrastruktur locken weltweit das Geld an. Nicht nur die Profis, auch Normalbürger, Privatvermieter, Haus- und Wohnungsbesitzer werden sich dem Trend nicht entziehen können: Die Nachfrage nach Häusern und Grundstücken, jedenfalls zu den hohen Preisen der Vergangenheit, wird sinken – so erwarten es die Marktexperten auf dem Branchentreff. „Die Rahmenbedingungen haben sich fundamental eingetrübt, die Finanzierungskosten liegen über den aktuellen Kalkulationen, und wir haben eine politische Polarisierung, die extrem schwer ist für jeden, der versucht, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Luka Mucic, Vorstandschef des Wohnungskonzerns Vonovia, bei einer Diskussionsrunde. Die Enteignungsdiskussion in Berlin hänge „wie ein Damoklesschwert“ über dem Bochumer Unternehmen.
Was Mieter, Eigentümer und Investoren am
Gebäudetyp E auf niedrigere Standards einigen können, ohne spätere Klagen befürchten zu müssen. Eine Prognose, wann der von der Branche lang ersehnte Vertragstyp kommt, wollte sie aber auch nicht abgeben, „dann bekomme ich sonst Ärger vom Kanzleramt“, sagte die Ministerin zu WELT.
Immobilienmarkt jetzt erwartet
Olaf Demuth, Chef des Branchenriesen Zech Group, sagte: „Viele Unternehmen kommen kaum noch über den Punkt, ab dem es sich rechnet, ein Projekt überhaupt zu starten.“ Manche Bauunternehmen würden sich inzwischen überlegen, „ob sie weitermachen oder nicht“. „Aus Sicht der Investoren gibt es andere sehr
Beratungsgeschäft hat ein Volumen von 20 bis 40 Milliarden Euro. Und nicht nur hier herrscht Flaute.
Auch in der Regierungsarbeit gibt es eben Baustellen, die sich in die Länge ziehen. Dem Vernehmen nach wollen die Bundesländer eine Gebäudetyp-E-Lösung auf Basis der eigenen Bauordnungen, so schlank wie möglich. Im Justizministerium favorisiert man dagegen eine Variante, die den Bauherren jeden nicht eingehaltenen Standard einzeln erklärt – im Sinne des Verbraucherschutzes. Hubertz lenkt lieber den Blick auf die steigenden Genehmigungszahlen im Wohnungsbau. „Seit 14 Monaten gehen die nach oben“, sagte die Ministerin. Bis Juli wurden 125.000 Wohnungen genehmigt, knapp zwölf Prozent mehr als im Vorjahr, aber immer noch viel weniger, als benötigt werden. Der massive Rückgang seit der Zinswende ist längst nicht aufgeholt.
In Hintergrundgesprächen auf der Messe reden viele Teilnehmer Klartext: „Es will keiner mehr ein Geschäft machen“, heißt es da, „Mir kommt es so vor, als müssten wir unsere Projekte am besten selbst finanzieren, mit Eigenkapital.“ Je später der Abend, desto häufiger erzählt man sich die Geschichten von früher, als man zu Zinskosten von unter einem Prozent alles kaufen konnte, was auf den Markt kam. Da reicht es fast schon, gemeinsam einfach die Lage zu beklagen. „Das Leben geht irgendwie weiter und man findet eine Lösung“, sagt JLL-Chef Kortmann. „Immerhin freut man sich, einfach die Leute hier zu sehen.“
Was die neue Immobilienflaute in Zahlen bedeutet, rechnet er vor: Im ersten Halbjahr habe es Transaktionen im Wert von 24 Milliarden Euro gegeben. Im dritten Quartal schrumpfte der Umsatz auf gut sechs Milliarden Euro. Bis zum Jahresende werde es nicht besser, und ein weiterer Rückgang von zehn bis 20 Prozent stehe zu erwarten. Zech-Chef Demuth brachte die Folgen für den Wohnungsbau auf den sprüche, was die Art und Weise betrifft, wie gebaut werden soll.“ Vonovia will mehr serielle Bauweisen, doch vor Ort würden oft besondere Anforderungen an den „Baukörper“ gestellt. Naturschutz, Ausgleichsmaßnahmen und Infrastrukturkosten kommen noch dazu – Letzteres, weil die Kommunen selbst kaum noch Geld haben.
In einer Gesprächsrunde mit Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) klagten die Konzernchefs ihr Leid, verlangten einfachere Regeln und mehr Fördergeld vom Staat. Doch auch Hubertz konnte keinen neuen Geldsegen versprechen. „Ich setze mich auf jeden Fall für eine Verlängerung der Sonderabschreibung über 2029 hinaus ein“, sagte sie. Aber am Ende sei es Sache des Finanzministers. Ihr Kabinettskollege Lars Klingbeil sucht indes mit Zucker- oder Plastiksteuern eher neue Einnahmequellen als Ausgabeziele. Die zweite Baugesetzbuch-Novelle, die Hubertz schon vor Monaten angekündigt hatte, mit Vereinfachungen in der Bauplanung und mehr Digitalisierung, solle nun bald beschlossen werden, kündigte sie an. Und das seit fast einem Jahr geplante Gebäudetyp-E-Gesetz sei in der Regierungsabstimmung. Auftraggeber und Bauträger sollen sich mit dem
„Wir müssen wieder ins Machen, ins Investieren kommen“ – das sind Sätze, die Hubertz bei jeder Gelegenheit von sich gibt. Es gebe immer bessere Gebäudetechnik, und für Verwaltung und Steuerung gebe es neue Modelle mit KI-Unterstützung. Für den sozialen Wohnungsbau gebe der Staat so viel Geld wie noch nie. Aber auch sie sagt: Die Preise müssen runter, bei den Bauleistungen und bei Projekten insgesamt. In einer Branche in Schockstarre, die noch in der alten Niedrigzinswelt und zweistelligen Projektmargen für Eigentumswohnungen verharrt, trifft der Hubertz'sche Optimismus in München auf ratlose Gesichter. Für ihren ausführlichen Messebesuch bei einigen Startups ließ die frühere Gründerin Hubertz sogar einen traditionellen Verbändetermin sausen. Noch mehr Diskussionsrunden mit verzweifelten Branchenvertretern wollte sie wohl aus dem Wege gehen.
Lediglich beim Thema Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin schafft sie es, die Leute vollständig auf ihre Seite zu ziehen. „Wir als Bundesregierung sind da sehr klar“, sagte sie auf der Bühne, „wir werden ein Investitionsschutzgesetz schaffen. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“ Mit dem geplanten Gesetz soll der Artikel 15 des Grundgesetzes für die Anwendung auf Wohnraum ausgehebelt werden. Ob das klappt, ist noch offen. Ohne Hilfestellung aus der Politik jedenfalls, so scheint es, tut sich die Immobilienbranche jedenfalls noch schwer, aus der Krise zu kommen.
Die Bundesrepublik baut das Internet der Zukunft, aber Millionen Verbraucher bleiben lieber bei DSL und Kabel. Eine Umfrage offenbart, woran es hapert
Die Telekommunikationsbranche investiert Milliarden in den Ausbau der Glasfasernetze. Doch zwischen verlegten Leitungen und tatsächlicher Nutzung klafft weiterhin eine große Lücke. Eine repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox liefert nun die Gründe für den Glasfaser-Schreck in Deutschland.
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Demnach scheuen 27 Prozent der DSL- und Kabelkunden den Aufwand eines Technikwechsels. Weitere 19 Prozent lassen sich durch Berichte über Probleme beim Ausbau oder bei der Anschaltung abschrecken. Und 57 Prozent sagen, ihre Bedenken ließen sich am ehesten durch faire und leicht verständliche Preise ausräumen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Verbraucher weniger von den technischen Vorteilen überzeugt werden müssen als von einem unkomplizierten und verlässlichen Wechselprozess. Für die Anbieter entsteht daraus eine Herausforderung. Der Nutzen der Technologie gilt vielen als bekannt. Zweifel bestehen häufig bei Kosten, Ablauf und möglichem Aufwand.
„Die meisten Glasfaser-Anbieter konzentrieren sich bei der Bewerbung ihrer Produkte auf die stabile Technik und den hohen Speed. Mit guten Preisen wird kaum geworben – zu Unrecht“, sagt Jörg Schamberg, Telekommunikationsexperte bei Verivox. „Unsere Analysen zeigen, dass Neukunden bei Glasfaser häufig mehr Leistung für sogar weniger Geld bekommen.“
Die Umfrage zeigt zudem, welche konkreten Unterstützungsangebote Verbraucher überzeugen könnten. Für 39 Prozent wäre eine durchgehende Online-Garantie bis zur vollständigen Tarifschaltung hilfreich. 32 Prozent wünschen sich einen verlässlichen Wechseltermin. 27 Prozent nennen Beratung zu den technischen Voraussetzungen als wichtigen Faktor. Jeder
Fünfte würde sich durch eine dauerhaft erreichbare Hotline mit geschulten Beratern sicherer fühlen.
„Technische Unterstützung beim Wechsel ist heute zumindest bei den großen Anbietern keine Ausnahme mehr, sondern Standard“, sagt Schamberg. Neben Installationshilfen würden Provider teilweise auch Online-Garantien über DSL oder Mobilfunk anbieten. „Moderne Router sind meist im Handumdrehen installiert, ohne technisches Vorwissen.“
Einige Daten ihres Glasfaser-Monitors hat Verivox bereits im Vorfeld veröffentlicht. Demnach würden vier von zehn aktuellen DSL- und Kabelkunden selbst dann nicht auf Glasfaser wechseln, wenn ein Ausbau an ihrem Wohnort erfolgte. Der Monitor hatte zudem ergeben, dass 22 Prozent zwar einen Glasfaseranschluss im Haus haben, diesen aber nicht nutzen.
Die Verivox-Umfrage verdeutlicht darüber hinaus Informationsdefizite. 17 Prozent der Befragten wissen nach eigenen Angaben nicht, ob sie überhaupt einen Glasfaseranschluss erhalten könnten. Knapp jeder Vierte hat sich bislang nicht über Glasfasertarife informiert und plant dies auch künftig nicht. Für die Netzbetreiber ist das ein Problem. Millionen Haushalte könnten theoretisch erreicht werden, beschäftigen sich aber kaum mit dem Thema.
Der Ausbau allein reicht offenbar nicht aus, um Kunden zum Wechsel zu bewegen. „Die Nachfrage bleibt verhalten, obwohl Glasfaser klar die beste Anschlusstechnik ist“, sagt Schamberg. Neben den Anbietern sieht er auch die Politik gefordert. „Deutschland braucht einen aktiven, offenen Wettbewerb mit mehreren Tarifanbietern an einer Adresse.“ Für eine erfolgreiche Migration von Kupfer- zu Glasfasernetzen genüge es nicht, dass Kabel in der Straße lägen. Entscheidend sei, dass Verbraucher tatsächlich attraktive Angebote und Auswahlmöglichkeiten vorfänden.
Die Bundesregierung untersagt wegen Sicherheitsbedenken den Verkauf von 80 Prozent der Anteile des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco. Das sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums nach einer Kabinettsitzung. Das Ministerium werde im Anschluss den Untersagungsbescheid erlassen. „Grund für die Untersagung sind Sicherheitsbedenken. Der Erwerb hätte Abhängigkeiten vertieft und die Resilienz von Lieferketten Deutschlands und der EU gefährdet.“ Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas heiße ausländische Investitionen willkommen. „Gleichzeitig kann es Investitionen geben, die die Sicherheit des Landes gefährden.“ Die Bundesregierung könne daher auf Grundlage des Außenwirtschaftsgesetzes und der Außenwirtschaftsverordnung den Erwerb eines deutschen
Zielunternehmens durch einen ausländischen Investor im Einzelfall prüfen, sagte der Sprecher des Ministeriums. Prüfmaßstab sei dabei, ob der Erwerb voraussichtlich die öffentliche Ordnung oder Sicherheit gefährde.
Das Bundeskartellamt hatte im Februar mitgeteilt, dass die Großreederei Cosco aus Wettbewerbssicht 80 Prozent der Reißverschluss-Anteile übernehmen darf. Ende April wurde bekannt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz Bedenken gegen die Übernahme hat. Reißverschluss transportiert mit Zügen, Schiffen und Lastwagen Waren, die unter anderem an den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven ankommen. Das Unternehmen hat rund 350 Beschäftigte. Die Reederei Cosco gehört nach der Transportmenge zu den größten der Welt. Sie ist bereits mit 24,99 Prozent am Hamburger Containerterminal Tollerort beteiligt.
dpa/ll/saha
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Warum internationale Konzerne ihre
Investitionen in China ausbauen
Wartung von Offshore-Windkraftanlagen vor Nantong in der Provinz Jiangsu

Die Energiewende verändert nicht nur Chinas Wirtschaft. Sie eröffnet auch internationalen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Für viele globale Konzerne entwickelt sich das Land zunehmend zu einem wichtigen Standort, um grüne Technologien zu erproben, weiterzuentwickeln und in großem Maßstab einzusetzen.
Rückenwind erhält diese Entwicklung durch die langfristigen Ziele der chinesischen Wirtschaftspolitik. Im 15. Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 spielt die umfassende ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft eine wichtige Rolle. Ziel ist der Aufbau eines sauberen, CO $_{2}$ -armen, sicheren und effizienten Energiesystems. Für internationale Unternehmen schafft dies nach eigener Einschätzung verlässliche Rahmenbedingungen und neue Investitionsanreize.
„Der politische Fahrplan hat unser Vertrauen in die langfristigen Perspektiven des chinesischen Marktes weiter gestärkt“, sagt Karen Yin, Präsidentin von Akzo-Nobel China. Die fortschreitende Öffnung des Marktes ermögliche es internationalen Unternehmen, sich stärker in die Entwicklung neuer Lösungen einzubringen. Für Konzerne wie AkzoNobel gehe es längst nicht mehr nur darum, in China zu investieren, sondern gemeinsam Innovationen voranzutreiben.
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Auch für Evonik hat sich die Rolle Chinas in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. „China ist nicht mehr nur ein großer Absatzmarkt oder Produktionsstandort“, sagt Xia Fuliang, Präsident von Evonik China. Vielmehr sei ein Umfeld entstanden, in dem Innova-
tion, Infrastruktur, Talente und industrielle Netzwerke zusammenwirken und damit neue Möglichkeiten für internationale Unternehmen schaffen.
Als entscheidenden Vorteil gilt vielen Unternehmen die Kombination aus hoher Nachfrage und leistungsfähigen Industrieclustern. Die enorme Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien beschleunige deren Markteinführung und ermögliche schnellere Entwicklungszyklen.
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Wie stark sich dieser Wandel bereits in konkreten Projekten niederschlägt, zeigen mehrere Großinvestitionen. BASF treibt die CO₂-arme Ausrichtung seines Verbundstandorts in Zhanjiang voran und setzt dabei verstärkt auf erneuerbare Energien. Schneider Electric
liefert Lösungen für Energiemanagement, Automatisierung und Digitalisierung an chinesische Unternehmen. Siemens baut seine Aktivitäten mit Technologien für intelligente Stromsysteme, nachhaltige Produktion und Energieeffizienz aus.
Für Evonik wurde die Entwicklung zuletzt durch mehrere neue Projekte sichtbar. Allein im ersten Halbjahr 2026 nahm das Unternehmen unter anderem eine neue Wasserstoffperoxid-Anlage in Leshan in der Provinz Sichuan in Betrieb, erweiterte seine Produktion von Spezialaminen in Nanjing und eröffnete sein erstes Technologiezentrum für grünen Wasserstoff auf Basis der AEM-Technologie.
„Diese Projekte spiegeln nicht nur unser Vertrauen in das Marktpotenzial Chinas wider“, sagt Xia. Sie zeigten auch die Überzeugung, dass das Land weiterhin eine wichtige Quelle für Innovation und Transformation globaler Geschäftsmodelle bleibe.
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Der Wandel macht sich auch in energieintensi- ven Industrien bemerkbar. Für das Unternehmen Everllence, das auf Lösungen für die Schiff-
tahrts- und Energiebranche spezialisiert ist, gilt China als zentraler Standort für die Entwicklung und Umsetzung emissionsärmerer Technologien.
Nach Angaben des Unternehmens lag China im ersten Quartal 2026 bei neuen Schiffbauaufträgen weltweit an der Spitze. Auffällig dabei: Mehr als 80 Prozent der Neuaufträge entfielen auf sogenannte grüne Schiffe.
Gemeinsam mit chinesischen Partnern wie CSSC und COSCO Shipping Lines arbeitet Everllence an Lösungen zur Senkung von Emissionen im Seeverkehr. Im Juni 2026 wurde bei
Shanghai COSCO Heavy Industry eine mit Methanol betriebene Umrüstung des Schiffes „Seaspan Yangtze“ abgeschlossen. Das Projekt wurde innerhalb von drei Monaten umgesetzt und reduziert laut Unternehmen den Emissionswert des Schiffes um 55 Prozent gegenüber internationalen Referenzwerten. Für viele internationale Unternehmen reicht die Bedeutung des chinesischen Marktes inzwischen weit über klassi-
sche Produktions- oder Vertriebsaktivitäten hinaus. Die Verbindung aus großem Binnenmarkt, industrialisierten Lieferketten und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten macht das Land für zahlreiche Firmen zu einem wichtigen Testfeld für die nächste Generation grüner Technologien.
Während die globale Wirtschaft vielerorts mit Unsicherheiten und Fragmentierung konfrontiert ist, setzen zahlreiche Unternehmen darauf, dass Investitionen in klimafreundliche Technologien künftig zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehören werden. China spielt dabei für viele von ihnen eine zentrale Rolle.
Zheng Xin
Fotos: Xu Congjun
Historische Architekturmodelle verbinden Berlin und Beijing
1929 promovierte Xi Fuquan an der Technischen Universität Berlin und gehörte damit zu den ersten chinesischen Architekten mit einem deutschen Doktortitel. Für seine Forschung untersuchte er im Ethnologischen Museum Berlin drei filigrane Architekturmodelle aus der Qing-Dynastie. Die vollständig aus Papier gefertigten Modelle, sogenannte Tangyang, waren von

Co-Kuratorin Wen Wen präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts
Handwerkern am Kaiserhof geschaffen worden. Sie sollten den Herrschern zeigen, wie ihre Grabanlagen aussehen würden, noch bevor der Bau begann. Fast ein Jahrhundert lang fand die Forschung kaum Beachtung. 2021 nahmen Studierende aus China und Deutschland die Arbeit wieder auf. Im Mittelpunkt standen zwei jener Tangyang, die bereits Xi Fuquan untersucht hatte: Modelle unterirdischer Paläste kaiserlicher Grabanlagen aus der Qing-Dynastie. Eines wird heute in der Sammlung der Tsinghua-Universität in Beijing aufbewahrt, das andere im Ethnologischen Museum Berlin.

3D-gedruckter Nachbau eines historischen Tangyang-Modells
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Seit 2021 arbeiten Studierende der Architekturfakultät der Tsinghua-Universität und des Fachgebiets Bau- und Stadtgeschichte der Technischen Universität Berlin gemeinsam an dem Projekt. Trotz unterschiedlicher Zeitzonen, Sprachen und kultureller Hintergründe tauschen sie Forschungsergebnisse aus, vergleichen Daten und besuchen sich gegenseitig.
Die chinesischen Studierenden bringen fundierte Kenntnisse des traditionellen Handwerks der Qing-Dynastie und der Bewahrung des kulturellen Erbes ein. Die deutschen Studierenden steuern neue Perspektiven bei, etwa in dem sie die Modelle mit Architekturbeispielen der europäischen Renaissance in Beziehung setzen. Gemeinsam durchleuchteten sie die Modelle mit Rönt-gentechnik, um verborgene innere Strukturen sichtbar zu machen. Unter dem Mikroskop untersuchten sie außerdem Pigmente, Papier und Klebstoffe. Dabei kor-rigierten sie eine lange bestehende Fehlzuordnung: Das Berliner Modell zeigt den unterirdischen Palast des Huiling-Mausoleums von Tongzhi, des zehnten Kaisers der Qing-Dynastie. Zuvor galt es als Modell des Chongling-Mausoleums von Guangxu, des elften Qing-Kaisers. Die deutschen Studierenden fertigten zudem einen Nachbau des Modells des unterirdischen Palasts im Huiling-Mausoleum in Originalgröße an. Die chine-sischen Schriftzeichen auf den gelben Papierstreifen zeichneten sie sorgfältig nach, als wären die Zeichen Bilder.
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Die Forschungsergebnisse, die korrigierte Zuordnung und der Nachbau wurden in der Ausstellung „Dialog und Weitergabe: Eine Dokumentation deutsch-chine-sischer Forschung zu Tangyang-Modellen" präsentiert. Sie war von Februar bis Mai im Palast des Prinzen Gong in Beijing zu sehen.
Neben Papier kam bei der Herstellung vereinzelt auch Holz zum Einsatz. Der Begriff Tangyang geht auf die traditionelle Fertigungstechnik zurück: Handwerker formten Teile der Dächer mit einem heißen Eisen. Ihre Funktion lässt sich mit heutigen 3D-Visualisierungen vergleichen.
„Nachdem die Handwerker das Modell fertiggestellt hatten, konnten die Herrscher Form und Gestaltung des Gebäudes sehen“, erklärt Co-Kurator Lin Yucen. „Es war ein Medium, das abstrakte Konzepte wie Zahlen und Zeichnungen in etwas Greifbares verwandelte, das der Entscheidungsträger klar verstehen konnte.“ Auch im Zeitalter moderner Modellierungssoftware besitzen Tangyang nach Ansicht von Co-Kuratorin Wen Wen einen besonderen Wert. „Erstens ist es ein Kultur-gut. Es dokumentiert bestimmte gesellschaftliche und historische Bedingungen seiner Zeit und ist deshalb wie jedes andere Artefakt eine Untersuchung wert“, sagt sie. Gleichzeitig bieten die Modelle einen Einblick in die Architekturgeschichte Chinas.
„Mit Tangyang wollen wir nachvollziehen, wie die Menschen früher Häuser bauten, wie sie Gebäude entwarfen und wie die Menschen hinter diesen Bauwerken lebten und ihren Alltag verbrachten“, sagt Wen Wen. Durch das Projekt hätten viele deutsche Studierende erkannt, dass sich eine weitere Beschäftigung mit diesem Forschungsfeld lohnt. Beide Seiten sprechen inzwischen über eine vertiefte, langfristige Zusammenarbeit.
Yang Feiyue
Fotos: Jiang Dong
Chinesische Hersteller bringen intelligente Robotik zunehmend nach Europa
马拉松
Der humanoide Roboter „Lightning“ gewinnt am 19. April den Roboter-Halbmarathon in Beijing
An einem Aprilmorgen stehen in den südlichen Vorworten Beijings mehr als 12.000 Läufer an der Startlinie eines Halbmarathons. Neben ihnen warten über 100 humanoide Roboter auf das Startsignal. Einer von ihnen heißt „Lightning“. Die Maschine des Teams Honor Qitian Dasheng erreicht nach 50 Minuten und 26 Sekunden das Ziel, was fast sieben Minuten schneller ist als der menschliche Weltrekord.
Bemerkenswert ist jedoch nicht allein die Zeit, sondern auch die Art, wie sich viele der Roboter über die Strecke bewegen. Rund 40 Prozent der Teams setzen auf vollständig autonome Navigation. Im Vorjahr waren
die Maschinen noch ferngesteuert worden. Technologien aus dem autonomen Fahren, darunter LiDAR und eine ausschließlich kamerabasierte Navigation, kommen nun auch bei zweibeinigen Robotern zum Einsatz.
Hinter dem Rennen steht eine chinesische Industrie, die schnell wächst. Nach einem im März gemeinsam von CCID Media und China Electronics News veröffentlichten Bericht gibt es in China mittlerweile mehr als 140 Hersteller humanoider Roboter. Die jähr-
lichen Auslieferungen belaufen sich demnach auf 14.400 Einheiten. Das entspricht 84,7 Prozent des weltweiten Gesamtvolumens. Mehr als acht von zehn weltweit ausgelieferten humanoiden Robotern kommen damit aus China.
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Zu den führenden Anbietern zählt das Unternehmen AgiBot aus Shanghai. Laut einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Omdia ist AgiBot der weltweit größte Lieferant humanoider Roboter. Im Jahr 2025 begann das Unternehmen mit Auslieferungen an Kunden im Ausland. Im Januar eröffnete es sein erstes internationales Erlebniszentrum in Malaysia.
Ende Februar 2026 folgte der Schritt nach Europa. Bei einer Veranstaltung in München gab AgiBot seinen Eintritt in den deutschen Markt bekannt. Vorgestellt wurden universell einsetzbare Roboter sowie branchenspezifische Systemlösungen, die auf den europäischen Markt zugeschnitten sind.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine strategische Partnerschaft mit der Minth Group, einem weltweit tätigen Hersteller von Karosserie- und Strukturteilen für die Automobilindustrie. Im Rahmen der Vereinbarung soll das internationale Fabriknetzwerk von Minth als Trainingsumgebung für die Roboter von AgiBot dienen. In diesen realen Produktionsumfeld sollen die Maschinen lernen, Daten sammeln und ihre Algorithmen weiterentwickeln.
„Diese Partnerschaft treibt nicht nur die intelligente Modernisierung unserer eigenen Fertigung voran, sondern liefert der Robotikbranche auch wertvolle Daten aus realen Anwendungsszenarien“, sagt Esther Wei, Vorstandsvorsitzende und CEO der Minth Group. Dadurch könnten Algorithmen und Technologien schneller weiterentwickelt werden.
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Auch die Exportzahlen zeigen die internationale Bedeutung der Branche. In der ersten Jahreshälfte 2026 führte China Roboter verschiedener Kategorien im Gesamtwert von 24,85 Milliarden Yuan aus, umgerechnet rund 3,19 Milliarden Euro. Die Lieferungen gingen in mehr als 140 Länder und Regionen. Fast 70 Prozent der Exporte entfielen auf Reinigungsroboter. Sie bildeten damit den größten Wachstumstreiber des Auslandsgeschäfts.
Wie vielfältig die kommerziellen Einsatzmöglichkeiten bereits sind, zeigt ein Blick in den Stadtbezirk Nanshan in Shenzhen. Das dort ansässige Unternehmen Pudu Robotics liefert Serviceroboter in mehr als 80 Länder und Regionen. Zum Angebot zählen neben Bodenreinigungsmaschinen auch Roboter, die Speisen durch belebte Restaurants transportieren, sowie Systeme, die Kunden in Einkaufszentren in Europa und Südostasien begrüßen. Bis Ende 2025 hatte Pudu nach eigenen Angaben insgesamt 120.000 Roboter ausgeliefert.
In einem nahe gelegenen Technologiepark wird ein vierbeiniger Roboter getestet. Bei einer Vorführung absolviert die 62 Kilogramm schwere Maschine Rückwärtssalti, Seitwärtssalti und einen Drehsprung, bei dem sie 87 Zentimeter vom Boden abhebt.
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Auch chinesische Industrieroboter kommen zunehmend außerhalb des Heimatmarktes zum Einsatz. Das in Shenzhen ansässige Unternehmen Dobot, das auf industrielle Roboterarme spezialisiert ist, liefert seine Präzisionssysteme mittlerweile in mehr als 100 Länder und Regionen. Die Maschinen übernehmen sowohl filigrane Montagearbeiten als auch schwere Hebeaufgaben, unter anderem in Fabriken und Lagerhäusern. Für Xie Kaixuan, Marketingdirektor von Dobot, liegt die zentrale Aufgabe darin, sogenannte verkörperte Intelligenz aus der Labordemonstration in die kommerzielle Praxis zu überführen. Ein Beispiel dafür findet sich bereits in einem Kino in Shenzhen: Dort verkauft ein humanoider Roboter von Dobot vollautomatisch Popcorn. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet die Maschine 14 Stunden täglich und erzielt einen Tagesumsatz von mehr als 20.000 Yuan.
Ma Si/Chen Bowen
Fotos: He Guanxin

In einem traditionellen Innenhof fällt Sonnenlicht durch kunstvoll geschnitzte Holzfenster auf einen Tisch voller Bambusstreifen und farbigem Papier. Hier, in einem Workshop für immaterielles Kulturerbe im Dorf Hongcun am Fuße des Huangshan-Gebirges, setzt Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, den letzten Bambusrahmen in eine traditionelle Fischlaterne ein.
Was wie eine handwerkliche Übung wirkt, steht symbolisch für eine Verbindung, die über Kontinente hinweg gewachsen ist. Seit 2015 besteht zwischen Stralsund und Huangshan eine Städtepartnerschaft, die auf gemeinsamen Erfahrungen im Umgang mit historischem Erbe aufbaut.
Auf den ersten Blick könnten die Unterschiede kaum größer sein. Stralsund blickt auf eine lange Geschichte als bedeutende Hansestadt im Ostseeraum zurück. Die historische Region Huizhou, die weitgehen dem heutigen Huangshan entspricht, war über Jahrhunderte ein wichtiges Handelszentrum Chinas. Bis heute prägt diese Geschichte das kulturelle Erbe beider Regionen. Historische Gebäude und einzigartige Stadtbilder zeugen noch immer von dieser Vergangenheit und bestimmen das Leben vor Ort. Das Huangshan-Gebirge sowie die historischen Dörfer Xidi und Hongcun gehören zum UNESCO-Welterbe. Auch Stralsunds Altstadt zählt gemeinsam mit Wismar wegen ihrer Backsteingotik zum Welterbe.

Farbenfroh und authentisch: Die traditionelle Darbietung auf dem Gelände der Tangmo Scenic Area bei Huangshan in der Provinz Anhui
Für Badrow liegt die Verbindung der beiden Städte nicht allein in ihrer Geschichte.
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Die Backsteingotik in Stralsund und die traditionelle chinesische Architektur seien zwar sehr unterschiedlich. Beeindruckend sei jedoch, was Handwerker dort geschaffen hätten, sowohl beim ursprünglichen Bau als auch bei der Restaurierung heute.
Bei seinem Besuch in Huangshan habe ihn vor allem der Umgang mit dem historischen Erbe überzeugt. Besonders aufgefallen seien ihm die sorgfältige Restaurierung und der Erhalt der historischen Gebäude. Ähnliches habe man auch in Stralsund angestrebt. Besonders bemerkenswert sei zudem, dass die historischen Orte keine Museen seien. Die Menschen lebten dort, arbeiteten dort und prägten das Stadtbild bis heute.
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Diesen Gedanken teilen auch viele Menschen, die in den historischen Orten leben und arbeiten. Für sie ist Kulturerbe kein Ausstellungsstück hinter Glas, sondern Teil ihres Alltags.
„Unsere Häuser sind mehrere Hundert Jahre alt, aber sie leben“, sagt Li Shengtao, der in seinem historischen Familienhaus in Xidi heute ein Gästehaus betreibt. Nach der Aufnahme der Dörfer in die UNESCO-Welterbeliste entwickelten die Bewohner gemeinsame Regeln für Renovierung und Instandhaltung der historischen Gebäude. Wer Veränderungen vornehmen möchte, muss diese zur Genehmigung einreichen. Ziel ist es, den Charakter der Häuser zu bewahren, ohne ihre Nutzung einzuschränken.
Wu Yuming, Direktor des Xidi Intangible Cultural Heritage Experience Center, verweist zugleich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung. Viele Bewohner betreiben heute Pensionen, Gästehäuser, Restaurants oder Cafés direkt vor ihrer Haustür. Die Wiederbelebung der historischen Dörfer habe zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen.
Auch in Stralsund spielt die Frage nach dem richtigen Umgang mit historischer Bausubstanz eine wichtige Rolle. „Denkmalpflege braucht eine vernünftige und gesunde Balance zwischen Vergangenheit und Zukunft. Es macht wenig Sinn, ein historisches Haus unverändert zu reproduzieren, wenn die Menschen darin nicht angemessen leben können“, sagt Olaf Fromme, Vorstandsvorsitzender des Vereins „Rettet die Altstadt Stralsund“.
Austausch über Grenzen hinweg
Gerade deshalb sieht Fromme großes Potenzial im Austausch mit Huangshan. Beide Städte seien unterschiedliche Wege gegangen und könnten voneinander lernen, wenn es darum gehe, historische Gebäude zu schützen und ihre Altstädte lebendig zu halten.

Stralsund-Vertreter gestalten traditionelle Huizhou-Fischlaternen in Huangshan
Der Austausch wird inzwischen auch auf institutioneller Ebene weiter vertieft. Beim Global Mayors Dialogue in Huangshan unterzeichneten das Kultur- und Tourismusamt von Huangshan und die Denkmalschutzbehörde von Stralsund eine Kooperationsvereinbarung. Zudem plant Huangshan die Einrichtung eines Tourismusförderzentrums in Deutschland sowie ein Ausbildungsprogramm für Reiseleiter mit europäischen Sprachkenntnissen.
Fang Qian, stellvertretende Direktorin des Amts für Auswärtige Angelegenheiten der Stadt Huangshan, sieht darin eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit. Aufbauend auf dem gemeinsamen kulturellen Erbe, wollen beide Städte ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, kultureller Austausch sowie Wirtschafts- und Handelsbeziehungen weiter ausbauen.
„Ob Huangshan oder Stralsund: Es sind gemeinsame Schätze der Menschheit. Wir haben die gemeinsame Aufgabe, sie zu schützen, zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben“, sagt Fang Qian.
Hou Chenchen/Zhang Zhouxiang/Zhu Lixin
Fotos: Xiao Benxiang
V on außen betrachtet erlebt das koreanische Kino eine nie dagewesene Blütezeit. Spätestens seit Bong Joon-hos „Parasite“ 2019 in
Cannes die Goldene Palme gewann und „Squid Game“ die Welt eroberte, gilt Südkorea als die Filmmnation, von der Hollywood lernen kann. Im Land selbst klingt das anders. Dort ist von Krise und Geldnot die Rede, Park Chan-wook brachte es im Gespräch mit WELT auf die Formel: „Die Kinos sind leer.“
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wirklich.“ Das war für mich beinahe ein Schock. Ich war innerlich, ganz still, verletzt davon. Ich dachte: Ah, jetzt passiert es mir also auch, dieses Phänomen, das andere trifft, trifft nun auch mich. Und ich habe sehr ernsthaft darüber nachgedacht, einen anderen Film zu machen, und mich dieser Aufgabe mit aller Kraft gewidmet. Doch während der Arbeit habe ich gemerkt, was Sie gerade beschreiben: Es gibt da etwas in mir, das in meinen Filmen immer wieder erscheint.
Na Hong-jin hält mit dem Größten dagegen, was er je gedreht hat. Zehn Jahre nach „The Wailing“, seinem Schauerstück über Besessenheit und Aberglauben in einem Dorf in den Bergen, spielt „Hope“ in einem Kaff an der Grenze zu Nordkorea, so abgelegen und schäbig, dass man dort Tiger vermuten könnte. Was dann tatsächlich über den Ort herfällt, ist schlimmer. Es gibt eine Dorfpolizei, die jeder Lage hinterherhechelt, Verfolgungsjagden, wie sie Nas Publikum seit „The Chaser“ liebt, und zum ersten Mal Computereffekte im großen Stil, denn die Angreifer kommen aus dem All. Gespielt werden sie unter anderem von Michael Fassbender und Alicia Vikander, die man unter den Masken praktisch nicht erkennt. Im letzten Viertel kippt die Perspektive, und man ertappt sich dabei, mit den Monstern zu fühlen. Im Mai lief „Hope“ im Wettbewerb von Cannes, in einem Jahr, in dem Hollywood dem Festival fernblieb und ausgerechnet ein Koreaner den lautesten Film mitbrachte. Wir treffen uns in einer der Plages, jener Strandclubs an der Croisette, in denen zwischen Sonnenschirmen, Kellnern und Publicity-Leuten ein ständiges Gewimmel herrscht. Na Hong-jin kommt ein paar Minuten zu spät. Er hat noch aufs Meer geschaut und eine Zigarette geraucht.
WELT: Nach „The Chaser“ und „The Yellow Sea“ erwartet man von Ihnen harte Thriller. Mit „The Wailing“ sind Sie ins Fantastische abgebogen, jetzt mischen Sie Action, Science-Fiction und Komödie in großem Maßstab. Ist „Hope“ etwas Neues oder eine Fortsetzung Ihrer Arbeit?
NA HONG-JIN: Ich würde sagen, eine Fortsetzung. Vor zehn Jahren, nach „The Wailing“, kam ein Filmkritiker auf mich zu, mit dem ich mich gut verstehe, und sagte: „Jetzt erkenne ich deinen Stil
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NA: Jene Elemente, die man als meine Handschrift wiedererkennt, unter anderem bestimmte Momente in den Verfolgungsszenen. Beim Drehen und später beim Schnitt habe ich mich gefragt: Ist das jetzt ein Déjà-vu, oder habe ich das tatsächlich schon einmal erlebt? Und ich bin auf viele solcher Momente gestoßen, die aus meiner Erfahrung mit meinen früheren Filmen stammen.
WELT: Vertraut kam mir auch die dumme, schwache Polizei vor, wie in „The Chaser“ – und wie bei so vielen koreanischen Regisseuren, bei Bong Joon-ho etwa in „Memories of Murder“. Warum wird die Polizei ausgerechnet in einer so hierarchischen Gesellschaft, in der sie großen Respekt genießt, im Kino so oft als inkompetent gezeichnet?
NA: Die Erklärung ist einfach: In der Zeit, in der diese Filme spielen, war die Polizei tatsächlich so. Sie war wirklich so inkompetent, wie die Filme sie zeigen. Aber sie hat sich seither weiterentwickelt, und heute ist sie nicht mehr so, wie Sie sagen.
WELT: Eine sehr weise Antwort.
NA: Ja, aber sie ist auch wahr. Das stimmt wirklich.
WELT: Der Film spielt nah an der Grenze zu Nordkorea. Wie wichtig ist Ihnen dieser Schauplatz, hat er eine metaphorische Dimension?
NA: Ich habe diesen Schauplatz gewählt, weil ich in diesem Land einen Ort finden wollte, der so abgelegen, so klein, so unbedeutend, so schäbig und so abgeschnitten von allem anderen ist wie nur möglich. Denn das war die Geschichte, die ich erzählen wollte: dass ein winziger Vorfall in einer Stadt, die so klein und unbedeutend ist, sich zu etwas auswachsen kann, das das gesamte Universum betrifft. Wie Sie vom Ende des Films her wohl ahnen können, wird diese kleine Tragödie zu etwas anwachsen, ment an, in dem der Polizist die Tränen in den Augen des Monsters sieht. NA: Es ist ein großes Glück, dass Sie das so empfunden haben.

WELT: Nähern Sie sich damit den Monsterliebhabern, Guillermo del Toro oder Peter Jackson, der dieses Jahr seine Goldene Palme bekommen hat? Sie umarmen das Monster als das Andere des Menschen, als Metapher für Außenseiter und Verstoßene.
NA: Ich glaube nicht, dass das bei mir der Fall sein wird. Diesen Weg werde ich nicht gehen.
WELT: Von außen betrachtet erlebt das koreanische Kino eine Blütezeit, „Squid Game“ hat das noch verstärkt. In Korea selbst ist von Krise und Finanzierungsproblemen die Rede. Wo steht das koreanische Kino in fünf bis zehn Jahren?
das so groß ist, dass es den ganzen Weltraum erfassen kann. Aus diesem Grund also. Ich wollte einen Ort, der relativ unbekannt und sehr abgelegen ist.
WELT: Und wo Tiger streunen könnten.
NA: Richtig.
WELT: Der Film endet fast mit einem Cliffhanger. Ist die Fortsetzung schon in Arbeit?
NA: Ich habe im Moment keine konkreten Pläne, auch wenn der Film Teil einer größeren Erzählung ist. Ich wollte diesen Film genau so machen, wie er ist – und so, dass er als eigenständiger Film genügt.
WELT: Aber wollen würden Sie? Sie setzen erstmals massiv auf CGI. Ist das ein Weg nach vorn, oder kehren Sie zum psychologischen Thriller zurück, für den Sie berühmt sind?
NA: Ich hoffe wirklich, dass sich diese Gelegenheit ergibt. Hätte ich diese Hoffnung nicht gehabt, hätte ich Michael Fassbender, Alicia Vikander, Taylor Russell und Cameron Britton gar nicht erst an Bord geholt. Das hätte ich nicht getan, wenn ich nicht wollte, dass es dazu kommt.

WELT: Die internationalen Stars sind praktisch nicht zu erkennen. Warum haben Sie sie besetzt – hätten das nicht auch koreanische Schauspieler spielen können?
NA: Meine Absicht war, dass man sie erkennt, ohne dass einem gesagt wird, wer die Rolle spielt. Wenn man genau genug hinsieht, sieht man es.
WELT: Ist es ein logischer nächster Schritt für das koreanische Kino, mehr westliche Schauspieler zu besetzen, wie Thomas Kretschmann in „A Taxi Driver“ – und umgekehrt koreanische Stars wie Jung Ho-yeon international zu etablieren?
NA: Ich glaube nicht unbedingt, dass es ein logischer Schritt ist oder die Richtung, in die wir gehen sollten. Ich habe diese Schauspieler schlicht aus Notwendigkeit besetzt, weil mein Film sie brauchte. Man mag darüber anderer Meinung sein, aber ich fand, dass genau sie diese Figuren spielen mussten. Einer der Gründe ist: Sollte es zu einer Fortsetzung, einem weiteren Film aus diesem Stoff kommen, könnte er sich um diese Außerirdischen drehen. Sie würden eine zentralere Rolle in der Erzählung spielen, und dafür brauchte ich gute, verlässliche Schauspieler.
WELT: Im letzten Viertel gerät man in die Perspektive der Aliens. Erst sind sie wilde Wesen, dann beginnt man mit ihnen zu fühlen – von dem Mo-
NA: Das ist für viele Filmemacher in Korea eine Sorge, aber am Ende hängt es wirklich vom Publikum ab. Die Zuschauer sind es, die den Griff des Schwerts in der Hand halten. Wir für unseren Teil versuchen, gemeinsam einen Ausweg zu finden. Und ich hoffe und glaube wirklich, dass sich die Dinge zum Besseren wenden werden.
WELT: Zum Schluss: Die für westliche Augen eigenartige Mischung aus Action, Horror und Komödie – ist das eine koreanische Tradition, in der Kultur verwurzelt, in Volksmärchen etwa? Woher kommt sie?
NA: Es ist merkwürdig, aber Koreaner lieben offenbar Filme, die in Tränen enden. Wenn sie sich die Augen ausgeweint haben, führt das oft zum Erfolg an den Kinokassen. Zugleich liebt das koreanische Publikum komödiantische Elemente, also müssen die auch hinein. So viele Dinge, die das koreanische Publikum liebt – und wir versuchen, sie alle in unseren Film zu packen. Wir erforschen die Struktur, feilen daran, polieren sie, damit das Publikum den Film liebt. Ich vermute, so entstehen am Ende diese Art von Filmen.
Na Hong-jin, geboren 1974, ist einer der prägenden Regisseure des jüngeren koreanischen Kinos. Sein Debüt „The Chaser“ (2008) und „The Yellow Sea“ (2010) machten ihn zum Meister des Thrillers, „The Wailing“ (2016) erweiterte das Register um Horror und Übernatürliches. Sein neuer Film „Hope“ lief im Mai 2026 im Wettbewerb von Cannes und startete im Juli in Südkorea; in Deutschland bringt ihn Mubi heraus.
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Grenzenlos Genial Gekocht mit Henssler und Lafer (Dokureihe) Die Spitzenköche Steffen Henssler und Johann Lafer reisen durch Italien. Ihr Ziel ist es, die perfekte Pizza zu finden. Sie besuchen Märkte, sprechen mit Einheimischen und probieren neue Techniken. Am Ende treten sie bei der Pizza-Weltmeisterschaft in Parma an. Werden sie es schaffen, einen perfekten Teig zu kneten und den stärksten Geschmack zu kreieren? Die Sendung zeigt viel Humor, tolle Landschaften und echtes Kochhandwerk. RTL+
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ARTE
11.55 Küchen der Welt 12.25 HD Stadt
Land Kunst 13.10 HD Stadt Land Kunst
14.00 HD Der Gefangene von Alcatraz Drama (USA 1962)
16.30 HD Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See
16.55 HD Affen in Thailand – Von wegen wasserscheu!
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19.20 Arte Journal Magazin
19.35 Mit offenen Karten Magazin Moderation: Emilie Aubry
19.40 Zurück in die Heimat Polen (1/s) Reportage
20.15 HD Babylon Prag Doku. Die wilden zoer Jahre / Ein Sturm zieht auf. In den 1920er-Jahren zieht die Moldau-Metropole mit New York, Paris und Berlin gleich. Doch unter der Oberfläche schwelen Konflikte.
21.40 HD Der Code des Killers
0.00 Das Haus am Hang Drama-Serie. Das Leben der jungen Mutter Risako Yamazaki ändert sich, als sie als Schöffin in einen Mordprozess berufen wird.
3.20 Mit offenen Augen Magazin
20.10 Meine Meinung zum Tag
20.15 Mayday – Alarm im Cockpit Dokumentationsreihe Bruchlandung in Amsterdam
21.00 Mayday – Alarm im Cockpit Dokureihe. Voll erwischt
21.55 Lost Places Dokureihe
1.25 Mayday – Alarm im Cockpit

21.00 Denver, im Dezember 2008: Eine Boeing stürzt unmittelbar nach dem Start ab und brennt lichterloh. Wie durch ein Wunder kommt niemand ums Leben.
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16.05 📄 Kaffee oder Tee 17.00 📄 Aktuell 17.05 📄 Kaffee oder Tee 18.00 📄 Aktuell 18.10 📄 Landesschau BW 19.30 📄 Aktuell 20.00 📄 Tagesschau 20.15 📄 Unser Trinkwasser – Gefahr aus der Leitung? 21.00 📄 Zur Sache Baden-Württemberg 21.45 📄 Aktuell 22.00 📄 Watzmann ermittelt Krimi-Serie 23.35 📄 Hannah Arendt – Denken ist gefährlich Dokumentarfilm (D/USA 2025) 1.00 📄 Babylon Berlin – Die Doku – wie die Demokratie unterging
PRO SIEBEN
5.25 HD Kaminfeuer mit Joko & Klaas
6.00 2 HD Call Me Kat 6.50 HD taff
7.45 HD Galileo 8.50 2 HD How I Met
Your Mother 9.15 2 HD The Middle
10.15 2 HD Young Sheldon 10.40 HD
2 Broke Girls 11.05 2 HD Two
and a Half Men 12.00 2 HD The Big
Bang Theory 12.50 2 HD How I Met
Your Mother 13.15 2 HD The Middle
14.10 2 HD Young Sheldon
14.40 2 HD 2 Broke Girls Sitcom
15.05 2 HD Two and a Half Men
16.00 The Big Bang Theory Sitcom
17.00 taff Magazin
18.00 HD ProSieben: newstime
18.10 2 HD Die Simpsons Trick-
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den Straßen von Springfield
19.05 Galileo Magazin. Lissabon statt
Büro – aber zu welchem Preis?
20.15 HD JENKE. Experiment.
Dokureihe, Schlaflos – Wie uns
schlechter Schlaf krank macht.
Mit Jenke von Wilmsdorff.
Acht Millionen Deutsche leiden
unter Schlafstörungen. Jenke
von Wilmsdorff und sein Sohn
Jánik suchen Wege aus der
Schlaflosigkeit.
22.45 HD JENKE. Live. Der Talk
danach Diskussion
23.45 HD JENKE. Experiment.
Dokureihe (Wh.)
2.00 HD JENKE. Live. Der Talk
danach Diskussion (Wh.)
2.50 ProSieben: newstime
2.55 Uncovered Reportagereihe
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5.05 HD Medical Detectives 5.55 CSI: New York (Wh.) 8.00 HD CSI: Den Tätern auf der Spur 9.35 HD vox nachrichten 9.40 HD CSI: Den Tätern auf der Spur 12.20 CSI: Miami Sumpflüten / Gnadenschuss ohne Gnade / Ärger im Gepäck
15.00 HD Shopping Queen Doku-Soap. Motto in Hamburg: Halsabschneider! Finde einen angesagten Look mit deinem extravaganten neuen Kragen Tag 4: Marlene. Moderation: Guido Maria Kretschmer
16.00 HD Guidos Deko Queen
17.00 HD Zwischen Tüll und Tränen
18.00 HD First Dates Doku-Soap
19.00 Das perfekte Dinner
Doku-Soap. U.a.: Tag 4: Olivia, Freiburg / Motto: Gold & Purple – mit Leichtigkeit
20.15 HD Der Herr der Ringe: Die zwei Türme Actionfilm (USA/NZ 2002) Mit Elijah Wood, Sean Astin, Ian McKellen. Regie: Peter Jackson Während Aragorn, Legolas und Gimli die Spur ihrer Freunde aufnehmen, stellen sich Frodo und Sam anderen Abenteuern.
0.00 HD vox nachrichten
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5.45 HD Magnum 6.35 HD MacGyver 7.25 HD FBI: Special Crime Unit 8.20 HD Bull 10.10 HD Castle 11.05 HD MacGyver 12.05 HD FBI: Special Crime Unit 13.00 HD Castle Krimi-Serie. Parallelwelt / Wilde Flitterwochen. Mit Nathan Fillion
14.50 HD Bull Krimi-Serie
15.50 HD Kabel Eins: newstime
16.00 HD Bull Krimi-Serie
16.55 Abenteuer Leben täglich Magazin. Tiny living – mach das Meiste draus! Bad
17.55 HD Mein Lokal, Dein Lokal. Dein Profi kommt Reportagereihe. „NOI Cologne“, Köln
18.55 HD Achtung Kontrolle! Wir kümmern uns drum Reihe. Hilfe auf der längsten Indoor-Kartbahn der Welt
20.15 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! Show. „Bonitas“, Enzberg Moderation: Frank Rosin Küchenmängel und Schulden gefährden die Zukunft des Restaurants „Bonitas“.
22.25 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! Show. Imbiss „Claudias Ding“ in Geilenkirchen. Mit Frank Rosin
0.25 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! Show. „XXL-Food-King“, Gladbeck
2.05 HD Kabel Eins: newstime
2.10 HD Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf! (Wh.)
PHOENIX
8.30 Phoenix vor ort Bericht 17.30 der tag 18.00 Klar Reportagereihe 18.30 Welten-Saga Dokureihe. Die Schätze des Nahen Ostens 19.15 Terra X Dokureihe. Die Schätze Griechenlands und der Türkei. Mit Christopher Clark 20.00 Tagesschau 20.15 Die Wahrheit über Eigenmarken Dokumentation 21.00 runde 21.45 heute-journal 22.15 Die Wahrheit über Schnäppchen-Preise Dokumentation 23.00 der tag 0.00 runde (Wh.) 0.45 Die Wahrheit über Eigenmarken Dokumentation (Wh.)
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Man versteht nicht jeden Witz, über den Jugendliche lachen, selbst wenn man selbst zur Gen Z. gehört. Als junge Lehrerin begegnet man vermeintlicher Hirnfäule täglich im Klassenzimmer. Doch die Empörung der Älteren verrät vor allem eines
Der Locher fällt mir vom Tisch. Seine Klappe springt auf, kleine runde Papierschnipsel rieseln über den Boden. Aus mehreren Ecken des Klassenzimmers kommt sofort: „Minus-Aura, Frau Tieschky!“ Mein Missgeschick hat mich offenbar Punkte auf einem unsichtbaren Konto für Coolness gekostet. Wer sich blamiert, verliert Aura; eine schlagfertige Antwort kann sie zurückbringen.
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So viel habe ich schon gelernt. Meine Achtklässler kennen die Regeln, obwohl niemand sie aufgeschrieben hat. Ich verstehe den Kommentar sofort. Besonders lustig finde ich ihn trotzdem nicht. An anderen Tagen muss ich erst nach der Bedeutung fragen.
Ein Schüler, der sein Heft vergessen hat, sagt „Schere“ und meint damit: mein Fehler. Als ich einen Test verschiebe, bin ich eine „W-Lehrerin“. W steht für Win, einen Sieg. Ich gehöre selbst zur Gen Z und nutze TikTok. Doch meine Schüler kennen Wörter, Videos und Anspielungen, die an mir vorbeigegangen sind. Dieselbe App zu öffnen heißt noch lange nicht, dieselben Dinge zu sehen.
Wie fühlt sich das erst für Eltern an, wenn das eigene Kind mit Freunden
PICTURE ALLIANCE / ASSOCIATED PRESS
über etwas lacht, das sich ihnen nicht einmal erklären lässt? Man steht daneben, fragt nach und bekommt womöglich nur zu hören: „Das ist halt lustig.“ Eine unbefriedigende Antwort. Die anderen teilen einen Moment, zu dem man keinen Zugang hat. Man kann dann sagen: „Ich komme nicht mit.“ Leichter fällt manchmal: „Das ist doch gar kein Witz.“ Erwachsene suchen zunächst eine Form von Humor, die ihnen vertraut ist. Wenn mein Vater einen Witz erzählt, führt er Figuren ein, baut eine Erwartung auf und liefert am Ende eine Pointe. Ich habe einige meiner Schüler gebeten, mir einen solchen klassischen Witz zu erzählen. Keinem fiel einer ein. Gelacht wird in meinem Klassenzimmer trotzdem. Ein Geräusch kann genügen, ein Video auf dem Handy oder ein Wort, das im richtigen Moment fällt. Diese Witze müssen nicht von Anfang bis Ende erzählt werden. Manchmal entsteht er erst zwischen denen, die ihn wiedererkennen.
„Six seven“ ist ein Beispiel dafür. Jemand sagt die beiden Zahlen, bewegt dazu die Hände auf und ab, und andere stimmen ein. Der Ausdruck stammt aus einem Song des Rappers Skrilla und verbreitete sich über Basketballvideos. Seine Herkunft zu kennen, erklärt allerdings noch nicht, warum Jugendliche heute darüber lachen. Mal fällt der Ausruf, weil eine Situation dazu passt, mal gerade, weil er völlig unpassend ist. Wer nach seiner festen Bedeutung sucht, wird enttäuscht. Die Zahlen enthalten keine Pointe, die man nachträglich übersetzen könnte.

Nicht lustig? Das gibt „Minus-Aura“ von der Generation Alpha
Vielleicht erinnert sich die Klasse an einen Sound, ein Video oder an das letzte Mal, als jemand „six seven“ im völlig falschen Moment gerufen hat. Ich höre dagegen nur die neueste Wiederholung. Und ja: Beim zwanzigsten Mal in einer Unterrichtsstunde bitte ich um Ruhe. Ich muss den Ausruf nicht lustig finden, um zu erkennen, dass andere mehr darin hören als ich. Noch schwerer hat es „Skibidi Toilet“ bei einem Publikum, das zufällig einen Ausschnitt sieht. In den ersten Videos ragt ein singender Menschenkopf aus einer Toilette. Daraus ist eine Reihe mit wiederkehrenden Figuren, Kämpfen und einer eigenen Geschichte geworden. Das mag man alles furchtbar finden. Wer nach wenigen Sekunden abschaltet, weiß allerdings nicht, was die Fans über Monate daran beschäftigt hat.
Solche Bilder und Sounds nennen Jüngere oft selbst „Brainrot“, Hirnfäule. Der drastische Name gehört zum Vergnügen am Albernen. Man muss dem singenden Toilettenkopf keinen tieferen Sinn zuschreiben, um darüber lachen zu dürfen. Erwachsene verlangen von diesen Witzen dennoch mitunter eine
Rechtfertigung, die sie von den eigenen flachen Witzen selten verlangen: Wo ist die Pointe? Was bedeutet das? Warum ist das gut? Als müsse das Lachen erst eine Prüfung bestehen. Hermann Hesse schrieb im „Steppenwolf“: „Aller höhere Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.“ „Six seven“ ist vermutlich kein Beispiel für diesen höheren Humor. Aber Hesse beschrieb einen Anspruch an eine besondere Art des Humors, keine Mindestanforderung an jeden Witz. Auch Erwachsene lachen über Wortspiele, Missgeschicke und Unsinn, ohne deren kulturellen Wert nachzuweisen. Warum wird der Maßstab strenger, sobald die Jüngeren lachen und wir nicht?
Vor gut hundert Jahren wurde eine ähnliche Frage über Kunst gestellt. Der Dadaist Hugo Ball trug Gedichte aus erfundenen Silben vor. Marcel Duchamp reichte ein Urinal als Kunstwerk ein. Wer unter Kunst ein schönes Bild oder sichtbares handwerkliches Können verstand, konnte nur fragen: „Das soll Kunst sein?“ Die Dadaisten griffen solche Gewissheiten bewusst an. Ein Brainrot-Video ist kein dadaistisches Manifest. Es entsteht aus anderen Gründen und in einer anderen Zeit. Der Vergleich zeigt vielmehr, wie schnell eine ungewohnte Form zur Wertfrage wird. Bei Dada lautete sie: „Ist das überhaupt Kunst?“ Bei Brainrot: „Ist das überhaupt Humor?“ Die zweite Frage darf man stellen. Problematisch wird es, wenn sich daran eine weitere anschließt: „Was stimmt mit Menschen nicht, die darüber lachen?“
Damit beginnt der Generationenkonflikt. Für einen Moment kehrt sich das vertraute Verhältnis um: Es sind nicht die Eltern oder Lehrkräfte, die den Jugendlichen die Welt erklären, sondern Jugendliche kennen die Vorgeschichte, nach der Erwachsene fragen müssen. Besonders deutlich wird das bei den eigenen Kindern. Sie lachen mit anderen, während man selbst außerhalb des Kreises steht. Ich kenne diesen Rollenwechsel aus meinem Unterricht, obwohl zwischen meinen Schülern und mir nur wenige Jahre liegen. Viele meiner Achtklässler werden bereits zur Generation Alpha gezählt. „Die Jugend“ ist eben nicht einmal eine einzige Gruppe mit denselben Witzen.
Internetplattformen machen den Abstand sichtbarer. Früher konnte man eine Sendung verpassen und wusste wenigstens, welche Sendung gemeint war. Heute können zwei Menschen täglich auf TikTok sein und trotzdem kaum denselben Videos begegnen. Ein Witz hat dann eine Vorgeschichte, die für die einen selbstverständlich ist und für die anderen nie stattgefunden hat. Dass Erwachsene nicht überall mitkommen, ist deshalb keine persönliche Niederlage. Nur sollten sie aus dem verpassten Zusammenhang keine Diagnose über die Jüngeren machen.
Sie waren schließlich selbst einmal diejenigen, deren Eltern einen Witz nicht verstanden. Auch ältere Internet-memes wurden kopiert, verändert und immer weiter übertrieben. Wer erst die letzte Version sah, verpasste die Anspielung. Neu ist vor allem das Tempo, in dem solche Bezüge heute entstehen und wieder verschwinden. Man kann aufmerksam bleiben und trotzdem zu spät kommen. Das heißt nicht, dass jede Sorge um Brainrot unbegründet wäre. Manche Videos sind laut und flach. Wie viel Zeit Kinder mit endlosen kurzen Clips verbringen, ist eine ernsthafte Frage. Und ein ständig wiederholter Ausruf kann Unterricht unmöglich machen. Dann bitte ich meine Schüler, damit aufzuhören. Über Medienkonsum, Aufmerksamkeit und Regeln lässt sich streiten, ohne aus einem Video ein Urteil über die Intelligenz seiner Zuschauer zu machen.
Vielleicht müssen die Generationen nicht denselben Witz mögen, um darüber ins Gespräch zu kommen. Jugendliche können eine Anspielung erklären, ohne die Nachfrage gleich für einen Angriff zu halten. Erwachsene können zuhören, ohne danach über die Qualität des Witzes abzustimmen. Ich werde manches weiterhin albern finden. Meine Schüler würden bei einem Witz meines Vaters vermutlich ebenso ratlos schauen. Das gemeinsame Lachen lässt sich nicht erzwingen. Eine Erklärung kann verständlich sein und den Witz trotzdem nicht lustiger machen. Aber sie kann zeigen, was den anderen daran gefällt: die Erinnerung an ein Video, den völlig falschen Zeitpunkt, das Vergnügen, dass ein einziges Wort genügt und die Freunde sofort Bescheid wissen. Wer das erfährt, steht vielleicht noch immer nicht mitten im Kreis. Er weiß aber besser, was dort geteilt wird.
„Brainrot“ – also Hirnfäule. Als Scherz über absurde Videos darf das Wort ruhig absurd bleiben. Ernst wird es allerdings, wenn wir daraus ein Urteil über die Köpfe derer machen, die lachen. Vielleicht wäre das ein Moment für Hesses Rat, sich selbst etwas weniger ernst zu nehmen: den eigenen Geschmack, die eigene Ratlosigkeit und den Anspruch, bei jedem Witz dazuzugehören. Man muss nicht mitlachen, um jemanden ernst zu nehmen.
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Im Sommer ist Johannes Golla, Kapitän der deutschen Handball-Auswahl, zur MT Melsungen gewechselt – fühlt sich dort aber überhaupt nicht wohl
Man stelle sich vor, Joshua Kimmich wechselt von München nach Dortmund – drei Monate später will der Nationalmannschaftskapitän wieder zurück zu den Bayern. Heftige Diskussionen in der Fußballszene wären die Folge. Im Handball ist genau das passiert: Johannes Golla hat mit seinem Rückkehrwunsch kurz nach seinem Wechsel von Flensburg-Handewitt nach Melsungen großen Wirbel ausgelöst. Der 28 Jahre alte Kreisläufer steht unter gewaltigem Druck. Die wichtigsten Fragen zur Personalposse rund um den deutschen Spielführer.
DHB-Kapitän Golla ist im Sommer von Flensburg nach Melsungen gewechselt – und will nach wenigen Monaten wieder zurück. Gollas Familie stammt aus Hessen, die MT Melsungen lockte mit einem Fünfjahresvertrag. Nicht auf der Rechnung hatte er allerdings, wie sehr seiner Familie der Abschied von der Förde zusetzt. Die Gollas haben dort geheiratet, zwei Kinder bekommen, ihr soziales Umfeld aufgebaut. Heimweh – darum gehe es nicht, das Wort sei zu schwach gewählt, sagte Golla nun: „Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist.“
Gollas Vertrag wurde nach dpa-Informationen am Montag vergangener Woche außerordentlich zum nächstmöglichen Zeitpunkt hilfsweise gekündigt. Sein Vertrag in Melsungen läuft bis 2031. Es gibt im Vertrag eine Ausstiegsklausel nach drei Jahren. Die dort festgeschriebene Ablöse soll dem Vernehmen nach bei 500.000 Euro liegen.
Der Zauber der Golla-Rückkehr zu seinem ersten Profiklub ist verflogen. Der Kreisläufer war als Herzstück der Mann-

MARCOS BRINDICCI/GETTY IMAGES
Im März 2026 noch im Trikot der SG Flensburg-Handewitt: Johannes Golla (M.). Nun könnte es ein rascheres Comeback als angenommen geben
MICHAEL HUNDT/DPA
Golla war in Flensburg als Kapitän eine Identifikationsfigur – und bundesweit ein Aushängeschild des Vereins. Natürlich hat die SG ein Interesse daran, die Rückkehr möglich zu machen – weil sie davon profitieren würde. Der Klub hat kurz- und mittelfristig am Kreis ohnehin Bedarf, da die Verträge von Arnar Arnarsson (2027) und Blaz Blagotinsek (2028) auf absehbare Zeit auslaufen, und der angestrebte Wechsel von Nationalspieler Justus Fischer (von Hannover zum THW Kiel) platzte. Dass Golla 2028 für eine bestimmte Summe zu haben sein wird, war den Flensburger Verantwortlichen seit Längerem klar. Aber die Dringlichkeit, mit der ihr Hall-of-Fame-Mitglied nun schon 2027 zurückkehren will, dürfte auch die SG überrascht haben. „Wir haben das nicht geplant. Wenn es in seinem Vertrag eine Möglichkeit gibt, ihn zu bekommen, ist es interessant für uns. Wir können eine Lösung finden. Johannes macht jede Mannschaft besser“, sagte Sportchef Ljubomir Vranjes der „FAZ“ und bestätigte Gespräche mit Melsungen.
schaft eingeplant. Für Melsungen geht es nun um eine gesichtswahrende Lösung mit möglichst großem Profit. „Wir hatten und haben langfristige Pläne mit ihm. Wir müssen deswegen grundsätzlich Vertrags- treue einfordern. Aber zu einem Vertrag gehören immer zwei Seiten“, sagte MT-Vorstand Andreas Mohr. Der „FAZ“ sagte er: „Die Enttäuschung auf allen Ebenen ist groß bei uns. Aber wenn wir das Thema nun auf der emotionalen Ebene weiter-spielen, haben wir nur Verlierer.“ Das Dilemma müsse sachlich gelöst werden, und es liege an Flensburg, „ein vertretbares Angebot“ zu machen.
Bei Gollas Vertragsunterzeichnung 2024 war Michael Allendorf noch Sportchef in Melsungen. Jesper Larsson folgte am 1. Mai dieses Jahres. MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo wechselt im nächsten Sommer zu PSG Paris, Nachfolger wird Berlins Meistertrainer Jaron Siewert. Die Zukunft von anderen Topspielern außer Golla ist ebenfalls ungewiss. Hingegen kommen zur neuen Saison die portugiesischen Rückraumstars Francisco und Martim Costa nach Flensburg. Dafür waren dem Vernehmen nach 2,4 Millionen Euro Ablöse fällig. Geld scheint in Flensburg vorhanden zu sein.
Gut einen Monat vor dem nächsten Länderspiel der Nationalmannschaft am 5. November in Berlin gegen Belgien sorgt die Personalie für Aufsehen. Der Deutsche Handball-Bund will dem Vernehmen nach schnell klare Verhältnisse. Lange vor der am 13. Januar beginnenden Heim-WM soll die Angelegenheit geklärt sein. Die Frage ist auch, ob Golla die Nationalmannschaft als Kapitän bei der WM anführen kann. Momentan gibt es keine Indizien dafür, dass Golla die Binde verlieren wird. Bundestrainer Alfred Gislason hält große Stücke auf seinen Spielführer.
Sollte ein Arbeitnehmer sich bei einer Vertragskündigung auf eine mentale Erkrankung berufen, müsse dies „durch entsprechende ärztliche Gutachten nachgewiesen sein“, sagte Markus Bohnau, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner im Düsseldorfer Büro der Kanzlei Kliemt. „Und dann käme man dazu, ob es wirklich die einzige Möglichkeit ist, durch fristlose, sofortige Beendigung des Vertrages ihm gesundheitlich zu helfen, oder ob nicht zunächst Umstände angepasst werden können, um ihm zu helfen, damit besser klarzukommen.“
Bei Profisportlern gebe es bislang eigentlich keine echten Präzedenzfälle. Generell bedürfe es bei einem Aufhebungsvertrag einer Einigung beider Parteien, betonte Bohnau. Geld spiele dabei natürlich eine Rolle. „Es gibt sogar Spieler, die zahlen dann einen Teil der Summe, die erforderlich ist, um die Unterschrift zu bekommen, selbst.“
jb mit dpa

Sichtlich ergriffen: Lionel Messi
ie Gegensätze hätten kaum größer sein können: Hier die mit einer Lichtschau glorreich beendete Karriere, dort ein Statement in eigener Sa-
che. Während sich Lionel Messi als absoluter Held von der argentinischen Nationalmannschaft verabschiedete, schrieb Cristiano Ronaldo beinahe zeitgleich ein letztes Kapitel seiner Egoshow. Die beiden größten Fußballer ihrer Zeit sind in der Nacht zum Mittwoch quasi von der großen Bühne abgetreten.
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Der eine freiwillig, der andere unfreiwillig. Messi wurde dabei von 85.000 Fans im ausverkauften Monumental-Stadion von Buenos Aires frenetisch gefeiert, Ronaldo nach seinem Boykott nur noch durch eine öffentliche Klarstellung zu seiner Abreise vom portugiesischen Nationalteam auffällig. Beim 3:0 im Freundschaftsspiel gegen Benin lief der 39 Jahre alte Superstar ein letztes Mal für Argentinien auf. Fangesänge, grenzenloser Jubel und ein Feuerwerk bildeten die Ouvertüre für einen historischen Fußball-Abend für „Messis letzten Tango“, bei dem die Partie gegen die von dem deutschen Trainer Gernot Rohr betreuten Beniner den Rahmen bot.
Messi steuerte bei seiner Abschiedsgala selbst einen Treffer per Elfmeter (71. Minute) sowie zwei Vorlagen für die Tore von Nicolas Otamendi (48.) und Nico Paz (61.) bei. Nach dem Spiel projizierte eine spektakuläre Lichtschau die Konturen Messis samt WM-Pokal in den nächtlichen Himmel über der argentinischen Hauptstadt. „Es war mir eine Ehre, dieses Trikot in den letzten 20 Jahren zu tra-
Die beiden größten Fußballer ihrer Zeit sorgen für ein letztes Hurra. Der Argentinier beendet im Monumental-Stadion ergriffen seine Karriere, der Portugiese mimt dagegen die beleidigte Leberwurst
gen. Ich habe nie aufgehört zu kämpfen. Nicht mehr dabei zu sein, wird mir sehr wehtun. Für die argentinische Nationalmannschaft zu spielen, ist das Schönste, was einem passieren kann“, erklärte das emotional bewegte Idol nach dem Abpfiff.
Es war ein besonderer Moment in der Historie der Sportart. Niemand hat den Weltfußball in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten so konstant und nachhaltig geprägt wie Messi. Auch sein großer Widersacher im Weltfußball nicht: Ronaldo. Ohrenbetäubend war der Jubel, als die Stadionsprecherin vor dem Spiel „ein letztes Mal“ den Namen des Superstars aufrief. Ein riesengroßes himmelblau-weißes Trikot wurde über den Rasen gespannt, auf dem Messis Nummer 10 sowie ein „Gracias“ („Danke“) in großen goldenen Lettern aufgedruckt war.
Der verwandelte Elfmeter zum 3:0-Endstand war später der gelungene Schlussakkord einer beeindruckenden Laufbahn: Mit 126 Treffern ist er Rekordtorschütze der fußballverrückten Nation, mit 208 absolvierten Partien auch ihr Rekordspieler. Geneigte Betrachter hätten auch Ronaldo einen ähnlich würdigen Abgang gewünscht. Doch den verhinderte der 41-jährige Star – wie so oft in seiner Karriere – im Alleingang selbst. Der divenhafte Stürmer hatte die Nationalmannschaft in der vergangenen Woche verlassen, nachdem er beim 2:1 im Nations-League-Spiel in Norwegen nicht eingesetzt worden war. In der Nacht zum Mittwoch gab er nun eine enervierende Erklärung für sein Fehlverhalten ab – und warf seinem Nationaltrainer Jorge Jesus obendrein auch noch Wortbruch vor.
„Ich beschloss, das Trainingslager zu verlassen, ohne auf einen weiteren Wortbruch zu warten. Für mich ist die Wahrheit nach wie vor das Wichtigste in der Beziehung zwischen Menschen“, schrieb Ronaldo auf seiner Instagramseite und erläuterte die Geschehnisse rund um seine gleichermaßen abrupte wie beispiellose Abreise. Zugleich entschuldigte er sich dafür, dass er das Team verlassen habe. „Trotz des absoluten Vertrauensbruchs seitens des Trainers – was Zeugen dieser Gespräche bestätigen können – hätte ich das nicht tun dürfen. Die Verantwortung liegt allein bei mir“, so Ronaldo. „Ich hatte das Gefühl, dass mein Verbleib von diesem Moment an der Mannschaft nur geschadet hätte, und ich tat das, was ich immer gesagt hatte: Wenn ich mich nicht mehr als nützlich empfinde, packe ich meine Sachen und gehe.“
Wer seine Mannschaft derart im Stich lässt, sollte sich überlegen, ob die Berufswahl seinerzeit richtig war. Statt eine Teamsportart auszuüben, hätte bei Ronaldo ganz offensichtlich besser eine Individualsportart gepasst. Das hat er jahrelang nicht zuletzt durch sein infantiles Gockelgehabe nach einem eigenen Torerfolg auf dem Platz zelebriert. Getreu dem Motto: „Seht her, ich bin der Geilste!“ Das hat ihn zwar mit 146 Treffern in 234 Länderspielen nicht nur zum Rekordmann Portugals, sondern auch zum besten Torschützen in der Fußballgeschichte werden lassen – aber auf dem Feld hat er schon seit vielen Jahren nur noch die Rolle eines bemitleidenswerten Mitläufers inne.
Auch hier sind die beiden Karrieren der größten Fußballer ihrer Zeit diametral auseinandergegangen. Messi führte seine Mannschaft als absoluter Leader im Spätherbst seiner Laufbahn zunächst 2022 zum dritten argentinischen Triumph bei einer Weltmeisterschaft. Vier Jahre später sprang immerhin noch die Finalteilnahme gegen Spanien (0:1 nach Verlängerung) heraus. In beiden Titelkämpfen war es das 1,70 Meter kleine Genie, das sein Team beinahe im Alleingang durchs Turnier trug. So wie vor ihm der andere große argentinische Feingeist am Ball: Diego Armando Maradona. Der vor sechs Jahren verstorbene Regisseur triumphierte mit den Seinen bei der Weltmeisterschaft 1986 in vergleichbarer Rolle.
Ronaldo hingegen hat seit dem Gewinn des EM-Titels 2016 viel von seinem Glanz eingebüßt. Beim 1:0-Finalsieg seinerzeit gegen Frankreich musste er nach 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden und blieb als emsiger Profi in Erinnerung, der seine Mannschaft als verhinderter Spielertrainer von außen coachte. Es war das letzte große Hurra auf internationaler Bühne. Anschließend folgten das Aus im WM-Achtelfinale 2018 und drei Jahre später im EM-Achtelfinale sowie das vorzeitige Scheitern bei den Turnieren 2022 (WM-Achter) und 2024 (EM-Sechster). Bei den globalen Titelkämpfen in diesem Jahr war dann im Achtelfinale gegen den späteren Titelträger Spanien Schluss.
Danach hätte auch er besser Schluss gemacht. Doch statt eines würdigen Abgangs entschied sich Ronaldo zur Überraschung vieler Experten zur Fortsetzung seiner internationalen Karriere – in der es aber offenbar einer Majestätsbeleidigung gleicht, wenn er mal draußen sitzen muss. Was ja mit 41 Jahren völlig normal ist. Und dass Portugal ohne den alternden Egozentriker bestens zurechtkommt, bewiesen vier Siege in vier Nations-League-Partien mit der vorzeitigen Qualifikation für das Viertelfinale. Auf ihre Kohle gucken müssen die beiden größten Fußballer ihrer Zeit schon längst nicht mehr. Trotzdem gingen beide auch hier unterschiedliche Wege. Während Messi die Karriere bei Inter Miami in den USA ausklingen lässt, verhilft Ronaldo durch sein seit drei Jahren währendes Engagement beim al-Nassr FC dem Regime in Saudi-Arabien zu zweifelhafter Aufmerksamkeit. Der Argentinier soll als einer der absoluten Stars der Liga 18,2 Millionen Euro pro Jahr verdienen, der Portugiese auf 208 Millionen per annum kommen. Der eine kickt in einem Land, von dem maßgeblich die Demokratisierungsprozesse Deutschlands ausgingen und das gerade sogar eine zweite Amtszeit von Donald Trump als Präsident aushält, der andere in einem, in dem Homosexuellen die Todesstrafe droht.
Die jüngsten Ereignisse passen bestens in diese Reihe: Hier der mit einer Lichtshow gefeierte Messi – und dort der beleidigte Ronaldo mit einem Statement auf Instagram.
Christian Lell kam mit acht Jahren in den Verein, wurde später Meister und Pokalsieger. Nun soll dem Ex-Profi verboten worden sein, das Münchner Trikot zu tragen
Beim FC Bayern gibt es Ärger. Der ehemalige Verteidiger Christian Lell, der von 2003 bis 2010 98 Spiele für die Münchner absolviert hatte, hat auf Instagram heftig gegen seinen ehemaligen Verein ausgeteilt. Der zweimalige Doublesieger postete auf seinem Social-Media-Account ein Video, in dem er erklärt, dass der deutsche Rekordmeister ihm das Tragen des Bayern-Trikots verboten habe.
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Zudem musste er sein Foto im Tri-kot auf Drängen des Vereins vom Cover seiner im September erschienenen Biografie „From Ego to Heart: Drogen, Absturz, Selbsthass – und mein Weg zurück ins Leben“ entfernen. Lell (gerade Teilnehmer bei „Promi Big Brother“) berichtet: „Ich habe für den FC Bayern im Januar ein Hallenturnier gespielt. Ich wurde eingeladen und bin dieser Einladung gerne nachgekommen, weil es mein Heimatverein ist. Ein paar Wochen später habe ich einen Anruf vom Büro der Chefstelle bekommen. Ich wäre nicht mehr gerne gesehen mit dem Bayern-Trikot und ich möge es in Zukunft unterlassen, das Bayern-Trikot zu tragen.“
Tatsächlich war Lell am 17. Januar 2026 für die Bayern-Senioren Ü40 beim Legenden-Cup in der Harzlandhalle in Ilsenburg im Harz (Sachsen-Anhalt) im Einsatz beim Benefizturnier – unter anderem gegen die Werder-Legenden, das Traditionsteam des VfL Wolfsburg und das Ü40-Team von Union Berlin. Sein erster und letzter Auftritt als Ü40-Spieler im Bayern-Trikot.
Lell, der 1993 als Achtjähriger zum FC Bayern kam, erzählt nun weiter in seinem Instagram-Video: „Ein paar Wochen später hat mein Verlag ein Anwaltsschreiben vom FC Bayern bekommen: „Man möge doch auf dem Cover das Bayern-Trikot entfernen.““ Laut Informationen von „Bild“ musste der Forward-Verlag Lell im Bayern-Trikot vom Buch-Cover nehmen, da die Markenrechte dafür nicht beim Verein angefragt worden waren. Verletzung solcher Markenrechte verfolgt der Klub seit geraumer Zeit rigoros. Was sagt der FC Bayern zu den Vorwürfen von Lell? Der Verein äußerte sich auf Anfrage nicht dazu. Was könnten die Gründe für die Distanzierung von Lell sein? Der ehemalige Rechtsverteidiger sorgte schon während seiner Zeit als Spieler (auch bei Hertha und Köln) abseits des Platzes für Skandale – unter anderem durch Kokain-Konsum, Alkohol-Missbrauch und Prügeleien. Nach seiner Profi-Karriere machte er vor allem mit seiner Baufirma negative Schlagzeilen. Wegen der Übergabe unfertiger Immobilien wurde Lell mehrfach verklagt, 2024 wurde deshalb sogar ein Haftbefehl gegen ihn erlassen. Inzwischen beteuert er, sich gebessert zu haben.
Nun wirft Lell den Bayern vor, ihn nicht zu unterstützen und stattdessen mit dem Trikot-Verbot auszugrenzen: „Ich weiß nicht, wie man darauf
PICTURE-ALLIANCE / PRESSEFOTO ULMER/MARKUS ULMER
kommt, das mit jemandem zu machen, der an der Säbener Straße aufgewachsen ist, und für den der FC Bayern ein Zufluchtsort und sicherer Hafen war.“ Hintergrund: Der Ex-Profi erzählt so-
wohl in seinem neuen Buch als auch auf seinem Instagram-Profil davon, eine schwierige Kindheit und Jugend gehabt zu haben. Vor einem Jahr sagte er im Interview bei „Bild Sport auf Welt TV“ bereits: „Ich bin in einem sehr konflikt-behafteten Elternhaus mit Gewalt, Al-kohol und Missbrauch aufgewachsen.“ Nach den turbulenten Zeiten während und nach seiner Karriere (u.a.

Viele Jahre durfte Christian Lell das Bayern-Trikot sogar noch auf dem Platz tragen. Er war 1993 als Achtjähriger in die Jugend des FC Bayern gekommen
mit Depressionen) hätte sich Lell mehr Rückendeckung gewünscht: „Bayern München hat mich ausgegrenzt, das ist auch total in Ordnung. Man muss verstehen, dass es Firmen, Institutionen und Menschen gibt, die einen ausgrenzen, die nicht zu einem stehen, wenn man sie am meisten gebraucht hätte.“
Abschließend schießt Lell noch gegen die Bayern-Bosse, die die Tri-kot-Entscheidung gegen ihn getroffen haben: „Keiner der Verantwortlichen, die jetzt dort herumtanzen und glauben, etwas zu sagen zu haben, kann mich davon abhalten, ein Bayern-München-Herz zu haben. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge klammere ich da aus, aber alle anderen Osterhasen haben keine Chance, dass ich mein Bayern-Herz aufgebe.“
📰 报刊故事还原:我们很自豪地宣布,在明天的周五版中,达米恩·赫斯特(Damien Hirst)将延续这一伟大传统。自安迪·沃霍尔以来,没有谁比他更能模糊艺术与流行文化之间的界限——而他本人也因此变得像他那些最著名的艺术发现一样出名。无论是浸在甲醛中的鲨鱼,
赫勒在位于这座自由主义地中海大都市玻璃塔影下的运动组织办公室内表示,在历史上,犹太民族曾两次拥有主权,分别是在所罗门和哈斯蒙尼王朝时期。“而这两次我们都没有撑到 100 年,主要是因为内部冲突导致敌人趁机攻击我们。”
更少的车型,更高的价格,更强的排他性——而且 911 将保持内燃机动力。至此,这家跑车制造商告别了过去几年的核心理念。
历史建筑模型连接柏林与北京
自2021年起,清华大学建筑学院与柏林工业大学建筑与城市历史专业的学生共同开展该项目。尽管时区、语言和文化背景各异,他们依然交流研究成果,对比数据并互访。
在一个传统的庭院里,阳光透过雕刻精美的木窗,洒在摆满竹条和彩色纸张的桌子上。在黄山脚下宏村的一个非物质文化遗产工作坊中,汉萨城市施特拉尔松德(Stralsund)的市长亚历山大·巴德罗(Alexander Badrow)正将最后一根竹框放入
许多在历史古镇生活和工作的人也认同这一观点。对他们而言,文化遗产并非玻璃罩中的展品,而是日常生活的一部分。
真的。”对我来说,这几乎是一次冲击。我在内心深处感到非常安静,并因此受伤。我想:啊,现在这种发生在别人身上的现象,也发生在我身上了。我曾非常认真地考虑过拍一部不同的电影,并全力以赴地投入到这项任务中。但在工作过程中,我意识到了您刚才所描述的
NA:那些人们能认出是我个人风格的元素,比如追逐戏中的某些特定瞬间。在拍摄以及后期的剪辑过程中,我经常问自己:这现在是一种既视感,还是我确实经历过?我遇到了许多这样的时刻,它们源自我对之前电影的经验。
《世界报》:从外部来看,韩国电影正处于黄金时代,《鱿鱼游戏》进一步加强了这一印象。但在韩国国内,人们却在谈论危机和融资问题。五年到十年后,韩国电影将处于什么位置?
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